Warum habe ich Beinschmerzen? Was hilft dagegen?

Dr. Michael

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© Alena Ozerova - FotoliaÜberlastungen, Stress und Borreliose können die Gründe sein, warum Beinschmerzen auftreten (© Alena Ozerova - Fotolia)Viele Patienten sind verunsichert, wenn die Beine auf einmal zu schmerzen beginnen. Was steckt dahinter? Was ist jetzt zu tun? jameda fragte Dr. Michael um Rat, der in seiner Praxis ganzheitliche Ansätze integriert.

Können Stress und Borreliose auch Auslöser von Beinschmerzen sein?
Warum treten Beinschmerzen manchmal nur nachts auf?
Was ist los, wenn die Beine nur beim Aufstehen weh tun?
Was machen Jogger falsch, die Beinschmerzen haben?
Welche Untersuchungen nimmt der Arzt vor?
Welche Behandlungen gibt es?
Wie können Patienten Beinschmerzen vorbeugen?

jameda: Beinschmerzen können viele Gründe haben – mögliche Ursachen reichen von Überlastungen und Verletzungen bis hin zu Gelenkserkrankungen und Durchblutungsstörungen. Manchmal sind es sogar Rückenschmerzen, die bis in die Beine ausstrahlen. Was ist der häufigste Grund für Beinschmerzen?
Dr. Michael: Am häufigsten treten Beinschmerzen aufgrund von Überlastungen auf. Die Belastbarkeit hängt von zahlreichen Faktoren ab. Gab es Unfälle oder Operationen? Liegen Erkrankungen vor, welche die Durchblutung des Beines verringern? Unsere moderne, von Bewegungsarmut und Fehlernährung gekennzeichnete Lebensweise, die zu Übergewicht, Stoffwechselstörungen und Übersäuerung führt, schwächt die Belastbarkeit von Muskeln, Sehnen und Gelenken erheblich. Häufig fehlen Magnesium und Vitamin D. Die Muskulatur braucht beides, um richtig zu arbeiten. Eine weitere häufige Ursache für Beinschmerzen sind Verkürzungen der Muskulatur, insbesondere am hinteren Oberschenkel und den Waden.  

jameda: Welche Rolle spielt Stress dabei?
Dr. Michael: Die meisten Patienten leiden unter extremen Anspannungszuständen des gesamten Nervensystems. Die Muskeln lassen dann nicht mehr richtig los, verkrampfen und schmerzen schon bei geringen Belastungen. Manchmal entwickeln sich Anspannungszustände auch unbewusst, bis sie in Form von Schmerzen auf sich aufmerksam machen.

jameda: Gibt es Ursachen für Beinschmerzen, die häufig übersehen werden?
Dr. Michael: Häufig ist eine bis dahin unerkannte Borreliose die Ursache der Beinschmerzen. Borrelien sind nicht nur in der Lage, sich im Muskel, Bindegewebe und den Gelenksschleimhäuten anzusiedeln, sondern bei ihrem Zerfall zum Beispiel unter Antibiotikatherapie Biotoxine freizusetzen. Diese können zu heftigsten messerstichartigen, reißenden Schmerzen und schweren Beinen führen.

jameda: Können Patienten selber erkennen, woher ihre Schmerzen kommen?
Dr. Michael: Für die Patienten ist es schwierig, neu aufgetretene Beinschmerzen der richtigen Ursache zuzuordnen. Sind es die Nerven, die Gefäße oder nur die Muskeln? Kam der Schmerz plötzlich, während einer Belastung oder über längere Zeit? Kommt der Schmerz nur bei bestimmten Bewegungen oder zu bestimmten Tageszeiten? Sie sehen, wie viele Fragen beantwortet werden müssen, um die Ursachen einzugrenzen.

jameda: Was könnte dahinter stecken, wenn die Beinschmerzen nur nachts auftreten?
Dr. Michael: Wenn Beinschmerzen nachts auftreten, liegt häufig ein Mangel an Magnesium und Vitamin D vor. Beim Magnesium ist eine Ergänzung mit 400 bis 600 Milligramm täglich sinnvoll. Wenn Durchfall auftritt, muss die Dosis verringert werden. Zur Vitamin-D-Ergänzung ist die Bestimmung des Blutwertes wichtig. Unter Berücksichtigung des aktuellen Körpergewichtes kann der Arzt den Vitamin-D-Bedarf für die Aufsättigungs- und für Erhaltungstherapie errechnen.

