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Hüftkopfnekrose – Früherkennung, Diagnose und Therapie

Dr. Rinio

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Was ist eine Hüftkopfnekrose?
Hüftkopfnekrose ist eine schwere Erkrankung des Hüftknochens. Bei der Hüftkopfnekrose wird der Hüftkopfknochen nicht mehr durchblutet. Das Knochengewebe stirbt in einem nicht mehr durchbluteten – avaskulären – Bereich ab. Die Folge ist eine schmerzhafte Hüftarthrose und Versteifung des Hüftgelenks – bis zur Invalidität.

Wer ist von Hüftkopfnekrose betroffen?
Am häufigsten betroffen sind relativ junge aktive, meist männliche Patienten zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr (Durchschnittsalter 36 Jahre). Die Folge ist eine beträchtliche Invalidität durch Hüftarthrose. Im weiteren Verlauf sehr häufig ist der Einsatz einer Hüfttotalendoprothese im jungen Alter.

Was ist die Ursache einer Hüftkopfnekrose?
Bei einer unfallbedingten Hüftkopfnekrose kommt es zur Verletzung der Gefäße im Rahmen einer Verletzung: Schenkelhalsbruch, Bruch des Oberschenkelknochens, Verletzung im Gelenk oder auch im Rahmen einer Hüftluxation.

Auch Corticoid-Einnahme, sei es durch Steroid-Doping oder Medikamentöse Behandlung, Alkoholkonsum, Nikotin, Bluterkrankungen und Tauchunfälle mit Dekompressionserkrankung sind mögliche Ursachen der Hüftkopfnekrose.

Symptome: Wie macht sich die Hüftkopfnekrose bemerkbar?
Der Behandlungserfolg ist umso besser, je früher die Hüftkopfnekrose erkannt wird. Daher sollte beim geringsten Verdacht die Abklärung durch den Hüftspezialisten gesucht werden. Die Patienten verspüren plötzlich einsetzende Schmerzen tief in der Leiste, oft ohne jeglichen Auslöser, wie z.B. sportliche Überlastung. Oft hinkt der Patient und das Bein ist nicht mehr belastbar.
Später kann sich die Hüftkopfnekrose auch durch ein Klicken bemerkbar machen. Manche Patienten berichten, dass das Hüftgelenk sich „wie eingemauert“ anfühlt. Die Hüfte wird also steif und unbeweglich.

Diagnose der Hüftkopfnekrose: Was untersucht ihr Arzt?
Der Arzt wird sich nach dem Beginn der Beschwerden erkundigen. Wie war der Verlauf der Hüftschmerzen? Bei der klinischen Untersuchung testet er die Beweglichkeit des Hüftgelenkes und führt eine Ultraschalluntersuchung durch. Diese Untersuchung wird durch Röntgenbilder im Stehen bestätigt. Allerdings kann Röntgen nur die fortgeschrittene Hüftkopfnekrose darstellen.
Eine frühe Diagnose erlaubt uns nur die kernspintomographische Untersuchung (MRT). Auch eine operative Spiegelung des Hüftgelenkes (Hüftarthroskopie) kann helfen, das Stadium der Erkrankung und die Knorpelverhältnisse im Hüftgelenk richtig einzuschätzen.

Wie ist der Krankheitsverlauf der Hüftkopfnekrose?
Im Rahmen der Hüftkopfnekrose stirbt ein Teil des Hüftknochens ab. Der Knochen wird durch Abbau weich und brüchig, was den über dem toten Knochen liegenden Knorpel im Hüftgelenk als Konsequenz ebenfalls zerstört. Der Verlauf der Hüftkopfnekrose, also die Prognose, ist besonders wegen des jungen Alters bei Krankheitsbeginn oft sehr schlecht. Der Patient muss mit einer starken Einschränkung der Lebensqualität rechnen. Viele Patienten werden durch Hüftkopfnekrose invalide.

Wie therapiert der Arzt eine Hüftkopfnekrose konservativ?
Dem Hüftspezialisten stehen mehrere Therapien der Hüftkopfnekrose zur Auswahl. Hier ist eine Analyse des Krankheitsstadiums durch genaue Untersuchung unabdingbar. Der Verlauf der Hüftkopfnekrose kann an der Form des Hüftkopfes, der Größe des abgestorbenen Bereiches sowie dem Ausmaß der Kopfveränderung und später an der Beteiligung der Hüftpfanne abgelesen werden.

Der Arzt empfiehlt sofort allgemeine Maßnahmen wie Schonung und Bewegungstherapie. Er rät ihnen, knochenaufbauende Mittel (z.B. Bisphosponate) einzunehmen. Eine hyperbare Sauerstofftherapie und eine Stoßwellenbehandlung können im Frühstadium der Hüftnekrose erfolgreich sein.

Behandlung des frühen Stadiums der Hüftkopfnekrose durch Hüftarthroskopie
Der Hüftspezialist kann im frühen Krankheitsstadium der Hüftnekrose im Rahmen einer Hüftarthroskopie eine durchblutungsfördernde „Markraum-Dekompression“ durchführen: Man bohrt den erkrankten Hüftkopfknochen an. Das fördert das Einwachsen neuer Blutgefässe und kann die Nekrose heilen.
Bei stabilen Knorpelverhältnissen kann zum Beispiel eine Auffüllung mit Knochenersatz von der nicht knorpelbedeckten Seite durchgeführt werden. Diese Verfahren nennt man retrograde Spongiosatransplantation.

Behandlung des späten Stadiums der Hüftkopfnekrose
Ist der Hüftkopf eingebrochen und der Knorpel damit geschädigt, helfen oft nur noch Hüftprothesen, um die Lebensqualität zu verbessern. Wegen des jungen Alters vieler Patienten sind Standardprothesen nicht unbedingt die beste Lösung. Man richtet sich hier bei der Prothesenempfehlungen nach dem Ausmaß der Nekrose. Ein Hüftkopf-Oberflächenersatz, das heißt, eine knopfförmige Prothese zum Ersatz des Defektes, kann ebenso wie eine Oberflächenersatzprothese oder Hüfttotalendoprothese notwendig werden.

Wie sind die Aussichten des Patienten mit Hüftkopfnekrose?
Bei frühzeitiger Diagnose kennt der Hüftspezialist zahlreiche Therapiemöglichkeiten bei der Hüftkopfnekrose. Die Verläufe sind sehr individuell. Die Veränderungen im Hüftkopf führen häufig zu einer Verformung der Knorpeloberfläche im Hüftgelenk und einer Schädigung, bei der Hälfte der Patienten sogar beidseitig.

Ist diese schwere Schädigung des Gelenks durch die Hüftkopfnekrose eingetreten, sind häufig auch schon in jüngerem Lebensalter Prothesen notwendig. Bei fortgeschrittener Schädigung bleibt aber oft nur noch die Prothese. Diese Hüftprothese bei Hüftkopfnekrose sollte gerade bei jüngeren aber möglichst „knochensparend“ durchgeführt werden. Manche Ärzte bevorzugen hier die Oberflächenersatzprothese (McMinn-Prothese).

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (46)


10.09.2019 - 11:16 Uhr

Hallo Herr Doktor, Man hat bei mir am 5.08.2019...

von Nameless ghoul

... eine schleimbeutelentzündung im linken Hüftgelenk festgestellt. Ich bekam eine Kortison Spritze und Krankengymnastik. Diese beiden Sachen haben nicht angeschlagen. Ich habe den Schmerz schon seit einigen Monaten und seit August bin ich deshalb krankgeschrieben. Letzte Woche war ich wieder beim orthopäden und der sagte ich müsse ins mrt um eine hkn auszuschließen. Bzw Verdacht auf Hüftkopfnekrose... Ich weiß dass man dieses erstmal abwarten sollte aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dass es sich bewahrheitet? Lg

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 12.09.2019
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, diese Frage nach der individuellen Wahrscheinlichkeit einer Hüftkopfnekrose bei Ihnen kann ich leider ohne Untersuchung nicht beantworten.

21.08.2019 - 08:44 Uhr

Bei meinem Sohn 18, wurde eine Femurkopfnekrose...

von R. Ilic

... Modic 2 und CAM -Impingement in der linken Hüfte festgestellt. Er spielt aktiv Fußball und hat seit längerem Schmerzen und der Leiste. Von einem Orthopäden zum anderen. Physio und Krankengymnastik hat nicht geholfen. Jetzt im Krankenhaus wurde das festgestellt und die Ärzte schicken ihn aber zum nächsten Spezialisten, da die sich scheinbar auch nicht sicher sind, wo wir bis zu 4 Monate auf einen Termin warten müssen. Die Ärzte meinten er soll sechs Wochen die linke Hüfte nicht belasten und falls das nicht hilft, muss der Hüftknochen angebohrt werden. Dann sechs bis acht Wochen auf Krücken und dann mit Physio und Krankengymnastik wieder fit werden. Nur jetzt warten wir auf den Termin, die werden wieder ein MRT machen und verschiedene Untersuchungen. Wie ist Ihre Einschätzung aufgrund seines Alters? Wird er wieder Fußball spielen dürfen? Die Ärzte haben sich da irgendwie nicht zu geäußert. Für Ihre Einschätzung wäre ich Ihnen sehr dankbar. Mit freundlichen Grüßen R. Ilic

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 12.09.2019
Dr. med. Martin Rinio

Ich kann auch auf Rund Ihrer Angaben keine öffentliche Einschätzung zu den Behandlungsaussichten abgeben. Das wäre sicher nicht seriös. Je jünger der Patient, um so aussichtsreicher ist die Nekrosetherapie.

01.03.2019 - 19:39 Uhr

Hallo, war vor 3 Tagen im MRT wegen Verdacht...

von Sven D.

... auf COX-Arthrose. Seit gestern kenne ich nun den Befundbericht... Coxarthrose konnte bestätigt werden (Grad 3)… Zudem noch eine Bursitis illopectinea (rechts) sowie "das Bild einer Femurkopfnekrose mit nicht KM (Kontrastmittel) aufnehmenden, relativ großem Areal subchondral des rechten Femurkopfes, zur Zeit keine eindeutige Infraktion"... vor allem dieser letzte von mir zitierte Passus macht mich sehr unsicher, ängstlich und verzweifelt… Muss ich mir demnächst schon mal eine Endoprothese bestellen? Bröckel ich demnächst auseinander? Was bedeutet das, in welchem Stadium der Femurkopfnekrose befinde ich mich da jetzt? Sorry, bin gerade richtig unten... mein Hausarzt ist in dieser Woche noch dazu erkrankt... für eine erklärende Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 12.09.2019
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, gerade wenn der Befund sehr kritisch sein kann, sollten Sie sich nicht mit einer Internetantwort zufrieden geben. Das ist ohne ausführliche Untersuchung keine seriöse Beratungssituation für Ängste und Unsicherheiten in einem bestimmten Fall.

