Lockere Implantatkronen oder Schrauben: Wann eine Entfernung notwendig ist

Zahnimplantate bestehen aus drei Teilen - Welcher von ihnen locker ist, entscheidet über den Verlauf der Behandlung (© mrgarry - fotolia)

Glücklicherweise ist es sehr selten, dass sich Zahnimplantate lockern, denn nach zehn Jahren sind laut aktuellen Statistiken noch 95-98 % der Implantate fest im Knochen verankert.

Doch wenn ein Zahnimplantat tatsächlich wackelt, ist es zunächst einmal ein Schock. Hat man doch viel Zeit und Geld in die Behandlung investiert. Doch wie kann es dazu kommen und mit welchen Folgen muss ich rechnen? 


Was bedeutet ein lockeres Implantat?

Es muss nicht immer das ganze Implantat sein, das wackelt. Ein Zahnimplantat besteht in den überwiegenden Fällen aus drei Teilen: dem Implantatkörper, einer Distanzhülse und der neuen Zahnkrone. Die Distanzhülse formt das Zahnfleisch und ist dabei das Verbindungsstück des Implantates, das im Knochen sitzt, und der sichtbaren Zahnkrone. Sie ist mit einer Schraube im Implantat fixiert.

Wenn also ein Implantat bereits vollständig mit einem neuen Zahn versorgt ist, kann es auch möglich sein, dass nur die Zahnkrone oder die Distanzhülse beweglich ist. So wackelt das Implantat nur scheinbar. 

Was kann ich jetzt tun?

Auf alle Fälle so schnell wie möglich einen versierten Implantologen aufsuchen. Er kann mittels einer klinischen Untersuchung oder eines Röntgenbildes feststellen, welcher Teil genau beweglich ist. Hat sich lediglich die Distanzhülsenschraube gelöst, so kann sie erneut befestigt werden und Sie können beruhigt nach Hause gehen. Es empfiehlt sich, die Distanzhülsenschraube auszutauschen und fest anzuziehen.


Um die Garantie für die Implantate zu behalten, sollten Sie sicherstellen, dass passende Originalteile der Hersteller verwendet werden (©fotolia-Igor Mojzes)
Wie häufig ist eine solche Lockerung der Distanzhülsenschraube?

Die Schraube lockert sich sehr selten. Sie sollte fachmännisch mit einer dentalen Ratsche und dem vorgegebenen Drehmoment eingesetzt werden. Die Distanzhülse und Distanzhülsenschraube sollten Originalprodukte des Herstellers Ihrer Implantate sein. So werden die Produkte optimal aufeinander abgestimmt. Außerdem bleibt die Garantie erhalten, die renomierte Hersteller auf ihre Produkte anbieten.

Aber Vorsicht! Wenn sich die Distanzhülse mehrfach lockert, kann es ein Zeichen dafür sein, dass die Krone falsch belastet wird. Dann sollte das Implantat womöglich neu versorgt werden, um zu verhindern, dass das Implantat und das umgebende Zahnfleisch beschädigt wird.


Was tun, wenn das Implantat selbst locker ist?

Falls der Fachzahnarzt in Ausnahmen jedoch feststellt, dass Zahnkrone und Implantat locker sind, sollten sie leider entfernt werden.

Das Implantat wächst in den Knochen ein. Geht der Verbund von Implantat und Knochen verloren, existiert nur noch eine bindegewebige Manschette um das Implantat herum. Diese Manschette kann nicht mehr verknöchern. Das Implantat sollte nun zeitnah entfernt werden, da der umgebene Knochen weiter abbaut, wenn der Implantatkörper wackelt.

Meistens lockert sich ein Implantat in den ersten drei Monaten, in der sogenannten "Einheilphase". Dabei wird das Implantatbett beschädigt, sodass es seine Stabilität verliert. Ursachen können Entzündungen sein. Oder das Implantat wurde bereits instabil eingesetzt. Auch Fehlbelastungen oder eine zu hohe Stabilität mit Kompression des Knochengewebes können Gründe sein. Des Weiteren können auch allgemeinmedizinische Ursachen zu einer Lockerung führen, wie eine reduzierte Immunabwehr.

In allen Fällen sollte das Implantat jedoch gleich entfernt werden. Manchmal kann sofort ein neues Implantat eingesetzt werden. Voraussetzung dafür ist, dass nach der Entfernung des Implantates keine Entzündungsanzeichen um das Bindegewebe bestehen. Sollte das der Fall sein, wird die Implantation erst nach zwei bis drei Monaten angeraten, also nach Abklingen der Entzündung.

