Implantat - und jetzt? Welche Erfahrungen Sie mit der Freilegung machen können

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© Dan Race - fotoliaDas Implantat sitzt, doch das war erst der erste Schritt - Es muss noch freigelegt werden (© Dan Race - fotolia)Sie haben vor einigen Wochen bis Monaten ein Implantat bekommen und über die Sache ist nun sprichwörtlich "Gras gewachsen". In Ihrem Falle bedeckt das Zahnfleisch das darunterliegende Implantat, bis es mit Ihrem Kieferknochen verwachsen ist.

Wenn das Implantat eingeheilt ist, kann es "freigelegt" werden. Dazu gibt es verschiedene Herangehensweisen.

Wie wird das Implantat freigelegt?

Bei der gängigsten Methode legt der Zahnarzt das Implantat mit einem kleinen Schnitt frei. Dabei wird das Zahnfleisch nach einer oberflächlichen Betäubung über dem Implantat zur Seite geklappt. Anschließend wird eine spezielle "Heilkappe" in das Implantat eingesetzt und die Zahnfleischränder werden zusammengenäht. Mit der Heilkappe wird das Zahnfleisch ausgeformt. Man möchte dem Vorbild der Natur entsprechen und einen natürlichen Übergang von Implantat zur Krone gewährleisten.

Alternative Behandlungsmethoden mit Laser

Bei einer weiteren Methode wird das Implantat mit einem Laser freigelegt. Dabei wird vorher ebenfalls die Oberfläche des Zahnfleisches betäubt und anschließend wird das Zahnfleisch über dem Implantat mit dem Laser abgetragen. Dies geschieht vollkommen blutungsfrei. Anschließend muss auch nicht wieder vernäht werden. Auch hier wird eine "Heilkappe" in das Implantat eingedreht, um ein schönes Austrittsprofil herzustellen.

Wie ist der Ablauf der Behandlung?

Der Eingriff dauert bei der herkömmlichen Methode etwas länger, nimmt jedoch maximal 20 Minuten in Anspruch. Eine Freilegung mit einem Laser dauert ungefähr halb so lang.

Da die Behandlung unter einer Lokalanästhesie vorgenommen wird, das Zahnfleisch also betäubt ist, ist sie schmerzfrei. Nachdem die Anästhesie abgeklungen ist, kann je nach Art des Eingriffs ein Wundschmerz einsetzen.

Die Implantatfreilegung ist übrigens ohne Weiteres auch während der Schwangerschaft möglich. Das Anästhetikum fügt dem Kind keinerlei Schaden zu, da die Menge bei diesem Eingriff sehr gering ausfällt. 

© Nobilior -  fotoliaMit Implantaten zu einem strahlenden Lächeln - doch die Freilegung gehört auch dazu (© Nobilior - fotolia)Was passiert nach dem Eingriff?

Nach dem Freilegen sollten die Patienten, bei denen geschnitten und genäht wurde, besonders auf die Naht aufpassen. Oft steht die Naht unter Spannung und kann sich beim Essen, Lachen oder Sprechen lösen. Viele spielen gerne mit der Zunge daran. Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Naht die Wundränder nicht mehr richtig schließt, lassen Sie am besten Ihren Zahnarzt einen kurzen Blick darauf werfen.

Schonen Sie das Wundgebiet. Für die ersten ein bis drei Tage ist der Bereich über dem Implantat Flugverbotszone für Ihre Zahnbürste. Auch Spülungen sollte man während dieser Zeit vermeiden. Wenn die Wundheilung nach drei Tagen stabil ist, darf die Heilkappe und das Zahnfleisch mit einer weichen Zahnbürste vorsichtig geputzt werden.

Natürlich dürfen Sie bei Bedarf eine Schmerztablette einnehmen.

Raucher sind Risikopatienten, da die Wundheilung hier massiv gestört ist. Dies gibt Bakterien die Chance an den Wundrändern bis hinab zum Implantat zu gelangen und dort Entzündungen am Kieferknochen zu verursachen. Für den Zeitraum der Einheilung empfiehlt sich eine Dosisreduktion. Je weniger Zigaretten, desto besser!

Die Naht wird nach rund sieben bis zehn Tagen entfernt. Die Heilkappe dagegen muss rund zwei bis drei Wochen das Zahnfleisch ausformen, danach darf man mit dem Abdruck für die Krone beginnen. 

Wenn das Implantat mit dem Laser freigelegt wird, entfallen einige Risiken, wie der Verlust der Naht und Wundschmerz. Ein Termin zur Nahtentfernung wird somit auch nicht benötigt.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (5)


14.07.2019 - 12:11 Uhr

Gibt es eine Alternativen? Ich hatte eine Brücke...

von Josette W.

... im Unterkiefer unten links im hinteren Bereich und musste sie rausnehmen lassen weil ich eine panikartige Angst hatte jetzt soll ich Implantate gesetzt bekommen habe Angst wenn ich daran denke dass ich sie nicht rausnehmen kann (Panikattacke) welche Alternativen gibt es?

09.07.2019 - 06:02 Uhr

Sehr aufschlussreich, da mir gerade zwei...

von Gabriele K.

... Implantate freigelegt wurden, nach der herkömmlichen Methode. Hatte mir die Implantate von einem Kieferspezialisten einsetzen lassen. Die Kronen setzt mir dann meine Zahnärztin ein, sie ist eine wahre Koryphäe.

12.06.2019 - 16:26 Uhr

Die Information war sehr hilfreich, da einige...

von M. Zink

... meiner noch Fragen dadurch beantwortet werden konnten, die ich nach der heutigen Freilegung meiner Implantate noch hatte. Eine Frage habe ich aber noch: Auf meinem Zettel, den ich mitbekommen hatte, stand, ich soll belagbildende Milchprodukte für die nächsten Tage meiden. Wie viel Tage halten Sie für angebracht? Vielen Dank im voraus für ihre Antwort. MfG M. Zink .

12.11.2018 - 20:12 Uhr

Vielen Dank nun weiß ich, was mich morgen...

von Ingrid W.

... erwartet.

31.08.2018 - 07:22 Uhr

Die Implantate wurden vor 2 Tagen freigelegt, das...

von Bärbel G.

... mehrmalige einspritzen war schmerzhaft. Gestern Abend ist mir der Kappenstift rausgefallen. Die anderen 2 Stifte sind tief im Zahnfleisch drin, dagegen war der andere Stift nicht tief genug im Zahnfleisch. Nun muss ich gleich zum Zahnarzt um den Stift wieder reinzubringen. Er muss wohl wieder einspritzen um den Stift tiefer einzubringen. Wie konnte das passieren?


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