Wie Rauchen die Psyche verändert

Dr. Leithäuser

von
verfasst am

© babimu - Fotolia.com© babimu - Fotolia.comWarum rauchen die Menschen Tabak?

Um diese Frage zu beantworten, muss man sich mit dem Begriff „Sucht“ auseinander setzen. Er leitet sich ab vom gotischen Wort „suikan“. Dies bedeutet im eigentlichen Sinne „siechen“, also Krankheit (altertümlich auch Siechtum). Altbekannte Beispiele sind Schwindsucht (deutscher Begriff für Tuberkulose) oder Magersucht.

Heute verstehen wir unter Sucht eine neurobiologische Störung mit Beeinträchtigung körperlicher Funktionen, des Verhaltens oder des Denkens. Kurz: in erster Linie die psychische oder körperliche Abhängigkeit von einer Substanz. Sucht bedeutet in unserem Sprachgebrauch auch eine „Unfreiheit des Willens“. Die Betroffenen können nicht mehr kontrollieren wann und in welcher Menge sie bestimmte Substanzen (eben meist Nikotin, Alkohol oder Rauschdrogen) einnehmen, bzw. deren Gebrauch beenden. Zur Sucht gehört auch das Handeln entgegen eines besseren Wissens. Das bedeutet, dass der Substanzgebrauch trotz bekannter negativer Folgen für die Gesundheit fortgesetzt wird.

Ähnlich wie bei Substanzen mit Rauschwirkung kommt es auch durch Nikotin zur Freisetzung besonderer Botenstoffe im Gehirn die das körpereigene Lust- und Belohnungssystem aktivieren. Es entsteht eine verhängnisvolle Beziehung zwischen dem Einatmen des Zigarettenrauchs (Reiz) und dem anschließenden Wohlbefinden (Reaktion). Im Gedächtnis entsteht eine positive Verknüpfung zwischen Reiz und Reaktion.

Wenn man davon ausgeht, dass von einer Zigarette etwa 10 rauchhaltige Atemzüge genommen werden, dann kommt es bei 20 Zigaretten pro Tag 200 Mal zu einer Verstärkung dieser positiven Verknüpfung. Andere äußere Umstände, wie z. B. das Rauchen in geselliger Runde verstärken das positive Gefühl und den daraus entstehenden „Belohnungseffekt“. Jeder zweite regelmäßige Raucher erfüllt die diagnostischen Kriterien einer Nikotinabhängigkeit, also einer Suchterkrankung.

Rauchen ist ein Fehlverhalten. Es besteht ein Zusammenhang zwischen Rauchen, ungesunder Ernährungsweise, unzureichender oder fehlender körperlicher Bewegung und vermehrtem Alkoholkonsum. Menschen mit krankhafter Alkoholabhängigkeit sind zu 80 % Raucher. Darüber hinaus beschreibt ein vor kurzem veröffentlichter wissenschaftlicher Bericht, dass es in Großbritannien insgesamt zehn Millionen Raucher gibt, von denen drei Millionen eine psychische Gesundheitsstörung haben. Dabei handelt es sich meist um Depressionen.

Tatsächlich ist der Zusammenhang zwischen Depression und Zigarettenrauchen schon lange bekannt. Bei manchen Menschen kann der Nikotinkonsum als Versuch zur Linderung von Symptomen einer Depression oder Angststörung interpretiert werden. Bei Nichtrauchern mit einer Depression kommt es zu einer Stimmungsverbesserung wenn Nikotin, z. B. als Pflaster, gegeben wird. Dies ist vergleichbar mit dem Effekt von antidepressiv wirkenden Psychopharmaka. Andererseits berichten psychisch gesunde Menschen, die das Rauchen aufgeben, über Stimmungsschwankungen bis hin zu depressiven Symptomen.

Viele Raucher glauben, dass Nikotin kurzfristig ihre Konzentrations- und Lernfähigkeit steigert. Langfristig ist das Gegenteil der Fall. Der geistige Abbau, die Entwicklung einer Demenz, wird durch Nikotinmissbrauch beschleunigt. Dies geschieht durch die Schädigung der so genannten Endothelzellen in den Arterien. Die kleinsten Gefäße im Gehirn sind davon besonders betroffen. Diese können sich verschließen und dadurch einen Sauerstoffmangel der Nervenzellen verursachen - es kommt zum Absterben von Hirngewebe und zum Verlust der Hirnfunktion (siehe „Vaskuläre Demenz“ bei jameda).

Eine weitere schädliche Wirkung des Nikotins fördert die Entwicklung von Gefäßerkrankungen und nachlassender Hirnfunktion: Es verursacht Schlafstörungen. Diese werden allerdings während der Nachtruhe nicht bemerkt und fallen - wenn überhaupt - nur durch eine vermehrte Tagesmüdigkeit auf.

