Ablauf, Dauer, Risiken: Die 9 häufigsten Fragen zum künstlichen Kniegelenk

Ein künstliches Kniegelenk kann wieder zu viel Lebensqualität zurück verhelfen - darauf sollten Sie achten! (© alarico73 - fotolia)

Brauche ich wirklich ein künstliches Kniegelenk? Wo finde ich einen Spezialisten? Und was ist nach der OP zu beachten? Dieser Artikel fasst die häufigsten Fragen zu Knie-TEPs zusammen. 

1. Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein künstliches Kniegelenk?

Wenn körperliche Einschränkungen, Schmerzen und Medikamente zum Alltag gehören, sollte über eine Operation nachgedacht werden. Des Weiteren sind die folgenden Aspekte zu berücksichtigen:

  • Wurden alle konservativen Maßnahmen ausgeschöpft? 
  • Leidet Ihre Lebensqualität durch die Beschwerden?
  • Besteht ein hoher Leidensdruck mit starkem Schmerz oder Dauerschmerz?
  • Ist Ihre Beweglichkeit deutlich eingeschränkt?
  • Vermeiden Sie körperliche Anstrengungen aufgrund von Schmerzen und trainieren Sie somit kaum noch Ihr Herz-Kreislaufsystem?
  • Müssen Sie sich im Sozialleben einschränken?


2. Wie lange hält eine Knieprothese?

Die durchschnittliche Standzeit einer Knieprothese beträgt 15 Jahre. Nach einem gewissen Zeitraum lockert sie sich aus ihrer Verankerung im Knochen. Es gibt aber auch Patienten, die wesentlich länger als 15 Jahre mit ihrem neuen Knie zurechtkommen.

Insgesamt kann diese Frage nicht ganz einfach beantwortet werden. Die aktuell verwendeten Materialien haben eine sehr hohe Haltbarkeit und viele Studien bestätigen eine Standzeit der Prothesen von mehr als zehn Jahren. Statistisch gesehen wird die Prothese mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % über 10 Jahre halten. Das bedeutet, dass nach zehn Jahren von 100 implantierten Kunstgelenken nur fünf gewechselt wurden.

Längere Standzeiten sind natürlich möglich. Eine individuelle Vorhersage lässt sich leider nicht treffen. Nach 20 Jahren sind in der Regel noch 80 % der Kunstgelenke fest.


3. Muss immer das ganze Kniegelenk ersetzt werden? Welche Modelle gibt es?

Es gibt drei wesentliche Modelltypen. In 80 % kommt eine Oberflächen-Prothese zum Einsatz. Dabei werden die defekten Gelenkanteile entfernt und der darunterliegende Knochen am Ober- und Unterschenkel überkront. Dazwischen befindet sich eine Plastikscheibe.

Rund 15 % der Patienten werden mit einer unikondylären Schlittenprothese versorgt, auch als Uni- oder Hemischlitten bezeichnet. Dabei wird nur eine Gelenkseite ersetzt. In 5 % der Fälle muss eine gekoppelte Prothese verwendet werden. Dabei sind das Oberschenkel- und das Unterschenkelteil miteinander verbunden und die Schäfte im Knochen mit Stielen verankert.


Knieprothesen sollten am besten in spezialisierten Operationszentren eingesetzt werden. (© Monkey Business - iStock)
4. Warum sollte die Operation in einem zertifizierten Endo-Prothetik-Zentrum (EPZ) durchgeführt werden?

Die Fachverbände für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie haben hohe Qualitätsstandards für die Durchführung von Kunstgelenk-Operationen entwickelt.

Kliniken oder Operationszentren, die diesen Anforderungen gerecht werden, haben das Zertifikat des sogenannten Endo-Prothetik-Zentrums (EPZ) erworben. Jährliche Überprüfungen durch externe Kontrolleure sorgen für eine exzellente operative Expertise. Das stellt ein entscheidendes Sicherheitskriterium für die Patienten dar.

Jeder Operateur muss sowohl für die erstmalige Zertifizierung als auch für die jährliche Re-Zertifizierung eine Mindestmenge an implantierten Prothesen vorweisen.