Das Implantat kann in Lokalanästhesie entfernt werden, bei Angstpatienten auch in Sedierung. Es ist ein kleiner operativer Eingriff, der in der Regel völlig schmerzfrei ist.


Mit Hilfe moderner Computeranimationen kann der Eingriff um das Implantat bereits im Vorfeld genau geplant werden (© beawolf)
Wie lässt sich verhindern, dass sich die Implantate wieder lockern?

Bei der Behandlung durch Fachzahnärzte oder erfahrene Implantologen ist es in überwiegenden Fällen ein einmaliges Ereignis, bedingt durch lokale Faktoren im Implantatbett-Bereich. 

Mit einer detaillierten Implantatplanung am Computer anhand einer dreidimensionalen Röntgenaufnahme kann das Knochenangebot bereits vor der Implantation beurteilt werden. Die Implantate werden dann durch Präzisionsschablonen eingesetzt. So lässt sich das Risiko einer Komplikation verringern.

In seltenen Fällen können allgemeine Erkrankungen oder Medikamenteneinnahmen den Implantationserfolg beeinflussen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie Ihren Implantologen über Ihre Medikamenteneinnahme informieren.


Wie kann ich als Patient zum Behandlungserfolg beitragen?

Achten Sie auf eine gute Mundhygiene und stabile Schleimhautverhältnisse. Liegt eine Parodontitis vor, sollten Sie eine Behandlung beginnen, bevor Implantate gesetzt werden.

Darüber hinaus sind regelmäßige Implantatkontrollen anzuraten. Bemerken Sie erste Anzeichen einer Lockerung, sollten Sie umgehend Ihren Implantologen aufsuchen.


Gut zu wissen

Es gibt heute mehrere hundert Implantatanbieter. Leider sind die einzelnen Implantatsysteme hinsichtlich ihres Aufbaus oder ihrer Geometrie nicht genormt. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Ihnen nach der Implantation ein Ausweis - ein sogenannter Implantatpass - ausgestellt wird. Damit kann jeder weitere Behandler die passenden Instrumente heraussuchen, wie z.B. Schraubenzieher. 

Etablierte internationale Implantatfirmen gewährleisten Garantien auf das Material und stellen sicher, dass auch in zehn bis zwanzig Jahren notwendige Aufbauteile zur Verfügung stehen. Achten Sie deshalb auch auf die Wahl der Implantate.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (38)

Rolf W., 03.07.2021 - 09:01 Uhr

Schon das zweite Implantat nach eisezen wieder gelockert und musste raus.

Christina H., 04.05.2021 - 16:32 Uhr

Moin, ich habe vor 13 Jahren 2 Implantate bekommen. Jetzt hatte ich Operationen und da ich immer mit meine Zähne zusammen drücke(beiße), hatte es geknackt. Jetzt nach 3 Wochen haben sich die ganz gelöst. Ich dachte erst die Brücke, doch es sind die Implantat. In ca. 3 Wochen möchte ich alles neu machen lassen, jetzt meine Frage: soll ich die Implantate drin lassen(in Bulgarien), bis ich alles neu bekomme, oder herausnehmen. Kann sich da etwas entzünden, oder was kann ich am besten tun?

Oxana H., 12.03.2021 - 20:12 Uhr

Hallo ich hab mal eine frage hab vor 7 jahren fünf Implantate bekommen ,seit einem jahr haben die angefangen zu wackeln was ist das für problem ,kann es sein das nur die Kronen sich gelockert haben ?

Borko D., 14.12.2020 - 13:43 Uhr

Mir haben sie vor ungefähr 8 Jahren einen Aufbaustift gemacht jetzt wackelt der zahn was ist die Ursache.

Anna, 29.11.2020 - 20:39 Uhr

Vielleicht antwortet noch jemand. Word ein Implantat im Oberkiefer. (Zwei große Zähne, dann der aigenzahn und der nächste ist ein Implantat) leicht schräg ins Kiefer gebohrt? Und ein leichter Druck gehen den vireren Zahn normal. Mein Implantat wackelt oder eben die Krone dazu. Ich fahre zu meinem Zahnarzt möchte aber voran Informationen einholen. Vermutlich muss ich eine zweite Meinung einholen? DANKE ich bin verzweifelt. Liene Grüße Anna

M.Hein, 11.09.2020 - 08:15 Uhr

Wie repariert man eine lockere Schraube einer Implantatzahnbrücke? Mittels Bohrung in den Zahn?

