Leistenbruch Teil 4: OP und Nachsorge

Prof. Dr. Holzheimer

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© Monkey Business fotolia© Monkey Business fotoliaWelche Form der Narkose?
Der Leistenbruch kann bei der offenen Operation in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie, Nervenblock), als schonende intravenöse Narkose, mit Larynxmaske und Propofol (führt zur Sedierung) gemeinsam mit einem Analgetikum (Schmerzmittel zur Schmerzfreiheit) ohne Muskelrelaxierung (Muskulatur wird nicht ausgeschaltet – Spontanatmung bleibt erhalten) oder in der üblichen Vollnarkose (Intubation, Muskelrelaxierung, Sedierung, Analgesierung) stattfinden.

Für die laparoskopische Operation, die meist im Krankenhaus durchgeführt werden muss, ist die Vollnarkose obligat (unverzichtbar). Sie haben die Wahl. Lassen Sie sich beraten, welche Auswirkungen eine Narkose haben kann. Die in der ambulanten Chirurgie angewendeten Narkoseformen haben in der Regel zum Ziel, den Patient möglichst schnell wieder mobil zu machen, nach dem Motto „morgens operiert – abends zu Hause“. Dazu dienen auch die perioperative Schmerzprophylaxe und Infiltration des Op-Gebietes mit Lokalanästhetikum. Das führt auch dazu, dass der Narkosearzt weniger Narkosemittel braucht.

Kann die Leistenhernienoperation kombiniert werden?
Immer wieder wird die Frage gestellt, ob die Leistenhernienoperation mit einem zusätzlichen Eingriff kombiniert werden kann, z.B. Leistenhernienoperation beidseitig. Die offene Leistenhernienoperation wird seit Jahren je nach Befund und Patientenwunsch beidseitig oder in Kombination mit einen Nabelbruchoperation durchgeführt.

Postoperative Nachsorge
Die Patienten können nach einer ambulanten Operation schnell wieder aufstehen, essen und trinken, 4 Stunden nach der Operation wird eine Abschlussuntersuchung durchgeführt und man kann die Heimreise antreten. Die weitere postoperative Nachsorge wird idealerweise auch vom Operateur selbst vorgenommen. Dies ist leider aus Zeitgründen nur sehr selten möglich. Der Vorteil liegt jedoch auf der Hand – der Operateur kennt den Befund am besten! Und so erfährt auch der Operateur aus erster Hand, ob seine Operation erfolgreich war. Es sollte dabei nicht nur durch einen Blick „von oben“ kontrolliert werden, die Untersuchung sollte schon die Untersuchung mit den „Händen“ des Operationsbereiches, aber auch des Abdomens (Bauchraum) beinhalten.

Noch besser ist es, wenn sich eine Ultraschalluntersuchung anschließt, am besten mit Beurteilung der Gefäße (Farbduplex), die ja direkt unter dem Leistenband gelegen sind. Schließlich sieht man der Leiste von außen das Serom (Wundflüssigkeit) oder das Hämatom (Bluterguss) nicht in jedem Fall an. Ultraschall kann auch wie ein Frühwarnsystem sein – der Schmerz kommt oft relativ spät ins Spiel. Die ersten Tage nach der Operation sollten möglichst bis auf den normalen Wundschmerz keine stärkeren Schmerzen auftreten! Dazu ist es wichtig, ein Programm zu etablieren, das dies zum Ziel hat. Es ist wichtig den starken Schmerz zu verhindern, da dies sonst zu chronischen Schmerzen führen könnte.

Ambulante oder stationäre Operation
Die ambulante Operation ist heute mindestens so sicher wie die im Krankenhaus durchgeführte Operation. Patienten, die gesund sind, können ohne Probleme ambulant operiert werden (in den USA finden die meisten Leistenbruchoperationen seit mehr als 30 Jahren ambulant statt) und müssen keine Angst haben, dass dann nachts ein Notfall auftritt und sie keine Hilfe bekommen. Patienten mit schweren Erkrankungen, z.B. kürzlich aufgetretener Schlaganfall oder Herzinfarkt oder mit besonderem Blutungsrisiko, sollte die Krankenhausbehandlung empfohlen werden. Am besten klärt man dies mit dem Patienten, dem Hausarzt, dem Narkosearzt und ggf. mit einem weiteren Spezialisten.

Die ambulante Operation setzt voraus, dass der Patient gebracht und geholt wird (24 h kein Autofahren) und dass der Patient nachts nicht allein ist. Vorteil ist, man ist zu Hause in seiner gewohnten häuslichen Umgebung, der Operateur ist bekannt – und wechselt nicht -, der Narkosearzt bleibt beim Patienten, der Operateur ist erreichbar und steht nachts nicht auch noch im Op. Manche Ärzte rufen abends alle operierten Patienten an – nicht weil sie eine Komplikation vermuten – sondern, weil dies auch dem Patienten zeigt, dass die Ärzte für ihn da sind.