28.02.2019 - 07:39 Uhr

Hallo, ich hatte im April 2004 einen schweren...

von M. von Prondzinski

... Reitunfall, im Alter von 10 Jahren. Schwere Beinbrüche, unter anderem auch ein Oberschenkelhalsbruch rechts waren die Folge. Seit April 2005 die Diagnose Hüftkopfnekrose. Bisphosphonate würde alle 4 Wochen später im größeren Abstand eingenommen. Nun bin ich 24 und letztes Jahr kam die Diagnose: Hüftarthrose. OP gehabt mit Knorpelanbohrung...diese hat rein gar nichts gebracht. Schmerzen sind okay. Hobbys sind Reiten und Fahrrad fahren. Ich besitze auch ein eigenes Pferd und bin sehr viel draußen unterwegs! Meine Sorge ist, dass ich mit einer definitiv kommenden Prothese nicht mehr Reiten kann...Können Sie mir da mehr zu sagen?

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 12.09.2019
Dr. med. Martin Rinio

Liebe Patientin, in Ihrem frühen Lebensalter sollten wir unter allen Umständen versuchen, eine Prothese zu vermeiden. Eine Hüftprothese ist aber dennoch mit Reitsport vereinbar.

22.12.2018 - 19:56 Uhr

Bin 58 Jahre alt und hatte im Mai einen Unfall mit...

von Arno

... Trochanter-Mayor-Abriss - Fraktur. Dieser wurde konservativ behandelt. Hatte Schmerzen im Leistenbereich und deshalb wurde im November ein KO-Röntgen durchgeführt mit unauffälligem Befund. Anfang Dezember wegen anhaltender Schmerzen ein MRT. Befund: fleckförmiges Sopngiosaödem im Hüftkopf mit subcondralen Doppellinienzeichen, mit einem Frühstadium einer Hüftkopfnekrose, vereinbar mit ACRO II. Wurde Anfang Dezember mit Iloprost behandelt. Werde 4 Wochen mit Krücken gehen. Kann man sonst noch was tun? Vielen Dank

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 17.02.2019
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, Ruhigstellung und Abwarten sind die üblichen Therapien bei Nekrose am Hüftgelenk. Durch Entlastung wird die Durchblutung des Knochens gefördert.

22.12.2018 - 19:37 Uhr

Guten Tag, hatte im Mai einen Unfall und damit...

von Arno

... verbunden einen Trochanter Mayor Abriss - Fraktur. Konservative Behandlung. Hatte in der Folge Schmerzen im Hüftbereich und in der tiefen Leistengegend. Bei einer RÖ Kontrolle im Oktober war soweit alles unauffällig. Die Schmerzen wurden nicht besser. MRT Kontrolle im November. Hier wurde ein fleckförmiges Spongiosaödem im Hüftkopf mit Demarkierung eines subchondralen Dooppellienienzeichen mit einem Frühstadium einer Hüftkopfnekrose festgestellt (vereinbar mit ACRO II). Anfang Dezember wurde eine Infusionstherapie über 5 Tage mit Ilomedin durchgeführt. Gehen mit Krücken für drei Wochen. Würden sie noch weitere Therapien empfehlen? War vor dem Sturz sehr sportlich und hatte nie Probleme. Trinke keinen Alkohol und hatte nie eine Cortisontherrapie. Vielen Dank

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 12.09.2019
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, bitte besprechen Sie so kritische Indikationen wie Hüftkopfnekrose mit einem Arzt, der Ihre Behandlung genau kennt und Ihre Befunde erheben kann.

30.11.2018 - 03:34 Uhr

Januar 2017 bei Sturz Abriss biceps femoris und...

von Adelheid W.

... semitendinosus. Seit einem Jahr habe ich progrediente Schmerzen im Hüftgelenk und der Leiste sowie teilweise Oberschenkel innen bzw ganzer Oberschenkel. Im MRT Nachweis Hüftkopfnekrose. Stechend einschießende Schmerzen bei sehr geringen Bewegungen des Fußes. Sitzen und Stehen vermehrt die Schmerzen. Ich habe dauerhaft Ruheschmerzen und Belastungsschmerzen. Seit 4 Wochen Entlastung ohne wesentliche Besserung der Beschwerden. Ich bin 58 Jahre alt, weiblich, bisher voll berufsfähig mit Schreibtischarbeit. Meine Frage: Ist die Diagnose als Unfallfolge zu sehen da genau dieses Bein betroffen ist? Die Gegenseite ist ohne Befund, und wie kann die weitere Behandlung aussehen? Droht Erwerbsminderung? Vielen Dank für Ihre Information

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 12.09.2019
Dr. med. Martin Rinio

Liebe Patientin, diese Gutachterlichen Fragen sollten Sie an einen Hüftspezialisten stellen, der Sie untersuchen kann.

04.09.2018 - 20:46 Uhr

So es ist jetzt genau drei Jahre her, wo ich an...

von Volker Q.

... beiden Hüften angebohrt wurde. Ich habe bei jedem Wetterwechsel immer noch leichte Schmerzen. Aber im großen und ganzen kann ich zufrieden sein. Schlafen tue ich mit einem Kniekissen, klappt ganz gut. Kann arbeiten und fast alles machen, nur langsam.

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 07.09.2018
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, ich nehme an sie haben also trotz Hüftkopfnekrose die Funktion Ihrer Hüftgelenke nach Anbohrungsbehandlung erhalten können und wurden nicht mit Hüftendoprothesen versorgt. Sie nennen ihr Lebensalter nicht, aber es hört sich nach einer weitgehend erfolgreichen Therapie Ihrer Hüftkopfnekrose an. Ich wünsche Ihnen weiterhin gute Gesundheit.

22.11.2017 - 17:11 Uhr

Guten Tag. Ich (44) habe viele Cortison nehmen...

von Danny

... müssen und daher leider Hüftkopfnekrosen (links ist der Hüftkopf im Gegensatz zur rechten Seite aktiv Lt MRT). Angebohrt wurde die rechte Seite - leider ohne Erfolg. Auf dem Röntgenbild ist die Nekrose (ohne Gelenkeinbruch) gut zu sehen. Aber ich kann ohne Krücken nicht mehr gehen, erst recht keine Treppen. Ich tendiere daher zu einer Kurzschaftprothese. Alle anderen konservativen Methoden blieben ohne Erfolg. Sehen Sie das aus der Ferne (unverbindlich) auch so? Herzlichen Gruß

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 04.12.2017
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, Sie müssen bei fehlender gelenkerhaltender Perspektive bei Hüftkopfnekrose natürlich an eine Endoprothesenversorgung denken. in Ihrem Alter sollten Sie bei einer Prothesenversorgung natürlich unbedingt die knochensparende Variante wählen. Dazu gehört die Oberflächenersatzprothese (McMinn) und bei Frauen eher die Kurzschaftprothese. Wir haben hier auch einen Artikel zu dem Thema knochensparende Hüftprothese auf Jameda: https://www.jameda.de/gesundheit/muskeln-knochen/kurzschaftprothese-knochen-sparende-hueftprothese/Kurzschaftprothese. Bei einem Prothesenwechsel Ihrer Hüftprothese nach Verschleiß in etwa 15 - 20 Jahren hätten Sie eine wesentlich bessere Ausgangssituation für den Einbau einer dann erst später fälligen Langschaftprothese.

08.10.2017 - 01:01 Uhr

Bei mir (31) wurde vor ca 4 Jahren eine...

von Marie

... Hüftfehlstellung (wahrscheinlich angeboren) mit Anfängen der Arthrose diagnostiziert. Da die Schmerzen trotz Physio immer wieder kamen, war ich dann vor ca 2 Jahren im MRT. Dort kam also die Diagnose Hüftkopfnekrose Stadium 4 raus. bei einem zweiten MRT kam heraus, dass die Nekrose zum Stillstand gekommen ist und die Oberfläche sich wohl wieder verfestigt hat. Auch sei der Knorpel nicht sehr angegriffen, sodass die zuerst angedachte Anbohrung und evtl Knorpeltransplantation vom Tisch waren. Ich habe Physio bekommen um die Muskeln und Sehnen zu trainieren um der Fehlstellung entgegenzuwirken. Allerdings meinte der Orthopäde nach dem ersten Zyklus, dass das keine Langzeittherapie sei. Meine Schmerzen kamen nach einer Weile wieder und da es ein starker Druckschmerz war, meinte er eine Cortison-Infiltration sei das Mittel der Wahl um eine Entzündung aus dem Gelenk zu bekommen. Diese Therapie sollte min 9 Monate helfen, sonst sei es hinfällig. Nach einer Woche heftiger Schmerzen und Überreaktionen gegen das Cortison war der Schmerz weg. Aber 3 Monate später kam der Schmerz leicht wieder. Inzwischen (7Monate nach Infiltration) habe ich wieder starke Schmerzen, vor allem nach langem Sitzen, Stehen, Laufen oder beim einseitigen Tragen. Auch habe ich starke Muskelschmerzen (ähnlich Muskelkater) in den Oberschenkeln, sodass ich mich an manchen Tagen zu jeder Bewegung zwingen muss, nach einer Weile geht es dann besser. Ich habe aber irgendwie etwas Angst zu meinem Orthopäden zu gehen, da ich eigtl in meinem Alter noch keine Prothese will und auch Angst vor den Folgen, den weiteren Auswirkungen und OPs zur Erneuerung habe. Gibt es evtl noch weitere Therapiemöglichkeiten oder klingt das schon nach "zu spät"?

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 24.10.2017
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, insbesondere die Art der Hüftfehlstellung haben Sie nicht beschrieben. Es gibt gelenkerhaltende Therapien: Aber es ist nicht möglich das für Ihren Fall auf Grund Ihres Berichtes zu benennen und für Sie sinnvoll zu qualifizieren. Dafür benötigt ein Arzt einen Einblick in alle Befunde und radiologischen Bilder.

