Restlesss-Legs-Syndrom: Welche Medikamente helfen? Welche Möglichkeiten bietet die Alternativmedizin?

Herr Lovik

von
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©fotolia-92161608-SchonertagenAnhand der Blutanalyse wählt der Arzt Medikamente & alternativmedizinische Behandlungen aus (©fotolia-92161608-Schonertagen)Die Schulmedizin bezeichnet das Restless-Legs-Syndrom als Missempfindung in den Waden. Selten strahlt der Schmerz in den Oberschenkel oder in das ganze Bein aus. Betroffene schildern, dass sie in Ruhephasen, wie z.B. im Bett, ein Kribbeln oder Zucken in der Tiefe der Waden wahrnehmen. Ein entspanntes Ein- oder Ausschlafen ist schwierig. 

Die mangelnde Schlafqualität beeinträchtigt den Alltag: Ein Übergang in chronische Erschöpfungszustände ist schleichend und fließend. Die psychische Belastung ist immens und für Außenstehende nur schwer nachvollziehbar.

Woher kommt der Schmerz?

Im Mittelalter war das stundenlange Kitzeln der Fußsohlen eine Foltermethode. Durch die Stimulation von Bewegungsreflexen kann es zu schweren Muskelschmerzen kommen.
So sind für Betroffene alltägliche Dinge wie ein Kinobesuch, längere Autofahrten oder Flugreisen mit massivem Stress verbunden. In einer Zwangsposition wie dem Sitzen mehrere Stunden zu verharren, ist unerträglich. Zu dem Unverständnis der Umwelt kommt jetzt noch die soziale Isolation hinzu.

Was ist die Ursache?

Über die Ursachen ist wenig bekannt. Hormonelle Störungen, wie sie insbesondere in der Schwangerschaft und den Wechseljahren auftreten, können die Symptome hervorrufen oder verstärken. 

Eine große Zahl von jungen Patienten im Teenageralter spricht auch für eine Verbindung mit der pubertären Phase. Bei schulpflichtigen Kindern wiederum wird vorschnell ADHS diagnostiziert.
Stellen Sie sich vor, wie es sein muss, mindestens 45 Minuten still zu sitzen, wenn man das Gefühl hat, die eigenen Beine stehen mitten in einem Wespennest!

Wie kann das Restless-Legs-Syndrom behandelt werden?

Um eine längere Aktivität aushalten zu können, sind Medikamente in vielen Fällen unumgänglich. Muskelrelaxantien und Antidepressiva gehören zur Standardmedikation des Restless-Legs-Patienten.

© JanMika_iStockMedikamente mit dem Wirkstoff Levodopa helfen gegen das Restless-Legs-Syndrom (© JanMika_iStock)Schulmedizinisch wird mit Levodopa und Präparaten behandelt, die bei Polyneuropathien eingesetzt werden. Doch wie kann eine ergänzende naturheilkundliche Behandlung aussehen?
Als erster Schritt ist wichtig abzuklären, dass keine schwerwiegenden Erkrankungen vorliegen, wie z.B. Morbus Parkinson, Multiple Sklerose oder Krebserkrankungen.

Dann steht die Abfrage von bestimmten Blutwerten an, die einen Hinweis auf eine Mangelversorgung geben können.

Hier ist das Coenzym Q10 zu nennen. Q10 dient der Energiegewinnung in der Zelle. Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass Parkinson-Erkrankte nur geringe Mengen an Q10 aufweisen. Auch das rapide Fortschreiten der Krankheit kann durch Substitution verlangsamt werden.

Magnesium ist praktisch in allen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Beim Restless-Legs-Syndrom ist seine Eigenschaft bei der neuromuskulärer Erregungsleitung von Interesse. Da Magnesium zum Großteil in allen Zellen vorkommt, sollte eine Messung aus dem Vollblut und nicht dem Plasma erfolgen.


Die Ergebnisse der Werte

Wenn es hier also Mängel gibt, können sie durch Infusionen schnell reguliert werden.
Der Vorteil für den Patienten ist, dass durch den schnellen Wirkungseintritt eine Veränderung der Beschwerden zeitnah beobachtet werden kann.

Selbst wenn sich die Laborparameter im normalen Rahmen bewegen, kann der individuelle Bedarf deutlich höher sein, wie in der Praxis in vielen Fällen beobachtet wird.

Die nicht-medikamentöse Behandlung

Die Arbeit an den Faszien deckt den dynamischen Teil der Behandlung ab. Erfahrene Therapeuten setzen Schröpfköpfe ein, um eine Tiefenwirkung im Gewebe zu erreichen.

Abschließende Bausteine sind die Psychohygiene, Stressreduzierung auf ein tolerierbares Maß und Bewegung in der Natur. Aber das kennen Sie ja bereits, oder?

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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