Faszinierende Faszien - Therapie für Kinder und Erwachsene

Das Faszientraining eignet sich sowohl für Kinder als auch für Erwachsene (© Jeanette Dietl - fotolia)

Faszien sind seit einiger Zeit in aller Munde und inzwischen ein richtiger Hype. Die Forschung in diesem Bereich schreitet stetig fort. 

Was sind Faszien und Bindegewebe?

Faszien bilden ein Bindegewebe, das dem gesamten Körper Struktur und Form gibt. Es umhüllt alle Muskeln und Organe. Inzwischen könnte man Faszien sogar als eines unserer wichtigsten Sinnesorgane ansehen. Im faszialen Gewebe befinden sind sehr viele Sensoren, die wiederum ihre Signale an das Gehirn weiterleiten. Alle Bewegungen unseres Körpers werden von den Sensoren des Bindegewebes mitgesteuert. Wenn diese Funktion ausfällt, sind Bewegungen und ihre Steuerung wesentlich beeinflusst. Die Form und Struktur unseres Körpers hängen von der Wechselwirkung von Muskelfaszien und Organfaszien ab. Es gibt zwar Gemeinsamkeiten zwischen den Muskelfaszien und den Organfaszien, aber natürlich, aufgrund ihrer unterschiedlichen Funktionen, ebenso große Unterschiede.

Faszientraining für Kinder und Erwachsene

Faszientraining ist sowohl für Kinder als auch für Erwachsene geeignet. Für Erwachsene bedeutet sie vor allem in zweierlei Erleichterung: All das, was sich aufgrund von Fehlhaltungen, schlechten Arbeitsbedingungen, zu wenig Bewegung etc. an Schmerzen äußert, hat nicht immer mit der Wirbelsäule oder der Muskulatur zu tun, sondern mit Fehlspannungen in den Faszien oder Verletzungen in diesem Bereich. Gleiches gilt für Schmerzen im Rücken: Wenn ein Bandscheibenvorfall oder ein Wirbelschaden ausgeschlossen werden kann, ist es durchaus sinnvoll, auch Linderung in gezielten Myofaszial- Behandlungen zu suchen. 

Auch bei Kindern sollte man bei Haltungsfehlern an begleitende gezielte Therapie denken, die an den Faszien ansetzt. Haltungsfehler bei Kleinkindern wie der Beckenschiefstand oder die häufig vorkommende Nackenmuskel-Asymmetrie bei Babys bieten dazu Gelegenheit. Babys haben oft schon mit faszialen Spannungen zu kämpfen, entweder durch traumatische Erlebnisse im Mutterleib oder während oder nach der Geburt.

Welch ein Segen auch für die spätere körperliche und seelische Entwicklung, wenn diese Spannungen mit Hilfe der myofaszialen, aber auch der craniosacralen Traumatherapie gelöst werden können!

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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