12.09.2017 - 15:23 Uhr

Guten tag Herr Doctor, Nach einer...

von Duru

... Nierentransplantation hat sich bei mir wegen der Kortisonbehandlung eine Hüftkopfnekrose entwickelt. Leider zu spät bemerkt und als es anfing zu Schmerzen. Der Arzt in der Uniklinik hat mir gesagt, dass es schon zu spät ist und eine Anbohrung keinen Sinn machen würde. Obwohl sie ebenfalls behauptet haben, dass mein Hüftgelenk noch nicht eingebrochen ist. Ich bekomme also einen Hüftgelenkersatz. Schön und toll aber sie lassen mich auch noch warten und sagen dass ich noch zu jung bin (24) um die Prothese durchzuführen. Und das nur weil ich gesagt habe, ich habe grade keine gravierenden Schmerzen und halt nur manchmal . Also ich kann noch ganz normal laufen sogar laufen, und es tut halt sehr unterschiedlich weh an manchen tagen mehr und an manchen Tagen weniger. Wielange hält das erste Hüftgelenkersatz? Wielange hält das zweite? Was passiert wen man keine weiteren operationen durchführen kann bzw wen man da keinen knochen mehr hat wegen den ganzen prothesen ? Alter 24

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 21.09.2017
Dr. med. Martin Rinio

Vielen Dank für Ihre Frage. In erster Linie sollten Sie evtl. eine Zweitmeinung einholen, ob man Ihre Hüftkopnekrose tatsächlich nicht mehr knochenerhaltend und gelenkerhaltend therapieren kann. Sollte eine frühe prothetische Versorgung erforderlich sein, empfehlen wir McMinn-Prothesen als Oberflächenersatzprothesen. Das ist aber bei Frauen im gebärfähigen Alter nicht die Versorgung der ersten Wahl, wegen der Metall-Metall-Gleitpaarung. Da Sie in der Anfrage ihr Geschlecht nicht nennen, müssen sie diese Regel selbst auf sich anwenden. Dann bleibt die knochensparende Kuzschaftprothese, die man auch nach dem Verschleiß einer möglichen McMinnprothese einsetzen kann: Hier bleibt der Oberschenkelknochen weitgehend erhalten. Nach dem Versagen der Kurzschaftprothese nach etwa 15-20 Jahren Tragezeit wäre entweder wieder eine Kurzschaftprothese oder einwachsende Totalendoprothese möglich. Prothesenwechsel sind möglich, vor allem wenn bei der erstimplantation jeweils möglichst maximal knochensparedn gearbeitet wurde. Weitere Informationen zu den Möglichkeiten bei der Hüftprothese finden Sie hier: https://goo.gl/NMP8JL

09.06.2017 - 23:28 Uhr

Bei unserer Tochter,17, hat eine hochdosierte...

von Sofie

... Cortisonbehandlung Hüftnekrosen verursacht. Leider wurden wir viel zu spät auf diese schwere Erkrankung aufmerksam. Die Stadien sind links bei angehendem Arco IV und rechts bei III. Unterhalb des linken Hüftgelenks ist auch ein größeres Knochenmarködem nachweisbar. Unsere Tochter hat momentan nur Schmerzen bei Belastung, also keinen Ruheschmerz. Sie entlastet beide Hüften seit ca. 5 Wochen mittels UGS, daneben hat sie mittlerweile 16 Sitzungen im hyperbaren Sauerstoffzentrum hinter sich. 9 Sitzungen hat sie noch vor sich. Medikamente nimmt sie keine, da sie momentan ja auch keine Schmerzen hat. Lediglich Vitamin D, Vitamin K2 (M7) und Omega 3 Fettsäuren ergänzen ihren Ernährungsplan. Vor zwei Tagen hatten wir nun einen Termin in einer Klinik. Dort wurde davon gesprochen, den Knochen anzubohren, um das Ödem zu verkleinern bzw. die Flüssigkeit abzuleiten. Wir vermuten, dass diese Anbohrung keine Auswirkung mehr auf eine erneute Blutversorgung im nekrotischen Gewebe mehr haben wird? Da das Ödem aber aktuell keine Schmerzen bereitet, haben wir gemeinsam mit dem Arzt entschieden, mit der Anbohrung noch zu warten, bis unsere Tochter wieder mit der Belastung der Beine beginnt. Sie soll damit in ca. 2 Wochen beginnen und die Belastung sehr langsam immer mehr steigern, bis sie schließlich wieder ohne Krücken läuft. Sollten dann wieder Schmerzen auftreten, wird erneut die Anbohrung überlegt. Der Arzt meinte außerdem, dass unsere Tochter, wenn sie keine Schmerzen hat, wieder ganz ohne Hilfsmittel laufen könnte. Wie ist das aber mit einem "Einbrechen" der Hüfte? Und was heißt das eigentlich? Unser Arzt meinte, da kann nichts einbrechen. Das verunsichert uns jetzt. Er meinte, wenn wir Glück haben, könnte ein Hüftgelenkersatz noch einige Zeit auf sich warten lassen. Was wir uns sehr wünschen. Wenn dem so ist, kann man denn dann mit Muskelaufbau hier unterstützend etwas tun? Oder was wäre dann noch sinnvoll?? Wir sind gerade sehr verzweifelt. Vielleicht können Sie uns ein paar Tipps und Ratschläge geben. Vielen Dank.

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 27.06.2017
Dr. med. Martin Rinio

Vielen Dank für Ihre Anfrage. Sie therapieren die Hüftkopfnekrose schon von mehreren Richtungen, auch mit Ruhigstellung und Unterstützung des Knochenstoffwechsels. Vielleicht sollte man folgendes noch zu ihrer Information klarstellen: Das Anbohren des Oberschenkelkopfes dient nicht so sehr dem Abführen des schmerzhaften Ödems. Das bildet sich von alleine zurück. Der Verletzungsreiz soll das Einsprossen von Blutgefässen in den nekrotischen Knochen fördern. Man will also eine überschießende Heilungsreaktion des Knochens zur Überwindung der Nekrose provozieren. Nur durch Wiederherstellen des Stoffwechsels durch vollständige Durchblutung (Revaskularisierung) des nekrotischen Knochens, wird das Hüftgelenk langfristig wieder stabil. Wenn der Knochen des Hüftgelenks gut ernährt wird, kann er wieder reminieralisieren und bleibt mechanisch stabil.Unter diesen Umständen ist auch kein Hüftgelenksersatz nötig, was wir bei einer so jungen Patientin auch auf keinen Fall durchführen wollen.

01.06.2017 - 09:56 Uhr

Guten Tag, ich habe am 08.06.2017 eine Athroskopie...

von Robert B.

... mit Bohrung im Knie wegen Knochennekrose. Leider hat der Knochen jetzt nur noch wenig Aktivität weil es wohl schon sehr lange besteht. Der Therapieerfolg ist sehr fraglich. Ich leide an einer Stomatozytose (Hämolytische Anämie) und Thrombozytose (ASS 100) was die Knocheninfarkte erklärt. Ich habe nun große Angst, dass ich nicht auch eine Hüftnekrose, Humerusnekrose usw. habe. Kann es sein, dass alle Knochen nekrotisieren? Im ganzen Körper? Wie bemerke ich so etwas? Mein Knie hat angefangen zu schmerzen, als die Nekrose schon alt war.

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 06.06.2017
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, der Oberschenkelkopf, ist auf Grund der besonderen Durchblutungsverhälrnisse wohl besonders anfällig für Nekrose. Ein Knieschmerz, vor allem im äußeren Knie, ist meist ein von Hüftprolemen abgeteiteter Schmerz. Bei vielen Patienten ist ein äußerer Knieschmerz das erste Symptom einer dahin ausstrahlenden Hüftarthrose. Das muss also nicht bedeuten, dass der Knocheninfarkt an mehreren Stellen gleichzeitig auftritt. Sollten Die Schmerzen im Knie andauern, sollten Sie sich aber untersuchen lassen.

12.05.2017 - 13:59 Uhr

Danke für die hilfreiche Information. Seit Jahren...

von Edda O.

... bin ich immer wieder wegen Schmerzen an der Hüfte und im Lendenwirbelbereich bei meinem Orthopäden vorgestellt geworden. Man hat nie einen Blick auf die Hüfte geworfen. Jetzt machten Röntgenaufnahme die Aussage, dass ein fortgeschrittenes Stadium erreicht ist. Ich bin nicht glücklich darüber, dass scheinbar nicht alle Orthopäden die Erfahrung und Kenntnisse zur Behandlung haben. Jetzt sitze ich da und warte auf einen Termin zur hoffentlich kompetenten Behandlung und das mit großen Schmerzen.

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 29.05.2017
Dr. med. Martin Rinio

Liebe Patientin, eine Röntgenaufnahme gehört zu den einfachsten diagnostischen Hilfsmitteln zur Abklärung von Schmerzen. Tatsächlich kann eine Hüftkopfnekrose sehr schmerzhaft sein. Sie sollten darauf drängen, möglichst bald einen Termin zu erhalten. Ich wünsche Ihnen eine gute Besserung.

08.05.2017 - 20:23 Uhr

Hallo ich bin am 04.08.15 an beiden Hüftgelenken...

von Volker Q.

... wegen einer Hüftkopfnekrose angebohrt worden. Jetzt nach fast 2 Jahren stellt sich langsam eine Besserung ein. Ich habe versucht mit den Schmerzen umzugehen, was nicht leicht ist. Ich hoffe, dass ich vielleicht ganz Schmerzfrei werde.

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 29.05.2017
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, ich freue mich, dass Ihr berichteter Behandlungsverlauf positiv ist. Es kann länger dauern, bis die Blutversorgung im Knochengewebe und damit auch die Regeneration der Knochennekrose abgeschlossen ist.

03.05.2017 - 23:02 Uhr

Hallo ich habe auch eine Hüftkopfnekrose, welche...

von Martin

... am 07.04.17 operiert (angebohrt) wurde. Da ich ja nun 6 Wochen mit Gehstützen und max. 10KG Belastung laufen darf, stellt sich mir nun die Frage, ob ich nach den 6 Wochen wieder sofort arbeiten kann oder ob sich die Hüfte erst wieder an die Vollbelastung gewöhnen muss, sprich noch eine weitere Krankmeldung nötig ist? Ich hoffe Sie können mir eine Antwort geben und bedanke mich schon mal im voraus.

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 05.05.2017
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, die Krankmeldung nach der Operation der Hüftkopfnekrose mpssen sie auf jeden Fall mit Ihrem oprierenden Arzt besprechen. Er kennt alle Ihre Umstände wie Alter, Verlauf, Größe und Ihre Schmerzsituation und kann außerdem aktuelle radiologische Befunde erheben. einer Beurteilung nach einer solchen Kurzanfrage über das Internet wäre nicht zu verantworten.

