
Durch die, wie im letzten Fallbeispiel demonstrierte Diskrepanz der idealen Position der Kiefergelenke und der gewohnten, pathologischen Stellung, kommt es zu einer ständigen Überbelastung von Muskulatur und Bändern und einer Fehlbelastung der Kiefergelenke und der Zähne. Zuvor beschriebene Schmerzen im Kopf- und Nackenbereich sowie Kiefergelenkschmerzen, Schwindel und Ohrgeräusche können die Folge sein. Freiliegende Zahnhälse mit Überempfindlichkeiten, Abplatzungen an Kronen und natürlichen Zähnen sowie immer kürzer werdende Zähne sind außerdem ein deutliches Zeichen eines über- und fehlbelasteten Kausystems.
Um einen solchen Befund zu therapieren, muß man zunächst dem Kiefergelenk die Möglichkeit geben, in seine physiologische Position zu gelangen und es dann dort stabilisieren. Dies geschieht mit Hilfe der MAGO-Schiene ( Maxillary Anterior Guided Orthosis nach Dr. Robert Lee ), die keine symptomatische sondern eine therapeutische Schiene ist. Die Schiene wird alle 1-2 Wochen korrigiert und dadurch dem Kiefergelenk die Möglichkeit gegeben, ohne störende Kontakte in „seine“ Position zu finden. Nach der Stabilisierung wird dann eine erneute Diagnose gestellt und dem Patienten die Möglichkeiten zur Weiterbehandlung aufgezeigt, damit er die Schiene nicht lebenslang tragen muß.
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Fallbeispiel nach Stabilisierung auf Schiene