Über das Risiko der Krankenhausinfektion wurde in den letzten Jahren in Funk und Fernsehen und in der Presse ausreichend berichtet; die ambulanten Operationen sind davon nicht betroffen. Es ist die Entscheidung des Patienten, wie er sich operieren lassen will. Die verschiedenen Aspekte der ambulanten und stationären Behandlung sollten möglichst neutral angesprochen werden. Dazu gehört auch eine Aufklärung, wie der Op-Tag stattfindet und wie die Zeit unmittelbar vor der Operation aussieht. Da sollte es für den Patienten keine Überraschung geben.

Sportliche Betätigung nach einer Leistenbruchoperation
12 bis 14 Tage nach einer normalen Leistenbruchoperation kann kontrolliert wieder Sport betrieben werden. Dies wird am Anfang nicht mit voller Belastung geschehen. Gewebeheilung – auch wenn man dies von außen nicht sieht – braucht Zeit. Am besten geschieht die sportliche Aktivität in Absprache mit dem Operateur und Sportmediziner.

Hier geht's zu den anderen Teilen des Artikels:
Leistenbruch Teil 1: Ursachen und Symptome
Leistenbruch Teil 2: Untersuchungen und Operationstechniken
Leistenbruch Teil 3: Risiken und mögliche Komplikationen

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (25)


11.03.2020 - 11:26 Uhr

Guten Tag, wurde am 6.2. mit der TAPP-Methode...

von Mark

... minimalinvasiv operiert. 2 Tage später bin ich spazieren gegangen, 2 Wochen später habe ich wieder mit dem Laufen (8-10 km, 2x wöchentlich) begonnen. Nach vier Wochen wieder mit leichten Übungen im Fitnessstudio, u.a. Beinpresse und Rotation mit leichten Gewichten. Fühlt sich seither an, als wäre ein Fremdkörper in der Leistengegend. Das habe ich vorher kaum wahrgenommen. Wie schätzen Sie das ein? Beste Grüße, Mark

Prof. Dr. Holzheimer

Antwort vom Autor am 12.03.2020
Prof. Dr. med. Rene Holzheimer

Kann durch Netzveränderung ausgelöst sein - US empfohlen

09.08.2019 - 17:27 Uhr

Hallo , ich wurde vor fast vier Wochen per TAPP...

von Onur M.

... operiert. Mit einem Netzimplantat. Ich habe postoperativ immer noch Schmerzen an den Adduktoren und beim Bewegen der Adduktoren. Der Operateur meinte, dass die Adduktorschmerzen nicht von der Leiste kommen. Und mein Sportmediziner meint genau das Gegenteil. Die Schmerzen werden einfach nicht besser. Ich bin wirklich verzweifelt. Ich muss sagen, ich habe mit den Schmerzen 6 Wochen weitergespielt. Was ist Ihre Meinung dazu? Mi freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Holzheimer

Antwort vom Autor am 12.03.2020
Prof. Dr. med. Rene Holzheimer

Zweitmeinung einholen ist legitim

28.07.2019 - 20:43 Uhr

Ich wurde letzte Woche lakonisch operiert. Jetzt...

von J. H. Schneider

... sind mein Penis und mein Hoden dunkelrot. Was soll ich machen? Liebe Grüße, JH Schneider

01.02.2019 - 00:44 Uhr

Guten Abend, Ich wurde vor etwa 3 Monaten nach...

von Marc

... der Liechtenstein-Methode operiert. Die Narbe ist glatt, fühlt sich schön weich an, genau wie das umliegende Gewebe. Das Taubheitsgefühl ist praktisch auch fast nicht mehr da.Soweit so gut.Jedoch sind Beschwerden weiterhin spürbar(andere als vor der OP).Vor der Op spürte ich ein Ziehen auf der linken Seite mit einem komischen Druckgefühl zum Hodensack hin. Nun spüre ich praktisch ständig etwas an der operierten Stelle.Die Beschwerden (beim Sitzen und Gehen)sind zwar erträglich(ohne Schmerzmittel) aber unangenehm. Kann das evtl noch die nicht abgeschlossene Wundheilung sein oder ist sogar das eingesetzte Netz "schuld" daran, dass man alles noch als steif und verhärtet empfindet, obwohl die Stelle, wenn man mit der Hand drüber geht wirklich komplett weich ist?? Auch sonst ist alles im operierten Bereich unauffällig.