In den westlichen Ländern steht das Zigarettenrauchen auf Platz Nr. 1 der vermeidbaren Einzelursachen für eine lange Reihe chronischer Erkrankungen. Der Volksmund kennt die „Raucherlunge“ oder das „Raucherbein2 (siehe „Schaufensterkrankheit“ bei jameda). Die Folgen des Tabakkonsums sind der Grund für ein vorzeitiges Versterben bei der Hälfte aller langjährigen Raucher. Dabei fällt die „Entscheidung“, Raucher zu werden früh, durchschnittlich im Alter von 15 Jahren. Jenseits des 25. Lebensjahres greift kaum jemand zur ersten Zigarette. Wenn der Prozess des Erwachsenwerdens im dritten Lebensjahrzehnt abgeschlossen ist und damit die Verantwortung für das eigene Schicksal vollständig übernommen werden kann, wäre der allerspäteste Zeitpunkt gekommen, das Fehlverhalten „Rauchen“ zu beenden und Vorsorgemaßnahmen gegen das Auftreten der Folgeerkrankungen zu treffen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

Wie hilfreich fanden Sie diesen Artikel?
125
Interessante Artikel zum Thema „Rauchen aufhören”

Kommentar abgeben oder Rückfrage stellen:

Ihr Name(wird veröffentlicht)
Ihre E-Mail(wird nicht veröffentlicht)
Ihr Kommentar(wird veröffentlicht)
  

Kommentare zum Artikel (27)


14.11.2017 - 13:13 Uhr

Hallo . Ich habe auch aufgehört zu rauchen aber...

von Agrippinensum

... aus folgendem Grund: Ich habe jahrelang Zigaretten und Alkohol am Wochenende in großen Mengen missbraucht. Dazu kam dann meist auch ein Drogenmissbrauch (cocain) . Jahrelang hatte ich keine bis kaum Nebenwirkungen, bis sich plötzlich montags beim rauchen Panikattacken eingestellt haben. Erst Muskelverspannungen im Nacken ....dann das Gefühl meine Hände oder Füße gehören nicht mehr zu mir ...

Dr. Leithäuser

Antwort vom Autor am 14.11.2017
Dr. med. Boris Leithäuser

Vielen Dank für Ihren Kommentar. Beim Missbrauch in der Kombination von Alkohol, Nikotin und Cocain muss man an eine komplexe Suchterkrankung denken. Falls noch nicht geschehen empfehle dringend eine Suchtberatung, ggf. auch eine gezielte Behandlung.

09.11.2017 - 21:13 Uhr

Mein Mann hat vor zwei Jahren aufgehört zu...

von Martina H.

... rauchen. Er hat sich seit dem sehr stark verändert. Um nicht zu sagen, ich kenne diesen Mann nicht mehr. Er ist launisch, respektlos mir gegenüber, und reden kann man überhaupt nicht mehr mit ihm. Liegt das alles am nicht rauchen? Hab ich Hoffnung , dass das aufhört? Ich bin sehr traurig darüber und seit her habe ich keinen Zugang mehr zu ihm. Ich halte das nicht mehr aus. Es gibt kein vernünftiges Wort mehr. LG Tina

Dr. Leithäuser

Antwort vom Autor am 14.11.2017
Dr. med. Boris Leithäuser

Das hört sich sehr nach einem dringenden Bedarf für professionelle Hilfe an. Versuchen Sie Ihrem Mann zumindest zu einem psychologischen Erstgespräch zu motivieren. Holen Sie sich eventuell Hilfe aus der Familie.

27.08.2017 - 12:02 Uhr

Hallo, nachdem ich zufällig auf diese Seite...

von Manuela

... gekommen bin möchte ich kurz mein Problem schildern. Ich habe durch ein Konzept am 03.12.16 meine letzte Zigarrette geraucht. Seitdem Tag träume ich Nachts so intensiv, wie vorher noch nie. Und zwar jede Nacht. Plötzlich sind in meinen Träumen verstorbene Verwandte, Arbeitskollegen, Personen zu denen man kaum mehr Kontakt hat. Alles in den unrealistischsten Situationen. Kann das mit dem Nikotinentzug zusammenhängen? Ich hatte eigentlich keinen - im Gegenteil. Ich fühle mich seit dem ersten Tag super. lg

Dr. Leithäuser

Antwort vom Autor am 28.08.2017
Dr. med. Boris Leithäuser

Ich halte es nicht für vollkommen ausgeschlossen, dass solche Phänomene auch langfristig nach Rauchverzicht auftreten. Es gehört aber nicht direkt zu meinem Fachgebiet, daher wäre ich auch unsicher.

21.08.2017 - 15:09 Uhr

Ich kann mich meinen Vorgängern nur anschließen....

von Helena

... Es ist ein wunderbares Gefühl rauchfrei zu sein und ich genieße es seit über vier Monaten.

20.07.2017 - 20:27 Uhr

Hallo allerseits. Wie viele hier habe ich auch...

von Jens

... über 30 Jahre gepafft. Ich habe vom Einen auf den anderen Tag aufgehört, weil in meinem Umfeld alle, die es mit irgendwelche Ersatzdrogen, ob nun Pflaster, Pillen, E-Zigaretten usw. versucht haben, kläglich gescheitert sind. Ich unterhielt mich mit einem Busfahrer eines Reiseunternehmens, der hatte mir sagte, er hätte seine Zigaretten in die Jackentasche gesteckt und sich selbst auferlegt, er greift sofort wieder zur Zigarette, wenn ihm einfällt warum er eigentlich raucht. Ich brauchte zwar noch etwas "Bedenkzeit ", aber ich habe es drei Monate später genauso gemacht . Erst nach vier Wochen habe ich die Packung Zigaretten aus meiner Jacke getan. Nun bin ich seit 200 Tagen ohne blauen Dunst ausgekommen. Und wenn ich mal schmachte, rieche ich mal an einer Fluppe, und dann ist gut.

