Operationen als Krankheitsursache? Eine sorgfältige Narbenbehandlung kann erstaunliche Ergebnisse erzielen!

Frau Spiecker

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© Mit gezielt gesetzten Tapes können Narben direkt behandelt werdenMit gezielt gesetzten Tapes können Narben direkt behandelt werden (© Mit gezielt gesetzten Tapes können Narben direkt behandelt werden)Operationen können Leben retten. Das steht außer Frage und das ist auch gut so. Aber Operationen hinterlassen auch Spuren an Körper und Seele. Das ist weniger bekannt und bleibt daher häufig unbeachtet. Werden diese Spuren nicht in ausreichendem Maße berücksichtigt oder behandelt, können teilweise schwerwiegende Probleme und langen Leidenswege entstehen. Mit Spuren sind dabei nicht nur die offensichtlichen, äußerlichen Narben gemeint, sondern auch innere Narben, Operationsschocks oder Nahtoderfahrungen (NTE), welche meist unbewusst in den Zellen gespeichert bleiben.

Den Körper auf eine OP vorbereiten

Die Öffnung des Körpers ist von der Natur nicht vorgesehen. Auch wenn unser Verstand einer OP zugestimmt hat, müssen wir uns fragen, ob auch der Teil des Körpers zugestimmt hat, der beispielsweise gerade entfernt oder geschnitten wurde?

Höchstwahrscheinlich nicht, denn in den seltensten Fällen hält der Betroffene mit seinen Organen vor der OP eine Konferenz ab und informiert alle Beteiligten (Organ, Lymph-, Nerven- und Immunsystem, Herz und Gefäße usw.) darüber, was geschehen soll. Manchmal weiß selbst der betroffene Mensch nicht, was mit ihm geschieht, weil er ohne Bewusstsein einer Not-OP unterzogen wird, um am Leben zu bleiben. Andere haben dann für ihn entschieden.

Mit dem Körper zu "sprechen", ist nicht üblich. Dieser Gedankengang kann uns daher komisch oder weit hergeholt vorkommen. Aus meiner Erfahrung ist es jedoch die psychologische Realität, dass alle Teile und Bereiche des Körpers ihre eigene Empfindungsfähigkeit und ihre eigene Reaktion auf eine Operation zeigen. Diese Reaktionen können äußerst vielfältig und höchst individuell sein.

Ein Bewusstsein für den Körper entwickeln

In unserer Zeit wird der Körper eher als bio-chemische Funktionseinheit statt als lebendiges, fühlendes Wesen mit Bewusstsein betrachtet und behandelt. Aber genau das ist er. Jede unserer 100 Billionen Zellen hat ein Bewusstsein, auch Zellbewusstsein, Zellerinnerung oder Zellintelligenz genannt. Und wir können mit unseren Zellen und Organen kommunizieren.

Allzu schnell lassen wir uns operieren, ohne das andere Behandlungsmethoden vollständig ausgeschöpft wurden. Es muss ja alles schnell gehen. Wir müssen arbeiten. Nach der OP werden wir schnell wieder entlassen, auch wenn noch nicht alles richtig verheilt ist. Nach ein bisschen Krankengymnastik soll der Alltag wieder Einzug halten.

In vielen Fällen ist es allerdings nicht ganz so einfach, denn auf eine vorübergehende Besserung folgen vielleicht bald neue Probleme, die aber nicht mit der Operation in Verbindung gebracht werden.

Welche Folgen kann eine Operation haben?