5. Wie wird die Operation technisch geplant?

Vor der Operation wird anhand eines aktuellen Röntgenbildes des gesamten Beines eine computergestützte Simulation der Knochenschnitte und eine Korrektur der Beinachse durchgeführt. Somit kann Größe, Lage und Typ der Prothese festgelegt werden.


6. Welche Rolle spielt das Körpergewicht des Patienten?

Der Verschleiß des Gelenkes ist eine Folge der Überlastung, die durch Übergewicht ausgelöst werden kann. Übergewicht kann weiterhin die Lebensdauer von Kunstgelenken durch eine erhöhte Beanspruchung vermindern.


7. Was ist bei sportlicher Betätigung nach der Operation zu beachten?

Nachdem das Kunstgelenk eingesetzt wurde, müssen sich die Weichteile, wie Sehnen und Bänder, an die neue Belastung anpassen. Vor der Operation haben sich oft Einschränkungen der Kraft, Ausdauer und Koordination aufgrund der Abnutzung und Schmerzen eingestellt.

Nach drei bis sechs Monaten Sportpause kann abhängig von Muskelaufbau und Sportart wieder mit dem Training begonnen werden. Leichtes Fahrradfahren auf einem Hometrainer ist meist schon in der Reha möglich. Eine kräftige Muskulatur schützt das operierte Gelenk.

Gut geeignete Sportarten sind

  • Radfahren
  • Gymnastik
  • Nordic Walking
  • Schwimmen
  • Tanzen
  • Golf
  • Wassergymnastik
  • Skilanglauf

Sportarten wie Nordic Walking eignen sich sehr gut, da die Knie hier nicht zu stark belastet werden. (© Jacek Chabraszewski - fotolia)
Im Fitness-Studio oder zu Hause kann ein Home- oder Crosstrainer genutzt sowie Krafttraining unter Anleitung durchgeführt werden.

Beim Wandern wird empfohlen, einen Wanderstock zu benutzen, sodass Sie sich beim Bergabgehen abstützen können. Dabei gilt außerdem: Lieber bergauf wandern und bergab fahren.

Auf Joggen, Ballsportarten (Tennis oder Squash) und Mannschaftssportarten wie Fußball, Volleyball oder Handball sollten Sie wegen der hohen Stoßbelastung verzichten. Gleiches gilt für Kampfsportarten wie Judo, Karate und Taekwondo.


8. Wie kann das Risiko einer Infektion des eingesetzten Kunstgelenkes vermindert werden?

Vor der Operation ist eine gute Hautpflege sehr wichtig. Alle Wunden, Kratzer oder Pickel sollten vollständig abgeheilt sein. Chronische Entzündungen im Körper sollten behoben werden. Allergien und frühere Infektionen müssen dem Operateur stets mitgeteilt werden.

Das Kunstgelenk ist ein Fremdkörper. Um zu vermeiden, dass Bakterien über die Blutbahn an das Kunstgelenk verschleppt werden, ist eine zeitnahe antibiotische Behandlung von eitrigen Entzündungsherden notwendig.

Bei Zahnbehandlungen sollte - wie bei einer künstlichen Herzklappe - ein Antibiotikum zum Schutz verabreicht werden, um zu vermeiden, dass sich freigesetzte Bakterien streuen. Bitte weisen Sie Ihren Zahnarzt auf ein Kunstgelenkes hin. Empfohlen wird 1g Amoxicillin eine Stunde vor dem Eingriff.


9. Muss das Kunstgelenk kontrolliert werden?

Nach der Rehabilitation kontrolliert Ihr Operateur, alternativ ein Orthopäde, das Kunstgelenk. Es werden im Anschluss jährliche Kontrollen empfohlen. Bei akuten Beschwerden sollte immer sofort ein Orthopäde aufgesucht werden.