Dr. Leithäuser

Antwort vom Autor am 24.07.2017
Dr. med. Boris Leithäuser

Herzlichen Glückwunsch. Ein für andere sehr wertvoller Kommentar, zur Nachahmung empfohlen!

03.06.2017 - 12:06 Uhr

Hallo,danke für den Artikel! Ich habe seit dem...

von Vanessa

... 14. Lebensjahr geraucht und bin jetzt 31, fast 32. Habe vor ca. 1,5 jahren das Zigarettenrauchen weitestgehend aufgegeben. Aber weiterhin Tabak mit Cannabis geraucht. Das habe ich nun auch seit 4 Wochen eingestellt. Geholfen hat mir ein vaporizer, den ich nun aber auch seit einer Woche nicht mehr brauche. Die ersten zwei Wochen hatte ich depressive Stimmungen. Mittlerweile gar nicht mehr! Im Gegenteil, ich bin nun viel besser gelaunt und viel energievoller und selbstbewusster. Ich rieche viel besser und genieße die Natur und schöne Momente mit meiner Katze sowie gute Musik viel mehr! Bin so froh, den ganzen Dreck los zu sein! Viele Grüße und viel Erfolg allen, die sich von einer Sucht verabschieden.

25.04.2017 - 18:31 Uhr

Hallo erstmal! Nach tausenden Versuchen habe ich...

von Jenne

... es endlich geschafft von meiner Nikotinsucht endgültig loszukommen. Ich bin vor kurzem 39 Jahre alt geworden und habe es sofort von heut auf morgen endgültig geschafft meine Krankheit - also Nikotinsucht - zu besiegen. Ich habe es schon tausende male mit Pflastern oder Kaugummis ausprobiert, allerdings ohne Erfolg. Dann habe ich meinen Arzt um Rat gebeten und habe Rezepte für Bupropion gekriegt. Das hat sich aber leider nicht durchgesetzt, weshalb ich einen Rückfall hatte. Nach und nach habe ich es dann doch geschafft und innerhalb fünf Tagen habe ich mein Leben um 360 Grad geändert: In mein Heim kommt jetzt kein Kaffee und kein Nikotin mehr rein. Statt den Tabak-Konzern reich zu machen gehe in Fitnessstudio und gönne mir andere Sachen, statt mich in den Tod zu rauchen. Ich bin 1000% fit und 25 Jahre sind genug als Raucherin. Ich war grad 14 Jahre alt, als ich mit Nikotin anfing. Aber zum Glück bin ich jetzt endlich nikotinlos. Alle die es wollen schaffen es auch, egal wie oft sie Rückfall erleiden. Aber die Sucht zu bekämpfen wird sich lohnen, da du noch 10 Jahre länger leben wirst und das in guter Gesundheit. Also zweifle niemals daran den inneren Schweinehund zu überwinden! Mfg Jenne

Dr. Leithäuser

Antwort vom Autor am 28.04.2017
Dr. med. Boris Leithäuser

Vielen Dank für diesen Kommentar!!

18.04.2017 - 17:59 Uhr

Hallo, ich bin Diabetiker und war starker...

von Alex

... Raucher! Habe eine diagnostizierte Angststörung mit damit einhergehenden Panikattacken. Schwindel und Angst waren eigentlich mein ständiger Partner und natürlich Zigaretten... Seitdem ich nicht rauche, mehr sind diese Symptome nahezu alle verschwunden. Ich kann mir vorstellen, wenn die Sicht auf das Rauchen an sich geändert wird, ändert sich auch die Gefühlslage. Ich vermisse nichts mehr, sondern bin froh um jeden Tag, an dem ich nicht rauche. Liebe Grüße

Dr. Leithäuser

Antwort vom Autor am 19.04.2017
Dr. med. Boris Leithäuser

Vielen Dank für diesen wertvollen Kommentar!

31.03.2017 - 17:20 Uhr

Ich habe mit fast 18 Jahren begonnen zu Rauchen,...

von Katze

... mit 25 wieder aufgehört und nach sieben Jahren wieder angefangen. Seitdem habe ich wieder ca. sechs Jahre geraucht und nach einigen gescheiterten Versuchen bin ich jetzt wieder 19 Tage rauchfrei. So lange ich auf Arbeit bin ist alles ok, aber am Wochenende verfalle ich teilweise in depressive Verstimmungen oder auch am Feierabend nach der Arbeit. Ich bin nach zwei längeren Beziehungen wieder allein ohne Kind und habe wenig Freunde, bzw. die, die ich habe, sind mit Familie und Co beschäftigt. Das Rauchen war mein Freund in der Not! Ich finde es aber teuer und ungesund!