14.03.2017 - 18:48 Uhr

Guten Tag zusammen, ich habe eine Hüftkopfnekrose...

von Anton

... und mir wurde die Hüfte angebohrt und das Wasser entzogen. Nun ist aber das ganze Bein immer kalt. Was kann das sein? Ich darf auch noch 4 Wochen mein Bein nicht belasten. Ich hatte auch eine Vollnarkose. Nun habe ich aber Bedenken, dass irgendwas falsch gelaufen ist bei der OP - oder sind diese Symptome normal? Würde mich freuen, wenn Sie mir mit einer Antwort helfen Könnten. Danke und viele Grüße

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 22.03.2017
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, mit dieser Symptomatik nach Operation einer Hüftkopfnekrose sollen Sie Sich mit Ihrem Heilungsplan wieder bei Ihrem Operateur vorstellen, der Ihren Fall genau kennt.

14.10.2016 - 18:06 Uhr

Guten Tag, ich habe eine fortgeschrittene...

von Bergi

... Hüftkopfnekrose rechts, Ursache unklar. Es ist klar, dass ich eine TEP brauche, es dauert aber noch einige Wochen. Unterdessen werden die Schmerzen nachts im Liegen immer heftiger und das Bein hat Durchblutungsstörungen. Es ist unerträglich. Laesst sich das bis zur OP in 4-5 Wochen noch irgendwie lindern? Vielen Dank. MfG Bergi

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 25.10.2016
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, bitte setzen Sie sich hinsichtlich Ihrer Schmerztherapie bei Hüftkopfnekrose mit Ihrem behandelnden Arzt in Verbindung. Er wird mit Ihnen eine geeignete Lösung finden.

29.09.2016 - 10:12 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Schneider, bei mir wurden...

von Monika

... im Frühjahr 2016 Hüftkopfnekrose und Knochenödeme (rechte Hüfte) festgestellt. Auch das rechte Knie ist nach einer 2013 erfolgten Minimaloperation des Meniskus ständig schmerzhaft. Ich habe außerdem Osteoporose und Arthrose und in diesem Zusammenhang jahrelang Medikamente eingenommen - bis ich das Zeug seit 2013 weggelassen habe und nur noch Vitamin D geschluckt und Sport gemacht habe. Sport ist wegen der Hüftschmerzen nun nicht mehr möglich. Als Behandlungsmethode gegen die Femurkopfnekrose im ARCO-Stadium II wurde mir die Durchführung einer Therapie angeboten. Ich habe Zweifel, ob diese Behandlung bei mir zielführend ist, zumal ich 74 Jahre alt bin. Es ist schwer, sich kompetenten Rat einzuholen, zumal bei mir komplexe Probleme vorliegen. Ich wäre Ihnen für einen Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus und freundliche Grüße

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 30.09.2016
Dr. med. Martin Rinio

Liebe Patientin, gerade bei so komplexen Situationen, kann Ihnen der Arzt, der Sie persönlich untersucht hat, die besten Auskünfte geben. Die Therapie der Hüftkopfnekrose ist tatsächlich zunehmend schwierig, je älter der Patient wird. In Kombination mit der Arthrose wird die Hüftprothese hier zu einer zunehmend wahrscheinlichen Therapie. So könnten Sie Ihre Sportfähigkeit möglichst schnell wieder herstellen. Die Folgen des Meniskusschadens in Ihrem Kniegelenk müssten Sie ebenfalls genau evaluieren lassen. Diese Fragen sind tatsächlich wichtig, weil die Nekrose im Hüftgeelnk eine langwierige krankheit sein kann. Sie wollen andererseits - nicht zuletzt wegen der Osteoprose - so schnell wie möglich wieder zu einem aktiven, stoffwechselfördernden Lebensstil zurückkehren.

05.09.2016 - 09:28 Uhr

Hallo Herr Dr. Schneider, vielen Dank für Ihre...

von Marc A.

... Antwort. Nachdem ich das betroffenen Bein nun wieder voll belasten darf, hat sich nach einer Entzündung im Vorfuß - resultierend aus der plötzlichen Überbelastung - nun ein Zustand eingestellt, der mir zunehmend Sorge bereitet. Die OP liegt nun 8 Wochen zurück, seit etwa 4-5 Tagen habe ich wieder zunehmend starke Schmerzen in der Leiste, verbunden mit gelegentlich schmerzhaft knackendem Hüftgelenk. Ich kann nur etwa 2-3 Stunden erträglich Sitzen bevor ich mich hinlegen muss. Insgesamt bin ich nun 11 Wochen krank. Mein Arbeitgeber ist ausgesprochen nachsichtig, aber ich mache mir Sorgen mit meiner Prognose. Ich habe einen Arbeitsplatz mit 99% sitzender Tätigkeit. Ist der gesamte Verlauf bisher normal? Wie lange dauert es im Durchschnitt, bis ich wieder voll einsatzfähig bin? Was denken Sie? Sind die Schmerzen in der Hüfte ein schlechtes Zeichen? Muss vielleicht doch eine TEP eingesetzt werden? Vielen Dank vorab!

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 05.09.2016
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, Ihre Beobachtungen nach OP sollten Sie vor allem mit Ihrem operirenden Arzt besprechen, der auch die erfolderlichen Nachuntersuchungen durchführen kann. Spekulationen über einen postoperativen Zustand über das Internet sind sicher gar nicht hilfreich für Sie oder andere, mitlesende Patienten.

24.08.2016 - 17:00 Uhr

Ich bin aufgrund meiner Hüftkopfnekrose an beiden...

von Volker Q.

... Oberschenkeln angebohrt worden. Das war im August 2015 - die Schmerzen haben nun, nach einem Jahr, nachgelassen. Morgens geht es mir immer besser, im Tagesverlauf fangen die Schmerzen leider wieder an. Ist es möglich, dass sich die Schmerzen nach mehreren Monaten noch verbessern?

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 05.09.2016
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, die Therapie der retrograden Anbohrung nach Hüftkopfnekrose besteht in der Anregung einer Revaskularisierung (einsprossen neuer Blutgefäße) in den Bereich mit Hüftnekrose. Das ist nach einem solchen Eingriff ein sehr langfristiger Vorgang. Die Details können Sie mit Ihrem Operateur besprechen. Insbesondere, wenn sie beunruhigt sind oder Klärungsbedarf haben, sollten Sie sich unverzüglich mit Ihrem Arzt in Verbindung setzen. Eine Internetanfrage ist für einen Patienten nicht geeignet, unklare Symptome nach einer retrograden Anbohrung abschließend zu klären.

11.07.2016 - 18:16 Uhr

Ich bin am vergangenen Donnerstag an einer...

von Marc A.

... Hüftkopfnekrose Stufe I operiert (gebohrt) worden. Bin seit gestern wieder zuhause. Ich habe seit der OP massive Probleme mit der Oberschenkelmuskulatur. Ich kann das Bein ohne Schmerzen nicht anheben (im Liegen) und kann es auch max. 10° beugen. Ich habe dann das schmerzhafte Gefühl einer Blockade im Oberschenkel. Die Fachleute sagen, das komme von der OP (mechanische Belastung des Muskels während der Behandlung, Erguss im Muskel...) und sei eben so. Auf die Frage, wann das weggehe, machte man mir keine Aussicht auf eine baldige Besserung. Mich interessiert nun die Erfahrung anderer Leidensgenossen. Wie war das bei euch? Ich bin dadurch momentan derart handlungsfähig....Es ist mir nur unter Schmerzen möglich, mich im Bett auf die nicht operierte Seite zu legen. Das erzeugt schon einen erheblich unangenehmen Druckschmerz, dass ich mich freiwillig nach einigen Minuten wieder auf den Rücken lege. Die Nächte sind entsprechend lang und bescheiden. Ich kann nicht auf einem Stuhl sitzen, das große Geschäft ist eine Herausforderung..... Vielen Dank für den erhofften zahlreichen Gedanken- und Erfahrungsaustausch vorab!! LG Marc

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 18.07.2016
Dr. med. Martin Rinio

Sehr geehrter Patient, Gelenkschmerzen nach einer retrograden Anbohrung sind normal. Die dabei entstehenden Wassereinlagerungen (Ödeme), die auch bereits durch die Hüftnekrose auftreten, können stark schmerzhaft sein. Schmerzen nach Hüftnekrose-Operation in dem von Ihnen geschilderten Ausmaß sind allerdings selten.

08.04.2016 - 00:19 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Schneider, bei mir wurde...

von Natalie

... die Hüftkopfnekrose beidseitig schon 1994 im Endstadium diagnostiziert - und zwar nach einer intensiven Cortison-Behandlung. Ich war 15 Jahre alt und die Schmerzen waren damals schon teilweise sehr stark. Auf die OP habe ich bis jetzt (2016) aber verzichtet, genauso wie auch auf Schmerzmittel. In den 22 Jahren, in denen die Endoprothesen jederzeit eingesetzt werden konnten (von mehreren Orthopäden immer wieder angeboten), habe ich mehrere Wildnis-Touren mit Ganztagesmärschen mit dem Rucksack gemacht, bin Berge hochgeklettert, habe Wildwasserflüsse bepaddelt, 3 Kinder zur Welt gebracht - ohne Kaiserschnitt und ohne Komplikationen, gehe regelmäßig ins Fitnessstudio und bin oft beruflich den ganzen Tag auf den Beinen. Einmal in Paar Jahren gehe ich zur Kontrolle in die orthopädische Praxis. Jedes Mal wird mir gesagt, meine Nekrose an beiden Seiten ist so weit fortgeschritten, dass ich nicht mal 1 Stunde gehen können sollte. Ich kann, wenn ich will, sofort die Endoprothesen bekommen. Ich weiß, dass es nicht stimmt und ich viel mehr kann. Meine Frage ist aber: Gibt es ein Stadium der Hüftkopfnekrose, in dem es nicht mehr möglich ist, die Endoprothesen ein zu setzten? Ich möchte die OP noch so lange hinauszögern, wie es nur geht - ich bin jetzt 37 Jahre alt und will kein zu kurzes Bein nach der OP haben oder durchtrennte Muskeln, oder in 10 Jahren nach der ersten OP weitere OPs erleben müssen oder sonstige Probleme bekommen. Ich weiß aber auch, dass die Cox-Arthrose mit dem Alter fortschreitet und ich habe deshalb Bedenken, dass der Hüftknochen so stark zerstört wird, dass dann keine Endoprothesen mehr möglich sind. Ich möchte nicht im Rollstuhl landen. Mit freundlichen Grüßen, Natalie

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 26.04.2016
Dr. med. Martin Rinio

Liebe Patientin, da Sie Ihrem Zustand so stabil halten konnten sind Sie nur zu beglückwünschen. Die Verläufe von Knochennekrose sind sehr unterschiedlich. Da die Nekrose den Oberschenkelkopf betrifft, sind Endoprothesenversorgungen als knochensparende Kurzschaftprothese oder als als Totalendoprothese durchaus weiterhin möglich. Das beckenseitige Gelenk (Acetabulum) wird ja dann auch durch ein Hüftpfannenimplantat versorgt. In all diesen Fällen ist eine Einschränkung der Möglichkeit Prothesenversorgung durch die Osteonekrose im Hüftgelenk nicht zu erwarten.