jameda: Was ist los, wenn die Beine nur beim Aufstehen schmerzen?
Dr. Michael: Wenn die Beinschmerzen nur beim Aufstehen und den ersten Schritten auftreten, liegt häufig eine schon länger bestehende Verkürzung der hinteren Oberschenkel- und hinteren Wadenmuskulatur vor, die zu einer extremen Erhöhung der Spannung in der Fußsohle führt. Es entsteht eine sehr empfindliche, schmerzende Ferse bzw. Fußsohle bis hin zur Ausbildung eines Fersensporns. Die Muskeln arbeiten in Ketten, so dass Verspannungen der Oberschenkel- und Unterschenkelmuskeln über die Ferse, die als Umlenkrolle funktioniert, bis in die Fußsohle weitergeleitet werden. Hier hilft in erster Linie regelmäßige Dehnung der Muskeln und eine vorübergehende Entlastung der Ferse mit einem Fersenkeil. Physiotherapeutische Maßnahmen bringen häufig Erleichterung. Bei hartnäckigen, länger anhaltenden Schmerzen in der Ferse und Fußsohle setze ich die fokussierte extrakorporale Stoßwellentherapie zur Behandlung ein.

© Dr, MichaelDr. Michael im jameda-Interview (© Dr, Michael)jameda: Machen Jogger, die häufig unter Beinschmerzen leiden, etwas falsch?
Dr. Michael: Neben einer optimalen nährstoffreichen Versorgung der Muskulatur ist eine konsequente Dehnung aller Beinmuskeln sowohl hinten als auch vorne, außen und innen erforderlich. Das Schuhwerk und der Laufstil spielen eine entscheidende Rolle. Je mehr Polsterung und Unterstützung durch das Schuhwerk gewählt werden, desto unnatürlicher sind die Bewegungsabläufe. Das führt zu einem höheren Verschleiß der  Muskeln, Sehnen und Gelenke. Viele Jogger laufen über die Ferse statt über den Ballen. Die gesamte Laufhaltung ändert sich; es kommt zu Überlastungsschäden. Waldboden ist besser zum Laufen geeignet als Asphalt oder Beton.

jameda: Wenn das Bein weh tut, ist schnelle Hilfe angesagt. Was können Patienten selbst tun, um die Schmerzen akut zu lindern?
Dr. Michael: Sofortmaßnahmen hängen immer von der Ursache der Beinschmerzen ab. Ist das Bein beispielsweise umgeknickt und geschwollen, ist es sinnvoll, es zu kühlen und hoch zu lagern. Akute Beinschmerzen sind immer ein Warnsignal. Sie sollten auf jeden Fall ärztlich abgeklärt werden.

jameda: Wenn die Schmerzen länger anhalten, sehr stark sind oder mit einer Verletzung einhergehen, sollten Patienten einen Arzt aufsuchen. Wie findet der Arzt die Ursache der Beinschmerzen heraus?
Dr. Michael: Zuerst sieht sich der Arzt das Bein an. Ist es verfärbt, geschwollen oder in seiner Beweglichkeit eingeschränkt? Für den Arzt gilt es zu unterscheiden, welche Strukturen die Beinschmerzen maßgeblich verursachen. Sind es die Nerven, geben neurologische Untersuchungen eventuell einschließlich bildgebender Verfahren wie der Kernspintomographie einen Hinweis. Sind Gefäßveränderungen die Ursache, müssen weiterführende Maßnahmen wie Gefäß- oder Ultraschalluntersuchen, Verschlussdruck-Messungen oder eine Darstellung der Gefäße mit Röntgenkontrastmittel durchgeführt werden. Die Prüfung auf Stoffwechselveränderungen und mögliche Infektionskrankheiten sollte ebenfalls zur Unterscheidung der Ursachen in Betracht gezogen werden.

jameda: Die Palette an konservativen Behandlungen ist breit. Wann reichen Bewegung, Krankengymnastik, Wärme- oder Kältebehandlung oder Bandagen aus, um die Beinschmerzen zu lindern?
Dr. Michael: Wenn es sich um Beinschmerzen handelt, deren Ursachen teilweise oder sogar vollständig umkehrbar sind. Es muss Potenzial zu Erholung und Regeneration der betroffenen Strukturen geben. Zum Beispiel sprechen Schmerzen, die durch zu kurze Muskeln entstanden sind, oft sehr gut auf Dehnung an.

