Der sogenannte Tennisellenbogen – medizinisch Epicondylitis lateralis – betrifft längst nicht nur Tennisspieler. Viel häufiger trifft es Menschen, die täglich mit Maus, Tastatur oder Werkzeug arbeiten oder im Alltag immer wieder die gleichen Bewegungen ausführen. Typisch sind ziehende oder stechende Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens, die bei Belastung zunehmen und ohne gezielte Behandlung monatelang anhalten können.
Die Beschwerden entstehen durch eine Überbeanspruchung der Handgelenkstrecker, insbesondere des Musculus extensor carpi radialis brevis. Dieser Muskel setzt am äußeren Ellenbogen an. Wiederholte, einseitige Belastungen – ob durch Büroarbeit, Gartenarbeit oder Sport – können zu kleinen Verletzungen und Entzündungen der Sehne führen. Auch eine schlechte Ergonomie am Arbeitsplatz, plötzlicher Trainingsstart oder muskuläres Ungleichgewicht begünstigen die Entstehung.
Typische Anzeichen sind Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens, Druckempfindlichkeit, manchmal Ausstrahlung in den Unterarm oder die Hand und ein deutlicher Kraftverlust – etwa beim Öffnen einer Flasche oder festem Zupacken.
Eine moderne physiotherapeutische Behandlung zielt darauf ab, sowohl die Schmerzen zu lindern als auch die Belastbarkeit der betroffenen Strukturen langfristig wiederherzustellen:
Mit einem durchdachten Therapieplan und etwas Eigeninitiative verbessern sich die Beschwerden oft innerhalb von 6 bis 12 Wochen deutlich. Entscheidend sind ein früher Behandlungsbeginn, die richtige Übungsauswahl und Geduld – so stehen die Chancen für eine vollständige Wiederherstellung sehr gut.
Der Tennisellenbogen ist lästig, aber sehr gut behandelbar. Mit moderner Physiotherapie, gezielten Übungen und einer ergonomischen Anpassung im Alltag lassen sich Schmerzen nachhaltig lindern und die volle Funktionsfähigkeit wiederherstellen. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie unter ähnlichen Beschwerden leiden.
Quellen (Auswahl)
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