
Die moderne Medizin feiert einen Sieg nach dem anderen, die Lebenserwartung steigt - traut man den Statistiken - immer weiter. Doch es steigt auch die Zahl schwerer chronischer medikamentenpflichtiger Erkrankungen. Ein Widerspruch?
Welche Bedeutung haben kranke, infizierte und tote Zähne bei der Beurteilung, Prävention und Behandlung von Allgemeinerkrankungen? Was ist unter Herderkrankungen zu verstehen? Den vielstrapazierte Spruch 'an jedem Zahn hängt ein Mensch' kennen die meisten. Aber was steckt wirklich dahinter?
Die zunehmende Spezialisierung der ärztlichen Fachrichtungen mag mit Vorteilen verbunden sein. Aber einen wesentlichen Nachteil hat sie: Zusammenhänge gehen verloren. Das Expertentum führt zwangsläufig dazu, dass von einem immer kleineren Teilgebiet der Medizin immer mehr Wissen angehäuft wird, was schließlich dazu führt, dass man alles, über nichts weiß. Der Zusammenhang allerdings geht verloren und gerade auf den kommt es doch an.
Der Mainstream im Gesundheitssystem fördert leider diese bedenkliche Entwicklung.
'Wir haben 200 Jahre durchs Mikroskop geschaut, jetzt gilt es, den Fokus auf Zusammenhänge zu legen und wieder durchs Makroskop zu sehen' (Verfasser unbekannt) Es gilt den Blickwinkel zu erweitern auf 360 Grad - und das dreidimensional.
Es könnte die Frage auftauchen, ob kranke Zähne einen Bezug zu der wachsenden Zahl von Tumor- und anderen schweren chronischen und akuten Erkrankungen haben.
Es wird heute vielfach an den Stellen behandelt, wo es weh tut oder wo das Symptom zutage tritt (DAWO`s-Prinzip). Dass die Krankheitsherde oft im Bereich ganz anderer ärztlicher Fachrichtungen liegen, wird dabei häufig übersehen. Und der zahnärztliche Arbeitsbereich wird oft als medizinisches Nebenfach gesehen.
Ein Beispiel:
Folgt man den offiziellen Statistiken, steigt die Zahl der Wirbelsäulen- und Gelenkkranken seit vielen Jahren permanent. Die Orthopädie sowie alle chirurgische Fachbereiche haben Hochkonjunktur. Gleiches gilt für Tumorerkrankungen. Fast immer werden Symptome behandelt, selten die Hintergründe. Ursachenbehandlung und damit der Präventionsgedanke kommt zu kurz. In vielen Fällen sind verborgene Herde und Störfelder - nicht nur im Kieferbereich - ursächlich mit Systemerkrankungen verbunden.
Das Zahnschema nach Voll und Kramer (folgt im Wesentlichen der Akupunkturlehre und dem Verlauf der Meridiane) ist eine Offenbarung für systemisch aufgeschlossene Therapeuten. Auch die alten Chinesen kannten Zahn-Organbeziehungen seit Jahrtausenden.