jameda: Welche Behandlungsmethoden erzielen ebenfalls gute Resultate?
Dr. Michael: Ich setze in meiner Praxis osteopathische Behandlungstechniken, die Akupunktur und die fokussierte extrakorporale Stoßwellentherapie zur Behandlung von Beinschmerzen ein. Naturheilkundliche Behandlungen sind darauf ausgelegt, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und den Körper in seine natürliche Balance zu bringen. Dabei gilt es, den ganzen Menschen miteinzubeziehen. Die Ursache des Schmerzes befindet sich nicht immer dort, wo es weh tut.

jameda: Wann ist eine Operation notwendig?
Dr. Michael: Wenn die verschleiß- oder unfallbedingten Veränderungen so ausgeprägt sind, dass sie sich ohne Operationen nicht mehr umkehren lassen. Das spüren Patienten an einem zunehmenden Bewegungsverlust, immer stärker werdenden Schmerzen bis hin zu Ruheschmerzen oder Deformierungen, die den Alltag erheblich beeinträchtigen. Beispielsweise können auch ein eingeklemmter Meniskus des Kniegelenkes, der die freie Beweglichkeit beeinträchtigt oder auch Gelenkinstabilitäten Operationen erforderlich machen.

jameda: Was können Patienten tun, um Beinschmerzen vorzubeugen?
Dr. Michael: Regelmäßige Bewegung und Dehnungsübungen, gesunde Ernährung mit reichlich Gemüse und wenig Kohlenhydraten , wenig tierischem Eiweiß und wenig Genussmitteln können einen wertvollen Beitrag zur Beingesundheit leisten. Wer viel Fast Food und Süßes isst, riskiert eine Übersäuerung. Die Folge: Der Körper entzieht den Knochen Salze, um den PH-Wert wieder zu neutralisieren. Außerdem kann zu viel Fett im Blut zu Gefäßverengungen führen.

jameda: Stimmt es, dass Beinschmerzen Vorboten eines Herzinfarktes sein können?
Dr. Michael: Menschen, bei denen die Beinschmerzen durch Arteriosklerose verursacht werden, erleiden häufig auch einen Herzinfarkt. Die Arteriosklerose tritt im gesamten Gefäßsystem auf und ist nicht nur auf die Beine beschränkt. Auch hier kann eine konsequente Umstellung der Lebensgewohnheiten einschließlich der Ernährung helfen.

jameda: Vielen Dank für das Interview!

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Kommentare zum Artikel (19)


12.10.2017 - 16:12 Uhr

Hallo, ich habe seit über zwei Jahren starke...

von Beate

... Muskel und Beinschmerzen. Meine Beine brennen und pochen. Auch habe ich in den Armen starke brennende Muskelschmerzen. Zudem weiß ich nicht, wie ich es beschreiben soll, aber meine Zunge bewegt sich an den Seitenrändern oder vibriert und zuckt. Neurologisch wurde ein MRT der Wirbelsäule und Kopf gemacht aber das ist unauffällig. Mich machen die Schmerzen an manchen Tagen richtig fertig. Vor etwa vier Jahren zog es bei mir in das rechten Bein runter und ich war am Oberschenkel und linken Bauchseite gelähmt. Das ging dann zwar wieder weg aber meine Beine fingen danach an zu brennen. Beim laufen kam es mir so vor, als ob sich meine Knie verhaken würden. Damals bekam ich leider keine Untersuchung, jedoch weiß ich, dass es irgendwas damit zu tun hatte, dass ich die Schmerzen bis heute noch habe. Ich bekomme Stiche in den Knien usw. Was könnte denn noch dahinter stecken, wenn neurologisch alles ok war?

Dr. Michael

Antwort vom Autor am 17.10.2017
Dr. med. Ralf Michael

Hallo Beate, möglicherweise handelt es sich bei Ihnen um ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren, welche für Ihre Beschwerden verantwortlich sind. Zum einen kann eine Schwermetallbelastung zu Grunde liegen, es kann eine Besiedelung mit verschiedenen Parasiten vorhanden sein, Mangelzustände insbesondere von Vitamin D, Magnesium, dem Vitamin-B-Komplex, Zink, Selen und anderen Spurenelementen können eine wichtige Rolle spielen. Entgiftungs- und Reparatursysteme sind dadurch in Ihrer Arbeit eingeschränkt. Möglicherweise besteht auch eine Fehlregulation des vegetativen Nervensystems im Sinne eines Überwiegens des Sympathikus. Dieser ist unter anderem für Kampf- und Flucht zuständig. Reparatur und Heilung finden erst statt, wenn das parasympathische Nervensystem normale Aktivität hat und der Sympathikus herunterreguliert.. Ich empfehle Ihnen zum besseren Verständnis Ihrer Beschwerden das Buch von Dr. Volz: "Elemente der Gesundheit" und wünsche Ihnen eine gute Besserung.

