Warum Prophylaxe Zähne erhalten kann und wie weiße Zähne glücklich, erfolgreich und attraktiv machen

Herr Decke

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©nenetus - fotoliaTun Sie aktiv etwas für Ihre Mundgesundheit! (©nenetus - fotolia)

Eine Top-Figur, die sportliche, durchtrainierte Erscheinung und der moderne Look mit hochwertiger Bekleidung sind Maßnahmen, um das eigene Aussehen zu perfektionieren und beruflich sowie privat Erfolg und Anerkennung zu finden? Nun ja, so möchte es uns die Werbung gerne weismachen, jedoch achtet unser Gegenüber unbewusst auf andere Dinge.
 

Wie wichtig ist Zahnpflege wirklich?

Wenn wir morgens im Bad 20 Minuten für das perfekt gestylte Haar verwenden und nur zwei Minuten in die Pflege unserer Zähne investieren, so ist das für das erste Empfinden unseres Gegenübers eine krasse Fehlinvestition. Denn das Lächeln macht den Unterschied!

Ein sympathisches Lächeln macht uns einfach attraktiver. Rund 45% aller Menschen im westlichen Kulturkreis empfinden unbewusst so und machen es somit zum Hauptmerkmal für Attraktivität - und das unabhängig vom Alter. Weit abgeschlagen auf den nächsten Plätzen kommt erst der Körper (10%), die Beine (5%) und die Haare mit nicht mehr als 6%.

Es wäre also nur logisch, der täglichen Zahnreinigung mehr Zeit einzuräumen als der Frisur. Außerdem macht das Lächeln uns selbst glücklicher, denn es versetzt uns in eine positive Stimmung. Was macht also ein schönes Lächeln aus? Zunächst einmal die Echtheit. Bei einem ehrlichen, aufrichtigen Lächeln sind die Gesichtsmuskeln im Spiel – vor allem rund um die Augen. Entscheidend für das allgemeine Schönheitsempfinden ist die Harmonie zwischen Persönlichkeit und Gesichtsästhetik. Das endgültige Erscheinungsbild eines attraktiven Lächelns wird jedoch von Zahnform, Zahnstellung, Zahngröße und Zahnfarbe bestimmt.

So wirken beispielsweise Zähne mit flachen Rändern und dunklen Schatten stark abgenutzt und machen uns spürbar älter. Viele Personen mit unschönen Vorderzähnen haben oft über die Jahre vergessen, was ein gefühlvolles und spontanes Lächeln ist. Denn sie haben es vermieden, zu lächeln, weil sie unbewusst versuchen, ihre Zähne zu verstecken. Nach einer ästhetischen Zahnbehandlung, bei der die Zähne ihre natürliche Schönheit und Gesundheit zurückerhalten haben, dauert es in der Regel eine Weile, bis das alte Selbstbewusstsein zurückkehrt. Wenn es dann aber soweit ist, sind der Effekt und die Wirkung auf die jeweilige Person selbst enorm.

Darüber hinaus signalisiert ein ästhetisches Gebiss durch das natürliche Weiß der Zähne und das Rosa des Zahnfleischs Gesundheit und positives Bewusstsein für den eigenen Körper. Kurzum: Ein gesundes und attraktives Lächeln stärkt das Selbstbewusstsein, macht schöner und erfolgreicher als alle anderen Maßnahmen zusammen.

Denn wer schenkt nicht gerne ein gesundes, herzliches Lächeln, das jemand anderen glücklich macht und ihn für uns interessiert?
 

Aber gesunde und gepflegte Zähne können noch mehr!

Sie können uns dabei helfen, unseren Körper vor schweren Krankheiten zu bewahren. Was viele nicht wissen, ist, dass die meisten Zähne nicht etwa durch Karies, sondern durch Parodontitis, der Entzündung des Zahnhalteapparates, verlorengehen. Der Zahnhalteapparat – also Zahnfleisch, Wurzeloberfläche der Zähne und nicht zuletzt der Knochen selbst – bildet das Fundament der Zähne.

Der wesentliche Grund für die Entstehung der Parodontitis sind Bakterien. Aber nicht alle Bakterien sind gefährlich, so tummeln sich rund 500 Bakterienarten in unserem Speichel im Mund. Viele davon sind als harmlos eingestuft, einige begünstigen jedoch eindeutig die Entstehung von Zahnfleischentzündungen und gelten als unser Gegner, da sie sich schlimmstenfalls zu einer schwerwiegenden Parodontitis entwickeln können.

