Mini-Zahnimplantate: Ohne Knochenaufbau zu einem schönen Lächeln

Dr. M.Sc. Merk

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© Wolfgang Schaper/Dr. Merk und PartnerMini-Implantate können auch bei wenig Knochen im Unter- oder Oberkiefer eingesetzt werden. (© Wolfgang Schaper/Dr. Merk und Partner)Sie hätten gerne Zahnimplantate, aber haben laut Ihrem Zahnarzt leider zu wenig Kieferknochen? Oft muss der Knochen vor einer Implantation kostenintensiv aufgebaut werden. Diese Eingriffe sind langwierig und somit auch für Sie als Patient anstrengend. Verständlich, dass viele den Knochenaufbau scheuen.

Aber es gibt Mini-Implantate verschiedener Hersteller, die aufgrund ihrer Beschaffenheit bei Patienten mit wenig Knochensubstanz implantiert werden können. Hier fällt der aufwändige Knochenaufbau weg. Unterschiedliche Längen und Durchmesser ermöglichen es dem Zahnarzt, sich auf die individuellen Gegebenheiten des Patienten einzustellen. 


Was sind die Vorteile von Mini-Implantaten?

Eine Implantation ist für jeden Patienten ein anstrengender Eingriff. Oft werden anstehende Operationen abgesagt, weil die Angst davor zu groß ist. Indem Knochenaufbauten vermieden werden, sparen Mini-Implantate viel Zeit ein. Das ist eine große Erleichterung für den Patienten.

Bei der Wahl des Mini-Implantats ist es wichtig, dass es zweiteilig ist. Das hat den Vorteil, dass verschiedene Winkel für den Implantat-Aufbau eingestellt werden können, wenn es eingesetzt wird. Dadurch lässt sich der spätere Zahnersatz optimal in die Zahnreihe einfügen.

Fragen Sie bei Ihrem Zahnarzt nach, ob das bei Ihrem Implantat-System möglich ist. Bei vielen Mini-Implantaten geht das nicht, da sie einteilig sind.

Damit das Implantat erfolgreich einwachsen kann, ist die Qualität des Materials ebenfalls sehr wichtig. Titan verträgt sich optimal mit Knochen und Gewebe. Das Material hat sich über die vergangenen Jahre bewährt.


© Bicon Dental Implants Es gibt Möglichkeiten, den Aufwand und die Belastung des Patienten bei Zahnimplantationen durch die Arbeit mit Mini-Implantaten zu reduzieren. (© Bicon Dental Implants )Checkliste für Patienten

Das Arbeiten mit Implantaten an wechselnden Patienten stellt den Implantologen jedes Mal vor eine neue Herausforderung. Für Patienten ist es wichtig, dem Zahnarzt zu vertrauen und folgende Fragen zu stellen:

  • Welche Qualifikationen hat Ihr Zahnarzt in Bezug auf Implantologie vorzuweisen?
  • Welches Implantat-System wählt Ihr Zahnarzt für Sie aus und warum? Am besten informieren Sie sich unabhängig vom Gespräch mit Ihrem Zahnarzt selbst noch einmal über den Hersteller. 
  • Sind es ein- oder zweiteilige Mini-Implantate? Lassen Sie sich die Vor- und Nachteile erklären.
  • Aus welchem Material besteht das Implantat? Ist es zertifiziert?
  • Mini-Implantate lassen sich auf unterschiedliche Arten einsetzen. Wichtig ist, dass das Kurz-Implantat eine Arbeitsweise zulässt, die alle wichtigen Strukturen wie die Gefäße, die Nerven und die Kieferhöhle schont. Wie arbeitet Ihr Zahnarzt?
  • Welche Risiken für Entzündungen gibt es und wie können Sie sie minimieren?

Nur wenn sich der Zahnarzt auf die individuellen Gegebenheiten des Patienten einstellt, kann die Implantation erfolgreich sein. Eine umfassende Beratung und Planung im Vorfeld sind daher feste Bestandteile der Behandlung.

Eine Zahnimplantation kann zu mehr Lebensqualität verhelfen, wenn sie von einem Experten wie etwa einem Master of Science der Implantologie durchgeführt wird. Nicht darüber nachdenken zu müssen, ob und wie man lacht, sollte für jeden Menschen selbstverständlich sein und kein Traum bleiben müssen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (1)


17.01.2018 - 21:38 Uhr

Ich stehe vor genau diesem Problem, an klassische...

von H. Oberlander

... Implantate will der Zahnarzt wegen des kleinen Oberkiefers und der schmalen Kauleiste nicht ran (was nachvollziehbar ist). Wie verbreitet sind diese Miniimplantate? Wo finde ich detailliertere Informationen? Wie hoch sind die Kosten und sind diese erstattungsfähig? Kann mein (Implantat-erfahrener und sehr qualifizierter) Zahnarzt diese Miniimplantate ohne Weiteres beziehen und anwenden oder braucht es Lizenzen, zusätzliche Ausbildung für Zahnarzt und Team, zusätzliches Equipment? Für weitere Informationen wäre ich sehr dankbar! Freundliche Grüße, H. Oberlander

Dr. M.Sc. Merk

Antwort vom Autor am 19.01.2018
Dr. med. dent. M.Sc. Martin Merk

Sehr geehrte/r H. Oberlander, es gibt unterschiedliche Arten von Mini-Implantaten, z.B. die Short Implants (www.bicon.de) gibt es bereits seit 1985. Sie sind klinisch erprobt. Bezüglich der Kostenübernahme gibt es keine Unterschiede zu den herkömmlichen Implantaten und hängt von der Versicherung ab. Und es kommt auch darauf an, was für ein Zahnersatz auf die Implantate kommt. Natürlich kann man die Mini-Implantate beziehen, man benötigt dafür aber eine spezielle chirurgische Ausstattung. Ich habe für die Arbeit mit diesen Implantaten spezielle Fortbildungen absolviert, zusätzlich habe ich einen Master of Science Implantologie und arbeite mit weiteren Implantat-Systemen, um mich individuell auf den Patienten einstellen zu können. Man muss sich Ihre Situation genauer anschauen, evtl. mit einer 3D-Aufnahme, und dann könnte man einen individuellen Behandlungsplan erstellen. Sie können gerne einen unverbindlichen Beratungstermin in unserer Praxis vereinbaren. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Martin Merk


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