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Das jameda-Interview: 10 Fragen an Herrn Dr. med. Joachim Mutter

Dr. Mutter

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© MutterHerr Dr. med. Joachim Mutter ist Umweltmediziner in Konstanz. (© Mutter) Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Herrn Dr. med. Joachim Mutter interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als Umweltmediziner.

jameda: Herr Dr. Mutter, was hat Sie motiviert, Umweltmediziner zu werden?

Dr. Mutter: Als ich Elektroniker war, wurde ich schwer krank. Kein Arzt oder später auch Heilpraktiker konnten helfen. Erst eine Augenärztin kam darauf, dass ich eine schwere Quecksilbervergiftung durch Amalgam aufwies. Leider wurde es dann ohne Schutzmaßnahmen entfernt und ich wäre fast gestorben. Auch hier konnte niemand helfen.

Im Selbststudium änderte ich meine Ernährungsweise und wurde langsam stabiler. Diese Erfahrung führte zum Nachmachen des Abiturs und späteren Medizinstudiums. Nach einiger Zeit in der Inneren Medizin wechselte ich zum Institut für Umweltmedizin der Uniklinik Freiburg. Unter der Leitung von Prof. Franz Daschner konnte dort die Ursachentherapie entwickelt werden.

Dazu mussten die Ursachen der verschiedenen Krankheiten, der zahlreichen Patienten herausgefunden werden. Sie stürmten unsere Ambulanz (Unizentrum Naturheilkunde Freiburg) regelrecht. Zudem mussten neue Wege zur Heilung beschritten werden. Es zeigte sich, dass die meisten chronischen Krankheiten und auch viele akute Krankheiten eine umweltmedizinische Ursache haben. Daher sind sie auch verhütbar und oft behandelbar.

Von daher halte ich die ursachenorientierte, klinische Umweltmedizin für die Königsdisziplin. Und das interessiert mich. Bei mir kamen aber noch andere gesundheitliche „Abstürze“ zum Tragen. U. a. auch Borreliose, eine Bleivergiftung durch Nahrungsergänzungsmittel sowie Paraquatvergiftung mit Parkinsonsymptomen durch Chia und Stevia. Von daher kann ich mich meist gut in Patienten einfühlen. Vor allem wenn man keinen Ausweg sieht und nicht weiß, was einen krank gemacht hat.

jameda: Was macht Ihnen im Praxisalltag am meisten Freude? Wo sehen Sie die größten Herausforderungen?

Dr. Mutter: Wenn es Patienten, die zuvor Jahre und Jahrzehnte eine Odyssee an erfolglosen Therapien hinter sich haben, mit Ursachentherapie wieder besser geht. Oder wenn unheilbare Krankheiten, auch tödliche, manchmal erstaunliche Verbesserungen erfahren. Ich bin jemand, der schon im Studium und auch in der Praxis den Ursachen auf den Grund gehen will. Ich möchte den Patienten dann mit naturwissenschaftlichen und erfahrungsmedizinischen Methoden einen bestmöglichen Weg bieten. Ich behandle Patienten so, als ob ich es selbst wäre.

Der Nachteil sind Neider und Bürokratie. Zudem sind manche Hauptkrankmacher unserer Zeit nicht offiziell anerkannt. Da stößt man auf Unverständnis und Ablehnung von Kollegen. Sie haben einfach keine Ahnung, wie die wissenschaftliche Datenlage, z. B. zu Mobilfunk oder Amalgam, wirklich ist. Diese Kollegen wiederholen nur die Meinung von Interessensgruppen.

jameda: Welchen Vorurteilen begegnen Sie häufig in Ihrer Praxis?

Dr. Mutter: In der Praxis: wenig. Es gibt ja wohl eine Auswahl, da es übervolle Wartelisten gibt und es nicht einfach ist, einen Termin bei mir zu bekommen. Die Voraussetzung für einen Termin ist auch das Lesen meinen Bücher und Publikationen. Nur so kann damit schon eine kostenlose Vorbehandlung erfolgen. Manchmal macht dies auch einen Termin überflüssig. Und zudem erspart es dem Patienten und mir einen erheblichen Zeitaufwand, wenn es zu einem Termin kommt.

Vorurteile gibt es höchstens von Seiten mancher Funktionäre und der von der Industrie abhängigen Presse.

jameda: Manche Krankheiten und Therapien sind unangenehm und verlangen viel Durchhaltevermögen vom Patienten. Was raten Sie Patienten in solchen Situationen?