Bei diesen Folgeproblemen, die möglicherweise erst Jahre nach einer Operation auftreten oder erkennbar werden, handelt es sich möglicherweise um:

  • Wundheilungsstörungen oder Heilungsverzögerungen bei einer erneuten OP oder Verletzung
  • Unverträglichkeiten der Anästhesie oder verabreichter Medikamente
  • unerklärliche, anhaltende Schmerzen
  • seelische Unausgeglichenheit, die andauern kann
  • Ängste, Unsicherheit
  • Vergiftungssymptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Platz- oder Menschenangst, Übelkeit, Juckreiz, Orientierungslosigkeit, Probleme mit den Augen
  • Operationsschock (Orientierungslosigkeit, das Gefühl, nicht man selbst zu sein, Müdigkeit, die sich nicht bessert)
  • Nahtoderfahrungen (NTE), die unsere Weltsicht erschüttern und eventuell gravierende seelische Veränderungen mit sich bringen
  • Narbenschmerzen
  • Narbenverhärtung
  • neue Symptome in anderen Bereichen des Körpers

Diese neuen Symptome folgen z.B. den Reflexzonen oder der Körpermittellinie, gehen auf die kontralaterale Seite, z.B. von links unten nach rechts oben, folgen dem Verlauf der Faszien, den Gewebs- und Organzuordnungen z.B. der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) oder den psychologischen oder symbolischen Assioziazionsketten.

Stellen Sie sich einmal vor, Sie würden Ihre Freunde so betrachten und behandeln wie Ihren Körper. Das bezieht Abwertung, Überforderung durch Schlafmangel, Lebensumstände und Lebensgeschwindigkeit, Überarbeitung, Vergiftung durch Medikamente, Drogen, Kaffee, Alkohol und Lebensmittel, die diesen Namen nicht verdienen und Durchlöcherung mit Piercings oder Tattoos mit ein.© GlobalStock - iStockEs ist wichtig seinen Körper gut zu behandeln - Er steht in einem empfindlichen Gleichgewicht (© GlobalStock - iStock)

Der Körper muss zusätzlich zahlreiche Operationen über sich ergehen lassen. Wären Ihre Freunde dann noch Ihre Freunde, wenn Sie so mit ihnen umgingen? Das ist schwer zu glauben. Unser Körper muss hingegen eine Menge mitmachen. Ob er will oder nicht. Symptome sind seine Sprache, um uns auf etwas aufmerksam zu machen. Gönnen wir ihm also ein wenig Aufmerksamkeit und eine Portion freundliche Behandlung!

Mit zwei Fallbespielen möchte ich illustrieren, welche Störungen von Narben ausgehen und wie sie behandelt werden können.


Fallbeispiel 1:

Marian Z., 53 Jahre alt, hat Schmerzen und Verspannungen in der linken Schulter. Sie hat diese Beschwerden schon mehrere Jahre und keine der von ihr ergriffenen Maßnahmen hat bisher zu einer dauerhaften Verbesserung geführt.

Marian gibt an, vor 25 Jahren eine Eileiterschwangerschaft gehabt zu haben, die kurz davor war, den Eileiter zu zerreißen. In einer Not-OP wurde der rechte Eileiter entfernt. Seither hatte sie hier keine Beschwerden. Darüber hinaus hatte Marian vor 13 Jahren einen Bruch im linken Sprunggelenk, der ebenfalls operiert wurde. Auch hier gibt sie an, keine nennenswerten Beschwerden zu haben.

Beide Narben werden mit farbigen Tapes behandelt. Die richtige Farbe für den energetischen Ausgleich wird kinesiologisch ermittelt. Anschließend findet eine Craniosacral-Behandlung statt, bei der generalisierte Verdichtungen im Körper aufgelöst werden. Der Trapezmuskel und beide Arme werden osteopathisch behandelt.

Beim nächsten Termin berichtet Marian, dass sie seither keinerlei Schulterschmerzen mehr hat. Nun wird mit Craniosacral-Therapie am Ausgleich beider Körperhälften gearbeitet sowie die Iliosacralgelenke dekomprimiert. Die spinale Dura - der Hirnhautschlauch, der das Rückenmark umgibt - wird reguliert.

Die Behandlung liegt ein Jahr zurück, seither sind keine Schulterbeschwerden mehr aufgetreten.

Fallbeispiel 2:

Irene H., 60 Jahre alt, klagt über Rückenschmerzen, die manchmal so schlimm sind, dass sie mit viel Geduld und einigen Stützkissen herumprobieren muss, bis sie eine Position gefunden hat, in der sie im Bett liegen kann.

