Schleimhautveränderungen & Geschwülste – harmlos oder nicht?

Eine Kontrolle der Veränderungen der Mundschleimhaut durch den Zahnarzt ist in vielen Fällen sinnvoll. (© K.-U. Häßler - fotolia)

Die Schleimhäute in Ihrem Mund verändern sich ständig. Einige dieser Veränderungen sind normal, z. B. gelegentliche Geschwüre oder weiße Flecken. Andere Veränderungen können jedoch präkanzerös oder sogar bösartig sein. Wenn Sie eine anhaltende Veränderung Ihrer Schleimhäute bemerken, sollten Sie unbedingt einen Zahnarzt aufsuchen, um eine Diagnose zu erhalten. Die meisten Kopf- und Halstumore sind gutartig, aber etwa fünf Prozent sind bösartig.

Zu den häufigen Anzeichen und Symptomen von Kopf- und Halstumoren gehören wunde Stellen, die nicht abheilen, Blutungen aus dem Mund, Schluckbeschwerden und Heiserkeit. Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, sollten Sie nicht warten, bis Sie einen Zahnarzt aufsuchen. Je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser sind Ihre Chancen, den Krebs zu besiegen.


Unterscheidung: harmlose/unauffällige vs. auffällige und behandlungsbedürftige Erkrankungen der Mundschleimhaut

Obwohl einige Veränderungen harmlos oder unauffällig erscheinen können, sind andere auffälliger und müssen möglicherweise behandelt werden. Dazu gehören Leukoplakie und Erythroplakie. Sie sind beide durch einen dicken Fleck aus weißem oder rotem Gewebe gekennzeichnet, der zumindest einen Teil des Mundes bedeckt.

Melanome hingegen sind in der Regel dunkler gefärbt und können im Laufe der Zeit sehr auffällig werden. Darüber hinaus können auch virale Läsionen (wie die durch das Herpes-simplex-Virus verursachten) zu großen Geschwüren mit unangenehmen Symptomen heranwachsen, die einen medizinischen Eingriff erfordern. Es ist also wichtig, die natürlichen Veränderungen der Mundschleimhaut zu verstehen. Es ist aber auch wichtig zu erkennen, wann sie auf eine Krankheit hindeuten und oft eine Behandlung erforderlich machen, um Komplikationen zu vermeiden.


Welche Folgeerkrankungen können bei behandlungsbedürftigen Erkrankungen der Mundschleimhaut entstehen?

Störungen der Mundschleimhaut können zu einer Vielzahl von Folgeerkrankungen führen, von denen viele behandlungsbedürftig sind. Die orale Candidose beispielsweise ist eine Pilzinfektion, die auftreten kann, wenn die Mundschleimhaut geschädigt ist. Dies kann zu Wundsein, Rötungen und Entzündungen führen. Unbehandelt kann sich die orale Candidose auf andere Körperstellen ausbreiten und schwerwiegendere Infektionen verursachen.

Darüber hinaus können Störungen der Mundschleimhaut auch zu Zahnkaries und Parodontalerkrankungen beitragen. Diese Krankheiten werden durch Bakterien verursacht, die sich auf der geschädigten Schleimhaut ansiedeln. Die Behandlung dieser Krankheiten erfolgt in der Regel mit Antibiotika oder antimykotischen Medikamenten. In schweren Fällen kann ein chirurgischer Eingriff erforderlich sein, um das erkrankte Gewebe zu entfernen. Daher ist es wichtig, alle Erkrankungen der Mundschleimhaut behandeln zu lassen, um Folgeerkrankungen zu vermeiden.

Weiterhin kann eine OD-assoziierte Xerostomie (Mundtrockenheit) zu einer übermäßigen Vermehrung von Bakterien führen. Sie können wiederum Karies, Zahnfleischerkrankungen und andere orale Infektionen hervorrufen. Außerdem kann eine OD-bedingte Xerostomie den Patienten das Schlucken erschweren und das Risiko des Erstickens erhöhen. In einigen Fällen können die Patienten sogar Krebserkrankungen im Kopf- und Halsbereich entwickeln.

Es gibt zwar eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten für Sekundärerkrankungen im Zusammenhang mit Mundschleimhauterkrankungen. Doch es ist oft am besten, die Entstehung dieser Erkrankungen von vornherein zu verhindern.

So können Patienten darauf achten, regelmäßig Zahnbürste und Zahnseide zu benutzen und ihren Zahnarzt regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen und zur Professionellen Zahnreinigung zu konsultieren. Durch diese vorbeugenden Maßnahmen können Patienten ihr Risiko verringern, im Zusammenhang mit Mundschleimhauterkrankungen Folgeerkrankungen zu entwickeln.

Informationen zur Diagnose, medikamentösen Therapie, Gewebeprobe/feingewebliche Untersuchung

Schleimhautveränderungen und -tumore werden oft als Anzeichen für eine Grunderkrankung oder eine andere Art von Unregelmäßigkeit im Körper angesehen. In vielen Fällen sind diese Veränderungen und Tumore jedoch tatsächlich harmlos oder gutartig und können einfach durch Faktoren wie Alterung, Austrocknung oder falsche Ernährung verursacht werden.

Zur Diagnose dieser Arten von Veränderungen oder Tumoren werden in der Regel Gewebeproben entnommen. Sie werden unter dem Mikroskop mit Hilfe von Techniken wie der feingeweblichen Untersuchung bestimmt. In einigen Fällen kann die Behandlung mit Medikamenten oder anderen medikamentösen Therapien erfolgen, um die mit den Veränderungen oder Tumoren verbundenen Symptome oder Beschwerden zu lindern.

Letztendlich ist es wichtig, daran zu denken, dass nicht alle Schleimhautveränderungen oder -tumore Grund zur Sorge sein müssen. Denn geeignete diagnostische Tests und Behandlungen können feststellen, ob diese Arten von biologischen Anomalien schädlich sind oder nicht.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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