Abnehmen trotz Hashimoto Thyreoiditis ist möglich! Die Mythen im Faktencheck

Prof. Dr. Herrmann

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© Printemps - fotoliaAuf Milch zu verzichten, hilft nicht beim Abnehmen (© Printemps - fotolia)Rund zehn Millionen Deutsche leiden unter der Schilddrüsenerkrankung Hashimoto Thyreoiditis. Wenn die Schilddrüse weniger Hormone produziert, nehmen die Betroffenen häufig zu – eines der vielen unangenehmen Begleiterscheinungen von Hashimoto. Welche Tipps wirklich helfen, um gut abzunehmen und welche  ins Reich der Ammenmärchen gehören, wollte jameda von Prof. Herrmann wissen, der Gutachter und Referent zum Thema Schilddrüsenerkrankungen ist.

Gesunde Ernährung 
Diäten
Milch, Salz, Gluten, Soja
Homöopathie und Co.
Krafttraining
Wenn Diäten fehlschlagen
Tabletteneinstellung regulieren
Darmsanierung

jameda: Hilft eine gesunde Ernährung, typische Hashimoto-Symptome wie Müdigkeit, Haarausfall, Herzrasen oder Gewichtszunahme zu lindern?
Prof. Dr. Herrmann:
Eine spezifische Ernährung müssen Patienten nicht einhalten, auch eine jodarme Ernährung ist keinesfalls notwendig. Der Grund: Die Ernährung hat keinen Einfluss auf die Schilddrüsenhormonproduktion, die bei Hashimoto aus dem Gleichgewicht geraten und letztlich für die Symptome verantwortlich ist. Das ist wissenschaftlicher Konsens. Wichtig ist die adäquate Substitution mit Schilddrüsenhormonen.

jameda: Low Carb, Paleo, Logi - mittlerweile gibt es so viele Diäten, dass man schnell den Überblick verliert. Welche ist die beste für Hashimoto-Patienten?
Prof. Dr. Herrmann:
Es gibt keine spezielle Diät für Hashimoto-Patienten. Aber generell bieten Low Carb und Logi langfristig die besten Aussichten, weil sie auf einer kohlenhydratarmen Kost basieren. Genügend Proteine aufzunehmen, ist wichtig für die Muskulatur und den Fettabbau. 

jameda: Hashimoto-Patienten, die abnehmen wollen, wird häufig empfohlen, auf Milch, Salz, Gluten und Soja zu verzichten. Ist diese Einschränkung sinnvoll?
Prof. Dr. Herrmann:
Nein. Nur wer gleichzeitig unter Begleiterscheinungen wie einer Glutenunverträglichkeit leidet, sollte die entsprechenden Lebensmittel weglassen.

jameda: Magnetfeldtherapie, Schüßler Salze und Homöopathie sollen Hashimoto-Patienten ebenfalls beim Abnehmen helfen. Funktionieren diese Methoden wirklich? 
Prof. Dr. Herrmann:
Diese Methoden sind nach wissenschaftlichen Studien nicht etabliert und somit keine Konsensus-Empfehlung. Es spricht aber auch nichts gegen diese Therapien.

jameda: Es heißt, Krafttraining sei sehr wichtig, um Gewicht zu verlieren, ja sogar um symptomfrei zu werden. Stimmt das?
Prof. Dr. Herrmann:
Muskelaufbau hat einen entscheidenden Einfluss auf die Gewichtsreduktion: 10 Minuten Bauchmuskeltraining sind effektiver als 30 Minuten Fahrradfahren. Krafttraining hat allerdings keinen Einfluss auf die Hashimoto-Erkrankung selbst.