Zusammenfassung

Operationsdauer ca. 60 bis 90 Minuten
Krankenhausaufenthalt ca. sieben Tage
Laufen an Unterarmgehstützen ca. drei Monate
Rehabilitation ambulante oder stationäre Rehabilitation über ca. drei Wochen
Arbeitsunfähigkeit ca. drei bis sechs Monate
Komplikationen

typische Risiken wie bei allen Operationen mit Fremdmaterial:

  • Infektion
  • Revision
  • Beinvenenthrombose
  • notwendige Wechseloperation nach Jahren
Erfolgsraten über 80 % zufriedene Patienten
Behandlungsalternativen konservative Arthrose-Therapie
Kostendeckung der Krankenkasse Kosten werden komplett gedeckt

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (52)

Johannes, 18.05.2021 - 15:16 Uhr

Hallo, bei meiner Oma wurde durch ein MRT starke Arthrose, eine Entzündung und ein Erguss im linken Knie festgestellt. Das MRT wurde gemacht, da sie in letzter Zeit vor Schmerzen nicht mehr auf ihr linkes Bein auftreten kann. Kurzum, der Hausarzt hat gesagt, dass normalerweise in solchen Fällen das Kniegelenk ersetzt werden würde. Normalerweise, weil dieser Eingriff bei meiner Oma vermeintlich unmöglich ist. Sie hat seit sie 21 Jahre alt ist (mittlerweile 73) eine Prothese am rechten Bein hüftabwärts. Der Stumpf ist sehr, sehr klein. Somit kann sie das betroffene Knie nach einer OP nicht schonen, da sie nur dieses eine Bein hat. Was können Sie empfehlen? Raten Sie zu einer Operation des Kniegelenks? Gibt es andere Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern? Gibt es eine Operationsmethode, nach der das Knie schneller wieder belastet werden kann?

Antwort von Dr. med. Julian Dexel, verfasst am 19.05.2021

Lieber Patient, eine Kunstgelenkversorgung ist auch in diesem speziellen Fall möglich. Eine genaue klinische Untersuchung und Besprechung der vor und Nachteile ist notwendig. Wenn die konservativen Behandlungsmehtoden ausgeschöpft sind und der Leidensdruck entsprechend hoch ist kommt ein Kunstgelenk in Frage. viele Grüße Dr. Dexel

Britta B., 11.05.2021 - 15:04 Uhr

hallo ich bekomme im juli ein künstliches kniegelenk links:an dem linken knie wurde schon zehn mal operiert.meine frage durch die schmerzen im linken knie wurde mein rechtes bein sehr belastet und es schmerzt auch sehr.was kann ich tun das die schmerzen im rechten beib besser wewird bevor ich operiert werde dann wird es nochmal so stark belastet und ich fürchte das ich dann kaum laufen kann.

Antwort von Dr. med. Julian Dexel, verfasst am 17.05.2021

Lieber Patient, nach einer Kniegelenksoperation werden sie Schmerzmittel erhalten die sowohl für das frisch operierte als auch das überlastete Kniegelenk helfen. Ggf. kann eine präoperative gezielte Physiotherapie den muskulären Status verbessern. viele Grüße Dr. Julian Dexel

Rosemarie P., 08.05.2021 - 22:13 Uhr

Bei mir wurde eine Knie Tep vorgenommen. Seit der Operation sind 4 Wochen vergangen und das Knie ist immer noch dick und schmerzt sehr. Trotz Reha ist eine Beugung von 75 Grad nur möglich und eine Streckung von -4 Grad. Was könnte der Grund sein?

Antwort von Dr. med. Julian Dexel, verfasst am 10.05.2021

Lieber Patient, meistens sind Verklebungen im Kniegelenk ursächlich für eine eingeschränkte Beugung, andere Ursachen sollten aber ausgeschlossen werden. Es kann sein, dass in einem solchen Fall eine Narkosemobilisation Sinn macht - dies kann aber nur in Kenntnis der gesamten Krankengeschichte endgültig empfohlen werden. viele Grüße Dr. Julian Dexel

Armin K., 03.05.2021 - 20:22 Uhr

Meine Frau hat 2 Wochen nach der Knie op die Krankheit GBS bekommen. Kann es sein das sie eine Allergie gegen das neue Gelenk bekommen hat ? Danke für eine Antwort. Armin K.

