Artikel 29/04/2018

Hallux valgus und rigidus: Diese OP-Risiken sollten Patienten kennen

Team jameda
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Eine Operation bei Hallux valgus empfehlen Ärzte, wenn konventionelle Behandlungen nicht mehr ausreichend wirken. Manchmal ist der Großzeh in allzu große Schieflage geraten, das Gelenk „beult“ sich aus und selbst normales Gehen ist aufgrund der Schmerzen kaum mehr möglich. Es gibt verschiedenste OP-Techniken, mit denen Ärzte den großen Zeh wieder in die richtige Stellung bringen. Sie durchtrennen beispielsweise den Mittelfußknochen und stabilisieren ihn anschließend mit Hilfe kleiner Schrauben als Implantate.

Welche Implantate kommen dazu in Frage?

  • Permanente Implantate bestehen meist aus Titan oder (Edel-)Stahl. Sie verbleiben dauerhaft im Knochen. Weil sie ein Fremdkörper sind, können sie gesundheitliche Probleme (bspw. Schmerzen oder Allergien) hervorrufen. Ärzte müssen das Implantat dann in einer zweiten Operation entfernen, wenn dies nicht schon vorsorglich geschehen ist.
  • Abbaubare Implantate lösen sich nach einiger Zeit von selbst auf. Es gibt Polymerimplantate auf der Basis von Zucker oder Milchsäure von geringer Stabilität, die bis zu sechs Jahre brauchen, bis sie verschwunden sind. MAGNEZIX ist ein neuartiges Magnesiumimplantat, das zuverlässig stabilisiert und sich viel kontrollierter auflöst: innerhalb von 12 bis 24 Monaten.

Weitere Vorteile von MAGNEZIX

  • Es bietet Stabiltät wie bspw. ein Implantat aus Titan und ist daher deutlich belastbarer als herkömmliche resorbierbare Schrauben. Hinsichtlich seiner mechanischen Eigenschaften wie Elastizität oder Zugfestigkeit ist es menschlichem Knochen im Vergleich am ähnlichsten.
  • Sie vermeiden eine zweite Operation sowie deren möglichen Risiken und Folgen: Narkose, Infektionen, Blutungen, Wundheilungsstörungen, Schmerzen und Arbeitsausfall.
  • Die Implantate bestehen zu mehr als 90 Prozent aus Magnesium – einem Metall, das schon natürlicherweise im Körper vorkommt und tagtäglich für wichtige Körperfunktionen und Stoffwechselprozesse benötigt wird. Potentiell schädliches Aluminium oder Nickel sind nicht enthalten.
  • Es ist gut verträglich und es sind keine Allergien bekannt.
  • Das Implantat regt durch Magnesium das Knochenwachstum an und wirkt infektionshemmend – es schafft ein antibakterielles Milieu.

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gliche Risiken nach der Operation

Zu den möglichen Beschwerden nach einer Hallux-OP gehören

  • Schmerzen
  • Schwellung
  • Wundheilungsstörung
  • Wundinfektion
  • Verletzung anderer Gewebestrukturen wie Nerven oder Blutgefäße
  • Thrombose
  • Pseudoarthrose
  • Hallux varus
  • Störendes Implantatmaterial
  • Rezidiv

Leichte Schmerzen sind normal

Die Fuß-Operation erfolgt unter Vollnarkose oder Peridualanästhesie, so dass der Patient während des Eingriffs nichts spürt. Gegen die Schmerzen, die in den Tagen bis Wochen nach der OP auftreten können, erhält der Patient Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Novaminsulfon.

Werden bei der Operation versehentlich Nerven oder Blutgefäße verletzt, können Blutergüsse und Nervenschmerzen zusätzliche Beschwerden auslösen.

Schwellung des Fußes eindämmen

Patienten sollten in den ersten Tagen nach der OP viel liegen sowie den Fuß hochlagern und kühlen, damit gestautes Gewebswasser gut abtransportiert werden kann. Behutsame kreisende Fußbewegungen unterstützen die Abschwellung. Auch in den Wochen und Monaten der Heilung ist auf regelmäßige Entlastung zu achten. Ein orthopädischer Vorfußentlastungsschuh nimmt Druck vom frisch operierten Großzeh.

Woher kommen Wundheilungsstörungen?

Heilt operiertes Gewebe schlecht, kann das an zu früher, zu starker Belastung des Fußes liegen. Auch Diabetiker oder Raucher haben eine schlechte Wundheilung, so dass diese Personengruppen nach einer Fuß-OP besonders aufmerksam sein müssen. Störendes Implantatmaterial kann ebenfalls Wundheilungsstörungen auslösen.

Wachsen neu ausgerichtete Knochen innerhalb von sechs Monaten nicht wieder zusammen und bleiben ihre Segmente gegeneinander verschiebbar, spricht man von Pseudoarthrose. Sie verursacht Schmerzen und Entzündungen. Hier kann eine Stabilisierung durch Platten oder Knochenersatz zum Einsatz kommen.

Wenn sich die Wunde infiziert

Bei einer schlechten Wundheilung oder unsachgemäßer Wundnachsorge kann sich die Wunde bakteriell infizieren. Gehen Nähte auf, blutet die Wunde. Nässt oder eitert sie, wird sie vom Arzt neu versorgt und gegebenenfalls antibiotisch behandelt.

Thromboseprophylaxe durchführen

Um das Risiko von Blutgerinnseln zu verringern, erhält der Patient nach der Operation in der Regel Anti-Thrombose-Spritzen. Auch Anti-Thrombose-Strümpfe bzw. -verbände und eine moderate Gymnastik wie kreisende Fußbewegungen verhindern Blutstau im operierten Bereich.

Eine Hallux-Erkrankung kann wiederkehren

Um eine erneute Hallux-Verformung zu vermeiden, sollten Patienten Schuhe tragen, die einen niedrigen Absatz haben und den Zehen genug Platz lassen. Hohe Absätze und enge, vorne spitz zulaufende Schuhe fördern dagegen Gelenkfehlstellungen der Zehen. Wird eine erneute Hallux-Operation nötig, wählt der Arzt eine Methode, die gegebenenfalls weitreichendere Gelenksbereiche neu strukturiert. Selten bewegt sich der frisch operierte Zeh in die entgegengesetzte Richtung, was zu einem Hallux varus führt.

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