25.08.2017 - 10:41 Uhr

Hallo, Ich habe seit einem Monat ca. Immer so...

von Jaqueline

... starke Muskelschnerzen beim aufstehen. Ich arbeite jeden Tag 8-9 Stunden im Einzelhandel. Die Muskelnschmerzen ziehen sich über die ganzen Beine, am schlimmsten unten bei den Füßen. Komischerweise tut auch immer das Gelenk meines Daumens weh. Auch wenn ich arbeite habe ich Große Probleme in die Hocke zu gehen und wieder aufzustehen weil die Schmerzen einfach zu groß sind. Ich hoffe sie können mir irgendetwas hilfreiches sagen.

Dr. Michael

Antwort vom Autor am 29.08.2017
Dr. med. Ralf Michael

Hallo Jaqueline, wenn keine internistischen Erkrankungen bestehen und orthopädische und neurologische Ursachen ausgeschlossen sind, kommt am ehesten eine Stoffwechselproblematik in Betracht. Dabei sind häufig Übersäuerungen des Gewebes im Spiel, welche die Schmerzen verursachen können. Grund hierfür sind sogenannte säurebildende Nahrungsmittel wie z.B. Wurstwaren, Fertiggerichte, verarbeitete Nahrungsmittel, mehlhaltige Speisen, alle Genußmittel. Hier gibt es zahlreiche Foren zur basischen Ernährung, ketogener und/oder veganer Lebensweise. Häufig haben sich im Laufe der Jahre unbemerkt Unverträglichkeiten ausgebildet, z.B. auf Gluten und Kuhmilcheiweiß. Diese können, Muskelschmerzen, Spannungsgefühl im Gewebe und Entzündungen wie in dem Daumengelenk hervorrufen. Am Besten ist eine umfassende Abklärung vor Ort und eine genaue Selbstbeobachtung. Wann habe ich was gegessen und getrunken? Wann (oft 1-2 Tage später, manchmal sofort) treten die Beschwerden auf. Vitamin D, K2, Magnesium, Vitamin C und ausreichende Bewegung außer dem täglichen Stehen spielen natürlich auch eine wichtige Rolle. Zusammengefasst: Bewegung an frischer Luft, natürliche gemüsereiche Ernährung möglichst aus Bioanbau, sauberes Wasser ohne Kohlensäure können hier schon viel Bewirken, ich wünsche gute Besserung!

07.08.2017 - 15:35 Uhr

Habe seit ich heute früh aufgestanden bin...

von Stefanie E.

... Schmerzen im Bein. Wenn ich es bewege tut es weh. Ich muss auch sagen, dass ich Übergewicht habe und das ist jetzt schon das zweite mal wo es weh tut aber immer nur das linke. Das rechte tut auch ein wenig weh. Aber das linke schmerzt.

Dr. Michael

Antwort vom Autor am 08.08.2017
Dr. med. Ralf Michael

Hallo Stefanie, bitte lassen Sie Ihre Beinschmerzen umgehend vor Ort abklären. Es kommen viele verschiedene Ursachen in Betracht. Vielleicht finden Sie auch Anregungen zur Ursachensuche in meinen Antworten weiter unten. Gute Besserung.

18.07.2017 - 11:46 Uhr

Schon lange habe ich Schmerzen beim Treppensteigen...

von Erika B.

... in beiden Oberschenkeln. Seit wenigen Wochen auch Schmerzen in der linken Ferse. In Ruhigstellung oder im Liegen und Sitzen spüre ich keine Schmerzen, aber beim Aufstehen.

