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Neuraltherapie: Schmerzen ohne schädliche Medikamente behandeln

Dr. Striebel

von
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© Halfpoint - fotoliaWelche Arten von Schmerzen können mit der Neuraltherapie behandelt werden? (© Halfpoint - fotolia)Die Neuraltherapie wurde im Jahre 1925 von den Brüdern Ferdinand und Walter Huneke entdeckt.

Zusammen mit zahlreichen weiteren Ärzten bauten sie es bis heute kontinuierlich zu einem umfassenden Therapiesystem aus, das bei vielen Erkrankungen erfolgreich eingesetzt wird.

Was ist die Neuraltherapie?

Die Neuraltherapie ist eine Therapieform, bei der mit gezielten Injektionen eines lokalen Betäubungsmittels (meistens Procain 1 %) in bestimmte – z. B. schmerzende – Stellen des Körpers gearbeitet wird. Dabei wird jeweils die dünnstmögliche Nadel verwendet.

Durch die lokal betäubende Wirkung tritt eine sofortige Schmerzbefreiung ein. Die Behandlung wird dann als erfolgreich angesehen, wenn die Besserung wesentlich länger anhält als die direkte Betäubung.

Bei erfolgreicher Therapie verlängert sich der Zeitraum der Besserung nach jeder weiteren Behandlung sprunghaft.

Wann kann die Neuraltherapie angewendet werden?

Chronische Schmerzen lassen sich dauerhaft mit der Behandlung bessern bzw. beseitigen – vorausgesetzt, es liegen noch keine Strukturzerstörungen vor. Aber auch dann kann das Schmerzniveau ohne magen-, leber- oder nierenbelastende Medikamente  gesenkt werden.

Bei den meisten akuten Schmerzerkrankungen kann mit einer Behandlungsserie von zwei bis vier Therapien eine dauerhafte Schmerzlinderung bis hin zur Schmerzbefreiung erreicht werden. Dazu gehören:

Länger andauernde Schmerzen erfordern u. U. eine längere Behandlungsserie bis zur Beschwerdefreiheit.

Welche Stoffe werden bei der Neuraltherapie verwendet?

Das bei der Neuraltherapie benutzte Procain (1 %) und auch die Abbauprodukte sind ungiftig und zeigen sogar zusätzlich nützliche und erwünschte Wirkungen. Z. B. eine Durchblutungssteigerung und einen verbesserten Lymphabfluss.

Es kommt in der Medizin selten vor, dass eine Substanz eindrucksvolle Wirkungen zeigt und die Abbauprodukte ebenfalls nützlich sind (und nicht von Leber oder Nieren entgiftet werden müssen).

Procain ist ein "lokales Betäubungsmittel" wie Sie es in ähnlicher Form von Zahnarztbehandlungen kennen.

Welche Ergebnisse kann die Neuraltherapie erzielen?

Neben der sofortigen schmerzbefreienden Wirkung, die nach wenigen Sekunden eintritt, bewirkt Procain zusätzlich stufenweise das "Löschen des Schmerzgedächtnisses". Dadurch entsteht der eigentliche Langzeiteffekt.

Diese Wirkung normalisiert die Regulation der gesamten Körperetage (Reflexzone). Es ist nach einigen Behandlungen für den Körper so, als wäre an dieser Stelle bzw. in dieser Region noch nie ein Schmerz, eine Operation oder Ähnliches aufgetreten.

So normalisiert sich die vorher gestörte Funktion. Sie löst dauerhaft Muskelverspannungen und beseitigt Migräne und Spannungskopfschmerzen und Regelbeschwerden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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