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Die Behandlung von Knieschmerzen mit Hyaluronsäure

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© Dirima_fotoliaHyaluronsäure hilft bei wiederkehrenden Knieschmerzen (© Dirima_fotolia)Tägliche Knieschmerzen sind kein Zustand, mit dem man sich abfinden sollte. Treten die Knieschmerzen regelmäßig auf, vor allem beim Treppensteigen, ist es an der Zeit, den Facharzt aufzusuchen. Es besteht die Gefahr, dass sich im Bereich der Kniescheibe ein Knorpelschaden entwickelt, der sich bei täglichen Belastungen unangenehm bemerkbar macht.

Training des Oberschenkelmuskels

Ihr Facharzt testet aus, ob es sich um einen Knorpelschaden handelt. Im Laufe der Untersuchungen ist es nicht unbedingt notwendig, ein Röntgenbild anzufertigen. Typischerweise führen die beschriebenen Symptome schnell zur richtigen Diagnose. Die Behandlung beginnt zuerst durch den Patienten selbst mit Maßnahmen zur Stärkung der Oberschenkelmuskulatur. Dazu helfen physiotherapeutische Übungen und auch Radfahren. Natürlich ist ein zu hohes Übergewicht zu reduzieren, da sich dieses allgemein negativ auf die Gelenke auswirkt.

Die Behandlung mit Hyaluronsäure

Sollte dies jedoch nicht zu einer Linderung führen, so sind Knorpelbehandlungen sinnvoll mit einer Hyaluronsäure, die direkt in das Knie gespritzt wird. Diese Säure wird synthetisch hergestellt und hat keinerlei Nebenwirkungen. Die Verträglichkeit ist sehr gut, außer bei marcumarisierten Patienten, kann die Hyaluronsäure unbedenklich injiziert werden. Hierzu gibt es mannigfache Untersuchungen, die die Wirkung bei Kniearthrose belegen. Die Hyaluronsäure ist sofort und direkt am betroffenen Gelenk wirksam und aufgrund der körpereigenen synthetisch hergestellten Hyaluronsäure ohne Nebenwirkungen sehr gut verträglich.

Die Kur kann nach 6 bis 12 Monaten wiederholt werden. Oft sind die Beschwerden schon nach 3 Spritzen komplett verschwunden und die Kur hält bis zu 2 Jahre vor.

Ziel ist es, unnötige Operationen zu vermeiden. Auch als Maßnahme vor geplanten Wanderungen ist eine Hyalurontherapie sinnvoll.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (4)


08.01.2019 - 10:00 Uhr

Hallo und Dank für diese Info. Eine Frage noch zu...

von Claus S.

... Ihrem Satz "Die Verträglichkeit ist sehr gut, außer bei marcumarisierten Patienten" – was ist, wenn wegen Marcumar-Unverträglichkeit andere blutverdünnende Medikamente (hier Eliquis plus Aspirin) eingenommen werden müssen? Danke für eine Klärung - C. S.

21.12.2018 - 21:48 Uhr

Hallo. Mein Mann hat starke akute Knieschmerzen...

von Anita

... bekommen, er glaubt durch Verkühlung. Das äußert sich dass er heute plötzlich nicht mehr gehen konnte. Spannungschmerzen auch. Schmierte laut Apotheke Diclofenac drauf. Dann wurde es Ärger mit den Schmerzen. Habe ihm jetzt Topfenwickel gemacht. Was kann man noch tun? Schmerztablette dazu einnehmen? Eis evtl. auch draufgeben? Danke für ihre Hilfe.

04.08.2017 - 11:01 Uhr

Wo bekommt man diese Spritzen und wie hoch ist der...

von Angelika S.

... Unkostenbeitrag?

Antwort vom Autor am 07.08.2017
Dr. med. Susanne Möhring

Hallo Angelika , Diese Spritzen verabreichen wir in unserer Facharzt Praxis. Die Kosten werden wie bei Privatpatienten nach GOÄ abgerechnet. Sie müssen für eine Knorpelbehandlung zwischen 150 und 300 € pro Knie rechnen. Privat Kassen erstatten diese Behandlung, gesetzliche Krankenkassen erstatten diese Behandlung nicht. Weitere Fragen können in einem persönlichen Gespräch erörtert werden, insbesondere, ob für Sie diese Kur geeignet ist. Beste Grüße

02.02.2016 - 09:30 Uhr

Hallo, wie sieht es denn aus, wenn man sich die...

von Simone F.

... Spritzen nicht leisten kann? Wo kann ich mich diesbezüglich informieren?

Antwort vom Autor am 04.02.2016
Dr. med. Susanne Möhring

Leider haben Sie keinen Anspruch auf Kostenerstattung durch Ihre Krankenkasse, es sei denn, Sie haben den Tarif gewählt, in dem solche Leistungen erstattet werden.


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