Dr. Leithäuser

Antwort vom Autor am 03.04.2017
Dr. med. Boris Leithäuser

Es erscheint sinnvoll darüber nachzudenken, professionelle psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

08.01.2017 - 11:48 Uhr

Seit fast 40 Jahren (bin jetzt 58 Jahre alt) habe...

von Larry L.

... ich geraucht. Wegen der Schwangerschaften (2 Kinder bekommen) hatte ich damals kurzfristig mit dem Rauchen aufgehört, aber immer wieder damit angefangen. Seit ca 4 Jahren wurde bei mir eine chronische Lungenkrankheit (COPD St. 3) festgestellt. Trotz vielem habe ich es nie geschafft, vom Rauchen wegzukommen. Am 22.12.16 wurde mir eine Akupunktur vorgeschlagen und diese habe ich auch durchgezogen, damit ich von dem Rauchen wegkomme. Mir wurde jedoch schon im Vorfeld gesagt, dass diese Akupunktur nur zur Rauchentwöhnung Hilfestellung leisten soll. Seit dieser Akupunktur rauche ich nicht eine Zigarette, dafür aber eine E-Zigarette mit Menthol und 0mg Nikotin. Ich habe seitdem jedoch Probleme mit der Aussprache und weiß nicht, wie ich manche Dinge anderen Personen rüberbringen soll. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich mich gut ausdrücken kann, aber jetzt gibt es Situationen, in denen ich einfach ohne Grund anfange, zu weinen, traurig usw. bin. Ich habe keinerlei Interessen mehr am Internet, Telefonieren, Lesen usw. Außerdem habe ich seit den letzten Tagen das Gefühl, dass ich Musik/ein Sprechen in meiner Umgebung bzw. um mich herum hören, obwohl da nichts ist. Ich drücke es Mal so aus: Halluzinationen oder Sinnestäuschungen. Das was hier jetzt geschrieben habe, konnte ich früher innerhalb kurzer Zeit schreiben, jetzt brauche ich Stunden, bis ich es rüberbringe. Könnt Ihr, die das lesen mir schreiben, wie ich mich weiter verhalten soll? Oder soll ich mit diesen Verhalten meinerseits mal einen Arzt aufsuchen? Normal bin ich lustig usw, aber jetzt erkennen mich viele nicht mehr wieder. Danke!

Dr. Leithäuser

Antwort vom Autor am 10.01.2017
Dr. med. Boris Leithäuser

Diese Umstände sollten Sie unbedingt mit einem Arzt, am besten einem Neurologen besprechen.

02.01.2017 - 13:53 Uhr

Ich habe knapp 20 Jahre lang stark geraucht (min....

von Herbert

... eine BigBox am Tag). Im letzten Jahr habe ich von einem Tag auf den anderen aufgehört - und es erfolgreich durchgezogen! ABER seit diesem Tag bin ich antriebs- und lustlos (auch sexuell), schnell und stark gereizt und ständig genervt. Ist das eine Depression? Sport treiben, gesund ernähren - alles selbstverständlich. Rauchfrei zu sein, ist schön und gut, aber ich hätte gerne mein altes Leben zurück - wenn ich so weitermache, stehe ich bald ohne Partner da..

Dr. Leithäuser

Antwort vom Autor am 02.01.2017
Dr. med. Boris Leithäuser

Dies ist eine bemerkenswerte Beschreibung. Respekt vor so viel Konsequenz und Offenheit! Wenn Sie ein viertel Jahr abstinent sind und die Symptome immer noch anhalten, bedarf es einer weiteren Klärung. Wenn die Lebensqualität unter Nikotinverzicht schlechter ist als mit Zigaretten sind es möglicherweise die Umstände, die dazu führten dass Sie 20 Jahre lang geraucht haben. Es ist nur allzu verständlich dass Sie die vorherigen Umstände wieder zurück haben wollen. Es ist nur die Frage, ob zum dauerhaften Wohlbefinden tatsächlich der dauerhafte Nikotingebrauch sinnvoll und notwendig ist. Eine Depression erscheint bei dieser Schilderung nicht wahrscheinlich. Ich kann nur empfehlen dass Sie sich psychologisch beraten lassen bevor Sie das Rauchen wieder anfangen.

06.03.2016 - 17:18 Uhr

Hallo, mir fehlt hier irgendwie die Thematisierung...

von Gloria

... von MAO Hemmern im Tabak sowie auch die undifferenzierte Gleichsetzung von Nikotin und Tabak ist nicht wirklich state of the art. Zeit für ein Update des Artikels.

Dr. Leithäuser

Antwort vom Autor am 07.03.2016
Dr. med. Boris Leithäuser

Vielen Dank für den Hinweis.

04.03.2016 - 05:09 Uhr

Ich habe seit meinem 16. Lebensjahr geraucht. Nun...

von Andreas W.

