Artikel 09/11/2015

Der grippale Infekt - Verlauf und Hilfe

Team jameda
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Als grippalen Infekt bezeichnen wir im Volksmund eine Infektion der Atemwege durch einen von Hunderten von Erkältungsviren bzw. -bakterien. Halskratzen, Husten, Schnupfen und Heiserkeit begleitet von Fieber und Gliederschmerzen sind hierbei wechselnd auftretende, unspezifische Symptome, die zunächst nicht auf den Erreger schließen lassen.

Virusinfekt oder bakterielle Infektion?

Ein vages Unterscheidungsmerkmal ist die Beschaffenheit des Sekretes, welches ausgeschneuzt und abgehustet wird. Bei  Virusinfekten erscheint dieses eher klar oder weißgelblich, bei einer bakteriellen Infektion dunkelgelb oder gar grünlich. Gleichzeitig kann sich auf eine zunächst virale Infektion nach circa 3 Tagen der Erkrankung eine bakterielle Superinfektion bei nun schon angegriffener Schleimhaut aufsatteln: es kommt dann zu einer sekundären Verfärbung des Sekretes bzw. Auffieberung. In der modernen ärztlichen Praxis  wird  die Unterscheidung durch die Bestimmung des C- reaktiven Proteins (CRP-Wert) im Schnelltest durchgeführt. Somit ist bei entsprechender Indikation abzuschätzen, ob eine Antibiotikagabe von Nutzen sein wird, sofern es sich nämlich um einen  bakteriellen Infekt handelt.

Ein grippaler Infekt ist keine Grippe

Wichtig ist: eine Grippe im eigentlichen Sinn ist nur die Infektion durch den Influenza Virus, gegen den saisonal alle Menschen über 60 Jahre  und alle chronisch herz- oder lungenkranken geimpft werden sollten. Zur Vermeidung einer Lungenentzündung als Komplikation einer tiefen Atemwegsinfektion sollten dieselben Bevölkerungsgruppen auch gegen Pneumokokken, die häufigsten bakteriellen Erreger einer Pneumonie geimpft werden.

Was tun gegen den grippalen Infekt?

Allgemein empfiehlt sich die Einnahme von Nasentropfen aus Einzelportionierungen. Auch die Inhalation wird oft als hilfreich empfohlen. Hier empfiehlt sich entweder Sole zu inhalieren, dazu etwa einen gehäuften Esslöffel Salz pro Liter Wasser aufkochen, oder einen Kräutersud aus Kamille, Salbei, Thymian. Bei Gliederschmerz als Ausdruck der Ausbreitung der Viren durch den Körper hilft die Einnahme von Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin) oder Ibuprofen und ggf. Hustenstiller (Codein) zur Nacht. Schleimlöser sind oft von fraglichem Nutzen.

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