© Prof. HerrmannLaut Prof. Herrmann tragen die Schilddrüsentabletten zum Abnehmerfolg bei (© Prof. Herrmann)jameda: Was können Patienten tun, die trotz gesunder Ernährung und Sport einfach nicht erfolgreich abnehmen?
Prof. Dr. Herrmann:
Den Grundumsatz durch eine adäquate hochnormale Schilddrüsensubstitution zu steigern oder auch ein Kombinationspräparat einzunehmen, das T4 und T3 enthält, kann beim Abnehmen helfen. Jeder Mensch hat einen individuellen Grundumsatz, der das Körpergewicht entscheidend mitbestimmt.

jameda: Viele Patienten glauben, dass ihre Medikamenteneinstellung stimmt, aber auch ein als normal angesehener TSH-Wert von 2 μIU/ml kann Probleme bereiten. Könnte es auch an den Tabletten liegen, wenn Diäten immer wieder scheitern?
Prof. Dr. Herrmann:
Das Gewicht hängt vor allem von anderen Faktoren wie der Ernährung, der Bewegung und den Genen ab. Menschen, die einfach nicht abnehmen, haben oftmals eine entsprechende genetische Veranlagung, die sich manchmal erst im späten Erwachsenenalter auswirkt. Ich würde schätzen, dass die Schilddrüsentabletten etwa 20 % zur Gewichtsreduktion beitragen und Patienten durch die optimale Einstellung fünf Kilo abbauen können. Wichtig ist, den Patienten und nicht den Laborwert zu therapieren. Jeder Mensch hat seinen eigenen TSH-Wohlfühlwert. Jüngere Menschen tolerieren niedrigere TSH-Werte häufig besser.

jameda: Manche Ratgeber behaupten, dass die Behandlung mit Schilddrüsenhormonen die falsche Therapie sei, weil hinter der Schilddrüsenerkrankung eigentlich ein gestörter Darm steckt, der wiederum durch Stress ausgelöst wird. Was sagen Sie dazu?
Prof. Dr. Herrmann:
Die bakterielle Besiedlung des Darms spielt bei Autoimmunerkrankungen tatsächlich eine Rolle. Sogenannte Stuhltransplantationsstudien haben gezeigt, dass eine Maus die Krankheiten einer anderen Maus bekommt, wenn man ihr deren Stuhl einpflanzt. Es gibt allerdings keine Studien darüber, ob eine Darmsanierung gegen typische Hashimoto-Symptome hilft.

jameda: Welchen Tipp können Sie Hashimoto-Patienten mit auf den Weg geben, um sich fit und wohl zu fühlen?
Prof. Dr. Herrmann:
Wenn Patienten ständig frieren oder unter Verstopfung leiden, sollte die Einstellung korrigiert werden. Ein gesunder Lebensstil und Sport sind ebenfalls wichtig, um sich wohl zu fühlen.  

jameda: Vielen Dank für das Gespräch!

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (10)


29.05.2018 - 19:17 Uhr

Hallo, ich nehme absolut nicht ab. Seit einem...

von Yvonne

... Jahr weiß ich dass ich Hashimoto habe. Ich bin im Jahr 2004 an der Schilddrüse wegen kalter Knoten operiert. Rechte Schilddrüse incl. Nebenschilddrüse. Nach der OP hatte ich mit 50mg LT angefangen bis 2011 und habe von mir aus erhöht auf 75mg. Dabei ist es dann auch geblieben. Ich leide häufig darunter dass ich friere und viel Erkältet bin ob Ohrenentzündungen, Fieber und Atemnot wie Halsschmerzen. Letzte Woche war ich bei der Endokrinologin und sie sagte nach dem Ultraschall dass meine anderen Knoten gewachsen sind. Ich leide auch häufig an Antriebslosigkeit und Müdigkeit und nehme Vitamin D3 und Selen. Sobald ich regelmäßig Sport mache dann kommen wieder die Symptome der Hashimoto durch. Ich bin schon frustriert. Meine Hausärztin sagt immer es ist die Psyche. Ich bin verzweifelt und möchte abnehmen und nehme z.Z. zu und halte seit Jahren die 100 kg und möchte auf 70kg runter. Die aktuellen Blutwerte habe ich nicht. Woran liegt es dass man nicht so abnehmen kann? Bin ich bei Ärzten dann bekomme ich zu hören sie müssen abnehmen und ich weiß das ich eine SD Unterfunktion habe. Ich weiß nicht mehr weiter. Sie müssen sich vorstellen ich bin zwar schlank und habe einen dicken Bauch ... Bauchfett und das ist hartnäckig. Haben Sie ein Tipp für mich? Oder müsste doch die LT eingestellt werden? Die Ärzte meinen der TSH wäre in Ordnung und müsste nicht eingestellt werden.