15.01.2016 - 18:38 Uhr

Hallo Herr Dr. Schneider, ich schreibe zur Zeit...

von Lau

... meine Masterarbeit im Bereich der Hüftkopfnekrose und habe folgende Frage: Sie schreiben im vorletzten Absatz, dass bei der Hälfte der Patienten die FKN beidseitig auftritt. Wieso ist das so? Liegt das an der Fehlbelastung oder ist das etwa genetisch veranlagt? Über Ihre Antwort würde ich mich sehr freuen. Gruß

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 21.01.2016
Dr. med. Martin Rinio

Das beidseitige Auftreten kann genetische Ursachen haben, aber auch systemische Ursachen durch Medikamentennebenwirkungen oder Substanzmissbrauch. Steroidmisbrauch oder anderer Substanzmisbrauch (z.B. Alkohol) oder eine Pharmakotherapie mit Steroiden. Diese systemische Exposition wirkt, anders als ein konkretes Unfallereignis, in jedem Fall auf beide Hüftgelenke gleichermaßen. Die Ätiologie der Hüftkopfnekrose ist sehr komplex.

29.12.2015 - 21:31 Uhr

Hallo Herr Dr. Schneider, im Januar habe ich mir...

von Karin

... bei der Arbeit den Oberschenkelhals gebrochen. Dieser wurde mit drei Schrauben versorgt. Die Schrauben sorgten für immer größere Beschwerden und wurden im November entfernt. Jetzt wurde ein MRT gemacht und eine Femurkopfnekrose festgestellt. Im koronaren Bild habe ich einen Durchmesser von 4 cm und im sagittalen Bild um die 4,5 cm. Ich habe im Moment leichte Beschwerden und hinke ein wenig. Ist eine Versorgung mit einer Prothese dringend notwendig, um wieder voll berufstätig zu werden? Ich bin 50 Jahre und muss in meinem Beruf viel Stehen, Tragen und Treppen steigen. Was raten Sie mir? MfG

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 13.01.2016
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, auch nach Versorgung mit Prothese sollte die maximale Belastung eingeschränkt bleiben. Mehr als 25 kg Tragelast sind nicht empfohlen. Ohne Gründliche Untersuchung ist eine verbindliche Empfehlung leider nicht möglich.

27.11.2015 - 23:26 Uhr

Ich bin 2006 an der Hüfte operiert worden (eine...

von Heinrich

... Anbohrung). Sie hatten festgestellt, dass ich eine Hüftkopfnekrose habe. Die Op war erfolgreich, aber jetzt sind die Schmerzen wieder gekommen. Ich habe große Angst meine Hüfte zu verlieren. Der Orthopäde sagt, dass alles in Ordnung ist, aber die Schmerzen gehen nicht weg. Ich nehme Schmerzmittel, was soll ich sonst noch machen?

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 21.12.2015
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, lassen Sie sich bitte von einem orthopädischen Hüftspezialisten genau untersuchen. Hüftschmerzen können neben einer Hüftkopfnekrose noch viele andere Ursachen haben. Meist sind Hüftschmerzen ein wichtiges Warnsignal, dass wir nach Möglichkeit klären, und nicht einfach abschalten wollen.

01.11.2015 - 15:49 Uhr

Sehr geehrter Dr. Schneider, ich möchte nochmals...

von Heiko F.

... auf meine Frage zurückgreifen. Kann sich bei mir unfallbedingt am 25.02.2015 bis 08.05.2015 die HKN gebildet haben? (Sturz aus ca. 2 Meter Höhe auf ein Rohr) Mfg Heiko F. Für eine schnelle Antwort wäre ich sehr dankbar.

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 18.11.2015
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, um das zu beurteilen müssten wir Lage und Stadium Ihrer Hüftkopfnekrose in einer direkten Untersuchung genau ermitteln. Als allgemeine Antwort: Ein Trauma kann eine hinreichende Ursache für eine Knochennekrose sein.

18.10.2015 - 22:53 Uhr

Erstmal vielen Dank für Ihre schnelle Antwort,...

von Heiko F.

... aber meine Frage wurde nicht ganz beantwortet. Ich möchte wissen, ob sich die HKN vom 25.02.2015 (Unfalltag) bis zum 08.05.2015 gebildet haben kann? Einige Berichte von Ärzten deuten daraufhin, aber keiner legt sich fest. Es gibt Zeiten von Tagen bis Wochen und Monate. Danke! Mfg. Heiko F.

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 18.11.2015
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, wir dürfen über dieses Internetplatform aus rechtlichen und ethischen Gründen keine Aussagen in einem bestimmten Krankheitsfall treffen, sondern lediglich allgemein informieren. Ich würde Sie daher bitten, diese konkrete Frage mit Ärzten zu besprechen, die sie tatsächlich körperlich untersucht haben. Allgemein sind die Umstände der Entstehung einer Hüftkopfnekrose häufig unklar, zumal bei Patienten unterschiedlichen Alters und Geschlechts ganz unterschiedliche Verläufe zu beobachten sind. Auch Umstände wie Alkohol, Steroidgebrauch, vorangegangene Medikamententherapien können die Hüftkopfnekrose beeinflussen.

08.10.2015 - 11:25 Uhr

Hallo Herr Dr., ich bin 50 Jahre alt, 1,67 m groß...

von Heiko F.

... 67 kg schwer. Ich bin kein Trinker und hatte keine Cortison Behandlung in der Vergangenheit. Am 25.02.2015 hatte ich einen Arbeitsunfall: Sturz in einen Zwischenboden, der 2 m tief ist. Dabei bin ich mit der linken Hüftseite auf ein Rohr gefallen. Am 26.02.2015 bin ich dann zum DA-gebracht worden. Es sind Schwellung und Prellung festgestellt worden, aber angeblich noch keine Ödembildung, auch eine Ultraschalluntersuchung wurde NICHT gemacht, um eine Weichteilverletzung auszuschließen. Ödembildung kam erst nach ca.3 Tagen. Ab dem 02.03.2015 hatte ich Schmerzen im linken Hüftbereich, Dann am 08.05.2015 wurde im MRT eine Hüftkopfnekrose festgestellt. Vor dem Unfall hatte ich keine Beschwerden im Hüftbereich und war voll einsetzbar. Es wurde dann am 01.07.2015 eine Anbohrung gemacht. Am 29.09.2015 ein Kontroll-MRT,das keine Verbesserung oder Verschlechterung angezeigt hat. Es wurde dann ein Zusammenhangsgutachten erstellt, das zu meinem erschrecken gegen mich ausfiel. Der Kernspin-Befund mit demarkierter umschriebener HKN spricht für eine Schadensanlage, wobei diese keinerlei Beschwerden verursacht hat. Im Klartext: Die HKN war schon vor dem Unfall da. Das kann in meinem Fall aber nicht sein. Jetzt meine Frage: Kann sich die Nekrose durch den Unfall gebildet haben? Der Nekrosebereich ist 2,3 cm breit und ca.1 cm tief. Über eine schnelle Antwort würde ich mich sehr freuen, da mein nächster Vorstellungstermin der 15.10.2015 ist. Mfg Heiko F. Auch eine Email von Ihnen wäre sehr hilfreich, danke!

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 08.10.2015
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, die können und müssen diese frage in Ihrem Bestimmten Fall natürlich ihrem behandelnden Arzt stellen. Allgemein kann man aber schon folgendes sagen: Auch ein Trauma (Unfall) kann zur Unterbrechung der Blutversorgung im Knochen und dadurch zu einer Knochennekrose führen.

03.08.2015 - 17:29 Uhr

Bei mir wurde Hüftnekrose diagnostiziert. Das MRT...

von Drehelli

... soll entscheiden, welche Therapie angesetzt wird. Ich würde mich freuen, wenn es Menschen gibt, die über eine erfolgreiche Heilung berichten können! Herzlichen Dank

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 24.08.2015
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, wir haben zahlreiche Patienten erfolgreich bei Hüftkopfnekrose behandelt. Alter, Stadium und allgemeine gesundheitliche Verfassung des Patienten spielen in die Einschätzung der Heilungsaussichten bei Hüftkopfnekrose hinein.

01.06.2015 - 18:27 Uhr

Guten Tag, mein Sohn ist 13 und er hatte eine...

von Albrecht

... massive Entzündung in der Hüfte. Nach einer vergeblichen konservativen Therapie (2 Wochen) wurde die Hüfte zweimal operativ gespühlt und er lag noch einmal fast 3 Wochen in einer orthopädischen Kinderklinik. Das ist jetzt über 3 Monate her. Eine weitere Kontroll MRT Untersuchung hat nun die Diagnose Hüftkopfnekrose gebracht. Man hat erneut 6 Monate Sportverbot (nur Radfahren und Schwimmen) und eine weitere nächste Kontrolluntersuchung im August uns mitgeteilt. Bis dahin hat er zwar Physiotherapie verschrieben bekommen, aber sonst sollen wir nur warten!! Ein kleiner Bereich sei bereits abgestorben.Gibt es keine weiteren Therapiemöglichkeiten für Jugendliche? Wir sind massiv verunsichert und würden uns über eine kurze Antwort freuen.

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 18.06.2015
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Angehöriger, bei Pateinten die sich in der Wachstumsphase befinden, ist die Heilungsaussicht bei Küftkopfnekrose sehr gut. Die Regenerationsleistung Jugendlicher ist sehr ausgeprägt. Weitergehende operative Behandlungen sollten erst nach der konservativen Behandlung erwogen werden. Gerne können Sie sich für eine Zweitmeinung und Prüfung der Behandlungsstrategie bei uns in der Sprechstunde vorstellen.