... habe ich aufgehört ich hatte dies schon zwei mal zuvor versucht, jedoch ohne Erfolg. Da ich auch Epileptiker bin und starke Medikamente einnehme, hatte ich großen psychischen Stress, sodass ich wieder angefangen habe. Nun, mit Hilfe von anderen Medikamenten, konnte ich erneut aufhören, da sich diese nicht auf meine Psyche auswirken. jedoch habe ich bei diesem Rauchstopp ein anderes Problem: Nach etwa 6 Wochen habe ich andauert Herzrasen und einen Puls, der um die 100 ist (Ruhepuls), sonst ist dieser gewöhnlich bei 70. Zudem habe ich ein extrem beklemmendes Gefühl in der Brustgegend - als ob ein Druck darauf liegt - und dies nun schon eine Woche lang. Dies wirkt sich mittlerweile auch auf meine Psyche aus, da es extrem anstrengend ist. Kann man dagegen etwas unternehmen oder hilft da nur Abwarten? Mit freundlichen Grüßen Andreas Weiß

Dr. Leithäuser

Antwort vom Autor am 06.03.2016
Dr. med. Boris Leithäuser

Für eine ärztliche Beurteilung fehlen hier eine ganze Reihe von sehr wichtigen Informationen. Beispielsweise: Welche Medikamente nehmen Sie ein? Welche Medikamente haben Sie eingenommen, um mit dem Rauchen aufzuhören? Welche Risikofaktoren für das Auftreten von Herzerkrankungen bestehen bei Ihnen? Der Fragenkatalog ist noch viel größer. Also: Mit diesen Beschwerden sollten Sie sich unbedingt an Ihren Hausarzt wenden. Eine anschließende kardiologische Untersuchung wäre zu erwägen.

14.01.2016 - 21:27 Uhr

Ich habe seit meinem 14.Lebensjahr geraucht und...

von Marcel S.

... mit 23 Jahren für ganze 7 Jahre aufgehört. Nun (36) habe ich vor 3 Wochen erneut aufgehört. Ich war immer sehr sportlich, habe mich super gefühlt, war ein echter Sportfreak. Aber Sport und Zigaretten...das geht nicht! Ich war erschüttert, wie tief ich gesunken bin. Eine Schachtel rauchte ich mindestens am Tag. Doch damit ist jetzt endgültig Schluss! Schafft Routinen und Erlebnisse, die die Hormonausschüttung aktivieren. Ich bin z.Z. in einer kleinen Depression, aber treibe viel Sport. Sonntags gehe ich z.B. in die Sauna und schaue, dass ich viel Schlaf bekomme. Das wird schon wieder. Und das Wichtigste ist, das Leben einfach zu genießen! ;-) Euch allen viel Kraft und Liebe.

Dr. Leithäuser

Antwort vom Autor am 15.01.2016
Dr. med. Boris Leithäuser

Vielen Dank für diese Schilderung. Es geht sehr genau um dieses Problemfeld.

09.10.2015 - 13:01 Uhr

Im Großen und Ganzen habe ich in dem Artikel...

von Katharina M.

... nichts neues erfahren. Ich denke, dass es auch andere Raucher so sehen. Trotzdem kann ich den Artikel nicht bestätigen! Diese Fakten werden uns Rauchern immer wieder um die Ohren gehauen. Ich selber habe lange geraucht und kenne auch viele, die Rauchen. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um Kettenraucher, sondern es ging um den genussvollen Einsatz der Zigarette. Von denen ist niemand (ich eingeschlossen) depressiv geworden. Ich denke es müssen viele weitere Faktoren zusammenwirken, dass eine Depression entsteht. Inwieweit wird auch der Fakt des allgemein psychischen Zustandes eines Menschen beachtet? Sowie der Hintergrund eines Menschen? Es gibt statistische Zusammenhänge zw. dem Gesundheitszustand eines Menschen und seiner Lebenssituation. Dies war auch ein Thema während meines Studiums. Ganz einfach ausgedrückt kam heraus, dass Personen, die eher ungünstige/ belastende Lebenssituationen haben eher krank werden (bei uns ging es vorwiegend um psychische Erkrankungen). Diese haben dementsprechend häufiger zu den zugänglichen Suchtmitteln gegriffen. Nun muss man überlegen ob wirklich Nikotin alleine die Depression hervorruft oder ob eine vorhandene depressive Verstimmung durch den dauerhaften und überstiegenen Nikotinkonsum, verschlimmert wird. Letzteres setzt jedoch voraus, dass bereits eine depressive Verstimmung vorliegt. Dies ist ein sehr interessantes Gebiet! Ich selber habe mit dem Rauchen aufgehört und habe dies durch die e-Zigarette geschafft. Nun dampfe ich noch ab und an. Auch hier enthält mein Liquid weiterhin Nikotin, wenn auch in einer geringen Dosis. Ich rauche und dampfe jetzt seit insgesamt 17 Jahren und bin kein bisschen depressiv. Ich würde niemals sagen, dass das eine gesünder ist als das andere! Egal ob man raucht oder Alkohol trinkt, beides kann man in Maßen genießen, doch muss man sich den Risiken stets bewusst sein.

Dr. Leithäuser

Antwort vom Autor am 11.10.2015
Dr. med. Boris Leithäuser

Sie haben in dem Artikel nichts neues erfahren, da Sie schon sehr viel Erfahrung mit dem Thema gesammelt habe. Dies trifft jedoch nicht für alle Menschen zu.