Viktor, 30.08.2020 - 20:48 Uhr

Hallo, vor zwei Tagen hat mein Arzt auf dem eingewachsenen Implantat die Krone aufgesetzt. Statt mich zu freuen war ich schockiert, weil der Arzt sagte: Knochen ist leider zu dünn, und wenn es nach zwei Wochen wackelt setzen wir wieder eine Brücke auf... Vermutlich hat er gemerkt das irgendwas nicht in Ordnung ist... Und tatsächlich, schon auf dem weg nach hause merkte ich dass es wackelt. Und ich kann den künstlichen Zahn kaum belasten, bekomme schmerzen... Meine Fragen: ist das Handeln des Zahnarztes gerecht? Sollte er nicht schon vor der Behandlung merken dass zu wenig Knochenmaterial vorhanden ist? Wie lässt sich prüfen ob er überhaupt fachgerecht implantiert hat, denn ich hab die Bilder gesehen und es sieht so aus dass die Schraube schief sitzt? Kann er einfach so sagen "naja, es hat nicht geklappt, wir setzen die Brücke auf..." Wer soll die kosten für die weitere Behandlung tragen? Was soll ich weiter machen?

Marianne B., 15.07.2020 - 22:04 Uhr

Ich habe durch einen schweren Autounfall sieben Implantate gesetzt bekommen Diese habe ich nun 10 Jahre - jetzt schmerzt ein Implantat im Oberkiefer - bei jedem Aufbeißen auf den Zahn habe ich Schmerzen - wackeln tut dieser Zahn nicht

Barbara, 03.07.2020 - 16:48 Uhr

Ich habe eine Frage. Mein Zahnarzt setzte mir im April zwei Implantate in den Oberkiefer. Eine Schraube musste entfernt werden, da sie locker war und die zweite fiel letzte Woche von allein raus. Frage: Wenn die Implantate neu gesetzt werden (wenn wieder genügend Knochensubstanz da ist), darf der Zahnarzt die gleiche Behandlung dann nochmal in Rechnung stellen? Wie lange sollte man warten bis zum zweiten Versuch ? Und drittens: Sollte man eine Knochendichtemessung vor dem zweiten Eingriff machen um sicher zu gehen? Einen lieben Gruß

Antwort von Dr. med. dent. Annette Felderhoff-Fischer, verfasst am 08.07.2020

Liebe Barbara, Es tut mir leid zu hören, dass die Implantate nicht eingewachsen sind, das ist sehr selten. Die Materialkosten der Implantat werden oft von den Implantatherstellern als Garantieleistung erstattet, so dass diese nicht erneut verrechnet werden. Wie lange man warten sollte hängt vom Knochenangebot und von der Ursache des Implantatverlustes ab und ist leider nicht pauschal zu beantworten. Doch bedeutet eine lange Wartezeit nicht gleichzeitig mehr Knochen. Nach einer Phase der Regeneration baut sich der Kieferknochen bei fehlender Belastung wieder ab. Einer Knochendichtemessung würde ich ein DVT vorziehen, um das Knochenangebot 3d darzustellen und die besten Implantationsstellen festlegen zu können. Des Weiteren wäre es sinnvoll die Ursache für den Implantatverlust zu eruieren. Liegen Z.B. allgemeine Erkrankungen vor, Besteht eine Parodontitis, war die Implantationsstelle entzündet uvm. Ich würde Ihnen raten direkt ihren Implantologen aufzusuchen und mit ihm alles zu besprechen, denn er kennt sie und die Situation am besten. Ggf. empfiehlt es sich die Stelle des Implantatverlustes noch einmal zu inspizieren und ggf. Entzündliches Gewebe zu entfernen, um eine knöcherne Ausheilung zu erzielen. Ich wünsche Ihnen alles Gute Viele Grüße Annette FelderhoffFischer

Angelika K., 30.04.2020 - 06:23 Uhr

Guten Tag, bei mir ist die Krone mit dem Verbindungsstückherausgefallen. Gestern wurde sie neu eingesetzt. Es hat sehr lange gedauert und war sehr schmerzhaft. Dann muss ich noch 60 Euro bezahlen. Das kann ich gar nicht verstehen. Ist das richtig oder ist mein Implantat versichert? Freue mich auf ein Feedback. Mit besten Grüßen Angelika K.