Antwort von Dr. med. Julian Dexel, verfasst am 06.05.2021

Lieber Patient, GBS ist eine Autoimmunreaktion auf eine vermutlich vorausgegangene Infektion mit Viren oder Bakterien. Die genaue Ursache der Erkrankung ist jedoch noch unklar. Ein Zusammenhang mit einer möglichen Metall-Allergie ist mir nicht bekannt und unwahrscheinlich, da eine Metall - Allergie, nicht mit einer Autoimmunreaktion verglichen werden kann. viele Grüße Dr. Dexel

Matthey, 02.05.2021 - 12:23 Uhr

Sehr geholfen

Antwort von Dr. med. Julian Dexel, verfasst am 03.05.2021

Vielen Dank!!!

starke, 01.05.2021 - 11:05 Uhr

habe am 25 februar ein neues kniegelenk links bekommen habe immer noch schmerzen bei belastung im kniegelenk probleme mit der beugung und streckung physio terapeutin ist auch nicht zufrieden ortopäde sagt vor ca. zwei wochen das ist ok bis jetzt noch keine besserung würde gerne zweite meinung einholen bei dem artzt der mich operiet hat ist das so der richtige weg bin 51 jahre

Antwort von Dr. med. Julian Dexel, verfasst am 03.05.2021

Lieber Patient, es ist nicht ungewöhnlich, dass nach einer Knie TEP Operation sich ein verzögerter Heilungsverlauf einstellt. Hier sollten aber die häufigsten Ursachen abgeklärt werden - wir bieten jedem Pateinten mit Problemen immer eine Vorstellung beim Operateur an. viele Grüße Dr. Julian Dexel

Petra, 30.04.2021 - 16:43 Uhr

Bin heute aus dem Krankenhaus nach gekommen, hatte eine Knie OP, künstliches Kniegelenk. Wollte wissen, wie lange am Tag ich die Kompressionsstrumpfhose tragen muss?

Antwort von Dr. med. Julian Dexel, verfasst am 03.05.2021

Lieber Patient, zur TVT Prophylaxe sind Kompressionsstrümpfe nach Knie-TEP nicht mehr zwingend erforderlich es sei denn bei Ihnen bestehen spezielle Vorerkrankungen. viele Grüße Dr. Julian Dexel

Bähring, A., 18.04.2021 - 13:40 Uhr

Welchen INR-Wert muß ich kurz vor der Operation haben, um auf der sicheren Seite zu sein?

Antwort von Dr. med. Julian Dexel, verfasst am 19.04.2021

Lieber Patient, für die Operation sollte die INR-Wert unter 1,3 liegen entsprechend einem Quick-Wert von 70% oder größer. viele Grüße Dr. Dexel

Hogau, 06.04.2021 - 12:52 Uhr

Ich Fand es sehr hilfreich da imir so.. eine OP bevorsteht. Bin 59 habe aber seit 14 Jahren schon mit den knieen zu tun. (Arthrose)

Antwort von Dr. med. Julian Dexel, verfasst am 06.04.2021

Lieber Patient, vielen Dank für die positive Rückmeldung. viele Grüße Dr. Julian Dexel

nathalie l., 31.03.2021 - 11:15 Uhr

ich wollte gerne mal wissen bekommt man schon im krankenhaus krankengymnastik?

Antwort von Dr. med. Julian Dexel, verfasst am 06.04.2021

Lieber Patient, es findet täglich eine krankengymnastische Behandlung statt, begonnen wird bereits am ersten postoperativen Tag. viele Grüße Dr. Julian Dexel

G. Dietrich, 18.03.2021 - 05:01 Uhr

Guten Tag, bei einem Kniegelenkersatz durch Operation wird das vordere und hintere Kreuzband entfernt. Wie wird die nötige Stabilität des künstlichen Kniegelenkes ohne Kreuzbänder erreicht? Mit freundlichen Grüßen G. Dietrich