Dr. Michael

Antwort vom Autor am 18.07.2017
Dr. med. Ralf Michael

Es ist möglich, daß Sie jetzt in der warmen Jahreszeit vermehrt Blutsalze ausgeschwitzt haben und hier insbesondere Magnesium. Bitte gleichen Sie Ihre Verluste mit viel frischem Gemüse und gegebenfalls mit Magnesiumpräparaten aus (s.u.). Vermeiden Sie stark verarbeitete und zuckerhaltige Lebensmittel. Wenn über längere Zeit Verspannungen und Schmerzen in der Beinmuskulatur bestehen, kann es zur Ausbildung von Schmerzen an den Achillessehnen oder den Fersen und Fußsohlen kommen, Anlaufschmerzen sind dafür typisch. Mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung läßt sich die Beschaffenheit der Achillessehnen und der Fersen sowie der Bindegewebsplatte der Füße beurteilen und eine geeignete Behandlung planen. Lassen Sie in jedem Fall Ihre Beschwerden abklären.

08.07.2017 - 19:10 Uhr

Beim Gehen werden meine Beinschmerzen immer...

von Wendler

... stärker. Mein Arzt hat mir schon Dilidin verordnet, zwei Tabletten pro Tag. Die Schmerzen kommen aber nach ca. 3 Stunden wieder. Was empfehlen sie mir ?

Dr. Michael

Antwort vom Autor am 13.07.2017
Dr. med. Ralf Michael

Bitte lassen Sie Ihre Gefäße abklären, hinter Ihren Beschwerden kann sich eine "Schaufensterkrankheit" verbergen, d.h. sie müssen bei jedem Schaufenster anhalten, damit sich die Beine wieder erholen. Wenn die Durchblutung in Ordnung ist, achten Sie auf eine ausreichende Magnesiumzufuhr, am besten mehrmals am Tag. Über Vitamin D und Co. lesen Sie bitte weiter unten nach. Gute Besserung!

11.04.2017 - 14:38 Uhr

Danke für Ihre Antwort. Ich hatte schon 3x mit...

von L.

... Borrelien zu tun, deshalb musste ich Antibiotika nehmen. Jetzt bekam ich eine Überweisung zum Neurologen, jedoch erst im Juni. Um die Schmerzen in den Knochen und Oberschenkeln zu lindern, muss ich Vitamin D und Magnesium einnehmen. Ich muss mich mehr bewegen, deshalb gehe ich nach Ostern wieder in die REHA- Gruppe. Aber was kann ich noch tun? Ich informiere mich derzeit über Dehnungsübungen und hoffe, es geht mir bald besser.

Dr. Michael

Antwort vom Autor am 12.04.2017
Dr. med. Ralf Michael

Suchen Sie einen ganzheitlichen Ansatz zur Behandlung der Borreliose, Borrelien lassen sich allein durch Antibiotika nicht elemineren, sie bilden verschiedene Überdauerungsformen, die weder von Antibiotika noch vom eigenen Immunsystem erreicht werden. Häufig liegen zusätzlich Schwermetallbelastungen vor. Diese müssen ausgeleitet werden. Zum Thema Vitamin D finden Sie weiterführende Informationen auf vitamindelta.de, hier auch zum Vitamin K2, MK7.

07.04.2017 - 07:44 Uhr

Seit 2015 plage ich mich immer wieder mit...

von Ingrid

... Gelenkschmerzen herum, gestern zum MRT, Ischialgie liegt nicht vor, soll mich dem Neurologen vorstellen, ich muss immer wieder Antibiotika nehmen - das ist ätzend! Hilft LAVITA wirklich?

Dr. Michael

Antwort vom Autor am 11.04.2017
Dr. med. Ralf Michael

Welche Gelenke schmerzen? Gab es Infektionen? Die neurologische Abklärung ist sinnvoll. Die Unterstützung des Immunsystems ist sinnvoll, sollte jedoch spezifisch erfolgen.

19.03.2017 - 06:58 Uhr

Ich muss aber dabei sagen, dass ich es mit mein...

von Angelika R.

... Rücken habe. Darf ich wegen meinen Schmerzen abends schon vorsorglich eine Ibuprofen 800mg nehmen?

Dr. Michael

Antwort vom Autor am 22.03.2017
Dr. med. Ralf Michael

Das ist möglich, achten Sie jedoch auf das Nebenwirkungsspektrum und einen ausreichenden Magenschutz. Begrenzen Sie auf jeden Fall die Einnahmedauer und lassen Sie alle in Frage kommenden Ursachen abklären.

19.03.2017 - 06:53 Uhr

Danke, aber bei mir kommen die nur nachts. Blut...

von G.

... ist in Ordnung, Ernährung weiß ich nicht. Ich bin am Abnehmen und bin jetzt auf 58. Ich nehme nur morgens Magnesium, muss ich noch mehr nehmen?