Dr. Mutter: Oftmals verspüren die Patienten oder ihre Kinder schon nach einige Wochen eine Verbesserung. Das wirkt wie ein positives Feedback und animiert sie, weiterzumachen. Andere Patienten haben keine andere Chance, denn sie haben eine unheilbare oder tödliche Erkrankung. Um hier etwas zu bewegen, müssen alle Register, die man ziehen kann, zu 100 % gezogen werden. Auch hier gibt es manchmal dann Wunder, die wiederum den Patienten bestärken. Das gilt auch für Leistungssportler, bei denen die Therapie oft schnell wirkt. Denn sie sind meist 150-prozentig in der Umsetzung.

jameda: Wie reagieren Sie, wenn Sie merken, dass ein Patient Ihren Therapieplan nicht befolgt?

Dr. Mutter: Das merkt man schnell, wenn es zum Therapieversagen kommt. Dann gibt es keine starke Verbesserung des Gesundheitszustandes. Ich weise dann nochmals auf die wichtigsten Dinge hin. Bei tödlichen oder unheilbaren Krankheiten bestehe ich auf die Durchführung, sonst beende ich die Therapie. Es macht weder dem Patient noch mir Spaß, zuzuschauen, wie die Krankheit schlimmer wird und schlussendlich dann die Patienten versterben.

Ich bin kein Palliativmediziner, sondern will, wenn es noch Hoffnung gibt, dem Patienten zum Überleben verhelfen. Ich bitt die Patienten aber, mich sofort zu informieren, falls sie eine Therapie finden, die trotz der Belastungsfaktoren zu einer Heilung führt. Mit Belastungsfaktoren meine ich z. B. der Mund voller Amalgam oder entzündete, tote Zähne oder der Schlafplatz voll funkender „smarter“ Geräte. Denn diese mögliche Therapie ist ja dann wirksamer als die Ursachentherapie und das muss ich sofort lernen.

jameda: Wenn Sie das Gesundheitssystem ändern könnten, was würden Sie als Erstes tun?

Dr. Mutter: Oje, da würden zu viele große Player Bankrott gehen. Denn mit der Ursachentherapie, die auch eine ideale Krankheitsverhütung ist, würde es deutlich weniger Kranke geben. Kranke sind aber das „Kapital“ vieler Industriezweige. Also, wenn ich im Gesundheitssystem etwas bewirken könnte, müsste ich das ferngesteuert, von einem sicheren und entfernten, entlegenen Ort dieser Erde tun.

jameda: Kein Mensch ist perfekt. In welchen Bereichen haben Ärzte Ihrer Meinung nach Verbesserungspotential?

Dr. Mutter: Wichtig wäre, dass Ärzte erkennen, dass viele „Gängeleien“ der Politik dazu führen, dass sie weder Zeit für Patienten noch für eine unabhängige Weiterbildung haben. Schuld daran sind neue EBM-Ziffern, Budgetierung, Korruptionsgesetz (welches nicht für Politiker, Rechtsanwälte, Heilpraktiker, Steuerberater etc. gilt), Abrechnungsziffer statt Bezahlung nach Leistung/Zeitaufwand, Zulassungsbeschränkungen, Digitalisierungswahn in der Medizin, Dokumentationswahn, DRG statt Diagnosenamen und überbordender Bürokratieaufwand. Die Ärzte lassen sich zu reflexartigen „Automaten“ degradieren. 

Es ist für viele von ihnen unmöglich geworden, manche als „gesund“ geltende Maßnahmen kritisch zu hinterfragen und sich unabhängig zu informieren. Denn nicht einmal das Ärzteblatt ist unabhängig. Das sieht man an der vielen Werbung, die die Pharmaindustrie darin schaltet. Zudem ist das Ärzteblatt redaktionell einseitig, z. B. zum Thema Mobilfunk, Digitalisierung oder Impfen.

Ich bin Impfbefürworter, fordere aber ungiftige Begleitstoffe und gute Impfstudien: Denn bei Doppelblindstudien enthalten die Teilnehmer mit „Placebo-Impfungen“ meist auch den giftigen Begleitcocktail, wie Aluminium, Formaldehyd, Quecksilber, Nanopartikel etc. Kein Wunder, dass dann die Nebenwirkungen beim echten Impfstoff genau so hoch sind wie bei der Placebo-Impfung. Es wird dann geschlussfolgert, der Impfstoff wäre gut verträglich. Das wird selbst dann getan, wenn 20 % der Geimpften und Palcebogeimpften Nebenwirkungen zeigen und bei längerer Beobachtungsdauer noch mehr...

