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Fußschmerzen am Ballen: Woher sie kommen & wie sie behandelt werden

Dr. Eberhard

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© DragonImages - fotoliaBesonders Frauen, die häufig hohe Schuhe tragen, leider oft an Schmerzen im Fußballen. (© DragonImages - fotolia)Der Ballen ist unser natürlicher Stoßdämpfer. Er sieht zwar klein aus, muss allerdings jede Menge aushalten und das tagtäglich!

Aus was besteht unser Ballen?

Sie werden es wahrscheinlich nicht gerne hören, aber er besteht aus Strukturfett. 

Dabei handelt es sich um einen ganz besonderen Fettkörper. Er ist nämlich „unverrückbar“. Wenn dieser hinundherrutschen könnte, wäre das vergleichbar mit einem Gummiball, auf dem wir täglich laufen. Für solche Dinge gehen wir heute eher in den Zirkus, um uns bespaßen zu lassen.

Nun ja, zurück zum Thema: Die Ferse, der Fußaußenrand und der Fußballen bilden das Gerüst, auf dem das gesamte Körpergewicht des Menschen verteilt wird. Die Ferse, und auch der Fußballen, tragen den größten Teil unseres Gewichtes. Daher können Schmerzen im Fußballen für jeden Einzelnen sehr belastend sein.


Doch wieso melden sich überhaupt Schmerzen im Fuß?

Klar, wenn im Fußballen eine Scherbe steckt, ergibt es für uns Sinn, dass der Fuß schmerzt. Doch es gibt auch häufig Fälle, in denen von außen nichts erkennbar ist.

Eigentlich gibt es noch zwei weitere Ursachen für den stechenden Schmerz im Fußballen: 

  • 1. Chronische Erkrankung
  • 2. Lange Überbeanspruchung

Wie kann es zu einer Überbeanspruchung kommen?

Einfach nur, weil man von A nach B läuft? Oh nein! Zu einer Überbeanspruchung kann es durch das falsche Schuhwerk, starkes Übergewicht oder eine lange einseitige Belastung des Fußes kommen. Gerade Frauen, die eine Vorliebe für hohes Schuhwerk (wie High Heels) haben, belasten den Fußballen durch die Gewichtsverlagerung besonders.

Die Folge ist der bekannte Spreizfuß und Schmerzen im Fußballen. Fußfehlstellungen müssen nicht rein durch das falsche Schuhwerk entstehen. Sie können auch angeboren sein und sollten dann folglich von einem Orthopäden durch individuelle Einlagen ausgebessert werden. So ist wieder ein angenehmes Gehen ohne Schmerzen im Fußballen möglich.

Entzündungen an der Knochenhaut oder Brüche der Zehengrundgelenke sind Erkrankungen, die zu Schmerzen im Fußballen führen können. Gichterkrankungen sind Stoffwechselerkrankungen, bei denen Harnsäurekristalle in den Gelenken angelagert wird. Die Schmerzen können hier so stark sein, dass sie in den ganzen Fuß ausstrahlen. Oft ist dann das normale Gehen unmöglich – und damit ist man im Alltag ganz schön aufgeschmissen.

Trifft keiner der oben geschilderten Fälle zu, kann auch ein Knochentumor die Ursache sein. Liegt der Verdacht auf einen Tumor nahe, sollte natürlich sofort ein Arzt zurate gezogen werden.


© Sentello - fotoliaWoher kommen die Schmerzen im Fußballen? (© Sentello - fotolia)Wie wird der Fußballen am besten behandelt? 

Erstmal ist es wichtig, die Ursache für die Schmerzen festzustellen. Woher kommen sie? Wie äußern sie sich? Meist treten sie direkt nach der Belastung auf. Der Patient verspürt einen ziehenden, stechenden Schmerz. Das kann mit einem latenten Taubheitsgefühl oder einem unangenehmen Kribbeln einhergehen. Bei der Gicht ist die betroffene Stelle gerötet und geschwollen.

Je nach Ursache der Schmerzen im Fußballen gibt es unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten:

  • 1. Konservativ
  • 2. Mithilfe von Medikamenten
  • 3. Operativer Eingriff

In jedem Fall sollte bei langanhaltenden Schmerzen im Fußballen immer ein Arzt in Anspruch genommen werden – und bitte keine Selbstdiagnose mithilfe von Google. Hier sind eindeutige Diagnosen notwendig. Oft liegt die Ursache für die Schmerzen überhaupt nicht dort, wo der Patient sie vermutet.

Bei einer Überbeanspruchung verschwindet der Schmerz meist von allein. Bei wieder auftretenden Schmerzen hilft es oft nur noch, den Fuß komplett ruhigzustellen.


Ohne Schmerzen durch das Leben laufen

Wir können uns an dieser Stelle nur wiederholen: Auf das richtige Schuhwerk kommt es an! Schuhe, die den Fuß nicht einengen, mit weichem und dehnbarem Material und einem polsterndem Fußbett, verhindern erfolgreich, dass die Füße schneller ermüden.

Bei einer Gichterkrankung und Gichtanfällen muss besonders auf die Ernährung geachtet werden. So sind Alkoholgenuss und eine Ernährung mit hohem Puringehalt wie Fleisch oder Fisch verantwortlich für einen Gichtanfall.

Tendieren Sie zu einem Spreizfuß? Dann laufen Sie doch öfters bewusst barfuß. Das ist ein erprobtes Mittel, um die Fußmuskulatur zu stärken. Zusätzlich gibt es hierfür auch viele tolle Übungen. Eine weitere Möglichkeit sind von einem Orthopäden individuell angepasste Einlagen. Damit heißt es: Bye bye Fußschmerzen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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