Dr. Michael

Antwort vom Autor am 22.03.2017
Dr. med. Ralf Michael

Es kann Ihnen helfen, Magnesium bis zu 3 mal pro Tag zu nehmen. Falls Sie Durchfall bekommen, reduzieren Sie die einzelnen Mengen, Sie können es zum Beispiel mit Magnesiumcitrat-Pulver versuchen, es läßt sich gut dosieren. Reduzieren Sie die Kohlenhydratzufuhr z.B. mit der Logi-Methode, näheres finden Sie unter diesem Begriff.

04.03.2017 - 11:17 Uhr

Meine Beinschmerzen sind morgens sehr stark. Der...

von Günter S.

... Arzt hat mir morgens beim Essen 1 x Tbl. 800 mg Ibuprofen und 1 x Tbl. 500 mg Metamizol und nachmittags 2 x Tbl. 300 mg Magnesium verordnet. Was kann ich noch tun?

Dr. Michael

Antwort vom Autor am 09.03.2017
Dr. med. Ralf Michael

Gibt es eine Ursache für die Beinschmerzen?

28.01.2017 - 20:27 Uhr

Hallo, ich habe Beinschmerzen. Ich bin einmal mit...

von Sara

... meinen linken Fuß umgeknickt und ich habe Angst, dass die Schmerzen davon kommen.

Dr. Michael

Antwort vom Autor am 31.01.2017
Dr. med. Ralf Michael

Hallo Sara,vom Umknicken des Fusses können über Verkettungen der Muskeln und Faszien vielfältige Beeinträchtigungen und auch Schmerzen im Körper entstehen. Wo haben Sie Ihre Schmerzen und wie und wann äußern sich diese? Haben Sie vor Ort schon eine Untersuchung des Sprunggelenkes und Fußes durchführen lassen?

20.12.2016 - 22:07 Uhr

Hallo. Ich habe seit einigen Tagen Beinschmerzen....

von Denise

... Ich habe Angst, dass ich Thrombose habe. Es ist nichts angeschwollen oder verfärbt. Es tut einfach nur weh und zieht sich über das ganze Bein bis in die Hüfte. Sollte ich mir Sorgen machen? Und was kann ich tun, dass die Schmerzen weggehen? Am schlimmsten ist es im linken Bein. Ich rauche und nehme die Pille. Vielleicht kann mir jemand helfen. Vielen Dank!

Dr. Michael

Antwort vom Autor am 22.12.2016
Dr. med. Ralf Michael

Hallo Denise, bitte lassen Sie diese Beschwerden sofort abklären, ganz besonders, um eine Thrombose auszuschließen. Ich wünsche Ihnen gute Besserung.

21.11.2016 - 13:42 Uhr

Ich bin etwas vor einem Jahr wegen Parkinson...

von Batiray Ö.

... operiert worden. Bei der OP habe ich zwei Elektrode in mein Gehirn implantiert bekommen. Seit diesem Zeiptunkt habe ich Beinschmerzen und Knieschmerzen, ich bin schnell müde und habe keine Lust, raus zu gehen. Ich verliere außerdem häufig mein Gleichgewicht. Könnten Sie mir einen Rat geben?

Dr. Michael

Antwort vom Autor am 28.11.2016
Dr. med. Ralf Michael

Hallo Batiray Ö. , die Einschränkungen und Schmerzen, die Sie beschreiben, scheinen nicht allein Ihren Ursprung im Bewegungsapparat zu haben. Ich gehe davon aus, dass Sie sich in regelmäßiger neurologischer Behandlung befinden. Wenn es keine eindeutige neurologische Ursache gibt und auch der HNO-ARZT nichts gefunden hat, kann dIe Ursache möglicherweise in einer Fehlfunktion Ihrer Zellkraftwerke, der Mitochondrien,liegen. Mit einer Erkrankung der Mitochondrien beschäftigen sich speziell ausgebildete Therapeuten. Suche Sie im Internet bitte nach "Mitochondriopathie" . Lassen Sie Ihren Vitamin D Spiegel bestimmen und gegebenenfalls korrigieren. Lesen Sie dazu bitte auch meine anderen Kommentare. Ich wünsche Ihnen gute Besserung, Dr. Ralf Michael

11.11.2016 - 16:12 Uhr

Guten Tag, ich habe ein Problem. Morgens nach dem...

von Manfred Z.