Das wirklich Unangenehme an dieser Erkrankung ist, dass sie zunächst unbemerkt und schleichend verläuft. Sie hat nur wenige, akute Phasen während ihrer Entstehung, die sich im Wesentlichen durch Zahnfleischbluten oder/und Schmerzen an den Zähnen bemerkbar machen. Bei unbehandelter Parodontitis – die im Volksmund auch gerne Parodontose oder Paradontitis genannt wird – werden die Zähne durch den zunehmenden und hochgradig entzündlichen Knochenverlust im Verlauf der Krankheit locker und fallen schließlich aus.

Die Folgen davon sind abzusehen: Es entsteht zunächst ein erheblicher Verlust an Lebensqualität und die Notwendigkeit von zahnmedizinischen Behandlungen und Zahnersatz wie Zahnbrücken, Prothesen, Zahnkronen oder Implantaten.

Neben dem Auftreten bestimmter Bakterien im Mund können auch eine genetische Empfänglichkeit, Rauchen, Stress, Allgemeinerkrankungen für eine entstehende Parodontitis verantwortlich sein. Trotz alledem ist auch in unserer Umgebung der häufigste Auslöser eine schlechte oder zumindest unzureichende Mundhygiene.

© 83037424-HenrieDarstellung einer Parodontitis (© 83037424-Henrie)Dabei ist es für die allgemeine Gesundheit so wichtig, die Parodontitis zu verhindern, denn sie kann auch für andere Erkrankungen die Ursache sein: Akute Parodontitis kann zu Diabetes führen oder auch eine bereits behandelte und eingestellte Diabetes verschlimmern. Das Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen, ist bei Patienten mit unbehandelter Parodontitis deutlich höher als bei gesunden Patienten – nahezu ebenso hoch wie bei falsch eingestellter Diabetes. In gleichem Maße steigt das Risiko für einen Schlaganfall deutlich an und in der Schwangerschaft besteht ein erhöhtes Risiko von Frühgeburten.

Umso erstaunlicher ist, dass die Parodontitis auch in Deutschland immer noch stark unterbehandelt ist, dabei ist eine Prävention, also eine Früherkennung der Krankheit, so einfach und kann von jedem Zahnarzt durchgeführt werden. Aber jeder kann selbst erstaunlich viel dazu beitragen, eine beginnende Parodontitis zu erkennen und zu verhindern.
 

Mundhygiene und Zahnfleischbluten

Richtiges und vor allem gründliches Putzen ist die wichtigste Gegenwehr, die Ihnen zur Verfügung steht, um zu erreichen, dass die sich täglich auf den Zahnoberflächen bildende Plaque schnellstmöglich und vollständig entfernt wird. Gemeint ist damit die gefährliche Mischung aus Resten von Speisen, dem eigenen Speichel und den daraus entstehenden Bakterien. Wichtig ist dabei die Reinigung nicht nur auf den Zähnen, sondern auch der Übergang vom Zahn zum Zahnfleisch darf nicht außer Acht gelassen werden. Andernfalls besteht das Risiko, dass sich das Zahnfleisch leicht entzündet und bereits bei geringem Druck zu bluten beginnt. Dazu reicht ein etwas zu kräftiges Zähneputzen mit der Zahnbürste bereits aus.

Durch die Plaque und die mangelnde Mundhygiene gerät die Mundflora aus hunderten von Bakterien aus dem Gleichgewicht und begünstigt die Entzündung des Zahnfleisches, auch Gingivitis genannt. Die Gingivitis ist hauptverantwortlich für das Zahnfleischbluten. Die Folge ist gerötetes, schmerzendes und blutendes Zahnfleisch, das zum Teil auch Mundgeruch hervorrufen kann. Zusätzlich können bestimmte Faktoren wie schlechtsitzende Prothesen oder poröse Füllungen die Anlagerung von Plaque und somit die Zahnfleischentzündung hervorrufen, sowie das Bluten verstärken.

Ebenfalls gehören auch hier Rauchen, Stress, Veranlagung, Diabetes oder manche Medikamente wie bspw. Gerinnungshemmer zu den Risikofaktoren und führen dazu, dass das Bluten verstärkt und das Immunsystem geschwächt wird. Zusammenfassend lässt sich sagen: Mit einem perfekt gepflegten Mund und der richtigen Hygiene gäbe es kein Zahnfleischbluten.