Prof. Dr. Holzheimer

Antwort vom Autor am 30.03.2019
Prof. Dr. med. Rene Holzheimer

Das kann ich wirklich nur beantworten wenn ich das sehe. Das kann Netz sein, das kann ein Fadengranulom sein, das kann eine Unterträgöichkeitsreaktion sein, das kann auch eine Folge eines Seroms nach Husten sein

28.01.2019 - 14:31 Uhr

Guten Tag, Ich werde im Februar operiert. War bei...

von Emma

... zwei Ärzten. Die Arzte sind sich nicht sicher ob ich einen Leistenbruch habe oder eine Zyste am runden Ligament. Fest steht aus der Echographie und Ct dass sich dort ein ovales Gebilde gefüllt mit Flüssigkeit von 3cm Länge und 7,4 mm Dicke. Das war im August. Es schmerzt bei Druck, sonst nicht. Im Liegen ist es verschwunden. Im Stehen sieht man den Knoten. Lässt sich im Stehen eigentlicht nicht richtig zurückdrücken. Schmerzt dann auch. Ich leide unter chronischer Verstopfung und habe das Gefühl dass es mehr schmerzt und härter ist wenn ich verstopft bin. Der Arzt will mir unter Vollnarkose meine Kaiserschnittnarbe teilweise öffnen und dann ziehen. Ich soll am gleichen Tag wieder nach Hause gehen können. Der erste Arzt wollte mir nur eine lokale Anästesie machen und die Zyste herausnehmen. Das war mir zu riskant. Was ist wenn es keine Zyste ist? Ich bin ziemlich nervös nicht zu wissen was unter Narkose mit mir passiert. Zyste heraus, Bruch nähen mit oder ohne Netz? Auf was soll ich mich schlimmstenfalls einstellen? Bin 46, weiblich. Danke Im Voraus.

Prof. Dr. Holzheimer

Antwort vom Autor am 30.03.2019
Prof. Dr. med. Rene Holzheimer

Sehr geehrte Emma, wenn Sie unsicher sind dann lassen Sie es von einem weiteren Operateur untersuchen. Ohne Untersuchung kann man keine Diagnose stellen. Zyste im runden Ligament oder Leistenbruch - beides wäre denkbar. Ohne Untersuchung kann ich das nicht sagen.

01.10.2018 - 10:06 Uhr

Mein Mann ist 84 Jahre und hat einen Leistenbruch....

von Gerlinde S.

... Kann man es schonend operieren? Wenn möglich in Düsseldorf

Prof. Dr. Holzheimer

Antwort vom Autor am 24.10.2018
Prof. Dr. med. Rene Holzheimer

Sie sollten unbedingt mit einem Chirurgen in Ihrer Nähe Kontakt aufnehmen und diese Frage an diesen Chirurgen direkt stellen.

16.12.2015 - 20:33 Uhr

Sehr geehrter Prof. Dr. Holzhammer, ich hatte...

von Markus

... bisher 2 Operationen an der rechten Leiste, außerdem 6 Mal einen Leistenbruch links. Des Weiteren war meine Bauchwanddecke ein Mal gerissen. Mein Arzt möchte mich, sollte es nochmals zu einer OP kommen, nicht mehr operieren. In einem 4-Augen Gespräch hieß es,die Klinik, die es verpfuscht hat, solle mich operieren. Ist es nach Ihrer Ansicht zutreffend, dass ich, aufgrund meiner außergewöhnliche vielen OPs, keine weitere Operation mehr durchführen lassen sollte? MfG Markus

Prof. Dr. Holzheimer

Antwort vom Autor am 01.06.2017
Prof. Dr. med. Rene Holzheimer

Leider konnte ich wegen fehlendem Zugang Ihre Frage nicht früher beantworten. Ich habe erst seit ein paar Tagen wieder Zugang. Mich würde interessieren was Sie gemacht haben. In der Tat sollte man sich die Indikation zur Operation erst nach sorgfältiger Untersuchung genau überlegen.

23.09.2015 - 00:21 Uhr

Ich habe gelesen, dass man bei der OP mit den zwei...

von Schütt

... Schnitten und der Kamera innerlich verbluten kann, ohne dass das bemerkt wird.

Prof. Dr. Holzheimer

Antwort vom Autor am 01.06.2017
Prof. Dr. med. Rene Holzheimer

Leider habe ich erst seit ein paar Tagen wieder Zugang - konnte daher Ihre Frage nicht beantworten. Die laparoskopische Leistenhernien Operation die Sie meinen geht in den Bauchraum. Dort sind die Verhältnisse natürlich anders als in der Bauchwand. Schwere Komplikationen wie Blutung aus großen Gefässen und Darmverletzungen können dadurch im Bauchraum leichter auftreten.

10.08.2015 - 14:08 Uhr

Ich (30 Jahre, schlank) bin vor 5 Tagen von einem...

von Tanja

... erfahrenen Operateur offen (shouldice) an der Leiste operiert worden. Der Bruch war klein, OP lt. Chirurg sehr gut verlaufen. Im Bereich der Narbe habe ich ein leichtes taubheitsgefühl, manchmal kribbelt es auch. Im liegen habe ich keine Schmerzen, beim Lagewechsel, im sitzen oder gehen zieht oder brennt es sowohl in den Oberschenkel als auch zum Nabel. Es ist nicht unerträglich aber unangenehm, d.h. ich kann normal im sitzen essen oder langsam spazieren gehen, aber es ist unangenehm. In den letzten Tagen merke ich diesbezüglich auch keine wesentliche Verbesserung. Ist das normal oder sind das Nervenschmerzen, die schnell behandelt werden sollen damit sie nicht chronisch werden? Auf Schmerzmittel (ibuprofen) gibt es keine Besserung. Mein Operateur ist bis Ende August auf Urlaub / Fortbildung. Über ihre Meinung wäre ich sehr dankbar.