Antwort von Dr. med. Julian Dexel, verfasst am 19.03.2021

Lieber Patient, in der Regel wird nur das vordere Kreuzband entfernt. Die Stabilität hierfür erreicht man durch die Prothese und Plastikscheibe die verwendet wird. Wenn das hintere Kreuzband entfernt werden muss erreicht man die Stabilität durch ein spezielles Inlay (=Plastikscheibe zwischen Oberschenkel und Unterschenkelanteil) oder durch eine andere Art der Femur Komponente. Es wird während der Operation entschieden welche Komponenten verwendet werden um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen. Sämtliche Komponenten liegen im Lager zur Verfügung und können bei der Operation verwendet werden. viele Grüße Dr. Julian Dexel

Gerhard K., 12.03.2021 - 12:39 Uhr

ich bekomme wahrscheinlich ein Künstliches Kniegelenk. Habe aber eine Künstliche Herzklappe. Ist das möglich?

Antwort von Dr. med. Julian Dexel, verfasst am 13.03.2021

Lieber Patient, eine Kunstgelenkoperation ist möglich, eine individuelle medikamentöse Therapie (je nach Art der Klappe) kann notwendig sein, des weiteren ist eine Antibiotikaprophylaxe notwendig. Dies wird aber in einer präoperativen Sprechstunde gemeinsam mit dem Narkosearzt besprochen und für die Operation geplant. viele Grüße Dr. Julian Dexel

Peter B., 25.02.2021 - 11:10 Uhr

Ich bin 61 Jahre und soll ein künstliches knie bekommen: Wie lange würde es dauern bis das ich wieder arbeitsfähig wäre? Ich arbeite als Müllwerker (kipper) besten dank für ihre auskunft mfg

Antwort von Dr. med. Julian Dexel, verfasst am 13.03.2021

Lieber Patient, die Nachbehandlung kann unterschiedlich lange dauern und die Arbeitsfähigkeit ist natürlich auch abhängig von ihrer körperlichen Belastung. Nach 3-6 Monaten ist die Arbeitsfähigkeit meistens wieder erreicht. viele Grüße Dr. Julian Dexel

Gerd A., 04.02.2021 - 01:04 Uhr

Guten Tag Ich habe im ersten Quartal 2017 eine Schlittenprothese rechts bekommen und in 2019 noch eine für das linke Knie. Ich habe alles gemacht Reha, Krankengymnastik, Massage etc. trotzdem bin ich immer noch nicht schmerzfrei und kann immer noch nicht richtig laufen, bzw. nur unter Schmerzen aufstehen. Das belastet mich sehr, zumal ich gerade in Rente bin. Haben Sie einen Rat für mich?

Antwort von Dr. med. Julian Dexel, verfasst am 04.02.2021

Sehr geehrter Patient, in solch einem Fall müssten verschiedene Untersuchungen erfolgen um herauszufinden weshalb noch Schmerzen bestehen. Dann kann eine Empfehlung abgegeben werden. viele Grüße Dr. Julian Dexel

J.Schädlich, 26.01.2021 - 09:13 Uhr

Hallo, ich bin 74 Jahre alt und ca 75 kg schwer und hatte eine Knie OP am 3.12.2020.Welches Gewicht (heben) kann ich zum jetzigen Zeitpunkt mir zumuten. Mit freundlichen Grüßen J.Schädlich

Antwort von Dr. med. Julian Dexel, verfasst am 26.01.2021

Sehr geehrter Patient, alltagsübliche Gewichte sind bei normalem postoperativem Verlauf und erfolgter muskulärer Kräftigung möglich. viele Grüße Dr. Julian Dexel

Roswitha, 29.10.2020 - 14:30 Uhr

Hallo, Welcher Schwerbehinderten Grad gibt es für Implantation einer zementierten, optisch navigierten Knietotalendoprothese?

Antwort von Dr. med. Julian Dexel, verfasst am 30.10.2020

Sehr geehrter Patient, einseitige Knie Totalendoprothese ca. 20 GdB viele Grüße Dr. Julian Dexel

Hofmann A., 16.10.2020 - 10:37 Uhr

Der Artikel hat mir nach meiner Knie-OP Antwort auf viele Fragen gegeben. Danke für die Hilfe!

