Beinschmerzen im Sitzen oder Liegen: Was kann ich tun?

Dr. Pfeiffer

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©fotolia-41530487-KzenonWassertretungen können bei Beinschmerzen Abhilfe verschaffen. (©fotolia-41530487-Kzenon)Beinschmerzen sind im zunehmenden Alter häufiger und können die Lebensqualität erheblich einschränken – besonders dann, wenn sie die Nachtruhe stören und kein Gegenmittel gefunden wird.

Die Ursachen sind vielfältig und können auf verschiedenen Fachgebieten beheimatet sein.
Sehr oft sind sie beispielsweise eine Nebenwirkung von Tabletten wie Blutdrucksenkern, die schon längere Zeit eingenommen werden.

Natürliche Maßnahmen

Zunächst sollte man versuchen, ob durch Lagewechsel, Hochlagern der Beine oder Stufenbettlagerung eine Besserung erzielt werden kann. Allgemein roborierende Maßnahmen wie Wechselduschen, Wassertreten auf größeren Kieselsteinen in einer Plastikschüssel können sehr heilsam wirken.

Einreibungen mit in der Apotheke erhältlichen Heilsalben oder abschwellend wirkende sowie entzündungshemmende homöopathische Mittel sind oft gut wirksam und machen weitere Untersuchungen unnötig.

Wann sollte der Hausarzt konsultiert werden?

Bei heftig zunehmendem Schmerz mit Beinschwellung sollte jedoch unverzüglich eine Abklärung durch den Hausarzt erfolgen.

Es könnte sich um eine akute Thrombose handeln, die sofort behandelt werden muss. Ebenso bei anhaltenden Schmerzen über Tage – in diesem Fall müssen die verschiedenen Möglichkeiten der Ursache der Beschwerden abgeklärt werden.

Welche Ursachen haben Beinschmerzen?

© jovanmandic - fotoliaLassen Sie sich bei andauernden Schmerzen von Ihrem Hausarzt untersuchen. (© jovanmandic - fotolia)Die möglichen Ursachen bei anhaltenden Beschwerden sind vielfältig und betreffen oft internes orthopädisch/ chirurgisches oder neurologisches Fachgebiet - hier entscheidet üblicherweise Ihr Hausarzt nach sorgfältiger Untersuchung, ob er Sie zu einem Spezialisten schicken muss.

Die Schwierigkeit in der Ursachenfindung liegt oft darin, dass die Schmerzen ausstrahlen und möglicherweise gar nicht dort ihr Maximum aufweisen, wo die Ursache liegt - so zum Beispiel bei einem Bandscheibenvorfall, bei dem der Schmerz auf dem eingedrückten Nerven im Verlaufsgebiet im Unterschenkel liegt und nicht im Rücken.

Oder bei einer Hüftentzündung, wenn der Schmerz im Oberschenkel und Knie empfunden wird und nicht in der Leiste oder bei einer Nervenentzündung, wenn der Schmerz im Fuß verspürt wird und die Ursache eine Einklemmung bzw. stattgehabten Verletzung im Unterschenkel oder im Sprunggelenk lag.

Beidseitige symmetrische Schmerzen haben meist systemische Ursachen und sind in der Regel nie örtlich bedingt. Schmerzen, die bei der Bewegung eines Gelenkes verstärkt werden, kommen auch von diesem. Missempfindungen wie Kribbelgefühle, Brennen oder Taubheitsgefühle sind meist auf Störungen der Nerven zurückzuführen - nur selten sind sie venologisch bedingt.

Fazit

Für die Patienten ist es schwierig, die Ursache selbst zu erkennen. Weil oft auch gefährliche Erkrankungen die Ursachen sein könnten, empfiehlt es sich grundsätzlich, bei Anhalten oder akuter Verstärkung der Schmerzen den Hausarzt/ die Hausärztin aufzusuchen und sich untersuchen zu lassen. 

Ist die Diagnose abgeklärt, stehen oft auch viele Mittel zur Verfügung, sich häuslich selbst zu helfen.

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Kommentare zum Artikel (6)


24.08.2017 - 14:50 Uhr

Guten Tag, seit einiger Zeit habe ich im linken...

von Barbara

... Mittelfuß auf der Innenseite Schmerzen und auf der Außenseite des linken Unterschenkels auch. Der Orthopäde sagte, das wäre das Fibulaköpfchen, hat etwas manuelle Therapie gemacht und Einlagen verordnet. Nun geht's mir noch schlechter, zusätzlich nun im rechten Fuß auf der Oberseite Schmerzen, in rechter Oberschenkelrückseite nach außen hin stechende, krampfende Schmerzen. Im Liegen ist es fast schlimmer als im Stehen. Da ich noch länger auf den Termin beim Facharzt warten muss, hoffe ich, dass Sie mir hier einen Hinweis geben können! Die Beschwerden sind für mich sehr belastend und langsam bekomme ich Angst.