29.03.2015 - 17:37 Uhr

Grüezi, Infolge eines Sturzes vor ca. 3 Jahre ist...

von Augusto

... mir eine Hüftkopfnekrose diagnostiziert worden. Seither habe ich Schmerzen, wenn ich mich wieder bewege, nachdem ich einige Zeit gesessen bin. Nach ein paar Metern geht es wieder. Ich kann auch längere Strecken laufen, wenn auch mit Stock und relativ langsam. Empfehlen Sie mir eine Operation trotz meinem Alter von 74 Jahren und einem Schlaganfall vor ca. 25 Jahren? Danke und mfG

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 09.04.2015
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, auch wenn Sie vor drei Jahren gestürzt sind, ist die Ursache Ihrer Hüftschmerzen offenbar noch nicht klar. Ein Schlaganfall vor 25 Jahren ist keine Kontraindikation für eine Operation. Allerdings müssten wir die Ursachen des Schlaganfalls in die OP-Planung mit einbeziehen.

18.03.2015 - 07:50 Uhr

Hallo, ich bin jetzt 20 Jahre alt. Mein Wunsch...

von Lukas

... war es immer nach dem Abitur Sport zu studieren, weil ich den Sport, vor allem aber den Fußball über alles liebe. Mit bereits 12 erlitt ich einen vorderen Kreuzbandriss im rechten Knie beim Fußball. Es wurde vom Spezialisten behandelt und alles heilte so gut wie komplett aus. Vielleicht 1 oder 2 Jahre später fing es an bei mir in der Hüfte zu schmerzen. Ich habe vielleicht ein halbes Jahr damit gelebt, doch danach bin ich zu mehreren Ärzten gegangen. Am Anfang konnten viele nicht sagen, was es ist, woher es kommt und was dagegen zu machen ist. Mit ca. 16 oder 17 wurde dann eine Hüftkopfnekrose festgestellt. Schon da hatte ich zum Teil sehr große Schmerzen, vor allem nach dem ich Sport gemacht habe, da ich nach wie vor Fußball spielte. Als erste Therapie verschrieb man mir Medikamente, ich glaube es waren Bisphosphonate, die ich 6 Wochen lang einnahm. Aber dies half nichts. Als nächstes entschloss man sich durch eine Anbohrung des Hüftkopfes, die Regeneration des Gewebes durch Ersatzknorpel zu ermöglichen. Nach ein paar Wochen auf Krücken konnte ich das Bein wieder belasten, doch auch hier nach ein paar Tagen spürte ich wieder die ersten Schmerzen. Beim nächsten Arzt wurde mir dann gesagt, ich sollte einfach mal vom Sport abweichen und gut 2 Jahre Pause machen. Die 2 Jahre sind jetzt in diesem Mai vorbei und ich habe nach wie vor manchmal sehr starke Schmerzen. Ich mache keinen Sport, rauche nicht, trinke eigentlich nur samstags ab und zu Alkohol und belaste meine Hüfte auch in der Ausbildung nicht großartig, da ich eine kaufmännische Ausbildung absolviere. Bei allen Ärzten, wo ich war, wird von einer neuen künstlichen Hüfte abgeraten, da ich dafür anscheinend noch zu jung sei und künstliche Hüften erst ab einem Alter von ca. 30-40 Jahren sinnvoll sind. Ich möchte aber keines Falls immer mit diesen Schmerzen weiter leben, was mich zum Teil stark im Alltag und im Beruf einschränkt. Ich möchte endlich wieder schmerzfrei Sport machen. Ich möchte endlich das machen im Beruf, worauf ich Lust habe. Vor allem aber, ich möchte endlich wieder Fußball spielen. Ich lebe damit jetzt vielleicht gut 5 Jahre, meine Schmerzen haben sich in dieser Zeit nicht wirklich verschlechtert, aber keines Falls auch verbessert. Die Ärzte sagen, ich wäre im Stadium ARCO II, also eigentlich noch nicht das höchste Stadium, trotzdem habe ich zum Teil starke Schmerzen, vor allem bei Bewegungen nach innen und außen. Ich hoffe, ich konnte einen kleinen Einblick zu meinem Krankheitsbild geben. Ich würde mich über eine Antwort freuen. Danke!

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 24.03.2015
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, ich kann Ihnen eigentlich nur empfehlen, sich für eine Untersuchung bei uns vorzustellen. Das Krankheitsbild Hüftkopfnekrose ist vielschichtig und der Verlauf und voraussagbar. durch eine vernünftige Lebensführung und Schonung sowie Entlastung der Hüfte machen Sie eigentlich alles richtig.

01.02.2015 - 10:14 Uhr

Guten Tag, ich bin 37 Jahre alt und bei mir wurde...

von Robert

... vor ca. 3 Monaten beidseitig eine HKN diagnostiziert. Laut MRT- ARCO-Stadium II. Die Ursache ist nicht eindeutig geklärt. Ich habe vor ca. Zwei Jahren 5Tage lang leicht disierte Cortisontabletten gegen Nerventzündung. Bisher wurde eine Magnetwelentherapie durchgeführt sowie Krankengymnastik . Bis vor etwa einem Monat hatte ich noch heftige Schmerzen und konnte ohne starke Schmerzmittel gar nicht aufstehen.Nach der stufenweisen Reduktion der schmerztabletten ist es besser geworden ich kann mich mit Anlaufschwierigkeiten und mit gewissen Bewegungseinschrenkung einigermaßen bewegen. Allerdings zeigen die aktuellen MRT-Bilder keine Verbesserung .. Eher das Gegenteil. Nun sollen beide Köpfe angebohrt werden. Bin jetzt in einer Hamburger Klinik und bei einem weiterem Orthopeden der sich auf Hüftoperationen spezialisiert hat. Nun zu meiner eigentlichen Frage...: In der Klinik soll eine bis zu 8mm Bohrung gebohrt werden. Der anderer Chirurg würde eher 4 kleinere ca.3-4mm Bohrungen in verschiedene Kopfbereiche reinbohren. Auf den Bildern sind meiner Meinung nach Nekrosezonen an verschieden Stellen vorhanden. Einerseits hat die große Klinik wohl mehr Erfahrung und guten Ruf auf der anderen Seite hat der Arzt mit den mehreren Bohrungen besseren Eindruck auf mich gemacht. In der Klinik würde ich auch noch zwei Wochen länger auf ein OP Termin warten. Nun weiß ich nicht welche Bohrtechnik die bessere Heilungsprognose verspricht. Vielleicht wissen Sie ein Rat für mich. Besten Dank in voraus

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 04.02.2015
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, vielen Dank für Ihre Anfrage zum Thema Hüftkopfnekrose. Leider dürfen wir Ihnen vor dieser Operationsentscheidung ohne Untersuchung zu der Frage welche retrograde Anbohrung sie wählen sollten keine Entscheidungshilfe geben. Vielleicht hilft Ihnen folgende allgemeine Überlegung weiter: Wenn Sie zu einem niedergelassenen Spezialisten gehen, dann können Sie die Quailifikation und die Erfahrung genau einschätzen und wissen genau mit wem Sie es im OP zu tun haben. Diagnose und Nachsorge sind in einer Hand. Wir haben damit bei unseren Patienten ebenfalls sehr gute Erfahrungen gemacht. Die retrograde Anbohrung bei Hüftkopfnekrose ist keine sichere Therapie, sondern erhöht nur die Wahrscheinlichkeit dass sich die Hüftkopfnekrose zurückbildet. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

17.12.2014 - 16:50 Uhr

Guten Tag, ich bin 23 Jahre alt und mir wurde vor...

von Sina

... 2 Monaten beidseitig eine HKN diagnostiziert. Die Ursache lässt sich nicht klären und derzeit bin ich auf der Suche nach der richtigen Behandlung. Laut MRT-Befund befinde ich mich in ARCO-Stadium II. Das seltsame ist, dass ich mich uneingeschränkt bewegen kann und auch keine starken Schmerzen empfinde. Wenn ich mein rechtes Bein weit ausdrehe ("Schneidersitz") tut es danach sehr weh und teilweise beim Treppensteigen und wenn ich länger in einer bestimmten Position war, wie z.B. mehrere Stunden sitzen oder liegen. Bewegung tut mir gut, genauso wie die Physiotherapie, in der mein rechter Muskel, der steinhart ist, mittels einer "Querfriktion" gelockert wird. Ich habe die Diagnose nun von mehreren Ärzten bestätigt und einige OP-Vorschläge bekommen. Nun war ich in noch einem weiteren Krankenhaus, in dem der Arzt mir nun mitteilte, dass er mich auf keinen Fall operieren wird, weil ich mich uneingeschränkt bewegen kann und die Verfärbungen auf den MRT- und Röntgenaufnahmen könnten auch ungünstige Verfärbungen sein. Ich bin mittlerweile total verunsichert ob eine OP notwendig ist. Könnten meine Schmerzen und Muskelverhärtungen auch eine andere Ursache haben? Gibt es auch Fälle von HKN ohne Bewegungseinschränkung? Zur Info: Zusätzlich habe ich eine leichte Skoliose und trage seit kurzem Einlagen mit einer 3 mm Erhöhung links. Vielen Dank für einen kurzen Rat! Herzliche Grüße!

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 22.12.2014
Dr. med. Martin Rinio

Liebe Patientin, in frühen Stadien der Hüftkopfnekrose liegt noch kein ausgeprägtes Knochensterben vor. Sie Situation ist schmerzhaft, weil eine Wassereinlagerung in den Knochen eine schmerzhafte Spannung auslöst. der Einbruch der Gelnekfläche droht lediglich in einem späteren Stadium, dann ist allerdings eine gelenkerhaltende Behandlung nicht mehr leicht möglich. Es gibt eine Reihe mehr oder weniger zielführender Gelenkerhaltender Behandlungen bei Hüftkopfnekrose. Wir würden tw. eine gelenkerhaltende minimalinvasive Hüftoperation auch in diesem Stadium empfehlen, um dem Verfall des Gelenks vorzubeugen. Die Beweglichlickeit steht dem nicht entgegen. natürlich würde man derzeit nicht an einen Gelenkersatz der Hüfte denken. Wir wollen es aber auch nicht so weit kommen lassen, dass eine Hüftprothese diskutiert werden muss. Bei einer so jungen Patientin ist eine gelenkerhaltende Behandlung der Hüftnekrose sehr aussichtsreich.

