Schädliche Auswirkungen auf die Haut: Warum Sie Rauchen älter aussehen lässt!

© Kurhan_fotolia_77484069Rauchen kann zu Hautschäden & Falten führen (© Kurhan_fotolia_77484069)Rauchen ist schlecht für unsere Gesundheit! Tabakkonsum schädigt fast jedes Organ des Körpers, auch die Haut. Warum das so ist und welche Auswirkungen Rauchen genau hat, verrät dieser Artikel.

Über kurz oder lang kann Rauchen zu Beschwerden wie Leistungsschwäche, Infektanfälligkeit, Kurzatmigkeit, Raucherhusten oder zu kalten Händen und Füßen aufgrund von mangelnder Durchblutung führen. In schweren Fällen kann Rauchen im späteren Stadium auch gefährliche Folgekrankheiten wie COPD (chronisch obstruktive Lungenkrankheit), Lungenkrebs, Schlaganfall oder Herzinfarkt begünstigen. Letztere sind durch Arterienverkalkung (Arteriosklerose) verursacht, einer Verengung der Blutgefäße als Folge des Nikotins.

Warum lässt Tabakkonsum die Haut altern?

Rauchen beschleunigt den Alterungsprozess der Haut und lässt das äußere Erscheinungsbild schnell alt aussehen. Zudem sehe ich in meiner täglichen Praxis eine Vielzahl an Patienten mit entzündlichen Hautkrankheiten. Auch das sind Folgen des Rauchens.

Schauen Sie sich das Gesicht eines chronischen Rauchers an. Die Haut ist oft trocken und voller Falten, wodurch Raucher folglich viel älter aussehen, als sie tatsächlich sind. Der Teint ist fahl, das Gesicht wirkt oft grau und weniger rosig.

Verantwortlich dafür sind die Chemikalien, die in den Zigaretten enthalten sind. Nikotin beispielsweise ist eine Chemikalie. Es gibt unzählige mehr, darunter Teer, Arsen, Aceton, Blei, Cadmium und Formaldehyd, um nur einige zu nennen. Ein großer Teil dieser Chemikalien ist giftig, einige sind sogar krebserregend.

All diese Chemikalien durchdringen sämtliche Körperstrukturen und schädigen unsere Haut, indem sie beispielsweise die Kollagenproduktion stören, die Blutgefäße verengen, sich aber auch auf das Immunsystem auswirken. Lassen Sie uns einen Blick auf die einzelnen Punkte werfen, um zu verstehen, auf welche Weise Rauchen unsere Haut altern lässt.


Weniger Kollagen, mehr Falten

Nikotin bewirkt auf der einen Seite, dass Kollagen- und Elastinfasern schneller abgebaut werden. Auf der anderen Seite führt es aber dazu, dass ihre Neubildung herabgesetzt wird.

Kollagen und Elastin sind hauptsächlich verantwortlich für die Straffheit und Elastizität der Haut. Unsere Haut bleibt bei einem gut funktionierendem Kollagen- und Elastinhaushalt flexibel, glatt und geschmeidig. Werden diese beiden Eiweiße nun jedoch in ihrer Funktion gestört, beginnt die Haut zu hängen, sie ist weniger straff und elastisch. Als Folge entstehen Falten, die Gesichtshaut wirkt schlaffer und sieht älter aus.


© 102511937-Picture-FactoryNach einem Rauchstopp können sich Haut und Durchblutung etwas erholen (© 102511937-Picture-Factory)Schlechtere Durchblutung, trockene Haut

Wie bereits erwähnt, verengt Nikotin auch die Blutgefäße. Die Haut wird schlechter durchblutet und dadurch mit weniger Feuchtigkeit versorgt. Das Kohlenmonoxid, das beim Rauchen eingeatmet wird, beeinträchtigt des Weiteren den Sauerstofftransport ins Gewebe und verschlechtert die Versorgung der Haut zusätzlich. Ein Sauerstoffmangel ist die Folge, der die Haut austrocknen, fahl werden und „verwelkt“ aussehen lässt.

Eine gestörte Kollagenproduktion und schlechte Durchblutung können außerdem zu einer schlechteren Wundheilung führen, da wichtige Nährstoffe, Mineralien und Sauerstoff das verletzte Gewebe nicht mehr ausreichend versorgen. Wunden heilen schlechter ab und Keime können leichter eindringen. Dadurch können Raucher stärker mit hartnäckigen Infektionen konfrontiert werden - zum Beispiel nach einer Verletzung oder einer Operation. Sind die Wunden endlich abgeheilt, bleiben nicht selten unschöne Narben zurück.


Mehr entzündliche Hauterkrankungen wie Akne und Schuppenflechte

Zigarettenrauchen schwächt wichtige Zellen des Immunsystems und setzt die Immunabwehr deutlich herab. Das macht Raucher wesentlich infektanfälliger! Sie sind öfter krank und es zeigt sich ein erhöhtes Risiko für bakterielle, virale und entzündliche Krankheiten.

Raucher haben beispielsweise ein viel größeres Risiko, entzündliche Hautkrankheiten wie Ekzeme, Akne, Rosacea („Kupferrose“), Schuppenflechte oder andere allergische Erkrankungen wie Asthma und Heuschnupfen zu entwickeln.

Rauchstopp lohnt sich

Zu Ihrem Lebensstil zählen nicht nur Ernährung, Schlafgewohnheiten, Sport und Work-Life-Balance, sondern auch Risikofaktoren wie das Rauchen. Sie haben einen enormen Einfluss auf Ihre Gesundheit und auf das Aussehen Ihrer Haut. So ist es für Raucher wirklich lohnenswert, in ganz eigenem Interesse darüber nachzudenken, mit dem Rauchen aufzuhören.

© fotolia - drubig-photoOhne Nikotin zu schönerer Haut (© fotolia - drubig-photo)Außerdem sind die negativen Auswirkungen des Rauchens nicht nur auf die Raucher selbst beschränkt, da auch Passivraucher betroffen sein können.
Ein sofortiges Aufhören des Rauchens hat Verbesserungen in vielen Bereichen gezeigt, zum Beispiel bei:

  • Durchblutung
  • Fitness
  • Atemfunktion
  • Stabilisierung des Immunsystems
  • Verbesserung des Hautbildes und Teints

Sie werden erstaunt sein, wie schnell sich die positiven Veränderungen zeigen!

TCM gegen Hautkrankheiten

Chronische Hauterkrankungen sind oft schwierig und nur über einen längeren Zeitraum zu behandeln. Die Lebensqualität der Patienten ist aufgrund des Erscheinungsbildes der Hauterkrankung erheblich eingeschränkt.

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bietet eine Vielzahl von Behandlungsmethoden, einen flexiblen Einsatz, eine hohe Wirksamkeit, geringe Rezidive und kaum Nebenwirkungen. Sie kann Ihnen helfen, zu einer gesunden Haut und einem besseren Aussehen zurück zu finden.

Ich wünsche Ihnen das Beste an Gesundheit!

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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