Antwort von Dr. med. dent. Annette Felderhoff-Fischer, verfasst am 11.05.2020

Eine schwierige Frage. Dies hängt von vielen Faktoren ab: z.B. dem Alter der Implantatversorgung oder der Implantatfirma. Sind die Kosten für Material angefallen, oder für die zahnärztliche Behandlung? Ich würde empfehlen diese Fragen nochmals mit Ihrem Zahnarzt zu klären.

Petra K., 26.03.2020 - 15:42 Uhr

Guten Tag, mir wurde vor drei Jahren ein Implantat gesetzt, jetzt allerdings fing die Krone an zu wackeln und viel mit der Schraube raus, die Schraube sah aus wie verrostet !! Ist da was falsch gemacht worden? ( Unterkiefer) mfg

Antwort von Dr. med. dent. Annette Felderhoff-Fischer, verfasst am 07.04.2020

..vielleicht war die Schraube verunreinigt durch alte Blutkrusten. Rost habe ich selber noch nicht an einer Implantatschraube gesehen. Herzliche Grüße, Ihre Dr. Annette Felderhoff-Fischer

Thekkumthala E., 24.01.2020 - 21:53 Uhr

Meine Implantat-Schrauben hat erstmal ziemlich gewackelt und ist rausgenommen worden. Die Ärztin meinte, die Schraube war kurz und hat neue angesetzt. Es war wieder locker. Sie hat mir wieder gesagt, die Schraube ist klein. Sie hat mit der Firma gesprochen. Es gibt keine größeren Schrauben. Sie sagte mir, Sie wollte die selben Schrauben erneut einsetzen. Ist es richtig, dass ich bei den neuen Implantat-Schrauben die Kosten selbst übernehme? Es wird ungefähr 1.000 Euro kosten. Gibt es Garantie für das Implantat?

Antwort von Dr. med. dent. Annette Felderhoff-Fischer, verfasst am 27.01.2020

...waren die Implantate selbst locker, oder die Schrauben, die die Zahnkrone auf dem Implantat verankern? Falls die Implantate selbst neu gesetzt werden müssen kann man die entfernten Schrauben einschicken beim Hersteller. Viele Firmen ersetzen diese dann durch neue Implantate.

Dr. G. Beckmann, 08.01.2020 - 16:00 Uhr

Innerhalb von 8 Jahren wackelte nun zum zweiten Mal die Implantats-Krone. Da diese Krone zum einfacheren Entfernen ein "beabsichtigtes Loch" besitzt das mit Kunststoff gefüllt ist um es leichter aufbohren zu können, konnte die Krone beim ersten Mal wackeln leicht entfernt werden - die "Mutter" ausgetauscht und wieder festgezogen werden. Nun beim zweiten Mal wackeln, sagte mir die Assistentin nach Entfernung der Krone, dass dieses Mal neue Abdrücke gemacht werden müssen, und das Zahnlabor "etwas neu machen" müsse, DA SICH DER KLEBER GELÖST HABE, und das Ganze sonst nicht mehr richtig sitzen würde. Bitte können Sie mir sagen was damit gemeint sein könnte? Freundliche Grüße, G. Beckmann

Antwort von Dr. med. dent. Annette Felderhoff-Fischer, verfasst am 14.01.2020

Sehr geehrte Verfasserin, natürlich ist es schwierig dies zu beurteilen ohne die klinische Situation selbst gesehen zu haben. Ich könnte mir vorstellen, dass es sich um eine sogenannte Klebebasis handelt, mit der die Krone auf dem Implantat verschraubt ist. Diese Basis selbst ist auf dem Implantat mit der Schraube verankert. Der sichtbare Zahn wiederum ist im Labor auf die Basis geklebt worden. Fragen Sie doch einmal ihren Zahnarzt, er kann es Ihnen dann am Modell zeigen. Viele Grüße Annette Felderhoff Fischer

Zeller T., 04.12.2019 - 11:17 Uhr

Hallo,beim meinen mann wurde vor einem jahr implantat gemach.wir haben ca.3000 euro bezahl.und jetz ist ein rausgefallen,der andere ist locker geworden. Der artzt arbeitet nicht mehr in der praxis. Mein mann war in der praxis,sie haben gesagt,es gibt keine garantie,sie können nichts machen.was sollten wir jetzt machen? Kein geld, keine zähne:-((

