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Zähne & Körper – eine ganz enge Beziehung: So kann der Zahnarzt helfen

Dr. Ludwig

von
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© Picture-Factory - fotoliaDie wenigsten würden ihre Nackenschmerzen dem Zahnarzt vorstellen - oft lässt sich jedoch genau hier die Ursache finden. (© Picture-Factory - fotolia)Wer regelmäßig beispielsweise unter Kopfschmerzen leidet, wird die Ursache nicht so schnell bei den Zähnen suchen. Aber genau von dort könnten die Schmerzen kommen. Denn Zähne und Körper stehen in einer engen Beziehung zueinander. Sie geht weit über den Zahnhalteapparat hinaus, der das Gebiss mit dem Rest des Körpers verbindet.

Beide beeinflussen sich gegenseitig und so wird die Zahngesundheit zu einer der Grundlagen für die Allgemeingesundheit.


Wie die Zähne auf den Körper wirken

Bei gesunden Menschen verteilen sich die Belastungen beim Kauen von Nahrung gleichmäßig auf die Gelenke und Muskeln in den Kiefern. Haben Zähne oder Kiefer eine Fehlstellung entwickelt, fehlen Zähne oder sitzt Zahnersatz schlecht, gerät dieses System aus dem Gleichgewicht.

Das Gehirn versucht, den Fehler über eine geänderte Steuerung der Kaumuskulatur zu kompensieren. Am Ende verursacht er dadurch aber noch mehr Schaden. Es kommt zu einseitigen Belastungen, vorschnellem Verschleiß und Beschädigungen einiger Zähne, Problemen im Kiefergelenk oder Muskelverhärtung an den Kiefern.

Von dort breiten sich die Probleme weiter aus, weil sich nun als Ausgleichsversuch auch die Muskelspannung im Bereich der Halswirbelsäule verändert. Es wächst ein komplexes Muster an Verspannungen, die sich bald äußern in


Kranke Zähne und ihre Wirkung auf den Körper

Einen anderen negativen Einfluss üben entzündliche Zahn- oder Zahnfleischerkrankungen aus. Manche davon bleiben unbemerkt. Ohne eine Behandlung können die Bakterien an den Entzündungsherden in die Blutbahn gelangen und an weiteren Stellen oder Organen im Körper zusätzliche Entzündungen oder Erkrankungen auslösen. Einzelne oder mehrere Entzündungen bedeuten dann Dauerstress für die Immunabwehr.

Das Immunsystem registriert einen chronischen Krankheitszustand und meldet diesen auch dem zentralen Nervensystem. Daraus folgt eine evolutionsbiologische Reaktion, die bei Krankheit eigentlich Energie sparen soll: Es stellen sich Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit und ein sozialer Rückzug ein. Die Symptome ähneln denen einer Depression. Die kann sich auch tatsächlich entwickeln, wenn dieser Zustand über längere Zeiträume anhält.


Hilfe vom Zahnarzt bei Rückenschmerzen und anderen Krankheiten

In der Zahnmedizin und in anderen medizinischen Fachrichtungen ist das Bewusstsein für diese Zusammenhänge und Wechselwirkungen zuletzt stark gewachsen. Alle gemeinsam betrachten ihre Patienten heute ganzheitlicher und arbeiten bei Therapien verstärkt Hand in Hand, wo es der Heilung der Patienten dient. Jeder leistet dazu seinen Beitrag im Rahmen des Fachgebiets und alle haben dabei ein Ziel: die Gesamtgesundheit der Patienten. Diese reagieren nach wie vor eher klassisch.

Zum Beispiel bei Rückenschmerzen suchen sie zunächst einen Orthopäden oder einen Physiotherapeuten auf. Deren Therapien helfen zwar meist und lindern die Probleme kurzfristig, längerfristig kehren die Beschwerden aber immer wieder zurück. Hier – und grundsätzlich – lohnt es sich, Schmerzen und Gesundheitsprobleme auch mit dem eigenen Zahnarzt zu besprechen, damit dieser gezielt Mund- und Kieferbereich auf mögliche Ursachen untersuchen kann.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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