17.11.2014 - 14:30 Uhr

Guten Tag, meine Tochter ist 28 Jahre alt und hat...

von Anett

... u. a. folgende Diagnosen: Multiple Sklerose, Encondrome in beiden Oberschenkeln (Röhrenknochen), Hüftkopfnekrose Stadium 3a auf beiden Seiten. Seit ihrem 2 Lebensjahr wird sie aufgrund ihres Asthmas mit Kortisonspray behandelt, während der MS in den letzten 3 Jahren 5 Kortisonstoßbehandlungen. An beiden Knien wurde sie bereits 3 mal operiert. Man sagte ihr, sie solle sich mit dem Gedanken an Prothesen anfreunden. Besteht zwischen den Diagnosen eine Kausalität? Könnte es sich um eine maligne Entartung handeln, da die Schmerzen in der gleichen Güte ebenfalls in den Händen und den Oberarmen vorhanden sind. Vielen Dank für eine Info. A.

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 01.12.2014
Dr. med. Martin Rinio

Liebe Patientin, die Kausalität zwischen den Diagnosen ist wahrscheinlich die Kortisonbehandlung der Multiplen Sklerose. Kortison ist ein Steroid. Hochdosierte Steroide führen bei machen Patienten zum Absterben von Knochengewebe, also zu Hüftkopfnekrosen oder Nekrosen im Kniegelenk (Morbus Ahlbäck). Das ist eine unerwünschte Nebenwirkung einer Cortisonbehandlung. Die Tumorabklärung sollten Sie durch eine Spezialuntersuchung (Knochenszintigrafie) durchführen. Ich wünsche ihrer Tochter alles Gute.

15.11.2014 - 17:40 Uhr

Guten Tag. Seit ca. 1 Jahr habe ich im rechten...

von Norbert

... OSG Arthrose. Das MRT zeigt, dass der Knorpel fast komplett weg ist. Behandlung zurzeit mit Hyaluron-Spritzen und MSN-Anwendung. Beides bringt zeitweise Erleichterung. Lt. Aussage das Arztes kommt für eine dauerhafte Lösung nur die Versteifung das Gelenkes in Frage. Gibt es ggf. noch andere Losungen? Vielen Dank für einen Tip. N.

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 17.11.2014
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, sie sind hier mit Ihrer Sprunggelenksanfrage im Forum für Hüftkopfnekrose gelandet. Vielleicht können die Jamedamitarbeiter diese Frage umplatzieren, damit die Diskussion themengerecht bleibt. Die Frage Versteifung (Arthrodese) oder Sprunggelenksprothese hängt von vielen Fragen ab. Durch die guten Ergebnisse mit Sprunggelenksprothese für die Beweglichkeit und das Gangbild ziehen wir immer zuerst die Prothese in Betracht, wenn nicht mehr gelenkerhaltend therapiert werden kann. Wenn die Versteifung als einzige Lösung empfohlen wurde, gibt es in Ihrem Fall vielleicht bekannte Gegenanzeigen für die OSG Prothese. Wir können in vielen Fällen jedoch Probleme mit der Beinachse durch Korrektureingriffe beheben, um dann doch die Prothesenversorgung zu ermöglich. Häufig schaffen wir es auch gelenkerhaltend zu arbeiten. Durch Korrektur einer Talusfehlstellung könne noch relativ gesunde Bereiche des Sprungbeines in die Belastungszone unter die Gelenkgabel gedreht werden, damit können viele Patienten auch ohne Prothese oder Arthrodese wieder normal gehen.

11.08.2014 - 22:15 Uhr

Hallo, habe hueftkopfnekrose beidseids , rechte...

von Gitte

... Seite war im Mai die op , habe immer noch Probleme mit den Muskeln , aber das schlimmste ist das das Bein um 3 cm lãnger ist , wie kann das sein Bitte um eine Antwort

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 27.08.2014
Dr. med. Martin Rinio

Liebe Patientin, diese postoperativen Fragen sollten Sie bitte schnellstmöglich mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen. Die Beinlängendifferenz als Ergebnis einer Operation - die sie nicht bezeichnet haben - ist mir unerklärlich. So etwas kann als Komplikation bei einer Hüftprothesen-Operation auftreten. Bitte zögern Sie nicht bei einem Arzt ihre Vertrauens einen Untersuchungstermin zu vereinbaren.

08.07.2014 - 10:18 Uhr

Seit ende April habe ich Schmerzen im linken Bein,...

von Petra

... vom Gesäß ausstrahlend. Beim MRT wurde eine initiale Hüftkopfnekrose des linken Hüftkopfes mit ausgeprägten Knochenmarködemen im Hüftkopf und Schenkelhals reichend bis zur Trochanterregion festgestellt. Noch keine subchondrale Doppellamelle, noch erhaltene Konfiguration des Femurkopfes. Ich möchte noch keine Prothese. Was kann ich tun?

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 10.07.2014
Dr. med. Martin Rinio

Liebe Patientin, sie senden uns einen MRT Befund der das Anfangsstadium einer Hüftkopfnekrose bschreibt. Da ist von Prothese sowieso noch keine Rede. Ihre Schmerzen kommen von dem aktuellen Knochenmarksödem. Einen Behandlungsplan können wir nicht auf der Grundlage von zwei Sätzen Information ausarbeiten. Die eallgemeinen Informationen finden Sie oben im Artikel. Nur nach gründlicher körperlicher Untersuchung, wo alle Begleitumstände wie Alter, Allgemeinbefinden und Vorgeschichte berücksichtigt werden, können wir einen Behandlungsvorschlag aussprechen. Gerne dürfen Sie sich in unserer Sprechstunde einen Termin holen. Dann kann ich Sie auch bezüglich der gelenkerhaltenden Behandlungsmöglichkeiten beraten.

06.07.2014 - 19:50 Uhr

Einschießender kurzer Schmerz unterhalb Leiste...

von Maria

... nahe Adductor und seit vielen Wochen Adduktorschmerz. Diagnostieziert ist ein Labrumeinriss mit Knorpeldefekt, der bis Wochen nach dieser Diagnose fast symptomfrei war. Dann folgte eine Injektion in die Hüfte. Keine Besserung der bis dahin leichten Schmerzen - eher ein Spannungsgefühl Leiste mit leichtem Einklemmcharakter Nahe Adduktorenansatz. Dann folgte eine Injektion unterhalb Leiste (in der Nähe, wo auch Schenkelhernien abgebildet sind). Dann ging das Elend los. Einen Tag später ein Gefühl, ob in der Leiste (zur Körpermitte hin) etwas kurz springt, danach ein pulsierender Schmerz in Hüfte, Bein abwärts bis Mitte Oberschenkel. 4 Wochen extremschmerz. Therapie: Ibuprofen. ich bestand auf ein MRT. Da lies der Schmerz langsam nach. Befund: Gelenkerguss. Seitdem Schmerz im Adduktor und Adduktoransatz. Zieht schräg hoch. Bei manchen Bewegungen schnalzt es gelegentich in der Leiste, darauf folgt unmittelbar ein kurzer einschießender Schmerz. Mein Bein kann ich nicht mehr richtig gestreckt nach hinten bewegen. Schneidersitz geht auch nicht. Klemmt u. schmerzt alles irgendwie am Adduktorenansatz/leiste. Mein Hausarzt meinte, da wäre keine Hüfte ... (?) Könnte das eine Nekrose sein? Verzweifelte Grüße Maria

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 10.07.2014
Dr. med. Martin Rinio

Liebe Patientin, sie beschreiben sehr detailliert einen komplexen Hüftschmerz und geben viele Informationen. Oben im Artikel wird recht genau erklärt, wie eine Hüftnekrose diagnostiziert wird. Eine Entsprechende Diagnose hat offenbar keinen Befund erbracht. Dem darf ich auch über das Internet nur auf Grund einer Schilderung nicht widersprechen. Ihre Schmerzsymptomatik spricht evtl. für eine Hüftverletzung, ebenso der Labrumriss am Hüftgelenk, der auch normalerweise behandlungsbedürftig ist. Sie beschreiben auch eine Instabilität und sehr wechselhafte Schmerzustände. Ich kann Ihnen nur anbieten, das in einem Termin genau zu untersuchen, und dabei auch die Fragestellung Hüftkopfnekrose abzuklären.

25.05.2014 - 17:00 Uhr

Wegen Problemen in der LWS wurde ein MRT mit KM...

von Thomas

... gemacht. Dabei wurde, eher zufällig, eine beidseitige Hüftkopfnekrose diagnostiziert. Ich seit geraumer Zeit Probleme beim gehen. Zuerst war nur links, nach einer LWS-Op im Feb. kann ich beide Beine nicht mehr anziehen und gehen ist nur noch Gehstützen möglich. Treppensteigen geht nur seitlich und nur von der rechten Seite. Da ich durch meine Erkrankung der LWS starke Schmerzmittel einnehme, habe ich leichte Schmerzen in der Leistengegend und an den Hüftseiten. Schmerzlich ist auch das innendrehen der Beine. Kommt die Unbeweglichkeit der Beine von der Nekrose oder ist das, wie behauptet wird eine Parese der Beine? Kann mir da geholfen werden und werde ich wieder normal gehen und mich bewegen können?

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 27.05.2014
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, sie beschreiben eine Reihe sich überlagernder Probleme, für die ich Ihnen mein aufrichtiges Mitgefühl aussprechen muss. Sie werden viel Geduld und menschliche Unterstützung benötigen. Was sie beschreiben, dass eine Hüftkopfnekrose manchmal eher beiläufig erkannt wird, kommt häufiger vor. Die Symptomatik bei Hüftkopfnekrosen ist sehr unterschiedlich. Im allgemeinen ist nur die Anfangsphase - durch die Knochenmarksödeme - sehr schmerzhaft. Im weiteren Verlauf nimmt der Schmerz bei Hüftnekrose auch wieder ab. Wenn diese Phase Phase I und Phase II bei Ihnen durch die Schmerztherapie durch Ihre LWS Erkrankung überlagert wurden, können sie den Beginn der Hüftkopfnekrose bei sich selbst übersehen. Typische Folgen der Hüftnekrose sind Hüftschmerzen bei Belastung, anfangs auch in Ruhe. Auch der Schmerz bei Einwärtsdrehen des Beines ist wahrscheinlich eine Folge Ihrer Hüftnekrose. Hüftschmerzen beim Einwärtsdrehen des Beines ist eigentlich ein typisches Zeichen für Hüftarthrose. eine Störung der Beweglichkeit oder gar Lähmung wird durch Hüftkopfnekrose aber nicht herbeigeführt. Sie müssen sich mit Ihrem Wirbelsäulenchirurgen über diese Lähmungen unterhalten. Das hat nach den mir vorliegenden Erkenntnissen mit Hüftnekrose nichts zu tun.

