Die Vorteile von Lachgas: Angstfrei und entspannt beim Zahnarzt

Dr. Schubothe-Zacher

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© Zurijeta_iStockMit Lachgas angstfrei die Zahnbehandlung überstehen (© Zurijeta_iStock)In vielen Ländern wie z.B. USA, Großbritannien und Skandinavien ist Lachgas schon lange Bestandteil eines entspannten Zahnarztbesuches. In 80% der amerikanischen Zahnarztpraxen gehört es zur Standardausstattung und wurde millionenfach erfolgreich ohne jegliche Komplikationen genutzt.

Wie funktioniert Lachgas?

Lachgas (N2O) ist das älteste der dentalen Sedierungsmittel. Es wird seit mehr als 150 Jahren erfolgreich in der Medizin eingesetzt. Bei richtiger Anwendung ist die Behandlungsmethode komplett nebenwirkungsfrei und gefahrlos. Die modernen Sedierungsgeräte (Flowmeter) sind sehr genau und mehrfach gesichert, eine Überdosierung ist durch eine eingebaute Sperre ausgeschlossen.

Der Patient atmet das Lachgas, dessen chemische Bezeichnung Distickstoffmonoxid ist, während der gesamten Behandlung über eine weiche Nasenmaske ein. Die Nasenmasken gibt es in verschiedenen Größen und auf Wunsch mit einem angenehmen Wohlfühlduft.

Das eingeatmete Lachgas wird mit Sauerstoff gemischt. Die Dosierung des Lachgases wird individuell auf die Bedürfnisse jedes Patienten eingestellt. Die maximale Dosis beträgt 70%. In diesem Fall beträgt der Sauerstoffanteil 30% und liegt damit selbst dann noch über den 28% der normalen Raumluft. Der Patient ist also während der gesamten Zeit mit mehr als genug Sauerstoff versorgt. Lachgas sammelt sich nicht im Körper an, sondern wird sofort wieder abgeatmet. Die Wirkung tritt sehr schnell ein. Um jedes Risiko auszuschließen, wird der Puls des Patienten die gesamte Zeit überwacht.

Die Vorteile des Lachgases

Das Lachgas:

  • wirkt angstreduzierend
  • beruhigt den Patienten
  • lindert den Schmerz
  • unterdrückt den Würgereiz
  • reduziert die Zeitwahrnehmung

Viele Patienten beschreiben das Gefühl als: Geborgenheit, angenehme Schwere, Traumwelt, Wohlfühlzustand. 

Im Gegensatz zu einer Vollnarkose ist der Patient die ganze Zeit bei vollem Bewusstsein und somit aufnahme- und kommunikationsfähig. Alle lebensbedrohlichen Risiken einer Vollnarkose entfallen. Die Behandlung unter Lachgas schließt sozusagen die Lücke zwischen der lokalen Anästhesie und der Vollnarkose.
Die Wirkung verschwindet sehr schnell wieder und der Patient kann nach der Behandlung problemlos die Praxis eigenständig verlassen und ist auch wieder voll verkehrstüchtig.
Die Behandlung mit Hilfe von Lachgas bietet sich für die ca. 5 Millionen Zahnarzt-Angstpatienten in Deutschland an, aber auch für Patienten die gezielt bestimmte unangenehme Eingriffe beim Zahnarzt schmerzfrei erleben wollen.
Da die Methode so sicher ist, eignet sie sich auch sehr gut für die Behandlung mit Kindern.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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