02.10.2015 - 07:58 Uhr

Ich rauche seit ich 16 bin mehr oder weniger...

von Martin

... regelmäßig. Ich habe oft aufgehört und immer in besonderen Stresssituationen wieder angefangen damit. Nun bin ich 35 und leide seit geraumer Zeit an depressiven Verstimmungen. Nun habe ich mit dem Rauchen aufgehört, da ich schon länger das Gefühl hatte, das Rauchen verstärke die depressive Verstimmung und bisher hat sich diese in der Tat verbessert. Gibt es einen Zusammenhang, dass Rauchen depressive Verstimmungen auch fördern kann?

Dr. Leithäuser

Antwort vom Autor am 03.10.2015
Dr. med. Boris Leithäuser

Ja, Hinweise darauf gibt es. Dies gilt im Prinzip für jedes "Suchtmittel", also auch für Alkohol, Cannabis, Kokain etc.

28.09.2015 - 11:55 Uhr

Depressionen beim Rauchen habe ich zum Glück nie...

von Fluppidisk

... verspürt. Aber jetzt, wo ich aufgehört habe, fühle ich mich des öfteren verstimmt. Kann das auch mit den Zigaretten zusammenhängen, die ich früher geraucht habe? Ich habe mit 25 angefangen (was ja kaum jemand macht), hatte mehrere Aufhörversuche, der letzte ist gut acht Monate her. Bei früheren Aufhörversuchen ist es mir deutlich besser ergangen. Wäre ich nur mal dabei geblieben. Aber egal, Hauptsache, dass ich jetzt nicht wieder anfange. Ich kann nur jedem empfehlen, so früh wie möglich aufzuhören. Wenn man erst über fünfzig ist, ärgert man sich, dass man in früheren Jahren sein Energiereservoir über Gebühr strapaziert hat. Ein kleiner Trost bleibt: besser spät als nie :-)

Dr. Leithäuser

Antwort vom Autor am 28.09.2015
Dr. med. Boris Leithäuser

Wenn die Stimmungsschwankungen zu häufig sind oder werden lassen Sie sich durch einen Neurologen/Psychiater untersuchen. Nikotingenuss unterdrück depressive Verstimmungen.

27.04.2015 - 19:25 Uhr

Ein großartiger Artikel, habe 2013 mit 34 Jahren...

von Philipp

... nach über 21 Jahren Konsum aufgehört zu rauchen und jetzt versucht einem Bekannten die Empfindungen und emotionalen Nöte der ersten Zeit begreiflich zu machen, da er auch vor hat es zu versuchen. Jetzt kann ich ihm einfach den Link hierher geben. Danke für die Hilfe!!!!

Dr. Leithäuser

Antwort vom Autor am 29.04.2015
Dr. med. Boris Leithäuser

Danke für die Blumen!

05.02.2015 - 17:11 Uhr

Hätte eine große Bitte! Habe einmal einen...

von Edaurd

... ärztlichen Fachartikel gelesen, wenn Kinder (b. B mit 5 Jahren) eine Zigarette rauchen, das dies dann negativ im Gehirn gespeichert wird und dadurch eventuell später durch diese Erfahrung die Gefahr Raucher zu werden weniger gefährlich ist. Wissen Sie wie ich zu diesem Artikel kommen kann. Mit kollegialen Grüßen

Dr. Leithäuser

Antwort vom Autor am 07.02.2015
Dr. med. Boris Leithäuser

Wenn Sie nicht mehr Angaben haben als diese aus Ihrer Erinnerung, wird es sehr viel Geduld und Zeit kosten, den Artikel zu finden. Wenigstens eine Eingrenzung der Quelle wäre hilfreich um gezielter suchen zu können.

09.10.2014 - 02:14 Uhr

Wie lange können denn die besagten...

von Stefan

... Stimmungsschwankungen und depressiven Verstimmungen anhalten ? Ich habe vor 6 Wochen aufgehört zu rauchen, die ersten 3 Wochen war ich hauptsächlich damit beschäftigt nicht zu rauchen, so das mir keine Depression aufgefallen ist. Danach hatte ich jedoch extremste Stimmungsschwankungen , die in immer kürzeren Abständen immer größere Ausreißer hatten. Momentan ist es ein klein wenig besser, das kann jedoch nur eine Momentaufnahme sein, deswegen meine Frage, wann hat sich das Gehirn in der Hinsicht wieder normalisiert ?

Dr. Leithäuser

Antwort vom Autor am 09.10.2014
Dr. med. Boris Leithäuser

Das ist sehr verschieden und hängt auch davon ab wie lange Sie vorher geraucht haben. In der Regel ist nach etwa 3 Monaten das Gröbste überstanden. Es kann aber auch ein halbes Jahr dauern. Zunächst war es ein großer Schritt überhaupt den Versuch zum Nikotinverzicht zu machen. Das Durchhalten ist der zweite große Schritt. Wenn Sie befürchten tatsächlich wiederholt depressive Stimmungsschwankungen zu erleben, besprechen Sie dies mit Ihrem behandelnden Arzt.

09.02.2014 - 20:07 Uhr

Ich habe eine Frage: Ich lese überall, dass...

von Conny

... Rauchen eine antidepressive Wirkung hat. Mir wird jedoch zur Zeit bewusst, dass sich gleich beim ersten Zug meine depressive Stimmung verstärkt. Oder sie überhaupt einsetzt. Kann das sein? Wie kommt das? Wo könnte ich mehr darüber erfahren? Ich rauche seit fast dreißig Jahren und schaffe es nicht, aufzuhören. Es ist absurd.