01.03.2018 - 08:54 Uhr

Danke für die schnelle Antwort. Eine...

von Maren

... Hashimoto-Erkrankung wurde im September anhand der Antikörper festgestellt. Ich habe gelesen, dass der TSH bei Hashimoto-Patienten um die 1,0 liegen sollte, stimmt das? Ein Sono wurde auch durchgeführt, dabei ist heraus gekommen dass ich einen Knoten habe in der Schilddrüse, der aber noch zu klein für ein Szinti ist. Ansonsten wäre die Schilddrüse normal groß. Wenn es mir aber trotzdem schlecht geht mit dem TSH, kann man dann nicht trotzdem niedrig anfangen mit L-thyrox? Bei dem TSH war ich immer nüchtern morgens, hat das auch einen Einfluss? LG

28.02.2018 - 13:28 Uhr

Hallo, im September letzten Jahres wurde bei mir...

von Maren

... Hashimoto festgestellt. Ich bin 24 Jahre alt. Mein TSH schwankt immer zwischen 2,1-3,0, schon einmal war er bei 3,9, das ist aber schon etwas her. Seit einem Jahr leide ich an Müdigkeit, Konzentrations und Gedächtnisschwäche, habe 20kg zugenommen, habe eine depressive Verstimmung und starke Stimmungsschwankungen, trockene Haut usw usw. Ich fühle mich sehr unwohl und bin nicht mehr ich selbst. Mein Hausarzt hat mir sofort ein Antidepressivum verschrieben und mich zum Psychologen geschickt, Schilddrüsenhormone hält er nicht für nötig, ich soll lieber Eisen nehmen und Vitamin D. Ist es nicht doch sinnvoll mich mit Tabletten einzustellen? Lg

Prof. Dr. Herrmann

Antwort vom Autor am 28.02.2018
Prof. Dr. med. Burkhard Herrmann

Sie sollten in Ihrem Fall durchaus den Empfehlungen Ihres Hausarztes folgen. Eine Schilddrüsenhormonsubstitution ist erst ab einem TSH von >10 mU/L zwingend erforderlich. Für eine. Schilddrüsenhormonsubstitution bei Verdacht auf eine ggf. vorliegende Hashimoto-Erkrankung ist neben der klinischen Symptomatik auch die Sonographie der Schilddrüse und die TPO- und TG-Antikörper-Bestimmung hilfreich.

14.09.2017 - 13:13 Uhr

Seit 17 Jahren habe ich Hashimoto, entweder sie...

von Mel

... wurde durch die letzte Schwangerschaft ausgelöst, da ich nach sechs Monate nach der letzten Entbindung Schwanger war, bekam aber nach der Entbindung die Mirena und nach jeder dieser Hormonspirale nahm ich insgesamt 40Kg zu ohne anders zu Essen. Letztes Jahr wurde sie gezogen und keine neue eingesetzt. Danach verlor ich vielleicht 7Kg aber nicht mehr. Ich nehme seit 17 Jahren L.-Thyroxin 175 und in letzter Zeit dazu Selen und tgl L.Thyroxin 12,5 dazu, ich bin nicht mehr so müde und erschlagen aber nehme kein Gramm ab und lt. Arzt bin ich ideal eingestellt. Ich will aber die Pfunde los werden, die ich dank der Mirena habe. Was soll tun? Ich Reite aktiv, Miste, Wander usw....