... Aufstehen, treten Schmerzen in Form von Ziehen in den Waden bis zum Oberschenkel auf. Am Montag bin ich noch auf das Laufband, da waren danach die Schmerzen weg, aber am Nachmittag und am Abend kamen die Schmerzen wieder zurück. Ich kann da sehr schlecht Laufen. Die Physiotherapeutin hat es intensiv bearbeitet, aber die Schmerzen gehen nicht weg. Ich traue mich schon nicht mehr auf das Laufband, weil ich Angst habe, dass die Schmerzen stärker werden. Im Ruhezustand habe ich keine Schmerzen. Nachts habe ich im rechten Oberschenkel Schmerzen beim Wenden. Der Hausarzt hat ein Schmerzmittel verordnet, was aber nicht geholfen hat. Können Sie mir einen Hinweis geben? Hilft eher Kühlen oder Wärmen? Gekühlt habe ich gestern sehr viel, es hat aber nicht geholfen. Würde Akkupunktur helfen? Danke!

Dr. Michael

Antwort vom Autor am 16.11.2016
Dr. med. Ralf Michael

Hallo Manfred Z., die Beschreibung klingt nach einer Unterversorgung der Muskulatur, zumal sich die Beschwerden auf den Oberschenkel ausweiten und mit etwas Verzögerung nach der Belastung auftreten. Lassen Sie Ihren Vitamin D Blutspiegel bestimmen. Zielwert 60ng/ml oder 150nmol/l. Für die Berechnung der Vitamin D Versorgung und diesbezügliche Fragen schauen Sie bitte unter www.vitamindelta.de nach. Ergänzen Sie Magnesium, es können 600mg und mehr täglich erforderlich sein. Was Sie über Ihren Bedarf aufnehmen, wird rasch über den Darm ausgeschieden. Ist Ihre Muskulatur gut gedehnt? Benutzen Sie eine Faszienrolle! Sie sollten bei der Rumpfvorbeuge mit gestreckten Kniegelenken entspannt mit den Händen den Boden berühren können. Achten Sie auf Ihre Ernährung und vermeiden Sie Übersäuerung, welche durch zuviel Kohlenhydrate, Genußmittel und tierisches Eiweiß entstehen kann. Da Sie bereits in physiotherapeutischer Behandlung sind, nehme ich an, daß Ihre Beschwerden bereits ärztlich abgeklärt worden sind, falls nicht, lassen Sie bitte eine Abklärung vornehmen. Akupunktur kann das Nervensystem besser entspannen, wenn Sie die oben genannten Punkte berücksichtigt haben. Gute Besserung Dr. Ralf Michael

25.10.2016 - 07:17 Uhr

Hallo, mir tun die Beine nach einem anstrengenden...

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... Arbeitstag (Büro) sehr weh bzw. auch wenn, ich gerade im "Lernstress" bin. Mache momentan eine nebenberufliche Weiterbildung und habe bald die Abschlussprüfung. Jedesmal wenn ich mich zum lernen hinsetze oder ich Zweifel am Bestehen der Prüfung habe, merke ich, wie mir die Beine richtig weh tun und ich das Bedürfnis habe, mich hinzulegen. Dies ist natürlich kontraproduktiv. Gibt es eine Möglichkeit, dem vorzubeugen und vor allem was kann ich in dieser Situation machen, um eine schnelle Lösung zu finden, damit ich normal für die Prüfung weiterlernen kann? Vielen Dank!

Dr. Michael

Antwort vom Autor am 16.11.2016
Dr. med. Ralf Michael

Hallo Daniel, der Streß im vegetativen Nervensystem kann zu krampfartigen Anspannungen der Muskulatur führen, besonders dann, wenn schon vorher Verspannungen und Verkürzungen bestanden. Ausreichend Schlaf, Bewegung an frischer Luft und eine gesunde Ernährung mit viel Gemüse und wenig Kohlenhydraten unter Verzicht auf Fertigprodukte können zu einer Entspannung des Nervensystems führen. Für einen guten körperlichen und mentalen Ausgleich können Sie es mit Yoga versuchen. Eine ausreichende Vitamin D Versorgung und gegebenenfalls Magnesiumzufuhr sind ebenso wichtig. (www.vitamindelta.de). Selbstverständlich sollte eine ärztlich Abklärung der Beschwerden erfolgen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Ralf Michael

20.09.2016 - 20:46 Uhr

Wenn ich abends zuhause bin, treten bei mir...

