Team jameda
Deutschland ächzt unter der Hitze und genießt die heißen Stunden am See und am Meer. Allerdings bergen die hohen Temperaturen auch besondere Gefahren für uns alle. Speziell ältere Menschen und Kleinkinder können durch die hohen Temperaturen gefährdet sein.
Zu den bekanntesten Hitzeschäden gehören der Sonnenstich und der Hitzeschlag. Es gibt jedoch auch hitzebedingte gesundheitliche Symptome wie Krämpfe, Erschöpfungszustände bis hin zu einem Kollaps. Treten folgende Symptome auf, sollten Sie umgehend einen Arzt rufen: Krämpfe in Armen und Beinen, Schwindelgefühl, Schlaflosigkeit und Anzeichen einer Austrocknung wie Mattigkeit oder Schwindel.
Schützen Sie sich und beugen Sie einem Sonnenstich oder Hitzeschlag vor, indem Sie
Auch auf die Wirksamkeit von Medikamenten haben die Temperaturen einen starken Einfluss. Einerseits müssen Medikamente vor großer Hitze geschützt werden, da diese dadurch in ihrer Wirkung schwächer oder unwirksam werden können. Andererseits können bei hohen Temperaturen besondere Nebenwirkungen der sonst vertrauten und bewährten Medikamente auftreten.
Hitze für wenige Tage kann zu einem Abfall des Blutdrucks führen. Daraus ergibt sich noch kein Grund für eine Änderung der blutdrucksenkenden Medikamente – aber für Ihr Verhalten. Hitze und direkte Sonne meiden! Sie sollten den Blutdruck in dieser Zeit regelmäßig messen. Nur ein längerer Aufenthalt in tropischem Klima kann eine medikamentöse Neueinstellung durch Ihren Arzt notwendig machen.
Auch gesunde Menschen leiden unter starker Hitze. Nicht jedes neu hinzugekommene Symptom muss also immer mit einer Verschlechterung im Sinne einer medikamentösen Nebenwirkung zu tun haben. Allein aus diesem Grund sollten sie ihre bisherige Dosierung nicht selbstständig verändern, sondern sollten dies mit Ihrem Arzt besprechen.
Menschen, die „hitzeempfindlich“ oder krank sind und deshalb Medikamente einnehmen müssen, sollten schon beim Verdacht auf hitzebedingte Beschwerden einen kühleren Ort aufsuchen.
In der aktuellen Literatur finden sich nur wenige Angaben zu Nebenwirkungen von Medikamenten, die durch Hitze ausgelöst werden können. Bei erhöhter Umgebungstemperatur reagiert der Körper mit gezielten Anpassungsmechanismen, welche mit bestimmten Medikamenten ungewöhnliche Symptome hervorrufen können.
Vorsicht ist bei Einnahme folgender Medikamente geboten: Antibiotika generell, entwässernde Tabletten (z.B. bei Nierenproblemen), Cholesterinsenker, Herzmittel (Betablocker), Antiepileptika, Neuroleptika, Antihistaminika, Antidepressiva, Medikamente gegen neurologische Krankheiten (z.B. Morbus Parkinson), Schilddrüsenmedikamente, Mittel gegen Bluthochdruck, Medikamente zur Erhöhung der Hirnleistung (Vorsicht bei Kindern, die bei ADHS-Symptomatik Methylphenidat einnehmen!). Viele dieser Mittel können unter Sonneneinstrahlung auch zu Hautreaktionen führen. In jedem Fall ist der Arzt zu konsultieren, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden.
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