Bringt die Einnahme von Probiotika ohne Präbiotika etwas, oder müssen beide gemeinsam eingenommen we

14 Antworten
Bringt die Einnahme von Probiotika ohne Präbiotika etwas, oder müssen beide gemeinsam eingenommen werden, um einen Effekt zu erzielen?
 Steffen Jurisch
Heilpraktiker
Prittriching
Guten Tag, die Frage ist so theoretisch gehalten, dass eine Antwort schwer fällt. Generell würde ich die sagen, dass man sich Beides bei einer vollwertigen, rein pflanzenbasierten Ernährung sparen kann ,denn diese enthält in bester Form alles was der Körper und speziell das Mikrobiom benötigt. Sollte jedoch, aus welchen Grund auch immer, durch die massive Einnahme von Antibiotika der Verdacht nahe liegen, dass die Darmflora dermaßen geschädigt ist, dass ein natürlicher Aufbau nicht mehr möglich ist, dann würde ich sowohl zur Einnahme von Pro- und Präbiotika über einen kurzen Zeitraum empfehlen, um dann so schnell als möglich zu einer vollwertigen, rein pflanzenbasierten Ernährung überzugehen - am Besten wäre es natürlich sofort. Warum? Weil tierische Produkte sowohl das Endothel (innerste Zellschicht der Blutbahnen) schädigt, Toxine freisetz und zusätzlich das Mikrobiom im Darm (zusätzlich zum Antibiotika) negativ beeinflusst indem es die falschen Darmbakterien "füttert". Ebenso negativ wären sämtliche raffinierten Nahrungsmittel wie Öle, Fette, Zucker, Weißmehl etc. Sehr gern berate ich Sie persönlich, wenn ich mehr Hintergrundinformationen erhalte, warum diese Frage im Raum steht. Freundliche Grüße Steffen Jurisch, Heilpraktiker
 Sven Georgi
Heilpraktiker, Physiotherapeut, Spezieller Schmerztherapeut
Kühlungsborn
Wir empfehlen über eine ausgewogene Ernährung beide -biotika zu sich zu nehmen. Ergänzend damit beide auch einnehmen. Hier sollte man auf eine hohe Bioverfügbarkeit achten. Medizinische Indikationen brauchen eine verlässliche Diagnostik.
 Kirsten Sander
Heilpraktiker, Heilpraktiker für Psychotherapie, Spezieller Schmerztherapeut
Solingen
Eine allgemeine Antwort zu geben ist auch in diesem Fall nicht einfach, allerdings haben Studien gezeigt, dass die Darmflora bei den meisten Menschen nicht mehr so vielfältig ist wie früher, und es so zu einigen Symptomen kommt, die nicht direkt auf den Darm zurückzuführen sind. Eine Kombination von Prä- und Probiotika ist sinnvoll, da so nicht nur die Bakterienstämme, sondern auch deren Futter geliefert wird.
 Monica Grimmeis
Heilpraktiker
Hainsfarth
Hallo, danke für Ihre Frage. Probiotika sind lebendige Mikroorganismen (Bakterien) und Präbiotika ist Nahrung für die Bakterien. Also für eine effektive Ergebnis sind beide wichtig zum einnehmen.
Bleiben Sie Gesund und Alles Gute!
 Bettina Benend-Heinzen
Heilpraktiker, Naturheilverfahren
München
leider gibt es keine pauschale Antwort. Die üblichen Probiotika und Präbiotika sollte man nur einnehmen, wenn keine Dünndarmfehlbesiedelung vorliegt. Sonst besteht die Gefahr, die falschen Bakterien anzufüttern. Ansonsten zu Ihrer Frage: wenn Sie sich ballaststoffreich ernähren, sind Präbiotikapräparate nach meiner Erfahrung nicht umbedingt nötig. Es gibt Listen, wie man über die Ernährung einiges für die gesunde Darmflora tun kann.
 Kirsten Schwörer
Heilpraktiker, Chronische Erkrankungen, Naturheilverfahren
Hemsbach
Präbiotika ist Futter für probitika. Ich empfehle immer auf Grundlage einer Stuhluntersuchung. Bei moderater Dysbiose und gesundem Lebenswandel kann ggf. Auf Probioktika verzichtet werden
 Melanie Rieger
Heilpraktiker, Stoffwechselerkrankungen
Göppingen
Das hängt stark von der Ernährung ab! Nur auf Probiotika zu setzen, ohne den "neuen Mitbewohnern" ausreichend Nahrung zur Verfügung zu stellen wäre so, als würde man immer dann ein neues Auto kaufen, sobald der Tank leer ist.
Präbiotika dienen unseren guten Darmbakterien als Nahrung. Es gibt Lebensmittel, die reich an Präbiotika sind oder unseren Darmbakterien als wertvolle Unterstützung dienen. Etliche Ballaststoffe (z.B. faserreiches Gemüse, Lauch-/Kohlarten etc.) können aber nicht von jedem gleich gut verdaut werden. Hier müssen versch. Faktoren berücksichtigt werden wie z.B. evtl. Fehlbesiedlungen, Histaminintoleranz (einige gesunde Bakterienstämme bilden Histamin!), Darmerkrankungen wie Stenosen/Divertikel usw. Nicht alles, was grundsätzlich gut ist, taugt für den Einzelnen. Eine persönliche Beratung von einer geschulten Fachkraft (Arzt, Heilpraktiker, Ernährungsberater o.ä.) wäre eine gute Idee, bevor Sie Geld ausgeben für teure Produkte, die Sie vielleicht nicht benötigen oder Ihnen sogar Probleme bereiten könnten.
 Angela Blume
Heilpraktiker, Naturheilverfahren
Hamburg
Guten Tag!
Meiner Meinung nach ist das nicht sinnvoll. Eine natürliche Ernährungsumstellung macht den Darm mobil und nur die Stoffe gelangen ins Blut, die vorher gut vom Darm vorbereitet wurden.
Herzliche Grüße