Daher sollte Zahnfleischbluten ernst genommen werden, denn am Ende droht nicht nur ein Zahnverlust. Im schlimmsten Fall könnten Bakterien ins Blut gelangen und so Herz und Kreislauf signifikant schädigen. Der gute Zahnarzt kann durch einen Parodontaltest (PSI) einfach, sicher und schnell feststellen, ob es sich bei der Entzündung um eine harmlose Reizung des Zahnfleischs oder schon um eine beginnende Parodontitis handelt. Auch die gesetzlichen Krankenkassen wissen um diese Gefahr und übernehmen alle zwei Jahre diesen Test zur Früherkennung.
 

Richtig putzen ist die beste Vorsorge

© wojciech_gajda_iStockZähneputzen sollte bereits im Kindesalter ernst genommen werden! (© wojciech_gajda_iStock)Wer beim Zähneputzen Blut oder roten Schaum bemerkt, reagiert oft auf die verkehrte Weise und reduziert die Intensität des Zähneputzens oder unterlässt es im schlechtesten Fall für einige Tage, um vermeintlich das Zahnfleisch nicht zusätzlich zu reizen. Diese Binsenweisheit mag logisch erscheinen, jedoch ist sie falsch.

Das Gegenteil ist die richtige Abwehrstrategie, denn nur mit sehr gründlichem und richtigem Putzen kann die Entzündung erfolgreich bekämpft werden. Und richtiges Putzen ist kein Geheimnis. Viele Menschen beschäftigen sich beim Zähneputzen hauptsächlich mit den Glatt- und Kauflächen, jedoch genau diese sind eigentlich fast immer sauber. Wichtig ist es, erst einmal die Zahnzwischenräume zu reinigen, denn an dieser Stelle ist besondere Gründlichkeit angezeigt, da sich hier gerne Plaque und Bakterien festsetzen. Erst zum Schluss sind die Kauflächen an der Reihe, und auch die Außenflächen der Zunge können in die Mundhygiene mit einbezogen werden.

Zahnfleischentzündung hat ihren Ursprung oftmals in den Zahnzwischenräumen. Dabei ist es so wichtig und ganz leich mit Zahnseide, Interdentalbürstchen oder medizinischen Zahnhölzchen aus Apotheke oder Drogeriemarkt die Zahnzwischenräume effektiv zu reinigen. Zusammen mit der richtigen Putztechnik, die jeder Zahnarzt noch einmal gerne verdeutlicht, und antibakteriellem Mundwasser ist es gut möglich, die Keime und damit das Risiko einer Zahnfleischentzündung einzudämmen. Dabei sollte aber beachtet werden, dass manche Mundspüllösungen nur für den kurzzeitigen Gebrauch vorgesehen sind. Im Prinzip ist es ganz einfach: Saubere Zähne bieten den gefährlichen Bakterien keine Chance sich festzusetzen, und damit wird eine Zahnfleischentzündung nicht zum Risiko.

Hat alles nicht geholfen und hält das Zahnfleischbluten weiter an oder verstärkt sich spürbar, sollte auch außerhalb der Kontrolluntersuchungen dringend der Zahnarzt aufgesucht werden. Das gilt auch bei angeschwollenem und gerötetem Zahnfleisch oder der Bildung von Zahnfleischtaschen. Alle diese Symptome weisen auf eine beginnende Parodontitis hin. Bei erhöhtem Parodontitis-Risiko rät der verantwortungsbewusste Zahnarzt zu regelmäßiger Prophylaxe, also einer professionellen Zahnreinigung in der Zahnarztpraxis.
 

Zahnärztliche Prophylaxe ist mehr als nur Putzen in der Zahnarztpraxis

Die Prophylaxe – auch unter der Begrifflichkeit professionelle Zahnreinigung oder PZR bekannt – hilft, ein schönes Lächeln und eine gesunde Zahn- und Zahnfleischstruktur lange zu erhalten oder wiederherzustellen. Gemeint ist dabei die professionelle Pflege der Zähne, eine intensive Reinigung und die zahnmedizinisch genaue Prüfung von Zähnen und Zahnfleisch in der Zahnarztpraxis.

