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Zahnarztphobie besiegen - der Angstpatient

Dr. Kurrek

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© Dr. med. dent. Andreas Kurrek© Dr. med. dent. Andreas KurrekFür die meisten Menschen ist ein Zahnarztbesuch nicht gerade ein Grund zur Freude. 10 % der deutschen Bevölkerung leidet sogar an einer Zahnbehandlungsphobie - selbst bei starken Schmerzen bringen es die Betroffenen nicht über sich, ihre Angst zu überwinden. Meist liegen da schlechte Erfahrungen beim Zahnarzt zugrunde, wie z.B. eine schmerzvolle Behandlung, unzureichende Aufklärung oder fehlendes Verständnis für die Ängste des Patienten.

Ein guter Zahnarzt sollte stets sein Möglichstes tun, um dem Patienten die Behandlung so angenehm wie möglich zu gestalten und ihn aktiv in den Behandlungsprozess miteinzubeziehen. Denn das stärkt sowohl das Vertrauen in den Behandler als auch in das weitere klinische Vorgehen - gerade bei unangenehmen oder schmerzvollen Behandlungen ist das unerlässlich. Ein gutes Tool hierfür sind Intraoralkameras, die den Zustand von Zahn und Zahnfleisch in hochauflösenden Bildern dokumentieren und dem Patienten somit zu einer Sicht seines Mundraums verhelfen, die ihm sonst verwehrt bleibt. Der Patient kann über einen Monitor dem Behandlungsverlauf folgen und sieht somit die pathologischen Bereiche en detail mit bis zu 100-facher Vergrößerung.

Moderne Intraoralkameras können aber noch mehr - die fluoreszenzbasierte SoproCare-Technologie lässt erkrankte Bereiche farbig aufleuchten und stellt somit auch für den Behandler ein hilfreiches Werkzeug für eine effektive Prophylaxe dar.

  • Zahnfleischentzündungen (rosa Färbung), 
  • Plaque (weiße Körnung bis hin zu orange-gelber Färbung) und
  • Karies (leuchtend pinke Färbung) 

werden somit klar identifizierbar. Auch kann der Zahnarzt anhand der Färbung die Entwicklungsstufen der Pathologien erkennen und das klinische Vorgehen entsprechend optimieren. Unnötige Behandlungen können somit vermieden - und notwendige Behandlungen rechtzeitig und gewebeschonend durchgeführt werden.

Fazit: Vorteile für den Patienten

  • Umfassende Sicht auf den Mundraum, auch hintere Bereiche
  • Verständnis für die Diagnose und das weitere Vorgehen
  • Kontrolle des Behandlungserfolges über archivierte Aufnahmen
  • Motivation zu verbesserter Mundhygiene
  • Vertrauensvolle Arzt-/Patientenbeziehung
  • Zahnarztbesuche werden als weniger unangenehm erlebt

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (1)


04.06.2014 - 06:35 Uhr

Ob ich nun meinen Mundraum sehe oder peng, das ist...

von michael z.

... doch nichts weiter als (wahrscheinlich teure) Spielerei und besagt rein gar nichts über die Qualotät des Zahnarztes und seiner Arbeit!

Dr. Kurrek

Antwort vom Autor am 05.06.2014
Dr. med. dent. Andreas Kurrek

Sehr geehrter Patient, in der Tat sagt diese Form der Diagnostik nichts über die Qualität seiner letztlichen Arbeit aus - sehr viel aber über die Qualität der Diagnostik und Aufklärung. Hierbei handelt es sich auch nicht um Spielerei sondern um eine für den Patienten kostenlose Ergänzung des Behandlungsablaufs. Nur ein perfekt aufgeklärter und informierter Patient kann seine Angst überwinden. Hierfür stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen aus Düsseldorf-Oberkassel Dr. Andreas Kurrek


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