Es stellt sich heraus, dass die Rückenschmerzen vor 30 Jahren in der Lendenwirbelsäule begannen. Nachdem weitere gesundheitliche Probleme wie Schilddrüsenunterfunktion, Allergien, Kopfschmerzen, Bluthochdruck und Schlafstörungen hinzukamen, wurde Irene 2012 wegen eines Darmkrebses operiert.

Anschließend werden die Rückenschmerzen deutlich stärker und treten nun auch im Brust- und Halswirbelbereich auf. Zusätzlich verschlimmern sich die Schlafstörungen. Stechende Schmerzen in den Beinen (Restless-Legs-Syndrom), Konzentrationsprobleme und eine chronische bleierne Erschöpfung stellen sich ein. Wegen seit zwei Jahren dauernder, stetig wechselnder Schmerzen, heftiger Durchfälle und der Erschöpfung, die als Chronic-Fatigue-Syndrom diagnostiziert wurde, ist Irene derzeit arbeitsunfähig.© gbh007 - iStockSchmerzen im Rücken können oft eine Ursache haben, die zunächst weit hergeholt scheint (© gbh007 - iStock)

Irene hatte außerdem im Alter von 17 Jahren eine Blinddarm-Operation, die mit verschiedenen Komplikationen einherging. Während der OP brachen Zysten des rechten Eierstocks auf. Die Operationswunde heilte daher schlecht und brach wieder auf. Zusätzlich waren offenbar falsche Fäden im Körperinneren verwendet worden, die sich nicht auflösten, sondern nach einer Weile herauszueitern begannen. Der Krankenhausaufenthalt dauerte insgesamt sechs Wochen. Heute ist die Narbe stark eingezogen.

Behandlungsansatz:

  • Behandlung aller Narben mit einem Tape, möglicherweise auch mehrfach
  • Behandlung insbesondere der Blinddarmnarbe und der großen medialen Bauchnarbe mit Craniosacral-Therapie
  • Lösen der Verklebungen im Körperinneren
  • Schließen des energetischen Lecks in der Energieleitbahn, die auf der vorderen Körpermittellinie verläuft (Ren Mo) und Wiederherstellung des Energieflusses, manuell oder mit Akupunktur oder Tapes
  • Regulation des Bauchfells und der Därme, Wiederherstellung der physiologischen Motilität und Mobilität, soweit dies wegen des Längenverlustes der Därme möglich ist.
  • Regulation der spinalen äußersten Hirnhaut und Spannungsverteilung in den Faszien zur Behandlung der Rückenschmerzen.
  • Auflösung des vermuteten Operationsschocks, der möglicherweise bereits seit der Blinddarm-OP besteht

Die Patientin kam viermal für jeweils 60 Minuten in die Praxis. In der ersten Sitzung wurden die Narben mit Tapes behandelt. Die Farben wurden kinesiologisch ausgetestet. Bei der anschließenden Craniosacral-Behandlung konnte zu Beginn kein craniosacraler Rhythmus im Körper der Klientin ertastet werden. Dieser Rhythmus entspricht der Pulsation der Hirnflüssigkeit, die sich z.B. entlang der Nerven als spürbare Welle im gesamten Körper ausbreitet.

Die Iliosacral-Gelenke (ISG) sind komprimiert. In der Behandlung werden die ISG mobilisiert und der Rhythmus der Hirnflüssigkeit wird wieder ermöglicht. Zwischen den Sitzungen wirken die Tapes stark auf die Narben ein und werden in der zweiten Sitzung, die drei Wochen später stattfindet, erneut aufgeklebt.

Um die Selbstheilungskräfte an die gewünschte Körperstelle zu lenken, wird eine Akupunktur vorgenommen, die den Extrameridian Ren Mo aktiviert. Zusätzlich arbeiten wir mit craniosacraler Therapie und der erneut ins Stocken geratene innercraniale Rhythmus (ICR) kommt wieder ins Fließen.