Die Prophylaxe wird in der Regel von speziell hierfür ausgebildeten Prophylaxe Assistentinnen oder dem Zahnarzt selbst ausgeführt. Zum Einsatz kommen u.a. Ultraschall, Airflow, spezielle Polierpasten, -bürstchen und Zahnseide. Abgerundet wird das Gesamtpaket mit einer besonders nachhaltigen Fluoridierung der Zähne zur Stärkung des Zahnschmelzes sowie einer individuellen Beratung des Patienten zur persönlichen, kontinuierlichen und zeitgemäßen Verbesserung seiner Mundhygiene.

Dabei werden die Zähne optimal gepflegt, es können Füllungen, Inlays, Zahnersatz wie Brücken, Kronen und Implantate wesentlich länger erhalten werden. Zudem wird Zahnfleischerkrankungen wie Parodontitis effektiv vorgebeugt. Im Sinne der Zahnästhetik ist die optische Aufhellung der Zähne ein weiterer, wichtiger Effekt der professionellen Zahnreinigung.

Durch die Entfernung von Plaque, Belägen und Verfärbungen entstehen saubere, strahlende Zähne, die für ein angenehmes Gefühl der Reinheit und ein gestiegenes Selbstvertrauen in ein strahlendes Lächeln sorgen. Besonders für Schwangere ist die Prophylaxe sehr empfehlenswert, da gerade während dieser Zeit das Zahnfleisch als bindegewebige Struktur Veränderungen unterworfen ist und die normale Mundflora oft angegriffen wird. Für Patienten mit erhöhtem Kariesrisiko und bei Parodontitis gibt es spezielle Programme zur Prophylaxe, ebenso für Kinder, Jugendliche und für Implantat-Träger.

In früheren Zeiten war die professionelle Zahnreinigung eine reine Privatleistung, jedoch haben auch die gesetzlichen Krankenkassen mehr und mehr die wissenschaftlich erwiesenen Vorteile hinsichtlich einer effektiven Prävention anerkannt und übernehmen heutzutage oft einen Großteil der Kosten, wenn nicht sogar die gesamte Prophylaxe Behandlung.
 

Wenn der Zahn am Ende ist oder eine Zahnlücke entstanden ist

Zahnausfall kann das Ergebnis einer nicht behandelten Parodontitis sein, aber auch durch andere Gründe wie Unfälle oder dentale Erkrankungen entstanden sein. Über jeden Zweifel erhaben ist der Grundsatz: Der eigene Zahn bietet immer noch die beste Option, denn nichts ist besser als das Original! Daher sollte immer der Erhalt des ursprünglichen Zahns mit der optimalen Behandlungstechnik das oberste Ziel sein. Aber manchmal ist der Zahn eben nicht zu retten, dann schließt der ästhetische Zahnersatz die entstandene Lücke und bietet hervorragende Möglichkeiten, das natürliche Aussehen zu erhalten oder sogar zu verbessern. Ob schöne, neue Zähne auf unsichtbaren Implantaten befestigt sind, hauchdünne Keramikschalen, sogenannte Veneers, verwendet werden oder unsichtbare Keramikkronen zum Einsatz kommen, sie wirken natürlich und harmonisch wie eigene Zähne.

Abhängig vom Einsatzort des Zahnersatzes sollte Wert auf hochwertigen und natürlich wirkenden oder belastungsfähigen Zahnersatz gelegt werden, im Sichtbereich sind Kronen und Brücken aus ©fotolia-111758403-Alexandr MitiucKann der natürliche Zahn nicht erhalten bleiben, verschaffen Zahnimplantate Abhilfe (©fotolia-111758403-Alexandr Mitiuc)Vollkeramik eine Empfehlung erster Wahl. Der Werkstoff Vollkeramik vereint Belastungsfähigkeit, hohe Stabilität und ein natürliches Aussehen. Die hochwertige, stabile Keramik ist dem natürlichen Zahnschmelz sehr ähnlich und wird präzise in Form und Farbe den natürlichen Zähnen angepasst angefertigt.

Implantate ersetzen als künstliche Zahnwurzeln fehlende Zähne und bieten so für nahezu jede Situation und in fast jedem Alter eine sichere Lösung.

Dabei gibt das moderne Material den einzelnen Zahnkronen, größeren Brücken oder Prothesen ein stabiles Fundament. Implantatgetragene Zähne wirken genauso wie eigene Zähne, fühlen sich auch für den Träger exakt so an wie ein eigener Zahn, bedürfen keiner besonderen, über die Maßnahmen bei natürlichen Zähnen hinausgehenden Pflege und sind vom natürlichen Zahn auch vom Profi kaum noch zu unterscheiden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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