Prof. Dr. Holzheimer

Antwort vom Autor am 01.06.2017
Prof. Dr. med. Rene Holzheimer

Leider konnte ich Ihre Frage nicht früher beantworten - ich hatte keinen Zugang. Ziehen und Brennen kann nach einer Shouldice Operation auftreten. Sollte dies allerdings länger als 6-8 Wochen dauern sollte man nachsehen lassen. Vielleicht lassen Sie mich wissen was Sie gemacht haben?

25.05.2015 - 14:32 Uhr

habe eine Leistenbruch op vor mir, dabei soll ein...

von Rainer

... Netz eingesetzt werden ( lichtenstein ), macht dieses netz irgenwie o. irgendwann im Körper Probleme? Soll auch am abend wieder nach Hause gehen können bin ein wenig skeptisch ob das so io ist. Welche Narkoseform ist die richtige (habe Bedenken in Wirbelsäule)? mfg

Prof. Dr. Holzheimer

Antwort vom Autor am 01.06.2017
Prof. Dr. med. Rene Holzheimer

Leider kann ich erst seit ein paar Tagen wieder die Fragen beantworten - habe jetzt erst wieder Zugang. In der Regel machen moderne Netzte keine Probleme. Sie können bei einer ambulanten Operation natürlich nach Hause gehen - in Begleitung und gefahren. Die Narkoseform hängt ab von Ihren Wünschen, Begleiterkrankungen, Op Technik. Was haben Sie gemacht?

13.04.2015 - 23:57 Uhr

Guten Tag, bei mir wurde vor 4 Tagen die rechte...

von Tim

... Leiste operiert (indirekter Leistenbruch am Samenstrang). Hatte die OP- Methode Tepp. Die OP soll ohne Komplikationen verlaufen sein, konnte auch am nächsten Tag nach Hause, habe aber ein großes Problem. Und zwar ist mein Samenstrang geschwollen und extrem berührungsempfindlich. Nach erneuter Vorstellung im KH sagte man mir, dass es Wundwasser wäre. Nun zu meiner Frage. Schmerzt Wundwasser so oder kann es auch andere Ursachen haben. (Durchblutung zum Hoden soll gegeben sein) Und geht das Wundwasser von alleine weg? Bedanke mich jetzt schonmal für ihre Antwort. Mfg

Prof. Dr. Holzheimer

Antwort vom Autor am 14.04.2015
Prof. Dr. med. Rene Holzheimer

Welche Op hatten Sie denn, TEP oder TAPP? Ich vermute mal TEP. Wundwasser selbst schmerzt nicht, es sei denn es ist sehr viel und drückt auf Gewebe mit Nerve. Kann auch sein dass ein Nerv betroffen ist.? Der schmerzt natürlich. Wundwassser, wenn nicht viel, geht von alleine weg, muss man aber kontrollieren, engmaschig.

08.04.2015 - 11:25 Uhr

Guten Tag, ich habe seit einigen Jahren einen...

von Rainer

... Leistenbruch rechts. Am Anfang ist die "Beule" wenn ich waagerecht lag immer alleine wieder weggegangen. Später konnte ich diese auch immer wieder wegdrücken. Aber seit 2 Jahren ungefähr wird die Beule langsam größer und härter. Da ich aber Angst habe mich behandeln zu lassen bitte ich Sie um einen guten Rat. Wenn natürlich ein Eingriff unausweichbar ist muss ich wohl ins KH. Aber gibt es auch die Möglichkeit anderer Behandlungsmethoden? Bisher war auch alles zum größten Teil schmwerzfrei, ich spiele aktiv Fußball und sonst gibt es kaum Probleme damit. nur beim Verkeher mit meiner Partnerin ist es manchmal schmerzhaft. Vielen Dank vorab.

Prof. Dr. Holzheimer

Antwort vom Autor am 09.04.2015
Prof. Dr. med. Rene Holzheimer

ich darf keine Ferndiagnose stellen, von daher sollte Sie unverzüglich Kontakt mit Ihrem Hausarzt bzw. einem Spezialisten aufnehmen. Die Leistenbruchoperation hat, wenn sie rechtzeitig erfolgt, ein geringes Risiko; warten kann das größere Risiko sein. Die Op kann heute schonend ambulant durchgeführt werden; im Krankenhaus wenn Komplikationen eingetreten sind.

22.03.2015 - 11:03 Uhr

Guten Tag. Ich habe bereits mehrere Leistenbruch...

von Nico

... OPs hinter mir. 2000 Shouldice links 2002 Shouldice links 2003 Endoskopie (Tapp) links 2010 Lichtenstein rechts Ich habe seit 2013 links und seit Januar 2015 rechts wieder Leistenbrüche. Welche Möglichkeiten, möglichst nicht operativ, gibt es noch? Warum funktionieren die OPs nicht? Ich habe seit der ersten OP bis heute Beschwerden. Mein Bauch ist total vernarbt. Ich bin 35 Jahre alt und mache mir Sorgen um meine Zukunft. Wie soll ich mich verhalten?