In der dritten Sitzung, wiederum drei Wochen später, berichtet die Klientin, dass "sich eine Menge in ihrem Bauch tut". Unter den Tapes hatte sie mit Juckreiz zu tun, was immer ein Zeichen dafür ist, dass hier der Stoffwechsel in Schwung kommt und sich die Zellen von belastenden Stoffen zu befreien versuchen. Manchmal kann ein Bläschenausschlag auftreten, was aber hier nicht der Fall war. Nach der letzten Sitzung war zwei Tage lang eine Verschlechterung der Schmerzen zu verzeichnen. Seither sind sie aber deutlich besser.

Die Therapie wird mit einer weiteren Cranio-Behandlung fortgesetzt. In dieser Sitzung liegt der Schwerpunkt auf der Verbesserung der Durchblutung und es wird insbesondere mit den Blutgefäßen der Beine gearbeitet. Dabei stelle ich eine Verdichtung im rechten Hüftgelenk fest. Das ist durch die Nähe zu den stark zusammengezogenen Narben des Blinddarms auffällig.

Zur vierten und letzten Sitzung kommt Frau H. sechs Wochen später und berichtet über eine deutliche Verbesserung aller Beschwerden. Insbesondere ihr Kraft- und Energielevel ist wieder stabil, sodass sie sich zutraute, eine Woche lang allein zu verreisen. Die Narben sind weniger eingezogen und die Wülste sind kleiner. Ein weiteres Blinddarmnarben-Tape und eine weitere Cranio-Sitzung, die sich der Verbesserung der Blutversorgung im unteren Rumpfbereich und den Beinen sowie der Dekompression der Lendenwirbelsäule widmet, schließt den Behandlungszyklus ab.

Frau H. nimmt während des Behandlungszeitraumes einmal wöchentlich an einem Qigong-Kurs teil. Nach zwei Jahren Arbeitsunfähigkeit, die wegen der umfassenden Schmerzen und der chronischen Erschöpfung vorlag, nimmt sie ihre Tätigkeit in einem sozialen Beruf im Rahmen einer Wiedereingliederung nach nur vier Sitzungen wieder auf!

Fazit

Anhand dieser beeindruckenden Beispiele wird deutlich, welche Beschwerden durch Operationen auftreten können. Aber auch mit welch einfacher Unterstützung der Körper sein individuelles Gleichgewicht und seine Selbstheilungskräfte wiederfinden kann.

Da nicht vorherzusagen ist, wie Körper und Seele auf eine Operation reagieren, empfehle ich, auch wenn keine unmittelbar erkennbaren Probleme mit dem Operationsgebiet vorliegen, etwa nach drei bis sechs Monaten eine Nachbehandlung der Narben. So lassen sich bestehende Irritationen auflösen und weitere Folgen vorbeugen. Sollten nach einer OP Heilungsschwierigkeiten im Wundgebiet auftreten oder die Schmerzen aus nicht erklärlichen Gründen nicht abklingen, kann eine Behandlung natürlich auch eher stattfinden.

Bleiben Sie gesund!

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (1)


03.05.2018 - 19:10 Uhr

Sehr gerne möchte ich die Adresse der Therapeutin...

von Sarah C.

... des vorhergeneden Artikels. Ist das möglich? Ich hatte vor 3 Jahren 2 Bandscheiben OP und habe Schmerzen wie verrückt die auch mit Morphin nicht besser werden.

Frau Spiecker

Antwort vom Autor am 07.05.2018
Jutta Spiecker

Sehr geehrte Frau C., gerne können Sie mich kontaktieren, z.B. über meine Website www.naturheilpraxis-spiecker.de . Dort finden Sie weitere Informationen zu meiner Arbeit sowie die Adresse und eine Anfahrtskarte. Sollten Sie nicht aus der näheren Umgebung kommen, können Sie mit mir intensive Behandlungs-Pakete Mo-Di oder Do-Fr vereinbaren. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen können Sie 3-4 Behandlungen sowie Beratung und ggf. Gesundheits-Übungen erhalten. Vielen Dank für Ihr Interesse. Gute Besserung wünscht Jutta Spiecker


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