Dr. Pfeiffer

Antwort vom Autor am 28.08.2017
Dr. med. Ulrich Pfeiffer

Ich glaube das ist ein Schmerzbild welches von einem gereizten Beinnerven kommt. Da brauchen Sie in jedem Fall einen Spezalisten. Erst vom Hausarzt entsprechende Medikamente gegen die Schmerzen verschreiben lassen,dann zum Neurogen überweisen lassen,dieser wird sicher ein NMR veranlassen

14.03.2017 - 20:32 Uhr

Hallo, ich bin über 50 Jahre alt und immer mehr...

von Werni

... oder weniger mit Schmerzen in den Beinen u. Rücken geplagt. Seit ich Vitamin B12 einmal pro Tag einnehme, ist mein allgemeiner Zustand um Vieles besser geworden. Eine spürbare Besserung stellte sich nach ca. 14 Tagen ein. Es ist auf jeden fall ein Versuch wert. Gruß

Dr. Pfeiffer

Antwort vom Autor am 05.06.2017
Dr. med. Ulrich Pfeiffer

dies ist eine allgemeine Erfahrung, dass bei vielen Patienten unter Vit. B Beschwerdebesserungen eintreten, es gibt auch Kombinationspräparate als sogenannte Nahrungsergänzungsmittel, die neben Vit.B noch weitere Mineralien und Nervenaufbaustoffe enthalten, am besten mit dem Hausarzt besprechen!

28.10.2016 - 19:00 Uhr

Ich habe seit geraumer Zeit starke Schmerzen unter...

von Petra W.

... den Füßen und jetzt auch schon in den Beinen. Ich bin 49 Jahre alt, ernähre mich gesund und bin sportlich und schlank. Es war mal kurz weg, als ich gespritzt worden bin wegen einem kleinen Bandscheibenvorfall. Seit zwei Wochen sind die Schmerzen aber wieder da, obwohl ich keine Rückenschmerzen habe. Könnte mir vielleicht irgendjemand einen Rat geben? Mein Hausarzt sagt, das wäre nichts. Schmerzmittel habe ich nicht bekommen und auch sonst nichts. Es stört mich ganz massiv und behindert mich in meinem Tagesablauf ungemein. Um einen Rat wäre ich sehr dankbar. Ihre Petra W.

Dr. Pfeiffer

Antwort vom Autor am 02.11.2016
Dr. med. Ulrich Pfeiffer

wenn beide Beine betroffen sind ist es eher unwahrscheinlich,dass die Beschwerden von der Bandscheibe kommen,mein Rat : suchen Sie bitte einen Neurologen auf , um die ggf. nervale Ursache abzuklären

14.07.2016 - 23:17 Uhr

Ich habe seit Anfang März nach einem starken...

von Carmen S.

... Hustenanfall starke Bewegungsschmerzen in der rechten Leiste. Es fühlte sich wie ein Reißen in der Leiste an. Ende April hatte ich eine Leisten-OP, doch die Schmerzen bleiben und sind immer schlimmer geworden. Keine Spritzen oder Tabletten helfen. Nachts schlafe ich kaum noch wegen der Schmerzen. Es ist direkt in der Leiste, sonst nirgends, Tag und Nacht. Ich drehe noch durch. Auch das Spazierengehen kann ich vergessen.

Dr. Pfeiffer

Antwort vom Autor am 18.07.2016
Dr. med. Ulrich Pfeiffer

Sehr geehrte Carmen S. Was sagt der Neurologe? Könnte es sich um eine Verletzung des ramus inguinalis des Femuralnerven handeln? Könnten Sie mir ein Feedback geben?

02.06.2016 - 08:11 Uhr

Habe wiederholt Schmerzen in der linken Wade. Kann...

von Erika D.

... dann nicht laufen. Ein Krampf kann das jedoch nicht sein! Vor Jahren wurden mir die Krampfadern gezogen. Können die Schmerzen damit zusammenhängen?

Dr. Pfeiffer

Antwort vom Autor am 03.06.2016
Dr. med. Ulrich Pfeiffer

Sehr geehrte Erika D. Treten die Schmerzen nur bei Belastung auf? Gibt es ein NMR von der Wade? Was sagt Ihr Hausarzt zu dem Problem? mit freundlichen Grüßen

24.05.2016 - 20:18 Uhr

Ich habe seit Jahren unerträgliche Schmerzen im...

von Renate E.

... linken Oberschenkel, der sich inzwischen auf den Hüftknochen verschoben hat. Die Schmerzen treten jedoch nur im Liegen auf. Ich war bereits in der Röhre, wurde auf Schleimbeutelentzündung behandelt, bekam ein Wasserbett verordnet sowie eine Cortisonspritzen-Kur und jetzt noch Akkupunktur - es helfen weder Salben noch Schmerztabletten. Tagsüber bin ich fast schmerzfrei bis aufs Treppensteigen. Jetzt soll ich zum Neurologen, weil ja alles nur Einbildung ist. Können Sie mir helfen?

Dr. Pfeiffer

Antwort vom Autor am 26.05.2016
Dr. med. Ulrich Pfeiffer

Sehr geehrte Renate E. Wenn im NMR (Röhre) nichts zu sehen war ,weisen Ihre Symptome auf eine neurologische Erkrankung z.B. Meralgia paraesthetica nocturna hin, dies sollte neurologisch abgeklärt werden, dann gibt es auch die entsprechenden Medikamente . Halten Sie uns nach der neurologischen Untersuchung auf dem Laufenden.Viel Glück! U.Pfeiffer


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