Angela Blume, Heilpraktikerin in Hamburg
 Ramona Schlenk
Heilpraktiker
Reichenau
Guten Tag, vielen Dank für ihre Frage.
Das kommt immer individuell auf die Problematik an. Sinnvoll ist es wenn, zunächst eine gezielte Diagnostik des Darmmikrobioms bei einem zertifizierten Labor stattgefunden hat, denn dann kann ein erfahrener Arzt oder Therapeut der mit mikrobiologischer Therapie arbeitet gezielter helfen und sehen ob ein Probiotikum oder Präbiotikum oder Beides eingesetzt werden könnte.
 Susanne Schwegler
Heilpraktiker
Kötz
Was wollen sie den genau Erreochen und um was geht es denn
 Harald Erb
Osteopath, Heilpraktiker
Berlin
Beide können unabhängig voneinander positive Effekte haben:
• Nur Probiotika: Können die Darmflora direkt mit nützlichen Bakterien anreichern – besonders nach Antibiotika, Infekten oder bei Dysbiosen.
• Nur Präbiotika: Fördern das Wachstum der bereits vorhandenen gesunden Darmbakterien – auch ohne zusätzliche Probiotika.
Optimal ist oft die Kombination (Synbiotikum), weil die zugeführten Bakterien gleich das passende „Futter“ erhalten und sich besser ansiedeln können.
Wichtig: Bei bestimmten Erkrankungen wie SIBO oder stark reizbarem Darm können Präbiotika die Beschwerden vorübergehend verstärken (mehr Gasbildung). In solchen Fällen sollte die Einnahme individuell abgestimmt werden.
 Annette Lartey
Heilpraktiker
Wiesbaden
Das hängt in der Tat von vielen verschiedenen Faktoren ab.
- Wie ernähren Sie sich?
- Was war das ursprüngliche Beschwerdebild/ und dann die Therapie?
- Gab es unter der Therapie Symptome, die sich verschlechtert haben?
u.v.m

Grundsätzlich ist zu sagen: Bei Einnahme beider Produkte (auf individuelle Verträglichkeit achten) gehen Sie auf Nummer sicher.
 Vera Henger
Heilpraktiker
Stuttgart
Stellen Sie sich einen Goldfischteich vor, das Wasser ist gekippt und grün und darin schwimmen tote Goldfische. Wenn Sie nun einen Eimer neue Goldfische kaufen und diesen in den Teich kippen, was meinen Sie wie lange die neuen Fische überleben würden? Die neuen Fische stehen für die guten Bakterien, der Teich für Ihren Darm.
Sinnvoll wäre es, den Teich zuerst wieder auf Vordermann zu bringen, damit die Fische einen gesunden Lebensraum haben. Zum Überleben und damit sich die neuen Fische ansiedeln benötigen sie auch gute Nahrung, das sind die Präbiotika.
Manche Menschen merken eine Besserung durch die Einnahme von Probiotika, meist aber nur für die Dauer der Einnahme. Wenn das Darmmilieu nicht stimmt, siedeln sich diese guten Bakterien nicht an.
Ich würde also vor der Einnahme von Prä- und Probiotika noch einen Schritt setzen und den Darm mittels einer Stuhldiagnostik (diese kann zu Hause selbst genommen und ins Labor eingesendet werden) untersuchen. Mit einer Stuhldiagnostik kann untersucht werden, ob z.B. genügend Enzyme vorhanden sind, um die Nahrung optimal zu verdauen, stimmt der ph-Wert im Darm damit die Enzyme auch richtig arbeiten können, sind Verdauungsrückstände vorhanden, ist die Schleimhaut angegriffen oder besteht eine Entzündung? Liegt ein Leakey Gut, ein löchriger Darm vor? Eine Stuhldiagnostik liefert Antworten auf diese Fragen und ist die Grundlage für die nachfolgende Therapie.
Meine Empfehlung: erst eine Stuhldiagnostik, dann Darmaufbau je nach Ergebnis und anschließend die passenden Präbiotika und Probiotika.
 Johanna Rach
Heilpraktiker
Nürnberg
Probiotika können grundsätzlich auch ohne gleichzeitige Einnahme von Präbiotika eine Wirkung entfalten. Sie liefern lebende Mikroorganismen, die die Darmflora unterstützen können.

Präbiotika dienen jedoch als „Nahrungsgrundlage“ für bestimmte Darmbakterien und können deren Ansiedlung und Aktivität fördern. In der Praxis zeigt sich häufig, dass die Kombination aus Pro- und Präbiotika – individuell angepasst – sinnvoll sein kann, insbesondere bei länger bestehenden Verdauungsbeschwerden.

Wichtig ist, dass nicht jedes Präbiotikum für jede Person gut verträglich ist. Bei sensibler Verdauung oder Blähungen kann eine schrittweise und gezielte Auswahl hilfreich sein. Eine individuelle Betrachtung der Darmgesundheit ist daher empfehlenswert.

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