Prof. Dr. Holzheimer

Antwort vom Autor am 09.04.2015
Prof. Dr. med. Rene Holzheimer

Sie haben in der Tat schon etliche Operationen hinter sich. Warum das nicht funktioniert, kann ich ohne Untersuchung und Kenntnis der Umstände nicht sagen. Ein Leistenbruch heilt nicht von alleine; es wird in der Regel ohne Operation nicht besser. Sie sollten einen Spezialisten in Abstimmung mit Ihrem Hausarzt konsultieren.

19.03.2015 - 10:01 Uhr

Guten Tag! Ich habe zwei Fragen zu einer...

von Thomas

... Leistenbruch OP (8 Wochen). 1. Kann die äußere Narbe auch noch nach Wochen plötzlich verhärten und sich stellenweise dicker anfühlen? 2. Seit meiner OP habe ich vorne brennende Schmerzen, manchmal kann auch ein Druck von außen dies provozieren. Das Brennen zieht bis in Hoden und Bein. Es gibt Tage da ist es ok, aber vor allem nach Geschlechtsverkehr nimmt das wieder zu. Ist dies normal und heilt aus? Vielen Danke Thomas

Prof. Dr. Holzheimer

Antwort vom Autor am 09.04.2015
Prof. Dr. med. Rene Holzheimer

Ja, die Operationsnarbe kann nach Wochen verhärten, wenn es zu einer Gewebeveränderung gekommen ist. Dies kann durch eine Entzündung sein. Nur ich kann das ohne Untersuchung nicht mit Sicherheit sagen, ich darf keine Ferndiagnose stellen. Sie sollten das dem Operateur zeigen! Genau die Beschwerden angeben. Es kann auch sein, dass es durch die Op oder Vernarbung danach zu einer Nerveneinklemmung gekommen ist. Ohne untersuchung geht nichts.

11.02.2015 - 20:21 Uhr

Guten Tag. Ich hatte vor 9 Tagen eine Shouldice...

von Martin

... OP. Diese ist eigentlich gut verlaufen, aber ich ja e seit dem unter der Narbe direkt auf dem nebenhoden ein brennendes/stechendes Gefühl und Missempfindungen (Taubheit) die in die Leistenbeuge und 1-2cm auf den Oberschenkel zieht. Genau dort ist auch eine leicht Schwellung zu sehen. Der operierende Arzt meint das sei normal (ua. Hautnerven) und bräuchte seine Zeit. Ich soll Schmerzmittel nehmen. Ultraschall zeigt wohl einen gut heilenden Verlauf und ich habe keinerlei Blutergüsse. Nun frage ich mich stimmt das? Kann ich abwarten. Mich macht dieses brennen verrückt. Hinzu kommen hin und wieder kurze Schmerz spitzen in besagter Region. Das soll auch normal sein und abklingen. Zusammengefasst: Sind Taubheit und brennen normal? Ist da ein Nerv gereizt und geht das wieder weg? Vielen Dank

Prof. Dr. Holzheimer

Antwort vom Autor am 09.04.2015
Prof. Dr. med. Rene Holzheimer

Das lässt sich aus der Ferne ohne Untersuchung schwer erkennen. Prinzipiell ja, es kann eine Nerveneinklemmung sein. Brennen und Taubheitsgefühl kann nach einer Operation auftreten. Sie sollten Ihren Operateur erneut aufsuchen. Erklären Sie ihm Ihre Beschwerden. Das ist eine wichtige Information für ihn.

02.02.2015 - 00:59 Uhr

Guten Tag. Ich habe eine kurze Frage: Wenn...

von Markus

... durch den Bruch Nerven gereizt werden, kann der Schmerz in Hoden und Innenseite Oberschenkel ziehen? Oder würden Schmerzen in dem Bereich eher vom Rücken ausgehen? Ich habe einen winzigen beginnenden Bruch und seit einiger Zeit vor allem im Unterbauch bis Hoden und Oberschenkel ziehende Schmerzen (allerdings auch eine nicht ganz gesunde LWS ohne Bandscheibenvorfall). Vielen Dank

Prof. Dr. Holzheimer

Antwort vom Autor am 02.02.2015
Prof. Dr. med. Rene Holzheimer

Hier sollte versucht werden durch entsprechende Untersuchungen herauszufinden, ob es sich "nur" um eine lokale, d.h. örtliche, Einklemmung eines Nerven handelt oder, ob die Beschwerden von der Bandscheibe ausgehen. Es gibt auch Situationen, in den beides vorliegen kann. Die Größe des Bruiches ist für das Ausmaß der Beschwerden nicht entscheidend.

31.01.2015 - 19:27 Uhr

ich hatte im September 2014 eine offene...

von Georg

... Hernioplastik nach Shouldice bds. Kann so eine OP im nachhinein Schmerzen im Rücken auslösen?