von Annett

... stechende Schmerzen im linken Bein auf. Was kann das sein? Mit freundlichen Grüßen, Annett

Dr. Michael

Antwort vom Autor am 16.11.2016
Dr. med. Ralf Michael

Hallo Annett, hinter den von Ihnen beschriebenen Beschwerden können sich viel Ursachen verbergen. Lassen Sie Ihre Beschwerden bitte vor Ort ärztlich abklären, mit freundlichen Grüßen Dr. Ralf Michael

02.09.2016 - 09:51 Uhr

Mein Freund hat seit diesem Frühling stechend...

von Eloise

... schmerzende, schwere Beine. Er kann nicht einmal in Schuhen gehen, weil sonst seine Beinkraft komplett versagt. Auf der Innenseite des einen Fußes sind zudem rote Flecken zu sehen. Ein Besuch beim Arzt half auch nicht weiter. Die roten Flecken tat er als Besenreißer ab, die Schmerzen konnte er nicht erklären, und für Folgeschäden von Diabetes sei es noch zu früh (mein Freund hat Diabetes Typ 1). Selbst eigenes Suchen und Lesen nach möglichen Antworten blieb für uns erfolglos. Mittlerweile sind die Schmerzen zwar ohne medikamentöse Behandlung etwas geringer geworden, trotzdem gibt es Tage, an dem die Schmerzen sehr stark sind. Was könnte die Ursache dieser Beschwerden sein?

Dr. Michael

Antwort vom Autor am 14.09.2016
Dr. med. Ralf Michael

Lassen Sie bitte die Durchblutungssituation der Beine und Füße abklären. Hier kommen Ultraschalluntersuchungen der Gefäße und gegebenfalls eine Verschlußdruckmessung und nach Bedarf weiterführende bildgebende Verfahren zum Einsatz. Achten Sie weiterhin auf eine engmaschige Blutzuckerkontrolle. Beim Diabetes erkranken die kleinen Gefäße verschiedener Organe, auch die Extremitäten können betroffen sein. Es ist sehr wichtig, alle zusätzlichen Risikofaktoren, wie Rauchen, Übergewicht und kohlenhydratreiche Ernährung zu vermeiden. Ich wünsche Ihnen gute Besserung.

01.07.2016 - 16:39 Uhr

Ich habe seit Monaten Schmerzen im ganzen rechten...

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Dr. Michael

Antwort vom Autor am 08.07.2016
Dr. med. Ralf Michael

Eine mögliche Ursache kann eine noch nicht entdeckte oder bereits vor Jahren behandelte Borreliose sein. Bitte lassen Sie sich entsprechend untersuchen. Eine sinnvolle zusätzliche Blutuntersuchung hierfür kann die Dunkelfeldmikroskopie sein. Eine andere Ursache können Narben nach Operationen oder Unfällen sein. Hier spricht man von Störfeldern. Die Neuraltherapie beschäftigt sich mit diesem Thema. Eine Untersuchung und Behandlung nach osteopathischem Standart kommt natürlich auch in Frage. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Ursachensuche und gute Besserung.

17.12.2015 - 11:26 Uhr

Ich habe seit über 8 Monaten Schmerzen in der...

von B.W.

... Hüfte ,die bis ins Knie übergehen. Vor allem nach dem Aufstehen aus der Sitzposition, bzw. beim Vorbücken (Schuhe anziehen). Habe schon mehrere Ärzte konsultiert (Chirurgen und Orthopäden), bisher aber ohne Erfolg. Die Schmerzen bleiben. Ich behandele zur Zeit nur mit Schmerztabletten. MRT und aktuelle Röntgenaufnahme sind vorhanden. Meine bisherigen Behandlungen waren Spritzen (Cortisonspritzen),12x Röntgenstrahlenbehandlung, sowie Physiotherapie. Nun weiß ich nicht, wen ich noch aufsuchen soll. Werde im Januar eine Schmerztherapie aufsuchen.

Dr. Michael

Antwort vom Autor am 28.12.2015
Dr. med. Ralf Michael

Möglicherweise kann Ihnen ein qualifizierter Osteopath in Ihrer Nähe, der Ihre Schmerzen aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, weitere Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen und Ihnen dabei helfen, Ihre Beschwerden zu lindern. Die einzelnen Osteopathiegesellschaften wie z.B. die Deutsche Gesellschaft für Osteopathische Medizin (DGOM) führen Therapeutenlisten.


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