Antwort von Dr. med. dent. Annette Felderhoff-Fischer, verfasst am 07.04.2020

Ich würde raten bei der Zahnärztekammer (BLZK) nachzufragen, was in einem solchen Fall zu tun ist. Vielleicht ist der Arzt nun in einer anderen Praxis tätig. Herzliche Grüße, Ihre Annette Felderhoff-Fischer

woodrow, 21.11.2019 - 14:39 Uhr

Hallo, ich habe eine Zahnimplantat vor 30 Monaten erhalten, die Schraube davon ist gebrochen und wurde erneuert. Der behandelne Zahnartz hat mir Laborkosten von 60 Euro in rechnung gestellt, ich dachte darauf ist noch Garantie oder ist die auf 2 Jahre begrenzt? danke für eine Rückmedung

Antwort von Dr. med. dent. Annette Felderhoff-Fischer, verfasst am 07.04.2020

Es kommt auf das Implantatsystem an, wie lange die Garantie des Herstellers läuft. Vielleicht sind die Laborkosten auch für eine andere Leistung in Rechnung gestellt worden? Herzliche Grüße, Ihre Dr. Annette Felderhoff-Fischer

Petra, 17.11.2019 - 18:42 Uhr

Guten Abend liebe Damen und Herren, ich habe Implantate und Kronen Oberkiefer und Blocksetzung. 24 und 25 sind Implantate, immer wieder lösen sich die Schrauben, besonders 25, der Biss verschiebt sich und ich bekomme Schmerzen bzw. extreme Spannungen bis vorne Schneidezähne, also komplett alles. Innen im Mund, wo die Zähne ins Zahnfleisch gehen, wird es rot wie ein Rand Rum, also Richtung Gaumen, nicht außen, wo die Lippe drauf liegt. Es schwillt wohl die Mundschleimhaut, da es so eng wird mit den Zähnen, da wo es ausgelöst wird. Ich bekomme auch Wasser in den Augen und Kiefer auf der Seite. Die Kronen sind aber nicht lose. Mal haben sie zwei Tage nichts, dann geht's wieder los, manchmal einfach so oder Zähne putzen essen usw. Nachts mit Beißschiene wird alles wieder ausgelöscht und nichts mehr, dann ist der Biss wieder normal. Ich beiße keine Zähne, ich habe mir eine Schiene machen lassen, damit ich zur Ruhe komme und irgendwie schlafen kann Meine Frage: Müssen die Schrauben nicht erneuert werden ober was tut man? Bitte um Antwort. Danke

Antwort von Dr. med. dent. Annette Felderhoff-Fischer, verfasst am 07.04.2020

Verschiedene Faktoren könnten Ihre beschreiben Symptomatik hervorrufen. Z.B: der Biss, d.h. zu starke Kontakte zum Unterkiefer oder die Passung der Implantatkronen selbst. Ich würde eine erneute Vorstellung anraten mit Kontrolle auch mittels Röntgendiagnostik.

Bartlick, 16.10.2019 - 18:13 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, vor über 20 Jahren wurde mir eine Zahnkrohne, 4. Zahn oben links, eingesetzt, welche jetzt wackelt. Zunächst wollte die Zahnärztin ohne Röntgenbild ziehen, dann bat ich um eine Röntgenaufnahme, welche auch durchgeführt worden war. Im Anschluss, mehrte sie wieder zig mal rum und mir tat schon der Kiefer weh, außerdem hatte ich das Gefühl mir wird gleich alles aus dem Gesicht fallen. Jetzt will meine behandelnde Ärztin ein Gespräch worin geklärt werden soll wie der weitere Werdegang ist. Die Zahnärztin welche mich vor 20 Jahren behandelte ist leider nicht mehr in ihrer Praxis. Was kann ich machen, was empfehlen Sie mir denn? Die Krone ist noch in Ordnung. Ich habe Angst, dass mir der Zahn fault. MfG Bartlick

Antwort von Dr. med. dent. Annette Felderhoff-Fischer, verfasst am 11.11.2019

Handelt es sich bei der Krone um eine Krone auf einem natürlichen Zahn, oder um eine Krone auf einem Zahnimplantat? Falls eine Zahnimplantatkrone gelockert ist, sollte diese wie beschrieben entfernt werden, um eine Schädigung des Implantates zu vermeiden. Im Falle einer Zahnkrone müsste klinisch (Inspektion im Mund) und röntgenologisch abgeklärt werden, ob der Zahn noch zu erhalten ist. Leider kann ich dazu keine Aussage ohne Röntgenbild oder klinischen Befund machen. Ich hoffe es wird eine zufriedenstellende Lösung für Sie gefunden.

