Hallux valgus und rigidus: Diese OP-Risiken sollten Patienten kennen

Claudia Galler

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©Photographee.eu - fotoliaWelche Risiken sollte ich bei einer Hallux valgus OP bedenken? (©Photographee.eu - fotolia)Sowohl ein Hallux valgus als auch ein Hallux rigidus lassen sich in einer Operation korrigieren. Die vollständige Heilung dauert mehrere Wochen bis Monate. Wichtig dabei sind die ärztliche Nachsorge und das richtige Verhalten des Patienten nach der OP.

gliche Risiken nach der Operation

Zu den möglichen Beschwerden nach einer Hallux-OP gehören

  • Schmerzen
  • Schwellung
  • Wundheilungsstörung
  • Wundinfektion
  • Verletzung anderer Gewebestrukturen wie Nerven oder Blutgefäße
  • Thrombose
  • Pseudoarthrose
  • Hallux varus
  • Störendes Implantatmaterial
  • Rezidiv

Leichte Schmerzen sind normal

Die Fuß-Operation erfolgt unter Vollnarkose oder Peridualanästhesie, so dass der Patient während des Eingriffs nichts spürt. Gegen die Schmerzen, die in den Tagen bis Wochen nach der OP auftreten können, erhält der Patient Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Novaminsulfon.

Werden bei der Operation versehentlich Nerven oder Blutgefäße verletzt, können Blutergüsse und Nervenschmerzen zusätzliche Beschwerden auslösen.

Schwellung des Fußes eindämmen

Patienten sollten in den ersten Tagen nach der OP viel liegen sowie den Fuß hochlagern und kühlen, damit gestautes Gewebswasser gut abtransportiert werden kann. Behutsame kreisende Fußbewegungen unterstützen die Abschwellung. Auch in den Wochen und Monaten der Heilung ist auf regelmäßige Entlastung zu achten. Ein orthopädischer Vorfußentlastungsschuh nimmt Druck vom frisch operierten Großzeh.

Woher kommen Wundheilungsstörungen?

Heilt operiertes Gewebe schlecht, kann das an zu früher, zu starker Belastung des Fußes liegen. Auch Diabetiker oder Raucher haben eine schlechte Wundheilung, so dass diese Personengruppen nach einer Fuß-OP besonders aufmerksam sein müssen. Störendes Implantatmaterial kann ebenfalls Wundheilungsstörungen auslösen.

Wachsen neu ausgerichtete Knochen innerhalb von sechs Monaten nicht wieder zusammen und bleiben ihre Segmente gegeneinander verschiebbar, spricht man von Pseudoarthrose. Sie verursacht Schmerzen und Entzündungen. Hier kann eine Stabilisierung durch Platten oder Knochenersatz zum Einsatz kommen.

Wenn sich die Wunde infiziert

Bei einer schlechten Wundheilung oder unsachgemäßer Wundnachsorge kann sich die Wunde bakteriell infizieren. Gehen Nähte auf, blutet die Wunde. Nässt oder eitert sie, wird sie vom Arzt neu versorgt und gegebenenfalls antibiotisch behandelt.

© fotolia- chombosanNach einer OP ist das Thromboserisiko erhöht, weshalb Strümpfe oder Verbände getragen werden sollten (© fotolia- chombosan)Thromboseprophylaxe durchführen

Um das Risiko von Blutgerinnseln zu verringern, erhält der Patient nach der Operation in der Regel Anti-Thrombose-Spritzen. Auch Anti-Thrombose-Strümpfe bzw. -verbände und eine moderate Gymnastik wie kreisende Fußbewegungen verhindern Blutstau im operierten Bereich.

Eine Hallux-Erkrankung kann wiederkehren

Um eine erneute Hallux-Verformung zu vermeiden, sollten Patienten Schuhe tragen, die einen niedrigen Absatz haben und den Zehen genug Platz lassen. Hohe Absätze und enge, vorne spitz zulaufende Schuhe fördern dagegen Gelenkfehlstellungen der Zehen. Wird eine erneute Hallux-Operation nötig, wählt der Arzt eine Methode, die gegebenenfalls weitreichendere Gelenksbereiche neu strukturiert. Selten bewegt sich der frisch operierte Zeh in die entgegengesetzte Richtung, was zu einem Hallux varus führt.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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