Prof. Dr. Holzheimer

Antwort vom Autor am 01.02.2015
Prof. Dr. med. Rene Holzheimer

In der Leiste sind mehrere Nerven, die von der Wirbelsäule (Plexus lumbosacralis) ausgehen. Diese Nerven haben Fasern, die von der Wirbelsäule zur Leiste und umgekehrt Signale übertragen. Um festzustellen, welche Auswirkungen im Zusammenhang mit der Shouldice Operation möglich sind, müsste man eine neurologische Untersuchung durchführen. Natürlich können diese Nerven (N ilioinguinalis, N iliohypogastricus, N. genitofemoralis) während und nach der Operation (z.B. Vernarbung) Veränderungen zeigen. Es gibt auch ein sog. Nerve Entrapment, Nerveneinklemmung. Sie sollten dies mit Ihrem Hausarzt besprechen.

26.01.2015 - 13:01 Uhr

Guten Tag. Bei mir wurde ein Leistenbruch...

von Philip

... diagnostiziert. Ich habe eine kleine Wölbung am Schahmbein und über den Tag verteilt immer wieder leichte Schmerzen (ziehen, stechen) in dem Bereich (die teils in den Oberschenkel ziehen). Die OP ist erst für 3 Wochen angesetzt. Nun habe ich bei den Schmerzen immer wieder Angst der Darm könnte sich einklemmen. Meine Frage nun wie bzw woran merkt man das der Darm eingeklemmt ist? Sind das sehr starke Schmerzen? Und ausserdem habe ich Verdauungsstörungen mit Verstopfung. Sollte ich zur OP bzw danach zur Vorsorge ein Mittel nehmen das leicht abführen ist um pressen zu vermeiden? Vielen Dank für die Mühe.

Prof. Dr. Holzheimer

Antwort vom Autor am 01.02.2015
Prof. Dr. med. Rene Holzheimer

Normalerweise macht der Leistenbruch selbst keine Schmerzen. Meist ist der Schmerz durch eine isolierte Nerveneinklemmung verursacht. Das sollte man vor der Operation klären, da dies Einfluss auf die Op Technik nimmt. Sie wollen wissen wie man merkt das der Darm so eingeklemmt ist, dass Lebensgefahr besteht. Nun wenn Sie die Vorwölbung nicht mehr zurückdrücken können und es unerträgliche Schmerzen sind, dann dürfte am wahrscheinlichsten eine sogenannte inkarzerierte Leistenhernie vorliegen. Da sollte man sofort operieren. Sie sollten dies, wenn Sie da in Sorge sind, uinbedingt mit Ihrem Operateur besprechen. Sie sollten auch die Frage Abführmittel unbedingt mit dem Operateur klären. Dazu muss man Sie auch sehen.

15.01.2015 - 15:59 Uhr

Hallo, ich habe seit ca. 7 Wo. Leistenbrüche...

von Sven, 36 J.

... beidseitig (klein: li. 2 cm, re. 1cm) und erbsengroßen Nabelbruch. Habe ab und zu leichte bis mäßige Bauchschmerzen, de gefühlsmäßig vom Bauchnabel her rühren. Soll ich mich operieren lassen? Wenn ja TAPP- oder TEPP- Methode. (heißt für mich: unterschiedliche Kliniken). Habe von der TEPP- Klinik gesagt bekommen: Nabelbruch machen die bei der TEPP nicht mit, somit extra OP (mit Netz). Bei TAPP (andere Klinik) machen die allerdings den Bauchnabelbruch mit einer Naht zu. Sollte man in meinem Fall die TAPP- Methode wählen, um alles auf einmal zu versorgen. Welche Methode bevorzugen Sie.

Prof. Dr. Holzheimer

Antwort vom Autor am 01.02.2015
Prof. Dr. med. Rene Holzheimer

Der Leistenbruch bzw. der Nabelbruch verschwinden nicht von selbst. Es besteht also Indikation (Grund) zur Operation. TEP oder TAPP oder offen - da sollte Ihr Operateur mit IHnen ein offenes Aufklärungsgespräch führen. Kurz kann man dazu sagen: TEP bzw. TAPP können meist nur im krankenhaus durchgeführt werden (Vollnarkose, Intubation, Muskelrelaxantien, Krankenhausinfektionen, schwere Komplikationen). Durch Meta-Analysen = Auswertung von Studien wurde nachgewiesen, dass das Risiko für eine schwere Komplikation höher ist als bei der offenen Operation. Nun ja man ist im Bauchraum! Da kann es auch immer zu Verletzungen von Darm und großen Gefässen kommen bzw. nach Jahren durch Darmverwachsungen zu Darmverschluss. Das sollte angesprochen werden. Die offene Operation kann als Naht-Verahren (Shouldice) oder Netzverfahren (Lichtenstein) durchgeführt werden. In den Studien, die die offenen mit den TAPP/TEP verglichen haben, wurde gezeigt, dass es Hinweise auf weniger Wundschmerz oder frühere berufliche Verfügbarkeit gibt. Das ist aber von Studie zu Studie unterschiedlich. Wichtig ist hier welche Erfahrung hat Ihr Operateur. Wichtig ist dass er dies offen mit IHnen bespricht. In den USA, Niederlanden, UK, Skandinawien beträgt der Anteil der laproskopischen Operation etwa 10-20%, in Deutschland 35-45%. Der Ausdruck minimalinvasiv ist erklärungsbedürftig.