Ulrike Z., 23.08.2019 - 12:15 Uhr

Bei mir ist ein Implantat locker geworden und raus gefallen - bei dem Zahnarzt wurde geröngt und festgestellt, dass die Schraube im Kiefer der Länge nach gesprungen ist. Das muss natürlich raus - wie sieht es mit einer Gewährleistung aus- gesprungenes Titan ist doch mit Sicherheit ein Materialfehler? Der Zahnarzt der das einsetzte ist in Rente - was tun?

Antwort von Dr. med. dent. Annette Felderhoff-Fischer, verfasst am 07.10.2019

Sehr geehrte Verfasserin, wenn Sie einen Implantatausweis erhalten haben, müssten dort die Implantatfirma und der Implantattyp aufgeführt sein (vielleicht auch auf Ihrer alten Rechnung?). Viele renommierte Hersteller haben einen lebenslange Garantie auf das Material. Ihr Zahnarzt kann das entfernte Implantat einsenden und erhält ein Ersatzprodukt zurück. Ich hoffe Ihnen etwas geholfen zu haben.

Erwin W., 10.08.2019 - 16:59 Uhr

Implant sitzt fest, Krone wackelt leicht – Periimplantis würde festgestellt – Laserbehandlung brachte nichts – Entzündung immer noch – vermutlich wird durch die Krone das Zahnfleisch immer wieder gereizt - soll ich die Implantate entfernen lassen? Eingesetzt vor 23 Jahren.

Antwort von Dr. med. dent. Annette Felderhoff-Fischer, verfasst am 07.10.2019

Sehr geehrter Verfasser, eine undichte Verbindung zwischen Implantat und Implantataufbau, wie sie bei einer "wackelnden" Krone besteht, bedeutet immer einen Schlupfwinkel für Bakterien. Die Entzündung heilt nicht aus. Ich würde anraten die Krone entfernen zu lassen und das Implantat zu kontrollieren. Falls es noch erhaltungswürdig ist, könnte dann eine Periimplantitistherapie erfolgreich sein.

Wobmann M., 30.06.2019 - 10:49 Uhr

Ich musste innerhalb von zwei Monaten die Krone nachziehen, da sie immer wieder wackelte. Frage, kann das Gewinde der Kronen-Schraube nicht in Ordnung sein? Schraube auswechseln ist kein Problem. Aber was kann man tun, sollte das Innengewinde des Implantats verletzt sein?

Antwort von Dr. med. dent. Annette Felderhoff-Fischer, verfasst am 03.07.2019

´Sehr geehrter Verfasser, falls die Krone immer wieder wackelt, käme auch eine Überbelastung in Betracht im Sinne eines Früh- bzw. Fehlkontaktes auf dem Zahn. Das würde ich nochmals abklären lassen. Falls das Gewinde beschädigt ist, was selten der Fall ist, kann man bei selektierten Implantatherstellern ein neues Gewinde schneiden. Dies sollte jedoch der letzte Schritt sein und nur bei einer eindeutigen Gewindeschädigung.

Helmut W., 20.06.2019 - 14:08 Uhr

Krone auf Implantat wackelt! Erstplatzierung 2008/2009. Meinen Zahnarzt habe ich schon 2005 darauf hingewiesen, dass die Krone wackelt, sein Kommentar: Da kann ich nichts machen! Jetzt kam die Ernüchterung: Implantat und Krone mussten entfernt werden! Ist auch passiert!

Antwort von Dr. med. dent. Annette Felderhoff-Fischer, verfasst am 07.10.2019

Das ist wirklich sehr schade.

Heinz K., 06.11.2018 - 15:21 Uhr

Meine Distanzhülsenschraube hat sich trotz neuer Schraube nun zum vierten mal in kurzen Abständen gelockert. Was verstehen Sie unter diesem Satz in Ihrer Beschreibung: Dann sollte das Implantat womöglich neu versorgt werden, um zu verhindern, dass das Implantat und das umgebende Zahnfleisch beschädigt wird. Was heißt neu versorgt?

Antwort von Dr. med. dent. Annette Felderhoff-Fischer, verfasst am 24.06.2019

Eine Neuversorgung bedeutet, dass man eine neue Krone mit einer neuen Schraube auf dem Implantat befestigt. Explizit ist der Austausch der Schraube wichtig.

Rolf B., 10.09.2018 - 15:43 Uhr

Gibt es keinen Spezialkleber, mit dem man das Implantat befestigen kann?

Antwort von Dr. med. dent. Annette Felderhoff-Fischer, verfasst am 12.09.2018

Gute Frage, leider nein. Wenn das Implantat locker ist, ist es von Bindegewebe ummantelt. Dieses muss mechanisch entfernt werden.

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