Antwort von Dr. med. Julian Dexel, verfasst am 16.10.2020

freut mich, wenn ich ihnen helfen konnte. viele Grüße Dr. Julian Dexel

Renate T., 07.10.2020 - 08:47 Uhr

Guten Morgen, Mir steht eine OP des linken Knies bevor , wo ich eine Schlittenprothese bekommen soll. Hier meine fragen dazu: Wie lange dauert die OP und wie lange dauert es bis ich wieder arbeiten kann? Muss ich danach noch zur Reha und wie lange dauert diese?

Antwort von Dr. med. Julian Dexel, verfasst am 07.10.2020

Sehr geehrter Patient, die OP dauert ca. 60-90 Minuten. eine Arbeitsfähigkeit kann nach ca. 3 Monaten erreicht werden, ist aber Abhängig von Ihrer Tätigkeit. Eine Reha ist zu empfehlen (ggf. ambulant) und dauert 3 Wochen. viele Grüße Dr. Julian Dexel

Herbert B., 29.09.2020 - 09:41 Uhr

Guten Tag, wie sind die Erfahrungen mit Conformis TEP Ersatz (Volksmund 3 D Kniegelenk)? Ein Orthopäde rät mir ab wegen fehlender Langzeitstudien. Ein andere Orthopäde schwört auf den beidseitigen TEP Ersatz. Orthopäden sprechen auch von dem Modell der Zukunft im TEP Ersatz. Danke für Ihre Rückantwort! Mit freundlichen grüßen Herbert B. 75 Jahre

Antwort von Dr. med. Julian Dexel, verfasst am 07.10.2020

Sehr geehrter Patient, die aktuelle Studienlage, zeigt keinen Vorteil von Patientenspezifischen Knie Implantaten. Da das Prinzip der Prothese gleich ist haben sie keinen Nachteil von einem Patientenspezifischem Implantat. VG Dr. Dexel

Dieter K, 22.07.2020 - 21:35 Uhr

Vielen Dank, klinische Untersuchungen wurden gemacht. Leichte Valgusfehlstellung, hinkendes Gangbild links, Ex/Flex 0-0-115°, leichte laterale Aufklappbarkeit, Patella fixiert Röntgen: 3° Valgus, Regelrechte Lage der Prothese, Patellarückflächenersatz mit Tilt und Erhöhung der Dicke Diagnose: Anterior knee pain bei retropatellarem Impigment nach Knie-TEP 2011 und zweifacher Revision. Es erfolgten Injektionen im linken Kniegelenk mit Triamcinolon und Carbostesin. Wie hoch ist die Chance bei noch einer OP?

Antwort von Dr. med. Julian Dexel, verfasst am 07.10.2020

Sehr geehrter Patient, bei solch einem komplexen Fall bitte ich Sie sich einen Termin in meiner Sprechstunde zu vereinbaren um detailliert auf die Möglichkeiten eingehen zu können. VG Dr. Dexel

Dieter K., 21.07.2020 - 09:08 Uhr

Ich wurde erstmals 2011 am linken Knie operiert. Sollte nur eine "Schiene" erhalten, aber nach der OP hatte ich ein neues Knie, TEP. Nach 4 Jahren wurde festgestellt, dass das ganze wackelig war, Knochenzement lose. Also neues Knie. Nach weiteren 4 Jahren gleiche Probleme, wieder Schmerzen und gleiche Diagnosen wie 2015, zusätzlich noch Fuß um 3° schief nach außen, also nun x-Bein. Trage jetzt Kniebandagen 6-8 Stundenam Tag. Ohne diese starken Schmerzen bei Belastung. Lohnt sich noch eine OP? Bin fast 76 Jahre alt!

Antwort von Dr. med. Julian Dexel, verfasst am 22.07.2020

Sehr geehrter Patient, ziel der Kunstgelenkversorgung sollte immer ein belastungsfähiges und schmerzarmes Kniegelenk sein. Um Ihnen eine Antwort auf ihre Frage zu geben muss eine klinische Untersuchung sowie Auswertung der Röntgenbilder erfolgen. Gerne können Sie sich hierzu in meiner Praxis einen Termin vereinbaren. VG Dr. Dexel

Oliver, 26.06.2020 - 14:35 Uhr

Werde ich von meinem Arzt in ein Krankenhaus verwiesen oder muss ich das mit der Krankenkasse abklären?

