Metallfreier Zahnersatz aus Keramik: Vorteile & Ablauf der Behandlung

Keramikimplantate verbinden Ästhetik und Funktion in optimaler Weise. (© AntonioDiaz - fotolia.com)

Immer mehr Patienten, die ein Zahnimplantat benötigen, wünschen sich eine Alternative zu Titan. Sie finden entweder die Vorstellung unangenehm, Metall im Mund zu haben oder sie haben Angst, allergisch auf das Material zu reagieren.

Hinzu kommt, dass sich insbesondere für den sensiblen Frontzahnbereich Metall aus ästhetischen Gründen nicht optimal eignet.

Daher ist eine vollständig feste und metallfreie Zahnversorgung aus Keramik eine gute Alternative. Keramikimplantate eigenen sich für jeden Patienten, insbesondere für Allergiker, aber auch für jeden biologisch orientierten Menschen.


Keramik ist ein natürliches und gut verträgliches Material

Die Implantate bestehen aus einer speziellen und hochfesten Keramik, dem Zirkondioxid. Zirkondioxid ist ein sehr stabiles und bruchsicheres Material, so dass unsere Patienten nach der Versorgung mit Keramikimplantaten genauso kraftvoll zubeißen können wie bei herkömmlichen Titanimplantaten.

Keramikimplantate weisen zudem eine höhere Ermüdungsfestigkeit, eine geringe parodontale Taschentiefe und eine größere biologische Breite auf.

Die Keramiken sind biokompatibel. Das heißt, die Toleranz des Körpers ist wesentlich höher. Es sind im Moment keinerlei Allergien gegen Keramiken bekannt. Das Zahnfleisch legt sich zudem besser an die Keramikoberfläche an. Das führt zu einer höheren Abdichtung des Implantates gegenüber Bakterien. Dank ihrer weißen Farbgebung kommt Keramik der natürlichen Zahnwurzelfarbe sehr nahe.


Exakte Planung führt zu einem sicheren Eingriff

Auch bei Keramikimplantaten handelt es sich um künstliche Zahnwurzeln, die an die Stelle des verloren gegangenen Zahnes in den Knochen gesetzt werden. Der Aufbau ist in der Regel einteilig, so dass nur ein Operationstermin nötig ist. Dies empfinden viele Patienten als großen Vorteil. Die Implantate werden dann mit dem eigentlichen Zahnersatz – einer Krone oder Brücke – versorgt.

Vor dem eigentlichen Eingriff findet eine ausführliche Beratung und Planung anhand von Modellen und Röntgenbildern statt. Besonders vorteilhaft ist dabei die digitale Volumentomographie. Die Regionen des Munds, Kiefers und Gesichts können dabei dreidimensional dargestellt werden.

Anhand der 3D-Aufnahmen kann der Eingriff bereits im Vorfeld exakt geplant werden, was zu einem sehr sicheren Eingriff führt. Die Implantate werden im Vorfeld perfekt positioniert.


Wie verläuft die Implantation?

Der Eingriff verläuft bei Keramikimplantaten ähnlich wie bei den konventionellen Titanimplantaten. Unter Lokalanästhesie findet die Behandlung für den Patienten schmerzfrei statt. Anschließend wird der Knochenbereich vorsichtig freigelegt.

Nun wird der Länge des Implantates entsprechend ein Stollen im Knochen vorbereitet und dann das Implantat in die geplante Region gesetzt. Die Wunde wird verschlossen und mit einem Wundverband versehen. Die nachfolgende notwendige Einheilzeit beträgt 3-4 Monate.

Die spätere Implantatkrone wird nach der Einheilungsphase fest auf das Keramikimplantat zementiert. Durch eine natürliche Formung der Weichgewebe können die Implantate häufig nicht von „echten“ Zähnen unterschieden werden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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