Natürlich schöne Haut: Wirkung und Anwendungsgebiete der Hyaluronsäure

Frau HP Arlom

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© Picture-FactoryHyaluronsäure kann der Haut wieder zu ihrem alten Glanz verhelfen. (© Picture-Factory)Die Unterspritzung mit Hyaluronsäure macht selbst sonnengschädigte Haut wieder schön: Nach der Regenerationsbehandlung wird pergamentartige Haut praller und feinporiger.

So regeneriert Hyaluronsäure die Haut

Um eine Haut zu regenerieren, die ihren jugendlichen Glanz verloren hat, ist die Unterspritzung mit Hyaluronsäure am besten geeignet. Selbst gravierend sonnengeschädigte Haut kann nach der Unterspritzung wieder schön werden.

Der professionelle Behandler spritzt die Hyaluronsäure genau in die Hautschicht, wo der Körper in jungen Jahren auf die eigene Hyaluronsäure zugreift und auch Kollagen und Elastin produziert werden. Indem hochwertige vernetzte Hyaluronsäure großflächig eingebracht wird, kann sogar stark sonnengeschädigte Haut wieder Feuchtigkeit binden und sich langfristig regenerieren.

Das geschieht in mehreren Behandlungsstufen. Dabei wird die Hyaluronsäure größtenteils sanft eingebracht und kann ihre Wirkung sofort entfalten, ohne die Haut unnötig zu verletzen und erneut zu belasten. 


Jeder Sonnenbrand ist ein Schritt auf dem Weg in die Altershaut

Durch die UV-Strahlung im Sonnenlicht vermehren sich die Bindegewebsfasern in der Haut. Folglich verdickt sich die Haut und bildet Falten – die sogenannte Elastose entsteht. Sie zeigt sich vor allem im Gesicht und auf der zarten und dünnen Haut an Dekollté, Hals und Händen.

Im Gesicht ist zuerst die dünne Haut auf der Stirn und an den Schläfen betroffen. Vielfach bemerken Patienten plötzlich Krähenfüße um die Augen herum oder Lachfalten, die sich tief in die Haut eingraben. Später sind die Schäden auch auf den Wangen sichtbar - sowohl als knittrige Haut als auch in Form von Pigmentstörungen. Besonders ungünstig ist die Kombination von Mimikfalten, wie etwa den sogenannten Raucherfalten, und durch Sonne gestresste Haut. Diese unschönen Mundfalten zeigen sich besonders deutlich und lassen oft sogar den Mund älter aussehen als das restliche Gesicht.


© hriana - FotoliaAuch bei Aknenarben kann Hyaluronsäure die Haut bei der Regeneration unterstützen. (© hriana - Fotolia)Hyaluronsäure ist der Stoff, der unsere Haut jugendlich, straff & feinporig hält

Hyaluronsäure bindet nicht nur Feuchtigkeit, sie sorgt auch für die Bildung von Kollagen und Elastin, das wie ein Stützkorsett für unsere Haut wirkt. Ist die natürliche Produktion von Hyaluronsäure gestört, verliert die  Haut ihre Fähigkeit, sich zu regenerieren. Die geschädigte Haut wird großporig und knittrig wie Pergamentpapier.

Natürlich gibt es viele Gründe für geschädigte Haut, aber die häufigsten Ursachen sind zu viel Sonne, Akne oder Vernarbungen.


Wie regeneriert sich die Haut?

In jungen Jahren braucht die Haut etwa 28 Tage, um sich zu erneuern. Ab dem 30. Lebensjahr verlangsamt sich dieser Rhythmus und die Produktion von Hyaluronsäure, Kollagen und Elastin nimmt stetig ab. Damit verliert die Haut nach und nach die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu binden und sich zu regenerieren.

Kosmetikprodukte können diesen Mangel an körpereigener Hyaluronsäure nicht ausgleichen. Keine Creme oder Maske schafft es, in die Tiefen der Haut vorzudringen. Die Moleküle der Produkte sind einfach zu groß. Und das ist ein Glück. Denn sonst gelänge es auch anderen möglicherweise schädlichen Stoffen, ungehindert in die tiefen Hautschichten und damit in unseren Körper zu gelangen.


Keine unbekannte oder billige Hyaluronsäure spritzen lassen 

Doch auch minderwertige Hyaluronprodukte oder die falsche Technik bei der Unterspritzung regeneriert nicht die geschädigte Haut, sondern kann zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Die professionelle Unterspritzung mit hochwertiger Hyaluronsäure in die richtige Hautschicht leitet den Regenerationsprozess hingegen sofort ein.