20.11.2014 - 17:13 Uhr

Hallo, ich wurde am 19. August 2013 an meinem...

von Veronika

... Leistenbruch operiert. Seitdem habe ich immer wieder Schmerzen. Der Arzt hat eine weiche Leiste auf der anderen Seite festgestellt. Gibt es eine Möglichkeit diese zu härten mit bestimmten sportlichen Aktivitäten? Was darf ich an Sport machen, dass es auf keinen Fall schlimmer wird? Zögere ich die OP so nur heraus, oder kann ich sie vermeiden? Vielen Dank für Ihre Bemühung! Mit freundlichen Grüßen Veronika

Prof. Dr. Holzheimer

Antwort vom Autor am 23.11.2014
Prof. Dr. med. Rene Holzheimer

Sie haben immer wieder Schmerzen nach einer Leistenbruch Operation 2013. Ich weiß jetzt nicht, ob Sie die Schmerzen in der operierten Seite oder in der noch nicht operierten Seite haben. Eine "weiche Leiste" per se macht eigentlich keine Schmerzen. Meist ist dafür eine isolierte Nerveneinklemmung verantwortlich. Der Begriff weiche Leiste ist leider unscharf. Wurde die Leiste mit Ultraschall untersucht? Gibt es einen Hinterwanddefekt? Wurde eine isolierte Nerveneinklemmung ausgeschlossen? Wurde ein Impingement der Hüft oder eine Adduktorenzerrung ausgeschlossen? Sollte es einen Defekt der Leiste - im Ultraschall feststellbar - geben, so lässt sich der Defekt nicht mehr durch Muskeltraining beheben. Sie sollten dann keine Fitnessübungen mit Gewichten und Belastung der Leiste mehr machen. Sollten Sie weiter Schmerzen trotz Schonung und Vermeidung von Schmerz auslösenden Bewegungen haben, so sollten Sie in Abspreche mit Ihrem Hausarzt einen Spezialisten aufsuchen. Man muss meist nicht sofort operieren, aber es wird mit der Zeit auch nicht besser. Bitte - lassen Sie sich von einem Spezialisten in Ihrer Nähe untersuchen.

04.07.2014 - 14:24 Uhr

Hallo ich habe einen Leistenbruch und denke über...

von Kurt K.

... eine OP nach. Wie lange bin ich danach arbeitsunfähig und wie lange kann man danach nicht reisen? Danke für eine Antwort. Freundliche Grüße

Prof. Dr. Holzheimer

Antwort vom Autor am 14.07.2014
Prof. Dr. med. Rene Holzheimer

Ihr Leistenbruch sollte, wenn er schon diagnostiziert worden ist, operiert werden. Die Arbeitsunfähigkeit und die Fähigkeit zu reisen hängt einmal ab von der Ausdehnung des Leistenbruches, vom intra- und postoperativen Verlauf, und natürlich von Ihrer beruflichen Tätigkeit. Es ist ein Unterschied, ob Sie im Büro arbeiten oder auf dem Bau. Bei einer Bürotätigkeit kann bei normalem Verlauf nach 3-5 Tagen eine Tätigkeit wieder möglich sein, je nach Befund und Verlauf. Deswegen ist es so wichtig, dass der Operateur nach der Op den Patienten sieht. Nur er weiß wie es innen ausgesehen hat. Reoisetätigkeit - innerhalb Deutschland oder Transatlantik? Das macht auch einen Unterschied. Innerhalb von 48 Stunden können Patienten bei normalem Verlauf wieder selbst mit dem PKW fahren. Um das genauer sagen zu können muss man den Befund kennen.

26.06.2014 - 19:20 Uhr

hallo ich hab einen leistenbruch und der müsste...

von Jerome

... saniert werden.ich hab seit einer weile auch ein ziehen und zwicken in der leistengegend und der leichte schmerz strahlt bis in die ganze leiste. er ist laut ultraschalluntersuchung 1.62 cm breit und 3,62 cm lang.ist das gross oder klein und ist eine sanierung auch in lokalanästhesie machbar.also mit leitungsanästhesie möglich ? möchte keine teil oder vollnarkose machen.hab zuviel schiss davor. wäre für eine antwort dankbar. mfg

Prof. Dr. Holzheimer

Antwort vom Autor am 02.07.2014
Prof. Dr. med. Rene Holzheimer

Nun von Ihren Angaben würde ich sagen ist das schon größer, zumal die Ultraschall Untersuchung meist untertreibt. In der Operation stellen sich die Brüche größer und ausgedehnter dar. Im Falle es könnte sich um ein Rezidiv handeln, womöglich mit isolierter Nerveneinklemmung, würde man Ihnen mit einer Operation in örtlicher Betäubung keinen Gefallen tun. Wir bieten in diesen Fällen eine Narkose - ohne Intubation und Muskelrelaxantien an - die in aller Regel gut vertragen wird.