Dr. Leithäuser

Antwort vom Autor am 10.02.2014
Dr. med. Boris Leithäuser

Nicht viel von dem was geschrieben steht ist auch korrekt. Der Nikotingenuss hat keine antidepressive Wirkung im Sinne einer Therapie. Der Genuss von Tabak kann die Symptome einer Depression kurzfristig lindern. Daher rauchen Menschen mit einer Depression so häufig. Allerdings mit fatalen Folgen. Es gibt aber auch Menschen bei denen sich die Depressionssymptome nach Nikotingenuss verstärken.Ziel der Behandlung einer Depression ist auch immer die Nikotinentwöhnung. Danach sollten Sie suchen.

06.02.2014 - 21:01 Uhr

was könnte so ein Wendepunkt sein? Ich bin gerne...

von alexa

... bereit ihm einen Anreiz zu geben- egal was es kostet! Nur,- das wird nicht das Problem (sowohl Rauchen- als auch Respektlosigkeit) Wir haben eine schwierige Phase- ich habe mich vor 3 Jahren von seinem Vater (Raucher- aber nicht deshalb) getrennt. Mein Sohn blieb bei mir, weil der Vater sein Leben alleine nicht meistern kann. Da die schulischen u. sozialen Probleme immer stärker wurden, holte ich mir prof. Hilfe- aktuell ist mein Sohn im Internat. Hier erfährt er Grenzen, lernt in kleinen Gruppen und hat schon einiges gelernt. Nur, dass er Menschen manipuliert und denkt, er könne allein über sein Leben bestimmen ist massiv ausgeprägt. Es ist nicht so, dass er mich nicht mag/liebt- nur Grenzen kann er nicht akzeptieren... Im Internat sind Zigaretten verboten- also raucht er heimlich- was kann ich tun? Nützt es, ihn zur Hypnose zu schicken??

Dr. Leithäuser

Antwort vom Autor am 07.02.2014
Dr. med. Boris Leithäuser

Ich komme hier an meine Grenzen. Ich bin Internist und Kardiologe und kein Psychologe oder Psychotherapeut. Und mit Kindern oder Heranwachsenden habe ich keine Erfahrung. Auch wird das Problem nun sehr speziell und lässt sich nicht schriftlich über das Internet klären. Professionelle Hilfe sollten Sie weiter in Anspruch nehmen. Aber in einem persönlichen Kontakt. Die Tatsache, dass Sie sich darum kümmern, Gedanken machen und nach Lösungen suchen ist ein ganz wesentliches Fundament. Darauf sollten Sie unbedingt weiter bauen.

06.02.2014 - 10:28 Uhr

..Anreize - das ich fürchte, das wären im Moment...

von Alexa

... nur materielle Dinge. Und deren Reiz, der verfliegt viel zu schnell. Wenn er sich also Schuhe wünschen würde und ich ihm die kaufe, dann fürchte ich, kurz nach d. Kauf würde er wieder z. Glimmstengel greifen. Er braucht permanent Reize... Meinen Sie , er "belohnt" sich damit das er raucht?? Das mit der fehlenden Anerkennung/Belohnung aus dem Umfeld haben Sie gut erkannt- wobei, daran ist er selbst schuld- er stellt sich ins Abseits- durch Nichterfüllung von versprochenen Dingen, die er bewusst in Kauf nimmt, um später das "arme" Opfer zu spielen... und einen damit zusätzlich noch manipulieren zu wollen (was leider auch vielfach gelingt) Selbst in der Schule, wo er durch Leseschwäche Förderung erhält, in der Zwischenzeit aber Mitschüler ärgert oder im Unterricht stört nach dem Motto "mich interessiert das alles nicht!" Wenn er ermahnt wird, ist er aber nicht bereit zu "hören"...

Dr. Leithäuser

Antwort vom Autor am 06.02.2014
Dr. med. Boris Leithäuser

Sie haben alles richtig beobachtet. Rauchen erzeugt einen "Belohnungseffekt" im Gehirn. Und weil wir diesen Effekt andauernd und immer wieder haben möchten, wiederholen wir die "Handlung" Zigaretten rauchen vielfach täglich. Ihre Sorgen um die Entwicklung Ihres Sohnes sind begründet. So wie Sie es beschreiben braucht es einen Wendepunkt. Es kommt bei mir so an als würden Sie die Aufgabe der Erziehung allein bewältigen.

05.02.2014 - 15:33 Uhr

die Abgrenzung ist massiv vorhanden- trotz meiner...

von Alexa

... negativen Einstellung gegenüber dem Rauchen schiebt er das Rauchen auf die Sucht- nach dem Motto "ich kann nicht aufhören" Reden ist das eine- Handeln: Zigaretten einsammeln /vernichten/klares Rauchverbot aussprechen? Doch was dann? Solange er vom Kopf nicht bereit ist, werde ich ihn nicht abhalten können. Psychologischen Rat wird er ablehnen- welche Möglichkeit gäbe es noch?

