Artikel 14/10/2022

Drei Wege um Zahnlücken an Frontzähnen zu schließen

Dr. med. dent. Claudia Scheiber Zahnarzt
Dr. med. dent. Claudia Scheiber
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Schöne Zähne und ein strahlendes Lächeln sind ebenso wichtig wie ein tolles Outfit. Doch was ist, wenn dein Lächeln nicht perfekt ist, weil eventuell Lücken zwischen den Frontzähnen vorhanden sind und sie dich stören? Für manche ist es ihre persönliche Note, andere wiederum mögen sie nicht. Hier kann man Abhilfe schaffen.

Ein strahlendes Lächeln mit Veneers

Lücken in der Front können mit Veneers geschlossen werden. Hierbei handelt es sich um Keramikschalen, die dem Zahnschmelz zum Verwechseln ähnlich sehen und somit vom natürlichen Zahn nicht unterschieden werden können.

Veneers gehören in der Zahnmedizin zur Königsklasse. Dazu sind ein Meisterteam aus Zahnarzt und Zahntechniker nötig. Veneers werden mittels spezieller Klebetechnik am Zahn angebracht.

Thin-Veneers für schnelle Veränderungen

Für geringe Veränderungen stehen die sogenannten Thin-Veneers oder Non-prep-Veneers zur Verfügung. Sie werden direkt auf den Zahn geklebt und der Zahn muss hierzu nicht beschliffen werden, eine Betäubung ist somit auch nicht erforderlich.

Da diese Veneers sehr dünn und durchsichtig sind, sind sie nicht für jede Indikation geeignet. Im Regelfall sind sie nur 0,3 mm dünn und somit natürlich sehr durchscheinend. Somit sind sie zur Korrektur größerer Farb- und Formveränderungen ungeeignet.

Möglichkeit Nummer zwei: Prep-Veneers

Bei größeren Veränderungen, besonders dann, wenn die Zähne verfärbt oder in ihrer Form unschön sind, kommen die sogenannten Prep-Veneers zum Einsatz. Mit ihnen kann man wunderschöne gerade und weiße Zähnen zaubern.

Allerdings ist hier eine geringe Substanzabtragung des Zahnschmelzes notwendig, da man hierfür eine größere Schichtstärke der Keramik braucht. Diese Veneers können bis ca. 1 mm dick sein. Nur so können Makel an den eigenen Zähnen abgedeckt werden.

Diese Art der Versorgung ist am aufwendigsten, da der Zahn nach dem Substanzabtrag mit Provisorien versorgt werden muss. Denn die Anfertigung der Veneers im Labor kann je nach Aufwand ca. zwei oder mehr Wochen dauern.

Compositefüllung als weitere Alternative

Eine weitere Möglichkeit, die Lücken zu versorgen, gelingt mithilfe von Compositefüllungen. Auch hier ist meist kein Beschleifen des Zahnes notwendig. Der Zahn wird hierzu vorbehandelt und der Kunststoff wird dann aufgeklebt.

Da dies ohne Labor geschieht, sind hier natürlich die Kosten geringer als bei einem laborgefertigtem Veneer. Der Zahnarzt trägt hierzu den Kunststoff Schicht für Schicht auf und härtet ihn mit einer Lichtlampe aus. Anschließend wird alles poliert.

Allerdings darf man nicht vergessen, dass der Kunststoff dem Veneer auch in seinen Materialeigenschaften unterlegen ist. Er ist zum einen nicht so hart wie Keramik, zum anderen beinhaltet er kleine Poren, die natürlich alle Farbpigmente der Nahrung aufnehmen. Somit wird sich der Kunststoff nach einiger Zeit verfärben. Das passiert bei einem Veneer nicht!

Korrektur der Schneidezähne möglich

Wenn die Schneidezähne in ihrer Stellung korrigiert werden sollen, ist das mit Veneers dauerhaft möglich, da sie langlebig, form- und farbstabil sind.

Der Vorteil der Veneers liegt in der substanzschonenden Behandlung des Zahnes. Denn bei der Versorgung mit Kronen muss der gesamte Zahn in seinem Umfang abgetragen werden.
Beim Prep-Veneer genügt nur etwas von der Vorderseite des Zahnes zu beschleifen.

Veneers sind genauso haltbar wie der gesunde Zahn. Das bedeutet: Beißt man auf einen Kirschkern, kann das Veneer genauso kaputtgehen wie der natürliche Zahn. Bei guter Mundhygiene und regelmäßiger Kontrolle durch den Zahnarzt sind Veneers sehr langlebig und können viele Jahre Freude bereiten.

Der spezialisierte Zahnarzt wird das geeignete Therapiemittel – in Zusammenarbeit mit dem Zahntechniker – für den Patienten raussuchen. Somit steht dem neuen Lächeln nichts mehr im Wege!

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