01.05.2014 - 20:34 Uhr

mir steht eine Leistenbruch Operation nach...

von Hans

... Lichtenstein bevor. Meine Frage bezieht sich auf die spätere Belastbarkeit. Kann man pauschal sagen welches Gewicht man maximal heben darf um im Limit zu sein. Meine Größe ist 176 und 82 Kg. 64 Jahre.

Prof. Dr. Holzheimer

Antwort vom Autor am 07.05.2014
Prof. Dr. med. Rene Holzheimer

Angaben zu einer pauschalen Belastbarkeit sind schwierig und können gefährlich sein. Die Belastbarkeit ist abhängig von der Ausdehnung des Defektes, Begleiterkrankungen, Bindegewebsschwäche, Op-Technik. Dies kann nur in Kenntnis des intraoperativen Befundes geschehen. Als Beispiel kann ich Ihnen angeben, dass ein Kollege von mir operiert nach 16 Tagen wieder Golf spielte und ein Leistungssportler nach etwa 5-6 Wochen 1200 Kilometer mit dem Fahrrad in den Bergen unterwegs war. Eine Antwort zur Belastbarkeit kann Ihnen Ihr Operateur am Tag nach der Operation geben.

27.04.2014 - 17:58 Uhr

Ich habe seit einigen Tagen eine stärkere...

von Rolf

... Auswölbung in der Leistengegend und hatte als Baby schon mal einen Leistenbruch. Zu welchem Arzt muss ich gehen um den Leistenbruch untersuchen zu lassen? Ich habe eine Hausärztin zu der ich nicht unbedingt mit dem Anliegen gehen will. Mit freundlichem Gruß Rolf

Prof. Dr. Holzheimer

Antwort vom Autor am 07.05.2014
Prof. Dr. med. Rene Holzheimer

Sie haben damit wohl eine Rezidivleistenhernie - erneutes Auftreten eines Leistenbruches. Die Behandlung sollte dann durch einen Chirurgen mit Spezialisierung auf die Behandlung von leistenbrüchen erfolgen, um das beste Ergebnis zu erzielen. Versuchen Sie Ihre Hausärztin mit einzubeziehen.

20.02.2014 - 07:59 Uhr

Ich halte mich für 3 Monate ( bis Mitte April ) in...

von John

... den USA auf - und bei mir wurde jetzt von 2 Ärzten ( Allgemeinarzt und Chirurg ) ein Leistenbruch festgestellt. Eine möglichst schnelle OP wurde empfohlen - ambulant mit " Netztechnik ". Die Schmerzen sind auszuhalten, aber ich möchte ungern bei meiner weiteren Reise das Risiko einer möglichen NotOP eingehen. Das Ganze soll in einem Krankenhaus in San Francisco stattfinden - mit Kostenzusage meiner Auslandskrankenversicherung . Ich bin unsicher und würde das natürlich lieber nach meiner Rückkehr in Deutschland machen lassen. Bin hier allerdings bei einem guten Freund, der mich begleiten würde. Und mir bestätigt, dass die amerikanischen Ärzte solche OP's sehr professionell und medizinisch auf dem neuesten Stand durchführen. Mir ist klar, dass hier ein Ratschlag schwer ist . Da ich nicht früher zurückfliegen kann, muss ich mich jetzt entscheiden, entweder - mit Risiko - zu warten, oder eben gleich hier in den USA operieren zu lassen. Wäre für eine Meinung dazu dankbar!

Prof. Dr. Holzheimer

Antwort vom Autor am 15.03.2014
Prof. Dr. med. Rene Holzheimer

Leider habe ich erst jetzt erfahren, dass Sie eine Frage gestellt haben. Ich will versuchen Ihre Frage zu beantworten. Ich weiß, dass die Ärzte in SF und Umgebung sehr kompetent sind. Ich war an der Stanford University als Student eingeschrieben und bin noch Mitglied der Alumni Association der Stanford University. Nun zu Ihrer Frage. Der Leistenbruch selbst muss nicht die Ursache der Schmerzen sein. Da können auch andere Ursachen z.B: Nerveneinklemmung, Gefässveränderungen, Veränderungen im Beckenbereich, vorliegen. Die Entscheidung wann operiert werden soll kann nur durch eine Untersuchung gefällt werden. Ich denke Sie haben sich inzwischen dort von einem Arzt untersuchen lassen. Dabei sollte man darauf achten, ob die Gefahr einer Inkarzeration (Darmeinklemmung) besteht. Bei Schmerzen sollte man prinzipiell nicht zu lange mit einer Untersuchung und Entscheidung zur Op warten.


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