Antwort von Dr. med. Julian Dexel, verfasst am 30.06.2020

Sehr geehrter Patient, ihr behandelnder Arzt kann ihnen eine Einweisung für ein Krankenhaus bei Gonarthrose zur Knie TEP Implantation ausstellen. Sie als Patient haben aber die freie Wahl des Krankenhauses mit Außnahme von Privatkliniken. VG Dr. Dexel

Gabriele F., 24.06.2020 - 08:05 Uhr

Ich habe weit fortgeschrittene Arthrose im Knie. Erstmalig festgestellt vor 1,5 Jahren. Seit 2 Monaten brauche ich Schmerzmittel, habe Probleme beim Fahrradfahren und schmerzbedingte Schlaftstörungen. Jetzt wurde mir von einer Fachklinik zu einem Implantat geraten. Ich habe starkes Übergewicht, habe meinem BMI inzwischen von 49 auf 44 redutziert. Gibt es Hoffnung, dass ich mein Knie wieder besser bewegen kann, wenn ich weiter abnehme und dass damit eine OP überflüssig werden kann? Oder wäre es besser die OP jetzt durchführen zu lassen?

Antwort von Dr. med. Julian Dexel, verfasst am 25.06.2020

Sehr geehrte Frau F., vielen Dank für Ihr Interesse an meinem Artikel. Nachdem sie schon so gut ihr Gewicht reduzieren konnten sollten sie zunächst abwarten ob sich die Kniebeschwerden lindern. Es gibt einen starken Zusammenhang von Übergewicht und Arthrose Beschwerden im Kniegelenk. Ggf. kann so die Operation noch aufgeschoben oder ganz vermieden werden. VG Dr. Dexel

Klingesberger M., 04.06.2020 - 10:22 Uhr

Ich brauche eventuell ein achsgekoppeltes Knie-Implantat. Wie lange ist die Haltbarkeit, wenn man schlank (BMI 22) und wenig sportlich ist (schwimmen, Heimtrainer)? Ich muss dazu sagen, dass vor 2 Jahren bei mir entzündliches Rheuma festgestellt wurde, aber wahrscheinlich schon länger daran gelitten habe, da die Blutauswertungen immer "negativ" ergaben.

Antwort von Dr. med. Julian Dexel, verfasst am 25.06.2020

Sehr geehrter Patient, die Haltbarkeit von achsgekoppelten Prothesen ist ca. 10-15 Jahre. VG Dr. Dexel

W. Christine, 27.01.2020 - 16:27 Uhr

Darf man nach der OP gleich Auto fahren?

Antwort von Dr. med. Julian Dexel, verfasst am 01.02.2020

Sehr geehrte Frau W., vielen Dank für Ihre Anfrage. Eine allgemeingültige Aussage ist leider nicht zu treffen. Voraussetzungen sind ein sicheres Gehen ohne Gehhilfen und keine wesentlichen Kraftdefizite des operierten Beines. Dies wird in der Regel zwischen 8 und 12 Wochen nach der Operation erreicht. VG Dr. Dexel

Leon M., 06.04.2019 - 08:31 Uhr

Ich habe eine Frage und zwar ich kann nicht länger als 1 h mein Bein geknickt halten, denn dann muss ich heulen, weil es so wehtut und wenn ich zulange stehe, wird mein Knie taub. Kann mir einer helfen? Das habe ich jetzt zirka seit 1 Jahr.

Antwort von Dr. med. Julian Dexel, verfasst am 08.04.2019

Sehr geehrter Herr M., Vielen Dank für Ihre Anfrage. Um Hier eine klare Aussage zu treffen ist eine sorgfältige klinische Untersuchung und Bildgebung (Röntgen, MRT) notwendig um herauszufinden was die Ursache der Beschwerden ist. VG Dr. Dexel

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