Zahnimplantate: Was darf ich nach der OP essen?

Damit Ihr neues Implantat ohne Komplikationen einheilen kann, sollten Sie bei bestimmten Lebensmitteln vorsichtig sein. (© nenetus - fotolia)

Die Implantologie ist heute Alltag in vielen Zahnarztpraxen. Nachdem ein Implantat eingesetzt wurde, fragen sich die Patienten häufig, welche Speisen sie nach der OP essen können. Auf einige wichtige Details gehen wir im Folgenden ein.

Welche Lebensmittel sollte ich vermeiden, während das Implantat einheilt?

Am häufigsten werden Implantate im offenen Verfahren eingesetzt. Im Anschluss wird ein sogenannter Gingivaformer darauf verschraubt. Er dehnt in der ersten Woche das Zahnfleisch um den Implantathals aus. Nach Größe und Umfang des Eingriffes richtet sich auch die Wundgröße um das Implantat.

In der ersten Zeit nach der Implantation sollte daher vor allem darauf geachtet werden, Speisen zu vermeiden, die sich zwischen Implantat und Zahnfleisch festsetzen können. Dazu gehören vor allem Körnerbrötchen und Popcorn, aber auch alle anderen Speisen mit feinen Körnern. Mit einer weichen Zahnbürste kann der Gingivaformer vorsichtig gereinigt werden.

So verhalten Sie sich richtig, nachdem das Implantat eingeheilt ist

Nach drei bis vier Wochen sollte die Wundheilung um das Implantat abgeschlossen sein und das Zahnfleisch eng am Implantat anliegen. Anschließend wird die Zahnkrone auf dem Implantat festgeschraubt oder angeklebt. Danach sollten im Normalfall alle Speisen problemlos verzehrt werden können.

Ein Restrisiko, dass sich Speisereste am Implantat verfangen, besteht vor allem bei Popcorn durch die hauchdünnen Häutchen, die sich gerne um Zähne und Implantate ins Zahnfleisch einlagern und Entzündungen erzeugen können. 

Darauf sollten Sie besonders achten

Besondere Vorsicht sollten Sie walten lassen, wenn die Krone auf dem Implantat verklebt und nicht verschraubt ist. Zum Beispiel im Frontzahnbereich können Kronen oft nur verklebt werden. Der Nachteil ist, dass sich der Verbund zwischen Implantat und Krone lösen kann.

Dann sind klebende Speisen wie Weingummi und Kaubonbons immer ein Risiko und können die Implantatkrone lockern. Im Fall der Fälle kann der Zahnarzt die Krone wieder mit einem stärkeren Kleber einsetzen. Bei einer verschraubten Implantatkrone ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich löst, sehr viel geringer. 

Regelmäßige Kontrollen und Reinigungen durch eine Prophylaxekraft im Rahmen der Professionellen Zahnreinigung werden dringend empfohlen. 

Falls diese Tipps beachtet werden, steht einem langfristigen Therapieerfolg mit Ihren Implantaten nichts mehr im Weg.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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