Die Selbsthypnose - eine völlig risikolose Form der Psychotherapie

Herr Matynkowski

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©fotolia-83804122-HetiziaUnter Hypnose versteht man die Konzentration auf Gefühle und Phantasien. (©fotolia-83804122-Hetizia)Hypnose ist eine der ältesten Techniken zur Behandlung von körperlichen und seelischen Beschwerden. Die Griechen praktizierten den hypnotischen Schlaf als Heilritual.

Der englische Arzt J. Breid erfand 1843 den Begriff „Hypnose“ (Hypnose ist der griechische Gott des Schlafes).

Bis zur Erfindung von Äther, das als Lachgas oder als Chloroform verwendet wurde, benutzten viele Chirurgen des 19. Jh. die hypnotische Trance, um ihre Patienten schmerzfrei zu operieren.

Um zu den unbewussten Wünschen seiner Patienten vorzudringen, entdeckte der Wiener Psychoanalytiker Sigmund Freud um die Jahrhundertwende die Hypnose.

Was ist eigentlich Hypnose?

Hypnose ist die Konzentration auf Gefühle und Phantasien. Durch die beruhigende Suggestion des Therapeuten entfernt sich der Patient immer weiter von der objektiven Realität und blendet äußere Faktoren wie Schmerzen oder Stress aus. Er fällt in einen Trancezustand.

Statt des Dokumentarfilms läuft in seinem Kopf ein Wunschprogramm ab. Menschen mit höherer Vorstellungsgabe und reger Phantasie lassen sich besonders gut auf die Reise ins Innere führen. Allerdings kann die Hypnose ohne die Bereitschaft des Patienten nicht gelingen.

Welche Möglichkeiten bietet die Behandlung mit Hypnose?

Richtig angewandt ist Heilhypnose eine völlig gefahrlose Art der Psychotherapie, sie bietet die Möglichkeit, die tiefsten Schichten der menschlichen Seele zu erfassen und damit seelisch bedingte Krankheiten zu heilen oder über die Seele Krankheiten zu therapieren.

© evgenyatamanenko - fotoliaHypnose kann bei depressiven Verstimmungen helfen. (© evgenyatamanenko - fotolia)Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass die Heilhypnose durchschnittlich sehr viel schneller zum Erfolg führt als die bekannte Gesprächstherapie. Während der Hypnose verliert der Patient keinesfalls seinen Willen oder tut etwas, was ihm hinterher Leid tun würde.

Die persönliche Kontrollfunktion bleibt immer erhalten. Durch das Erlernen von Selbsthypnose bekommt der Betreffende eine Möglichkeit, sich immer wieder selbst zu helfen. Manchmal führt schon eine Sitzung zum Erfolg, in der Regel braucht man etwa bis zu 10 Sitzungen.

Welche Krankheiten können mit Hypnose behandelt werden?

Drei Viertel aller Erkrankungen haben psycho-vegetative Ursachen und führen ohne Therapie zu psychosomatischen Leiden.

So ist die Heilhypnose hauptsächlich einsetzbar bei Neurosen, Ängsten vielfältigster Art, neuro-vegetativ-funktionellen Befunden wie zum Beispiel Blutdruckanomalien sowie auch bei psychischen Verstimmungen von Melancholie bis hin zu Depressionen oder Schmerzzuständen.

Heilhypnose wird von speziell geschulten Ärzten und Heilpraktikern durchgeführt.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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