Selbstheilungskräfte stärken statt Symptome bekämpfen - Was ist Integrative Medizin?

Frau Bleckmann

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©fotolia-Christos GeorghiouDer Körper ist ein komplexes System, das ganzheitlich behandelt werden kann (©fotolia-Christos Georghiou)

Die Integrative Medizin bündelt verschiedene Verfahren, um der Komplexität des Körpers Rechnung zu tragen und die Selbstheilungskräfte anzuregen. Was bedeutet das genau?

Die Bedeutung der Krankheit

Alles im Leben fließt. Manche Veränderung erweist sich als große Herausforderung, dann wünschen wir uns vielleicht wieder in ein ruhigeres Fahrwasser zurück. Letztlich ist es jedoch gerade die Veränderung, die uns wachsen lässt und zu neuen Ufern führt, an die wir sonst gar nicht gelangt wären.

Der Körper befindet sich in stetiger Veränderung, auch wenn wir das meist nicht direkt wahrnehmen. Wie schnell gewöhnen wir uns im ruhigen Fluss an Dinge, die dem Körper auf lange Sicht schaden, weil sie im Augenblick bequem sind?

Irgendwann kann der Punkt kommen, an dem uns das Leben durch abnehmendes Wohlbefinden oder eine Krankheit herausfordert. Ich finde, man sollte das als Chance begreifen, für sich selbst neue Perspektiven zu entdecken und den nächsten Schritt in der eigenen Entwicklung zu gehen.

Wie die einzelnen Systeme des Körpers zusammenarbeiten

Die Gesundheit komplexer biologischer Organismen ist wie ein ausgeklügeltes Jazzorchester aufgebaut: Einzelne Strukturen agieren nach genetischen Mustern aufeinander abgestimmt. Es gibt einen Hypophyse-Dirigenten, einen Zentralenervenssystem-Produzenten, Kritiker und Publikum, den Hypothalamus-Komponisten, ein Epiphyse-Metronom, die Schilddrüsen-Trompete, die Nebennieren-Posaune und den Gonaden-Bass.

Diese Komplexität erlaubt eine wundervolle Vielfalt an Funktionen und ermöglicht eine komplexe physische und psychische Leistungsfähigkeit.

Die biologischen Systeme sind in der Lage, sich stetig selbst zu reparieren. Durch die komplexen Prozesse sind sie jedoch auch sehr anfällig für Störungen, insbesondere wenn der Organismus permanenten Belastungen ausgesetzt ist.

Eine wichtige Rolle kommt dabei der Vielfältigkeit und Anpassungsfähigkeit zu. Die vegetativen Systeme kontrollieren die Funktionen, die das innere Milieu des Körpers an die Belastungen anpassen.

"Es ist weder die stärkste noch die intelligenteste Spezies, die überlebt, sondern diejenige, die in der Lage ist, sich an wechselnde Situationen bestmöglich anzupassen." Charles Darwin

©Andrey Popov - fotoliaViele Therapien aus der Naturheilkunde, wie z.B. Akupunktur, werden bei der Integrativen Medizin angewendet (©Andrey Popov - fotolia)Was ist Integrative Medizin? Welche Behandlungsziele verfolgt sie?

In der Integrativen Medizin liegt der Fokus nicht auf der Symptombekämpfung. Es geht darum, den Körper so zu behandeln, dass er sich von selbst erholen kann.

Stressdiagnostik, Prävention des Burnouts, die Beurteilung neurologischer Erkrankungen, das Zusammenspiel zwischen Anspannung und Entspannung, Adipositas und Diabetes sowie als Prognosegröße die Entwicklung des Hypertonus sind heute neben der Prophylaxe, Therapiekontrolle und der Risikoabschätzung für alle Erkrankungen ausgezeichnete Kenngrößen.

Integrative Medizin bietet ein breites Spektrum an Möglichkeiten zur Gesundheitsvorsorge, Prävention, Diagnostik und Therapie. Die intelligente Verschmelzung der Behandlung aus der konventionelle Allgemeinmedizin mit sinnvollen ergänzenden Methoden wie Analyse des vegetativen Nervensystems, TCM, Akupunktur, Neuraltherapie, Darm-Hydrotherapie, Entgiftung, Bioresonanz, Dunkelfeldmikroskopie und komplementäre Schmerztherapie vervollkommnet das Ganze.

Wann bietet sich die Behandlung mit Integrativer Medizin an?

Folgende Erkrankungen sind mit Integrativer Medizin zu beeinflussen:

Das Regulationsprinzip inspiriert ein einheitliches System, das auf bekannten neuroanatomischen und neurophysiologischen Erkenntnissen basiert. Es ermöglicht hervorragende Therapien.

"Nichts ist stärker als eine Idee, deren Zeit gekommen ist." (V. Hugo)

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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