Prof. Dr. Herrmann

Antwort vom Autor am 14.09.2017
Prof. Dr. med. Burkhard Herrmann

ggf. kann auch Thybon hinzugegeben werden

30.08.2017 - 09:26 Uhr

Ich leide jetzt schon seit mehreren Jahren unter...

von Celina

... Hashimoto und habe mittlerweile 50 kg zugenommen. Ich weiß langsam nicht mehr weiter. Ich wiege bei einer Körpergröße von 172cm 130kg. Eingestellt bin ich derzeit auf L-Thyroxin 125 und die Werte wurden vor einem Monat getestet und sie liegen perfekt sagte meine Ärztin. An zu wenig Sport kann es nicht liegen, ich betreibe 4-5x die Woche Sport mit vielen Kursen. Vielen Dank schon mal für Ihre Rückmeldung!

Prof. Dr. Herrmann

Antwort vom Autor am 31.08.2017
Prof. Dr. med. Burkhard Herrmann

ggf. hilft Ihnen auch die Umstellung auf Prothyrid oder Novothyral, welches den T3-Anteil enthält

11.08.2017 - 22:40 Uhr

Als ich 30 wurde hat man Hashimoto bei mir...

von Jeanny

... festgestellt, da lag meine Schwangerschaft aber schon 6 Jahre zurück. Jetzt bin ich 37 und habe 30 kg zugenommen, habe manchmal in ruhe plötzlich innere Unruhe und Herzrasen. Mein Puls geht ebenso schnell von 75 auf 100, wenn ich mich sportlich betätige schnellt mein Puls sofort auf 170, so dass ich das Tempo drosseln muss. Ich versuche den ganzen Tag über unter Stress zu bleiben, da mein Puls sonst auf 60 runter geht und ich merke, wie ich langsam kurz vorm abtreten bin. Ständig kommen Krämpfe und Schmerzen in den beinen dazu, ich habe aber keinen Magnesiummangel, das wurde schon getestet. Ich bin langsam echt am verzweifeln, haben Sie vielleicht einen Rat? Ich nehme L-Thyroxin 75 (seit 5 Jahren) letzte Blutentnahme war alles im normbereich laut Wert, aber ich fühle mich damit nicht wohl. Vielen Dank

Prof. Dr. Herrmann

Antwort vom Autor am 14.08.2017
Prof. Dr. med. Burkhard Herrmann

Ihre erstgenannten Symptome (z.B. innere Unruhe) können durchaus auf eine zu hohe Schilddrüsendosis hindeuten. Wichtig ist zu konstatieren, dass sich die Dosis nie ausschließlich auf die Referenzwerte bezieht, sondern immer auch die Symptome berücksichtigt. Jeder Mensch hat seinen eigenen TSH-Wohlfühlwert. - Wenn Magnesium nicht lindernd war, können Sie auch mal Limptar nehmen.

30.07.2017 - 08:33 Uhr

Lieber Herr Prof. Dr. Herrmann, mir geht es...

von Miriam M.

... ähnlich wie der Vorschreiberin. Hashimoto seit der 2. Schwangerschaft vor 10 Jahren seitdem ständige Gewichtszunahme. Wenn ich das Thyroxin steigere, kommt nur noch mehr Gewicht dazu. Der ft3 Wert liegt bei c.a. 30% und der ft4 Wert bei c.a. 60%. Wäre das eine Indikation für Thybon? Dazu habe ich seit 8 Jahren fehlende Eisprünge, obwohl ich mit mit heute 43 noch nicht das Alter dafür habe. Dadurch fehlendes Progesteron gleiche ich mehr oder weniger erfolgreich mit bioidentischem Progesteron aus. Können Sie mir einen Tipp zur Gewichtsreduktion geben? Herzlichen Dank, Miriam M.

Prof. Dr. Herrmann

Antwort vom Autor am 31.07.2017
Prof. Dr. med. Burkhard Herrmann

Sehr geehrte Frau, in der Tat, Thybon wäre eine Option. Viele Grüße Prof. Dr. Herrmann

31.05.2017 - 13:30 Uhr

Guten Tag laut meiner Endokrologin sind die...

von Sonja

... TSH-Werte richtig eingestellt. Trotzdem nehme ich nicht ab. Ich nehme Montag bis Donnerstag Levothyroxin 75 und Freitag bis Sonntag Levothyroxin 100. Wäre eine Abnahme von 5 kg durch eine Höhere Dosis (NACH Abklärung mit der Ärztin) möglich?