Dr. Leithäuser

Antwort vom Autor am 05.02.2014
Dr. med. Boris Leithäuser

Anreize geben! Was ist ihm am wichtigsten? Was will er haben und bekommt es nicht? Für was wäre er bereit, das Rauchen aufzugeben? Was sind Sie bereit zu geben, damit er mit dem Rauchen aufhört? Handeln Sie mit ihm. Zeigen Sie ihm, dass es Ihnen ernst ist, aber nicht mit erhobenem Zeigefinger, Verboten, Strafandrohungen o. ä. Anders herum. Positiv bestärken, fördern. Immer daran denken: Er nimmt das Gesundheitsrisiko mehr oder weniger bewusst in Kauf und raucht, weil Sie es ihm verbieten wollen. Möglicherweise belohnt er auch sich selbst, weil er aus seinem Umfeld keine Belohnung und Anerkennung bekommt. Das ist von mir aber schon sehr weit "aus dem Fenster gelehnt" ohne Ihre persönlichen Verhältnisse zu kennen.

05.02.2014 - 09:34 Uhr

.. Ihre Abhandlung für die Gründe z.Rauchen sind...

von Alexa

... nachvollziehbar- habe ich doch selbst viel zu lange geraucht! Heute nicht mehr zu verstehen- habe abrupt aufgehört! Nun bin ich Mutter eines 14 jährigen- und.. was soll ich sagen.. ER RAUCHT- stark! Gibt es ein Mittel, das ihm beim Aufhören helfen könnte? Ich weiß - das wichtigste ist der Kopf. Ich leide mit jedem Lungenzug von ihm-, bloß meine Appelle erreichen ihn nicht. Ich wäre für eine Hilfe sehr dankbar! Viele Grüße Alexa

Dr. Leithäuser

Antwort vom Autor am 05.02.2014
Dr. med. Boris Leithäuser

Ein aus meiner Sicht ganz wichtiger Kommentar! Wie halten wir unsere Kinder vom Rauchen ab. Das Problem ist, dass wir die Angelegenheit von unterschiedlichen Stufen der Persönlichkeitsentwicklung betrachten. Appelle an die Vernunft kommen von Seiten der Erwachsenen. Dem gegenüber steht das Bemühen um die erfolgreiche Abgrenzung von der elterlichen Bevormundung bei den Heranwachsenden. Die Frage ist warum die Kinder ihre durchaus vorhandene Einsicht der Schädlichkeit des Rauchens überspielen und das Fehlverhalten als Mittel zum Erwachsen werden missbrauchen? Das ist individuell sehr verschieden. Ich würde die Kommunikation konsequent neutral und sachlich fortführen und ggf. Hilfe von Dritten suchen. Lieber jetzt einen Spezialisten für Kinder- und Jugendpsychologie hinzu ziehen, als Fehlentwicklungen über lange Zeit "einschleifen" lassen.

03.02.2014 - 21:32 Uhr

Rauche seit 4 Jahren nicht mehr, war davor...

von Bjasl

... eigentlich sehr gesund. als ich aufgehörte, schlich sich eine Depression ein, die ich bis heute noch habe! frage mich oft, wenn ich wieder anfangen würde, ob die Depression wieder verschwinden würde

Dr. Leithäuser

Antwort vom Autor am 04.02.2014
Dr. med. Boris Leithäuser

Diese Schlussfolgerung trügt mit großer Sicherheit. Da kann ich nur dringend abraten. Erhalten Sie sich bitte in jedem Fall die Rauch-Abstinenz und besprechen Sie den Gedankengang bitte mit Ihrem Therapeuten.

20.01.2014 - 19:35 Uhr

hallo. ich hab eigentlich eher ne frage. ich bin...

von Daniel

... seit ca 5 jahren raucher(20-25 zig./tag). seit 4 monaten bin ich wieder auf lithium carbonat eingestellt. seit genau 4 wochen bin ich ohne zigaretten, verwende aber nicotinpflaster jetzt schon in der geringsten dosis(17,5 mg). seit ein paar tagen hab ich aber das gefühl, das meine medikamente schwächer wirken. kann das sein, das es da einen direkten zusammenhang gibt? bitte um antwort

Dr. Leithäuser

Antwort vom Autor am 21.01.2014
Dr. med. Boris Leithäuser

Fragen Sie bitte Ihren behandelnden Arzt der Ihren Fall genau kennt, ob ein Nikotinpflaster die Wirkung Ihrer Medikamente beeinflusst. Das kann grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Andererseits kann Nikotin aus einem Pflaster sich anders auf die Psyche auswirken wie das Nikotin aus dem Zigarettenrauch. Hier kommt es auf die Dosis an. Es können bei Ihnen tatsächlich nicht vorhandene Eindrücke entstehen. Je mehr Substanzen wirken, desto schwieriger ist die Beurteilung der Wechselwirkungen.


Inhaltssuche

Durchsuchen Sie sämtliche Artikel auf jameda. Wenn Sie auf der Suche nach Ärzten oder Heilberuflern sind, geht es hier zur Arztsuche

Passende Behandlungsgebiete und Lexikon-Inhalte

Über Krankheiten und Symptome informieren

Das jameda Lexikon