30.04.2014 - 21:41 Uhr

Ich habe seit etwa einem Monat immer wieder...

von Anna Maria

... schmerzen im rechten hueftgelenk.diese strahlen bis in den fuss aus.

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 07.05.2014
Dr. med. Martin Rinio

Liebe Patientin, vielen Dank für Ihre Frage zum Thema Hüftschmerzen. Mit einer Hüftknekrose würde ich bei diesen bis in den Fuß ausstrahlenden Schmerzen nicht rechnen: viel eher mit einer Nerveneinklemmung oder einem Bandscheibenvorfall mit Ischiasschmerzen. Sie sollten bei derart lang andauernden Schmerzen aber nicht Hilfe durch erraten der eigenen Krankheit in diesem Internetforum suchen, sondern einen Hüftspezialisten besuchen und dort eine genaue Diagnose durchführen lassen. Gerne bieten wir Ihnen einen Termin an. Sie können wichtige Behandlungsmöglichkeiten bewahren, wenn Sie die Hüftschmerzen nicht zu lange verschleppen. die befürchtete Hüftnekrose ist recht selten. Bitte achten Sie darauf, dass alle Aspekte Ihrer Beschwerden genau untersucht werden. Wir führen bei diesen Schmerzen neben der orthopädischen Untersuchung auch gerne eine elektrische Muskelmessung (EMG) durch. Bei Beteiligung der Nerven kann man im EMG (Elektromyogramm) Unterschiede in der Muskelaktivierung sehen. Evtl. ist auch ein MRT sinnvoll.

21.04.2014 - 22:02 Uhr

Habe nach Radunfall am 19.07.2011 eine...

von Willi

... Hüftendprothese vom Klinikum in Lahr. Immer noch Schmerzen, am 04.02.2014 sagte mir Herr Prof. Dr.Verheyden, ich habe eine beginnende Hüftendprothesenlockerung. Ich bin völlig verzweifelt und weiss nicht wer mir helfen kann.(bei Dr. Schneider war ich in 2013 in Behandlung) Kann mir Ihre Klinik irgendeine Hilfe anbieten ?

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 22.04.2014
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, bei dieser Frage geht es wohl weniger um Hüftnekrose als um Osteolyse (Auflösung des Knochengewebes) oder eine andere . Daher kann man sie erst nach einer ausführlichen Untersuchung beantworten. Es gibt verschiedene Ursachen der Lockerung einer Hüftprothese, je nach Prothesentyp und Aufbau gibt es auch unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten. Sie sollten sich mit einer vollständigen Dokumentation (OP Bericht) Ihrer Hüftprothesen-Operation vorstellen. Sie sollten auf jeden Fall auch in Verbindung mit Ihrem Hüftspezialisten bleiben, weil er Ihren Fall am besten kennt.

12.04.2014 - 11:45 Uhr

Hi, Ich bin 25 und wurde bei mir Hüftkopfnekrose...

von Ashik

... beide Seite entdeckt. Ich bin aplastische Anämie Patient( betroffen: Thrombozyten). Deswegen habe ich Anfang 2013 zwei und halb Monate lang cortison genommen. Dann habe ich Oktober 2013 schmerzen am Leiste( linke Seite) gehabt. und wurde momentan vor 4 wochen auf die linke Seite angebohrt und wahrscheinlich nach 6 wochen auf die rechte Seite. Meine Frage, ich habe leichte Schmerzen am linke Seite immer noch. Ist das Schlecht oder normal? Ob jemand Erfahrung damit hat bzw weis darüber. Danke im Voraus Grüße Ashik

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 22.04.2014
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, vielen Dank für Ihre Anfrage zum Thema Hüftkopfnekrose. Eine langdauernde Behandlung mit hochdosiertem Kortison gehört zu den Risikofaktoren für eine Hüftnekrose.Eine Anbohrung der Stelle mit der Osteonekrose soll einen Heilungsimpuls auslösen, der auch das Wiedereinwachsen von Blutfgefäßen in den Bereich der Osteonekrose (Knochennekrose) herbeiführen soll. Das ist in Ihrem ungen Alter auch besonders aussichtsreich. In Ihrer Situation gibt es nun zwei mögliche Ursachen für Hüftschmerzen. Zum einen wird eine Hüftnekrose meist begleitet von einer Wassereinlagerung im Knochen (Knochenödem). Wir können diese Wassereinlagerung in den Knochen bei Hüftnekrose im MRT nachweisen. Dieses Ödem kann Hüftschmerzen oder Leistenschmerzen verursachen. Die Anbohrung selbst ist natürlich eine operative "Verletzung" des Oberschenkelknochens mit therapeutischen Zielen. Wie jede Knochenheilung kann die Heilung bis zu 6 Wochen dauern. Mit 4 Wochen nach der Anbohrung sind dei in diesem Zeitraum, indem die Reaktion des Knochens auf die Anbohrung noch andauert. Restschmerz nach 4 Wochen ist also keine Ursache für übertriebene Sorge. Sie sollten diese Fragen auch mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen, er kann kurzfristig durch ein Röntgen, ein MRT oder eine Ultraschalluntersuchung durchführen. Das gehört zur Nachsorge nach einer Operation, die bei einer so schwerwiegenden Grunderkrankung wie Osteonekrose der Hüfte beidseitig besonders sorgfältig durchgeführt werden sollte. Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Erfolg mit Ihrer Therapie.

12.04.2014 - 00:21 Uhr

Bei mir (42J.) ist Hüftkopfnekrose festgestellt...

von Gudrun

... worden, der Knorpel ist fast vollständig verschwunden, jedoch scheint der Knochen nicht brüchig zu sein laut Diagnose,eine Art Sonderfall. Gibt es tatsächlich solch einen Sonderfall und ist dieser durch Einpflanzen gezüchteter Knorpelzellen behandelbar? Von der Züchtung aus eigenem Zellmaterial habe ich gehört und frage mich, ob es auch bei mir funktionieren würde. Danke.

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 22.04.2014
Dr. med. Martin Rinio

Liebe Patientin, sie beschreiben tatsächlich einen Sonderfall, der für uns ohne eigene Untersuchung schwer einzuordnen ist. Normalerweise wird bei Hüftkopfnekrose der Knochen unter der Knorpeloberfläche brüchig, während der Knorpel erst ab dem Stadium III oder Stadium IV der Osteonekrose durch Einbruch der Gelenkoberfläche erfasst wird. Ein weiträumiger Knorpelabrieb ist kein typisches Bild bei einer Hüftnekrose. Die Hüftnekrose wird entweder durch Wassereinlagerung im Knochen nachgewiesen (Frühstadium), oder später im Röntgen durch zunehmende Demineralisierung des Knochens. Diese Deminerailsierung muss aber von Osteoporose (in Ihrem Alter unwahrscheinlich) und Knochenschwund unterschieden werden. Die Wassereinlagerung kann man gut durch ein MRT zeigen: doch kann das bei einer schweren Hüftarthrose auch eine Folge der Arthrose sein. Wenn die Knochen aufeinander reiben, dann Wasser als Folge der Hüftarthrose in den Knochen eindringen und ein schmerzhaftes Knochenödem verursachen. Weil Osteonekrose der Hüfte eine Diagnose ist, die man mit viel Erfahrung und in Abgrenzung von einigen Anderen Erkrankungen des Gelenks stellt, kann man auf der Grundlage Ihrer anfrage und der von Ihnen gegebenen Details noch nicht beurteilen, ob eine Knorpeltransplantation sinnvoll ist. Ihr Knorpelschwund kann durchaus andere Ursachen, als eine Hüftnekrose haben, und diese Ursachen muss man zunächst vollständig ausschließen, weil sie auch eine Knorpeltransplantation gefährden würden.

02.04.2014 - 15:32 Uhr

Bin 62 und hatte bisher keine Probleme.Auch beim...

von Ottmar

... Sport Joggen Radfahren, 3x die Woche keine Probleme Bin kein Diabetiker und kein Alkoholiker Besuch beim Orthopäden-Röntgenbild keine genaue Diagnoe möglich-MRT angeordnet Kann das wirklich eine Hüftkopfnekrose sein?

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 03.04.2014
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, sie befinden sich hinsichtlich Ihrer Hüftschmerzen in einer laufenden Untersuchung. Offenbar ist der Verdacht auf Hüftkopfnekrose aufgekommen. Man kann eine Hüftnekrose bei keinem Patienten ausschließen, auch wenn Sie keine auffälligen Risikofaktoren mit sich bringen; oder -bei Ihrem aktiven Lebensstil - gar bestens in Form zu sein scheinen. Die Knochennekrose der Hüfte oder des Knies kommt für viele Patienten leider aus "heiterem Himmel" und ist ein individuell meist schlecht erklärbares Schicksal. Für Patienten, die, wie Sie, sehr verantwortlich mit Ihrer Gesundheit umgehen, ist das natürlich schwer zu verarbeiten. Im frühen Stadium kann kann mit dem Röntgen wenig erkennen, weil das Knochengewebe noch nicht demineralisiert ist. Man kann lediglich eine Arthrose ausschließen, die einen weiteren möglichen Grund für Ihre Hüftschmerzen darstellt. Das ist in Ihrem Fall offenbar geschehen. Daher ist es richtig, mit dem MRT genauer nachzusehen um mögliche, im Zusammenhang mit Osteonekrose der Hüfte Anfangs auftretenden Knochenödeme (Wassereinlagerung) festzustellen. Solche Ödeme könne auch den typischen Hüftschmerz bei Hüftnekrose erklären. Es gibt aber auch zahlreiche Möglichkeiten einen Hüftschmerz zu erklären, die nichts mit Hüftarthrose oder Osteonekrose des Hüftgelenks zu tun haben. Hüftnekrose ist auch recht selten, und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass ihr Orthopäde die Osteonekrose aus Gründen der Sorgfalt lediglich ausschließen will. Es kann sich ebenso um eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis), eine Gelenksentzündung, eine Weichteileinklemmung oder etwas anderes handeln. Ich wünsche Ihnen alles Gute.


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