Falsche Unterspritzungen führen sehr oft zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Knötchen, Verhärtungen, Überempfindlichkeitsreaktionen oder Allergien. Der falsche Filler in die falsche Hautschicht und in falscher - zu hoher - Dosierung in die Haut gespritzt, führt zu platten Mondgesichtern oder überpolstert aussehenden Kissengesichtern. Und einer Mimik, die sich beim Sprechen oder Lächeln clownhaft verschiebt.


Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Unterspritzung von Hyaluronsäure?

Die Behandlung mit Hyaluronsäure zur Hautregeneration sollte so früh wie möglich beginnen. Denn auch junge Haut ist oft schon durch UV-Strahlung oder durch RauchenAlkohol oder Stress geschädigt. Neben Sonnenanbetern sind vor allem Menschen gefährdet, die sich viel im Freien aufhalten: Also jene, die viel im Garten arbeiten oder joggen, Tennis spielen, golfen oder segeln. Dabei sind von Natur aus hellhäutige Menschen zwar besonders gefährdet, aber auch stärker pigmentierte, dunklere Haut nimmt auf Dauer Schaden.

Die Crux: Vor allem Sonnenschäden zeigen sich häufig erst Jahre später. Wenn die Haut immer trockener wird, verschwindet der jugendliche Glanz. Das ist ein Zeichen dafür, mit einer Regenerationsbehandlung zu starten. 

Hyaluronsäure hilft auch bei Aknenarben und akuter Akne. Sie sollte so schnell wie möglich mit Hyaluronsäure behandelt werden, um das Blühen der Akne zu stoppen und weitere Narbenbildung zu verhindern. Zudem können mit der Unterspritzung von Hyaluronsäure Narben verbessert werden.

Grundsätzlich lassen sich folgende Stadien geschädigter Haut durch Injektion von Hyaluronsäure verbessern:

  1. Hyaluronsäure dient zur Vorbeugung von Schäden und zur Verlängerung des jugendlich frischen Aussehens bei Frauen und Männern.
  2. Vergrößerte Poren lassen sich verkleinern. 
  3. Hyaluronsäure eignet sich sehr gut zur Behandlung von akuter, blühender Akne.
  4. Akne-Narben sind nach der Unterspritzung mit Hyaluronsäure deutlich weniger sichtbar.
  5. Trockener werdende oder dehydrierte Haut wird durch die Unterspritzung mit Hyaluronsäure wieder prall und elastisch.
  6. Beginnende Falten verschwinden durch die Unterspritzung mit Hyaluronsäure. 
  7. Durch Licht verursachte Alterung im Gesicht und am Körper lässt sich weitestgehend beheben.

© ariwasabi - iStockDie Behandlung mit Hyaluronsäure sollte früh begonnen werden, da sich die Haut dann besser selbst regenerieren kann. (© ariwasabi - iStock)Wie effektiv ist die Behandlung mit Hyaluronsäure?

Der Erfolg der Hyaluronsäurebehandlung hängt vom Produkt und vom Behandler ab. Ein geschädigtes Hautbild kann erfahrungsgemäß ausschließlich durch die Unterspritzung mit hochwertiger stabilisierter, vernetzter Hyaluronsäure nachhaltig verbessert werden. Nicht vernetzte oder halbvernetzte Hyaluronsäurefiller erfüllen diesen Zweck hingegen nicht, weil sie sich zu schnell wieder abbauen. 

Die sonnengeschädigte oder gestresste Haut beginnt nach der Hyaluronsäure-Injektion mit der Regeneration. Dennoch erfordert die Behandlung Geduld. Und je älter ein Mensch ist, desto länger braucht der Prozess. Denn der physiologische Regenerationszyklus nimmt leider ab dem 30. Lebensjahr rapide ab. Bei gestresster und geschädigter Haut ist der natürliche Erneuerungsprozess zusätzlich beeinträchtigt oder weitgehend zerstört. Deshalb reicht eine einzelne Behandlung erfahrungsgemäß nicht aus. 

Vielmehr gilt es, die Haut über mehrere Sitzungen hinweg in einen nachhaltigen Regenerationsprozess zu führen. Je nach Schwere der Schäden sollten mehrere Wochen Abstand zwischen den Behandlungen liegen. So hat die Haut genügend Zeit, die eingebrachte Hyaluronsäure in den nächsten Regenerationszyklus zu integrieren und allmählich wieder praller und elastisch zu werden.

Auf einen Blick

Arbeitsausfall: Die Patienten können direkt nach der Behandlung wieder zur Arbeit gehen. Eventuelle Hautrötungen lassen sich mit Make-up abdecken.
Schmerzen: nur leichte Schmerzen
Verhaltenstipps nach der Behandlung:
  • Generell gilt es, starke Sonneneinstrahlung zu meiden und auf Sport direkt nach der Behandlung zu verzichten.
  • Bluthemmende Medikamente wie Aspirin sollten nicht genommen werden.
Behandlungsdauer: abhängig von der Ausgangsituation

 

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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