Es ist bekannt, dass Ärzte einen überdurchschnittlichen Intelligenzquotienten haben. Sie wären in der Lage, viele Dinge, die zum Schaden der Gesundheit von Menschen und anderen Lebewesen geschehen, zu durchschauen. Die Politik und mächtige Industriezweige möchten aber keine unangenehmen Fragen von Seiten der Ärzteschaft fürchten. Deswegen werden gerade die Ärzte so in das Hamsterrad von Bürokratiewahn und immer neuen Gesetzen eingespannt, dass keine Zeit mehr verbleibt, über den Tellerrand schauen zu können.

Die Patientenkontaktzeit ist, um in einer Kassenarztpraxis wirtschaftlich zu arbeiten, auf unter 5 Minuten gesunken. Manche Ärzte haben über 120 Patientenkontakte pro Tag.

In dieser kurzen Zeit kann man keine Krankheiten verstehen und ursächlich behandeln. Ich selbst habe von den langen Patientengesprächen und auch von den zig zehntausenden Erfahrungsberichten mir unbekannter Patienten sehr profitiert und gelernt. So konnte ich erfahren, was die Patienten krank gemacht hat. Schon vor Jahren sah ich unzählige Fälle, die nach Kontrastmittelgabe oder Fluorchinolon (ein Antibiotikum) richtig krank geworden sind. Oder von Strahlungen oder Amalgamexposition oder manchen Diäten, selbst Süßstoffen.

Das war damals und auch heute noch nicht anerkannt. Aber es ist die Praxis! Es ist zwar nett, wenn jetzt, mit einer Verspätung von 15 Jahren, im Ärzteblatt aufgrund von gravierenden Nebenwirkungen vor Flurchinolonen oder Gadulinoum etc. gewarnt wird. Aber es hat zu vielen Menschen das Leben zu lange versaut. Mit vielen anderen Krankmachern ist es ähnlich. Die meisten sind noch gar nicht anerkannt, wie z. B. Mobilfunk.

jameda: Die Welt der Medizin verändert sich ständig. Gibt es neue Therapien oder Geräte, die Sie in Ihrer Praxis anwenden?

Dr. Mutter: Meine Erfahrung ist, dass man viele Geräte gar nicht benötigt, Wichtig ist ein erfahrener Arzt, der unschädliche und wirksame Maßnahmen, die der Patient selbst durchführen kann, kennt und auch verschreibt. Es gibt mit einer guten Ernährung alleine schon manche Wunder. Baubiologische und orthomolekulare Maßnahmen stärken sie. Eine Entgiftung von im Körper abgelagerten Sondermüll bringt oft die entscheidende Stabilisierung. Dies gilt auch für viele „psychisch“ bedingte Krankheiten.

Was wir haben, ist eine abgeschirmte Praxis mit komplettem Handyverbot. Alleine das bringt schon Verbesserungen analog der EMF-Kabine an der TH Ingolstadt. Zudem können Ozontherapie, hyperbare Sauerstoffkammer, Colonhydrotherapie und IHHT hilfreich sein. Wichtig ist aber, dass das Lebensumfeld des Patienten von „krankmachend“ auf „gesundmachend“ umgestellt wird. Dann verbringt der Patient die meiste Zeit seines Lebens hoffentlich nicht in der Praxis.

jameda: Gibt es einen Patienten oder ein Erlebnis in Ihrer Praxis, das Sie nie vergessen werden?

Dr. Mutter: Da gibt es viele: Z. B wenn Berühmtheiten aus anderen Ländern kommen oder Patienten nach der Entgiftung ohne Rollstuhl aus der Praxis gehen können und Vieles mehr.

jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben?

Dr. Mutter: Glauben Sie den Medien nicht alles . Gehen Sie oft in die Natur und tun sie alles, um sie zu schützen. Geben Sie Ihrem Körper nur das Beste, so wie es viele für ihr Auto tun: Also nur noch 100 % biologisch angebaute, regionale und frische Nahrung. Bleiben Sie im Mund zumindest metallfrei. Benutzen Sie im Haus keine schnurlosen Kommunikationssysteme und vor allem kein „Smart Home“. Falls erforderlich (viel Strahlung von außen), schirmen Sie zumindest den Schlafplatz von allen Seiten (auch Boden) = um mind. 50 dB ab. Lesen Sie dazu auch meine Bücher, Publikationen, Vorträge...

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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