4 Lebensmittel, die Bluthochdruck fördern

Claudia Galler

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© ChamilleWhite_iStockSalz sollten Sie nur in Maßen genießen - zu viel Salz fördert nämlich Bluthochdruck! (© ChamilleWhite_iStock)

Eine ungünstige Ernährung kann den Blutdruck erhöhen. Auf welche Lebensmittel man dabei besonders achten sollte, erklärt die jameda Gesundheitsredaktion in diesem Gesundheitstipp.
 

Ursachen für Bluthochdruck

Als optimal gelten Blutdruckwerte von 120/80 mmHg, ab einem Wert von 140/90 mmHg spricht man von leichter Hypertonie. Leicht erhöhte Werte sollten vom Arzt überwacht und vom Patienten zunächst durch eine Umstellung der Lebensweise gesenkt werden.

Bringt dies nach 3-6 Monaten keinen Erfolg oder liegen sogar noch höhere Werte vor, stellt der Arzt den Blutdruck zusätzlich durch ein oder mehrere Medikamente auf Normalwerte ein.

Der Körper passt den Blutdruck über Drucksensoren in den Gefäßen und körpereigene Substanzen wie Vasopressin, Adrenalin und Stickstoffmonoxid kurzfristig an besondere Umstände wie die Tageszeit oder körperliche Belastung an. Zu dauerhaft erhöhtem Blutdruck kommt es z.B. durch Stress, Übergewicht, das Alter, Hormonumstellungen wie die Wechseljahre oder auch durch steife Gefäße z.B. durch Diabetes, oder Grunderkrankungen wie eine Schilddrüsenüberfunktion. Auch eine ungünstige Ernährungsweise oder der übermäßige Genuss folgender Lebensmittel kann den Blutdruck über die Norm erhöhen.
 

 

Kochsalz

Etwa jeder zweite Mensch ist „salzsensitiv“ und kann durch eine kochsalzreduzierte Ernährungsweise den Blutdruck beeinflussen. Wer es schafft, seinen Konsum von durchschnittlich 10g Kochsalz pro Tag auf empfohlene 6g zu beschränken, kann seinen systolischen Wert um 2-4mmHg senken. So sollte man Fertiggerichte, gesalzene Snacks, salzigen Käse, gepökelte Wurstwaren und in Salz eingelegte Fischsorten meiden wie auch das Nachsalzen bei Tisch. Zum Würzen verwendet man stattdessen Kräuter und Diätsalz, das zum großen Teil Kalium- statt Natriumchlorid enthält.
 

Lakritze

Der übermäßige Verzehr von Süßholzwurzel oder Lakritz kann den Blutdruck in die Höhe treiben, da die enthaltene Glycyrrhetinsäure in den Elektrolythaushalt eingreift und zu Wasseransammlungen führt. Deshalb sollte man lakritzhaltige Süßigkeiten und Arzneitees mit Süßholzwurzel nur in moderaten Mengen genießen.

Alternativen gibt es viele. Bei Magentees greift man beispielsweise auf Mischungen aus Kamille, Schafgarbe und Pfefferminze zurück; als Bronchialtee stehen Thymian, Primel und Eibisch zur Verfügung.
 

Tierische Fette

©fotolia-84160704-Syda ProductionsFettreduzierte Milchprodukte und mageres Fleisch helfen, den Blutdruck konstant zu halten (©fotolia-84160704-Syda Productions)Lebensmittel tierischer Herkunft besitzen zumeist einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren und Cholesterin, was die Blutfettwerte erhöht, die Fließeigenschaften des Blutes beeinträchtigt und zu Ablagerungen in den Gefäßen führt. Deshalb sollte man fettreiche Milchprodukte und rotes Fleisch nur selten essen, stattdessen kann man sich an der mediterranen Küche orientieren: Viel Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte und Salat, Olivenöl ersetzt Butter und Sahne, statt Fleisch isst man lieber Fisch und genießt ab und zu ein Glas Rotwein.

Auch die DASH-Diät (Dietary Approaches to Stop Hypertension) hat einen blutdrucksenkenden Effekt. Sie entspricht im Wesentlichen einer mediterranen Kost, sie enthält viel Obst, Gemüse und fettreduzierte Milchprodukte, zudem Fisch, Geflügel, Nüsse und Vollkorn.

Wer übergewichtig ist, sollte unbedingt Normalgewicht anstreben, dennein verlorenes Kilo senkt den Blutdruck um 2-3 mmHg systolisch und 1-2 mmHg diastolisch. Auch regelmäßige Bewegung kann den Blutdruck um 5-10 mmHg senken.
 

Alkohol

Alkohol senkt zwar im ersten Moment den Blutdruck, da er gefäßerweiternd ist, doch auf lange Sicht fördert er - vor allem bei täglichem Genuss - Bluthochdruck. Wer Alkohol genießen möchte, sollte sich an die Regel halten, nur an zwei Abenden in der Woche kleine Mengen Alkohol zu trinken: Für Frauen sind dies beispielsweise ein Glas Wein mit 0,2ml, für Männer knapp zwei Gläser.

Wer ganz auf Alkohol verzichtet, kann mittlerweile aus eine großen Palette alkoholfreier Weine, Biere und Cocktails auswählen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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