Festsitzende Zahnspange: 5 Tipps für eine bessere Mundhygiene

Worauf sollte man bei der Hygiene einer festen Zahnspange achten? (© Igor Mojzes - fotolia)

Eine gute Mundhygiene ist für den Schutz der Zähne von großer Bedeutung und essenziell für einen langfristigen Zahnerhalt. Besonders während einer Behandlung mit festsitzenden Zahnspangen, die das Reinigen der Zähne erschweren, muss auf eine gute Mundhygiene geachtet werden, um Zahnhartsubstanzschäden zu vermeiden.

Eine feste Zahnspange erfordert eine besonders gute Mundhygiene

Bei einer festen Zahnspange werden kleine Brackets auf der Zahnoberfläche fixiert. Über einen Drahtbogen, der die Brackets miteinander verbindet, werden die Zähne in die richtige und gewünschte Endposition gebracht.

An der festen Zahnspange können jedoch leicht Essensreste hängenbleiben und es können sich Zahnbeläge ansammeln. Die Beläge enthalten Millionen von Bakterien, die mit ihren Stoffwechselprodukten nach gewisser Zeit die Zähne angreifen.

Besonders im direkten Bracketumfeld und unter dem Draht bleiben gerne Essenreste zurück. Um eine Demineralisierung der Zähne, Parodontitis und Karies zu verhindern, ist es besonders hier erforderlich, die Zähne gründlich und regelmäßig zu putzen. Zur Vorbeugung der gerade genannten Folgen, ist es empfehlenswert, das Bracketumfeld zu versiegeln, um somit die Mundhygiene zu erleichtern und die Zähne zu schützen.

5 Tipps für eine bessere Mundhygiene

Um eine gute Mundhygiene auch mit festsitzender Zahnspange zu erreichen, können folgende Routine-Tipps helfen:

  1. Regelmäßig mindestens morgens und abends die Zähne von außen, innen und auf den Kauflächen für drei Minuten putzen. Um zu vermeiden, dass Bereiche vergessen werden, ist es ratsam, sich ein System anzugewöhnen. Zum Beispiel fängt man mit den Außenflächen der oberen Zähne an und geht hier von ganz hinten auf der einen Seite nach ganz hinten auf der anderen Seite. Im Anschluss reinigt man mit dem gleichen Verfahren die Innenseite der Oberkieferzähne. Zum Schluss aber nicht die Kauflächen vergessen. Das Gleiche wiederholt man dann auch im Unterkiefer.
  2. Besonders hilfreich ist, die Zahnbürste bei der Reinigung der Außenflächen gewinkelt zu halten, so dass „schräg“ unter den Brackets gesäubert werden kann. Zwischen Zahnfleisch und Brackets liegt der schwächste Bereich der Zähne.
  3. Bereiche, an die man mit der normalen Zahnbürste nicht oder nur erschwert rankommt, sollten mit einer Interdentalbürste reinigt werden, die in Drogerie-Märkten und Apotheken erhältlich sind. Dies bezieht sich besonders auf die Zahnzwischenräume und die Bereiche um die Brackets herum.
  4. Zusätzlich zur Interdentalbürste sollten die Zahnzwischenräume mindestens zwei Mal die Woche mit Zahnseide gereinigt werden. Hierzu fädelt man die Zahnseide vorsichtig durch den Bogen in die Zahnzwischenräume.
  5. Die Zähne sollten außerdem einmal die Woche mit einer Zahnpasta mit erhöhtem Fluoridanteil geputzt werden. Das Fluorid stärkt die Zahnhartsubstanz.


Fazit

Damit die kieferorthopädische Behandlung reibungslos ablaufen kann und die Zähne vor Karies und Parodontitis geschätzt sind, ist eine gute Mundhygiene das A und O. Zudem ist es angeraten, zwei Mal jährlich zum Zahnarzt zur Kontrolle zugehen, um beispielsweise eine entstehende Karies frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln.

Darüber hinaus sollten harte Lebensmittel wie Möhren vorher kleingeschnitten werden und auf klebrige Süßigkeiten verzichtet werden, um Schäden an der Zahnspange zu vermeiden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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