Prof. Dr. Herrmann

Antwort vom Autor am 03.06.2017
Prof. Dr. med. Burkhard Herrmann

Die Schilddrüsenhormoneinstellung richtet sich nicht nur nach den TSH-Werten sondern auch nach dem Befinden. Jüngere Menschen vertragen durchaus den Zusatzstoff T3, welcher durch Thybon einzeln oder durch Novothyral 75 oder 100 sowie durch Prothyrid verordnet werden kann. Zu hohe Dosierungen oder Unverträglichkeiten würden sich durch Unruhe, Herzklopfen oder Schlafstörungen zeigen. T3 hat jedoch einen günstigeren Einfluss auf das Gewicht. Prof. Dr. med. Herrmann

23.05.2017 - 10:55 Uhr

Hallo und Danke für ihre Antwort. Ich habe...

von Kristina

... einen normalen Ruhepuls, wenn ich aber ins Fitness Studio gehe und z.B. auf dem Laufband oder Stepper stehe, ist mein Puls sofort auf 160. Mein Blutdruck ist im ruhezustand immer bei 110/70 Ich werde die von ihnen genannten Blutwerte beim nächsten mal mit kontrollieren lassen. Meine Gynäkologin kontrollierte im März u.a den FSH- und Östradiolwert. Beide Werte waren in der Norm. LG und nochmal vielen dank für ihre Antwort

19.05.2017 - 19:41 Uhr

Ich leide seit der Geburt meiner Tochter im Jahr...

von Kristina

... 2015 an hashimoto. vorher wog ich immer 52 kg bei einer Körpergröße von 1,73. Klar, das war zu wenig. Ich hatte aber nie Probleme mit meinem Gewicht. Am Ende der Schwangerschaft wog ich fast 80kg. Ca. 4 Monate nach der Geburt hatte ich wieder ein Gewicht von 59kg. Kurz da drauf wurde bei mir Hashimoto festgestellt. Das ist nun 2 Jahre her, mittlerweile wiege ich 73kg und bekomme das Gewicht nicht runter. Ich ernähre mich genauso wie vor der Erkrankung, habe meine Ernährung umgestellt, trinke Wasser anstatt Cola, habe zuckerhaltige Lebensmittel weg gelassen,.genauso wie Zuckerersatzstoffe, Kohlenhydrate, usw. Ich nehme 75 LT, mein Tsh lag bei der letzten Kontrolle bei 0,75. die anderen Werte habe ich grade nicht zur Hand. Zudem schwitze ich seit der Erkrankung sehr stark, im Winter konnte ich im T-Shirt raus gehen, körperliche Betätigung ist der absolute Horror für mich, ich werde im Gesicht knall Rot, meine Tochter baden ist für mich eine Tortour, ich glühe ständig. Können sie mir sagen, woher das Schwitzen kommt? Was kann man dagegen tun und was kann ich gegen mein Gewicht tun?

Prof. Dr. Herrmann

Antwort vom Autor am 23.05.2017
Prof. Dr. med. Burkhard Herrmann

Ihre Symptomatik und der Krankheitsverlauf sind typisch für Hashimotopatientinnen, deren Diagnose im Rahmen oder kurz nach der Schwangerschaft gestellt werden. Allerdings löst eine korrekte Einstellung mit Schilddrüsenhormonen nicht immer gänzlich die Situation. Wärmegefühl und Schwitzen sind bei einem TSH um 0,75 mU/L keine Zeichen einer Unterversorgung. Sicherlich sollten auch weitere Hormonsysteme wie die Nebenniere oder auch die Zyklushormone mit untersucht und berücksichtigt werden. Der Blutdruck und der Puls sind ebenfalls zu kontrollieren.


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